• Vorbereitungstreffen

    April 29, 2021 in Germany ⋅ ☁️ 14 °C

    Schon seit Jahren träumte ich davon, dass ich mal in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten gehe, der Freiheit (bevor ich wusste, was für eine „Freiheit“ die USA vertritt).
    Auf jeden Fall, bereits in der achten Klasse hatte ich mich sowohl für die Vereinigten Staaten als auch für ein Auslandsjahr interessiert. Als wir damals auf der Ausbildungsmesse waren, habe ich eigentlich nur die Auslands-Organisationen angesteuert.
    Dort wurde mir aber geraten noch zu warten, da man solche Sachen normalerweise erst nach der 10. oder 12. Klasse macht.

    Also, ein Jahr später in der 9. Klasse, fing ich an mir die Broschüren für die verschiedenen Agenturen zu besorgen. Die Meisten bieten diese kostenlos an, sowohl als print als auch digital. Dort kann man dann die verschiedenen Länder auswählen, die diese anbieten, und auch die Art. Es gibt ja nicht nur ein Exchange Year in Richtung High School, sondern auch Dinge wie ein Au-Pair Jahr, Summer Camp, Work & Travel und Weiteres. Die Meisten kamen für mich aufgrund der Voraussetzungen aber nicht in Frage und ich hatte auch vorher schon vor, dass ich ein Jahr in einer Gastfamilie verbringen werde und die High School besuche.
    Bei den Agenturen selbst gibt es meist keine großen Unterschiede von dem, was sie anbieten. Entscheidend ist größtenteils nur das Geld, was sie für ihre Dienste möchten.

    Letztendlich entschied ich mich für eine Organisation und dann ging es Ende des Jahres erstmal an den Papierkram.
    Für ein Auslandsjahr muss man nämlich so einiges ausfüllen, unter anderem auch eine Übersetzung von den letzten Zeugnissen, eine (digitale) „Mappe“ an die zukünftige Gastfamilie, etc.
    Die nächsten Wochen wurden diese dann über die Zeit ausgefüllt und letztendlich abgeschickt.

    Normalerweise folgt dann im Frühjahr des Jahres, wo man seinen Auslandsaufenthalt startet, ein kurzes Seminar über ein Wochenende. Eigentlich findet das in Person statt, aber da in 2021 noch die COVID-Pandemie einiges einschränkte, mussten wir es über ZOOM machen.
    Das Wochenende war aber nicht nur von Seminaren gefüllt, um uns auf das nächste Schuljahr vorzubereiten. Es gab auch Spiele, um das Gruppengefühl zu stärken. Am Freitag Abend haben wir uns zum Beispiel gemeinsam zu einer Runde Among Us getroffen und am Samstag war der letzte Programmpunkt ein digitaler Escape Room.
    Auch wenn die drei Tage nur digital stattgefunden haben, so war es doch toll, dass man so Gleichgesinnte getroffen hat. Wir haben dann auch unsere Telefonnummern ausgetauscht, um einen Gruppenchat zu erstellen und weiterhin in Kontakt zu bleiben.

    Ein weiterer Schritt geschah dann am 26.06., als wir nach Berlin gefahren sind, um mein Visum zu bekommen.
    Wir hatten einen Termin in der American Embassy in Berlin. Da wir nicht wussten, wie der Morgenverkehr ist, sind wir eine Stunde früher losgefahren, um pünktlich zu sein.
    Vor Ort mussten wir dann kurz warten, bis ich aufgerufen wurde.
    In einer Kabine muss man dann seinen Personalausweis und Reisepass zeigen und einige Fragen beantworten, z.B. warum geht man in die USA, wie lange, etc.

    Als es dann klar war, dass ich nach der 10. Klasse ein Jahr weg sein werde, habe ich angefangen ein Abschiedsbuch zu gestalten. Dies machen viele, die ein Auslandsjahr oder Ähnliches machen.
    In diesem kleinen Buch gab es mehrere Seite zu mir und dem „anderen“ Land (sprich den USA). Dann gab es Seiten zum ergänzen, zum Beispiel eine Bucket List oder eine Seite zum Unterschreiben.
    Die zweite Hälfte bestand dann aus leeren Seiten, wo jeder ein bis zwei davon selbst gestalten konnte.
    Ich habe das Buch dann an meine Freunde und Familie gegeben, die sich dann eingetragen haben.

    Insgesamt betrugen die Kosten für die Agentur, die Versicherung, Visum, etc. bei circa 10.000€. Es variiert aber wie gesagt sehr von den Agenturen.
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