• Panagia Angeloktisti

    December 8, 2024 in Cyprus ⋅ ☀️ 20 °C

    Die byzantinische Kirche entstand im 11. Jahrhundert als Kreuzkuppelkirche, in deren Bau die erhaltene Apsis einer frühchristlichen Basilika aus dem 5. Jahrhundert einbezogen wurde, in der sich ein Marienmosaik aus dem 6. Jahrhundert befindet.
    Das Mosaik, für das die Kirche berühmt ist, zeigt die Muttergottes mit dem Jesuskind auf dem Arm. Umrahmt wird Maria von den Erzengeln Gabriel und Michael, die von beiden Seiten eine von einem Kreuz gekrönte Kugel bringen, die man für die Weltkugel halten könnte.
    Doch damals, im 6. Jh. wusste man von Galileis „und sie ist doch rund“ noch lange nichts. Auch soll die auf diesem Mosaik dargestellte Kugel nicht die Scheibe sein, für die man damals noch die Erde hielt, sondern eine Kugel, das Symbol für Vollkommenheit.
    Diese ursprüngliche Basilika wurde um 800 im Zuge der arabischen Invasion Zyperns zerstört.
    Um 1400 wurde der Kirche eine gotische Seitenkapelle zur Zeit der fränkischen Kreuzfahrerherrschaft des Hauses Lusignan auf Zypern hinzugefügt, um dem lateinischen Ritus für die Gottesdienste der herrschenden Oberschicht dienen zu können. Noch heute findet sich das Wappen der fränkischen Familie Gibelet über dem Eingang. Heute dient die Kapelle als Vorhalle des Gotteshauses.

    Auf Zypern gibt es nur ein einziges weiteres frühchristliches Mosaik, welches im Ikonenmuseum in Nikosía ausgestellt ist.
    Das Innere der Kirche wirkte auf uns einerseits sehr prunkvoll, andererseits strahlte sie eine gewisse Schwere aus. Auch von außen kann man gut sehen, dass in den verschiedenen Zeitepochen an der Kirche herum modelliert wurde.
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