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Thailand 2021/22

Eine Reise nach Thailand, die acht Wochen währte. Wegen der Corona-Pandemielage war die Einreise durch zahllose behördliche Restriktionen stark erschwert. Leider war dadurch auch ein Abstecher nach Laos - wie eigentlich geplant - nicht möglich. Les mer
  • Nong Khai Tag 25 - 11

    6. januar 2022, Thailand ⋅ ☀️ 31 °C

    Neben unserem Hotel befindet sich ein kleiner Gartenmarkt

    Abends waren wir dann noch einmal zur Zeit des Sonnenuntergangs in einem Restaurant am Fluß. Es nennt sich "Kua Koon Kao" .

  • Nong Khai - Nakhon Phanom Tag 26 - 1

    7. januar 2022, Thailand ⋅ ⛅ 26 °C

    On the road again....

    Nach einer mehr oder weniger erholsamen Nacht (ein gefühlt die ganze Nacht kläffender Hund störte erheblich) sind wir seit 9:15h wieder auf der Piste. Wir haben uns für kurze Zeit vom Mekong abgewandt, um auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel das Nationalmuseum in Ban Chiang zu besuchen.

    Aber zunächst wollten wir zum Han Kumphawapi, auch Talee Bua Daeng, See der roten Seerosen genannt (daeng = rot). Von Nong Khai aus waren wir in 90 Minuten mit dem Auto dort.

    Alle Jahre wieder erblüht der Isan in leuchtendem Magenta. Zwischen Oktober und März – am besten zwischen Dezember und Februar – kann man dieses zauberhafte Naturschauspiel vor allem in den frühen Morgenstunden bestaunen. Dann blühen tausende Seerosen auf, bevor sie sich in der Mittagshitze wieder schließen.

    Fälschlicherweise wird hier aber fast überall vom »red lotus« und auch im Deutschen vom »roten Lotus« berichtet. In Wirklichkeit handelt es sich aber immer um Seerosen, auch wenn es natürlich überall im Land Lotusteiche gibt. Aber natürlich ist das nur nebensächlich, denn was wirklich zählt, ist das märchenhafte Schauspiel.

    Wir mieteten uns für 500 THB ein Boot, das uns zu den Seerosenfeldern hinausfuhr. Vorbei an Fischerhütten, die mit sogenannten Senken arbeiten, großen Netzen, die aufgespannt am Gewässerboden ruhen und dann in der Hoffnung auf darüberstehende Fische aus dem Wasser gehoben werden, ging es durch Schilf, badende Wasserbüffel und umschwärmt von niedrig über der Wasseroberfläche vorbeizischenden Schwalben dahin. Langsam färbte sich der Horizont cyclamenfarben, und dann waren wir am Ziel.
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  • Nong Khai - Nakhon Phanom Tag 26 - 4

    7. januar 2022, Thailand ⋅ ⛅ 31 °C

    Ban Chiang zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO

    - https://iseaarchaeology.org/ban-chiang-project/… und

    - https://youtu.be/aDyNvn8wWBg

    Bis 1967 ging man davon aus, dass Ban Chiang – so wie die meisten anderen Dörfer und Städte der Umgegend – etwa um 1820 von Laos aus besiedelt worden war. Schon vor dieser Zeit gab es immer wieder Berichte und Zeugnisse von Funden: Knochen, Keramiken, Metallwerkzeuge usw.

    1966 machte der US-Amerikaner Steve Young - Sohn des damaligen amerikanischen Botschafters in Thailand - die Archäologen in Bangkok auf die Stätte aufmerksam. Zum Vorschein kamen in zwei Kampagnen (1966–1967 und 1972) sensationelle Funde, die zunächst darauf hindeuteten, dass die Gegend bereits Mitte des Mitte des 4. Jahrtausends v. Chr. besiedelt war und eine hochentwickelte landwirtschaftliche Kultur beherbergte.

    Erst bei späteren Grabungen konnte genügend organisches Material für eine Radiokarbon-Datierung gewonnen worden, wodurch die Anfänge von Ban Chiang auf Ende des 3. Jahrtausends v. Chr. neu datiert wurden.
    Feine Keramiken mit Spiral- und Bandornamenten, stilisierte Pflanzen und Tiere und naturbelassene Tongefäße mit eleganten Formen und ideenreichen Mustern (z. B. Wellenmuster, Blätter, Daumenabdrücke) wurden entdeckt. Sie zählen zu den ältesten Keramik-Mustern der Erde.

    Die größte Aufmerksamkeit erhielt die Grabung jedoch durch die bronzezeitlichen Werkzeuge, die in Südostasien einmalig sind.

    Hätte sich die ursprüngliche Datierung bestätigt, dann hätte zur Zeit der europäischen Jungsteinzeit hier die Bronzezeit (parallel mit der Entwicklung in Mesopotamien) begonnen. Die Ähnlichkeit der Muster und der Farbgebung zwischen den Funden in Ban Chiang und denen in Mesopotamien ist verblüffend.

    Nach unterschiedlichen Studien begann in Ban Chiang die Bronzezeit gegen Anfang oder Ende des 2. Jahrtausends v. Chr., das in Ban Chiang verarbeitete Kupfer stammte aus dem Hochland von Laos. Die Eisenzeit begann etwa im 7. Jahrhundert v. Chr., schließlich wurde die Siedlung ungefähr um 300 n. Chr. aufgegeben.
    (Quelle: Wikipedia)
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  • Nong Khai - Nakhon Phanom Tag 26 - 6

    7. januar 2022, Thailand ⋅ ⛅ 31 °C

    Die deutsche Version des Museumsfaltblattes verblüfft den Betrachter schon im Titel: Schreibung ohne Punkt und Komma und ohne Leerzeichen. Das setzt sich im weiteren Text dann konsequent fort, ist aber nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, dass das Thailändische ebenso ohne Satz - und Leerzeichen geschrieben wird. Warum sollte man also dieses Prinzip dann nicht auch beim Deutschen anwenden?Les mer

  • Nong Khai - Nakhon Phanom Tag 26 - 7

    7. januar 2022, Thailand ⋅ ⛅ 31 °C

    Die grüne Farbe kennzeichnet Halotron-Feuerlöscher.

    Nachdem, durch das Montreal-Protokoll, die Halone (fluorierte Kohlenwasserstoffe) weitestgehend vom Markt verschwunden sind, haben einige Unternehmen heute wieder „neue“ Halone zu Feuerlöschzwecken im Programm, die hinsichtlich ihrer ozonschädigenden Wirkung problemlos sein sollen.

    Halotron ist eine Mischung aus Dichlortrifluorethan und Tetrafluormethan mit dem Edelgas Argon als Treibmittel. Halotron kommt bevorzugt bei Bränden in Elektro- und Elektronikanlagen zur Anwendung.
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  • Nakhon Phanom Tag 27 - 1

    8. januar 2022, Thailand ⋅ ☀️ 26 °C

    Gestern Abend waren wir nach unserer Ankunft ziemlich platt. Wir haben uns kurz eingerichtet und sind später zum Essen in einem typischen open air Restaurant nahe bei unserem Hotel gelandet.

    Ramme vier Pfosten in die Erde, setze ein Dach drauf, baue einen provisorischen Holzkohleherd darunter, denke dir eine Speisekarte aus und stelle Stühle und Tische hin - und fertig ist das Restaurant. Das ist der Vorteil des hiesigen Klimas und reicht auch für die Regenzeit aus. Deshalb benötigen auch diejenigen Geschäfte, die über keine Klimaanlage verfügen (und das ist das Gros), keine Schaufenster. Morgens werden die Metallrolläden hochgezogen, und schon ist der Laden offen.

    Es scheint, dass wir momentan die einzigen Farangs im Hotel sind. Ganz klar: in Nong Khai gestern zieht die Lage (Nähe zur Laotischen Hauptstadt Vientiane) noch viele Touristen und Expats an. Hier ist dergleichen nicht gegeben.

    Allgemein kann man feststellen, dass hier im Isan die Englischkenntnisse die Leute doch eher schwach sind. Der Tourismus ist so gut wie nicht entwickelt et voilà!

    Neben dem Hotel findet man drei Geisterhäuschen - offenbar hilft viel auch viel! Das größte und prächtigste enthält eine sitzende Statue des viergesichtigen Hindugottes Brahma. Man kann ja nie wissen! Und obendrüber verläuft an einem mächtig hohen Mast eine transnationale Stromtrasse über den Fluss hinüber nach Laos.
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  • Nakhon Phanom Tag 27 - 2

    8. januar 2022, Thailand ⋅ ☀️ 27 °C

    Die Bevölkerung opfert am Nagadenkmal Blumen, Blütengestecke in Nagaform, Obst und Räucherstäbchen. Der lebhafte Zustrom reißt nicht ab. Gegen Mittag speit dann gar das mittlere Schlangenhaupt für einige Minuten einen kräftigen Wasserstrahl in weitem Bogen gen Fluß.Les mer

  • Nakhon Phanom Tag 27 - 4

    8. januar 2022, Thailand ⋅ ☀️ 27 °C

    Am Nagadenkmal und in dessen Umgebung reihen sich die Losverkaufsstände aneinander. Erst erfleht man sich von der siebenköpfigen Schlangengottheit Glück und Reichtum und kann das anschließend gleich nebenan auf die Probe stellen. Wenn es nicht klappt, hat man halt nicht genug gebetet bzw. nicht ausreichend geopfert - so einfach!Les mer

  • Nakhon Phanom Tag 27 - 5

    8. januar 2022, Thailand ⋅ ⛅ 28 °C

    In dieser Gegend von Thailand sind während der Indochinakonflikte viele Flüchtlinge aus den Nachbarländern untergekommen. So existiert z. B. das thai-vietnamesische Freundschaftsdorf Ban Na Choc. Hier soll Ho Chi Minh zwischen 1927 und 1932 im Exil gelebt und von hier aus seine Widerstandsbewegung koordiniert haben. Jedenfalls kann jeder einschlägig Begeisterte dort sein liebevoll gepflegtes ehemaliges Wohnhaus samt einiger "Reliquien" bestaunen. Zu sehen sollen auch eine Menge Bäume sein, die "Onkel Ho" eigenhändig gepflanzt hat. Wir verzichten jedoch - undankbar wie wir nun mal sind auf - solch bedeutende "Attraktionen"...... 🧐😂😂😂

    Gegenüber unseres Hotels hat heute Abend ein kleiner Markt aufgemacht - es ist ja Sonnabend. Angebot sind Obst, Gemüse, Kräuter, Gewürze, Frischfleisch, Fisch, Gegrilltes und diverses mehr.
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  • Nakhon Phanom - Ubon Tag 28 - 1

    9. januar 2022, Thailand ⋅ ☀️ 24 °C

    Heute geht die Fahrt wiederum rund 300 km Richtung Süd-Südost nach Ubon Ratchathani, abgekürzt einfach Ubon genannt. Während in den Tagen davor nirgendwo grüne Felder zu sehen waren, tauchen jetzt in der Umgebung des großen Wasserspenders Mekong ab und zu links und rechts der Straße überflutete Parzellen mit jungen grünen Reispflanzen auf.

    Auf dem Wege machen wir Zwischenstation beim Wat Phra That Phanom, einem
    rund 1.500 Jahre alten Tempel. Es wimmelt, da es Sonntag ist, von Pilgern und Gläubigen. Der große Chedi in der Mitte ist 57 m hoch. Er wurde in der Form einer stilisierten Lotusknospe errichtet. Chedis in derartiger Form findet man vor allem in Laos. Genau wie im Wat Doi Suthep bei Chiangmai umrunden auch hier die Gläubigen das zentrale Heiligtum barfuß im Uhrzeigersinn mit Lotusknospen und anderen Blüten in den gefalteten Händen.

    Der Bereich wird belagert von Scharen von Anreißern, die Expressfotos als Souvenirs an den Mann bringen wollen. Das wird zuweilen ziemlich lästig.
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  • Nakhon Phanom - Ubon Tag 28 - 5

    9. januar 2022, Thailand ⋅ ☀️ 29 °C

    Der Taro (Colocasia esculenta) ist eine Pflanzenart in der Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Er ist - genau wie der unlängst erwähnte Maniok - als stärkehaltige Nutzpflanze für den Menschen von Bedeutung. Die Rhizome werden gekocht oder geröstet verzehrt.

    Taro wird erdumspannend in der Tropen angebaut. Die Pflanze benötigt viel Wasser und bevorzugt fette Böden. Eine Jahresdurchschnittstemperatur von 21 Grad Celsius ist ideal. Im Jahr 1998 wurden weltweit 6,586 Millionen Tonnen Taroknollen produziert. Die weltweite Anbaufläche lag bei 1,07 Millionen Hektar. Über 80 Prozent der Anbauflächen liegen in Afrika.

    Genutzt werden vorwiegend die Wurzelknollen der Pflanze. Diese bestehen zu zwei Dritteln aus Wasser und etwa zu einem Drittel aus Kohlenhydraten, zumeist Stärke. Der Proteingehalt beträgt sieben Prozent der Trockenmasse. In den Anbauländern werden aber auch fast alle anderen Pflanzenteile gegessen; besonders Blattstängel und Blätter sind proteinreich (23 Prozent der Trockenmasse). Vor allem die Rhizome enthalten jedoch Calciumoxalatkristalle (Raphiden), die beim Kochen oder Erhitzen aber zerfallen.

    In einigen Gegenden wird aus den Rhizomen auch Mehl hergestellt; dazu werden die Knollen mit schwefliger Säure behandelt, getrocknet und dann gemahlen.

    Auch als Viehfutter ist Taro von Bedeutung; überschüssige oberirdische Pflanzenteile werden in der Regel an Vieh verfüttert, in Hawaii werden diese Teile auch siliert.
    Quelle: Wikipedia
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  • Nakhon Phanom - Ubon Tag 28 - 6

    9. januar 2022, Thailand ⋅ ☀️ 29 °C

    Wenn jemand daheim unstillbare Sehnsucht nach Plastiktrinkhalmen verspüren sollte - nun, wir wären bereit, entsprechende Bestellungen als Konterbande in die Heimat 😇 im Reisegepäck einzuschmuggeln; denn hier gibt es diese unbegrenzt...... 😝😝😝
    Ist das vielleicht ein Geschäftsmodell? Allerdings: dicke Koffer voller Plastetrinkhalme fallen gewiss durch das geringe Gewicht auf! Und ob man auf die Dauer davon leben könnte, darf tunlichst bezweifelt werden!

    Wir übernachten heute in Ubon Ratchathani. Hier erblickte im Jahre 1925 gemäß den offiziellen Dokumenten ein gar entzückender Zeitgenosse das Licht der Welt: JACQUES VERGES. Er wurde jedoch in Wahrheit ein knappes Jahr vorher in Laos geboren.
    Jacques Vergès war der Sohn der vietnamesischen Schullehrerin Pham Thi Khang und des französischen Arztes Raymond Vergès. Offiziell wurde sein Geburtsdatum, wie das seines Bruders Paul Vergès, mit dem 5. März 1925 angegeben, als der Vater Konsul in Ubon Ratchathani war. Tatsächlich war er aber knapp ein Jahr älter. Nach dem Tod der Mutter wuchsen beide Jungen in der Heimat ihres Vaters auf, der französischen Insel La Réunion im Indischen Ozean. Auf dem Lycée in Saint-Denis war er dort ein Klassenkamerad des späteren Premierministers Raymond Barre.

    1942 schloss er sich der Bewegung France Libre unter Charles de Gaulle an und kämpfte in Nordafrika, Italien und Frankreich. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente er als Besatzungssoldat in Baden und im Westerwald. Anschließend studierte er Jura und Geschichte an der Sorbonne. Parallel begann er, sich politisch zu engagieren, trat der Kommunistischen Partei Frankreichs bei, engagierte sich zunächst für die Dekolonisation Südostasiens (hier lernte er auch Hồ Chí Minh und den späteren kambodschanischen Diktator Pol Pot kennen). Als Sekretär der International Union of Students (IUS) lebte er von 1952 bis 1954 in Prag, wo er die Bekanntschaft Erich Honeckers und des späteren KGB-Chefs Alexander Schelepin machte. Nach Paris zurückgekehrt, schloss er sein Jurastudium ab. Vergès leistete 1955 seinen Eid als Rechtsanwalt und wurde erster Sekretär der Conférence des avocats du barreau de Paris.

    1957 verließ Vergès die KPF, weil ihm die Haltung der Partei in der Algerienfrage zu halbherzig war. Während des Algerienkriegs verteidigte Vergès eine Reihe von algerischen Kämpfern der Nationalen Befreiungsfront (FLN). Darunter war Djamila Bouhired, die zum Tode verurteilt und später begnadigt wurde, und die er später heiratete. Nach der Unabhängigkeit Algeriens 1962 leitete er die Abteilung für afrikanische Beziehungen im algerischen Außenministerium und gab mit Bouhired die Zeitschrift Révolution africaine heraus. Er nahm die algerische Staatsbürgerschaft an, konvertierte zum Islam und nahm den Vornamen Mansour an. Aufgrund des chinesisch-sowjetischen Konflikts zerstritt er sich jedoch mit dem algerischen Präsidenten Ahmed Ben Bella (dieser neigte Moskau zu, Vergès hingegen Peking) und musste Algerien wieder verlassen.

    1970 verließ er seine Familie und tauchte erst 1978 wieder auf. Bis zu seinem Tod weigerte er sich, über diese Zeit, die er seinen „großen Urlaub“ nannte, Auskunft zu geben. Zu seinem Verbleib gab und gibt es unterschiedliche Theorien verschiedener Biographen und Zeitzeugen. Aufgrund seiner anwaltlichen Tätigkeit hatte er Kontakte zu verschiedenen politischen Untergrundorganisationen in Asien, Nordafrika und dem Nahen Osten, weshalb eine Vermutung darin besteht, dass er sich einer dieser Gruppen angeschlossen habe. Mitarbeiter des französischen Geheimdienstes und seine französischen Freunde tippen auf Kambodscha als Ort seiner langen Auszeit. Sie glauben, dass sich der Anwalt zumindest die meiste Zeit im fernöstlichen Dschungel bei den Roten Khmer aufgehalten hat. Andere vermuten, dass Vergès für verschiedene Geheimdienste, eventuell sogar als Doppelagent tätig war. Barbet Schroeder stellte in seiner preisgekrönten Vergès-Dokumentation L’avocat de la terreur unabhängig von seinem Aufenthaltsort zu dieser Zeit die These auf, er sei aufgrund massiver finanzieller Probleme vor seinen Gläubigern geflohen.

    Vergès starb im Alter von 88 Jahren an einem Herzinfarkt.

    Ab Ende der 1970er Jahre trat Vergès vermehrt als Anwalt in Erscheinung. Er spezialisierte sich auf die Verteidigung prominenter und oft sehr umstrittener Personen. Zu seinen Klienten gehörten der Gestapo-Offizier Klaus Barbie, der serbische Präsident Slobodan Milošević, der Holocaust-Leugner Roger Garaudy, der ehemalige Staatspräsident von Mali, Moussa Traoré, der Terrorist Ilich Ramírez Sánchez (genannt Carlos) und seine Frau Magdalena Kopp sowie der ehemalige Diktator von Togo, Gnassingbé Eyadéma.

    Die Boulevardpresse verpasste ihm aufgrund dieser Mandanten den Beinamen „Anwalt des Teufels“. Der französische Filmregisseur Barbet Schroeder drehte 2006 eine Dokumentation über das Leben von Vergès mit dem Titel L’Avocat de la Terreur (dt. DVD-Titel „Im Auftrag des Terrors“), der u. a. bei den Filmfestspielen in Cannes 2007 aufgeführt wurde. Der Film wurde 2008 in Paris mit dem César ausgezeichnet und am 13. Oktober 2010 von arte unter dem Titel "Der Anwalt des Terrors" ausgestrahlt.

    In den Prozessen vor dem Rote-Khmer-Tribunal gegen führende Rote Khmer übernahm er die Verteidigung von Khieu Samphan, mit dem er seit über 55 Jahren gut bekannt war. Vergès wagte die Prognose, dass speziell dieser Prozess noch im Vorfeld scheitern würde. Er war der Auffassung, dass Khieu Samphan unschuldig sei, weil es in Kambodscha gar keinen Völkermord gegeben habe.
    (Quelle: Wikipedia)

    Wie gesagt: ein absolut ENTZÜCKENDER Zeitgenosse! 🤮🤮🤮🤮
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