Nolf Around The World

Ist die Welt bereit Nori und Ralf kennenzulernen? Wir glauben schon! Kommt mit auf unsere Weltreise!
Living in: Berlin, Deutschland
  • Day17

    Nusa Penida - Abschied

    October 19 in Indonesia

    Nach unserem Ausflugstag verbringen wir noch einen ruhigen Tag im 'Penida Colada'. Ich will arbeiten und endlich mal den Laptop aufklappen. Doch Nusa Penida hat andere Pläne. Erst kein WLAN. Dann Stromausfall auf der ganzen Insel. Nagut. Dann muss ich eben chilln. Also futtern wir uns durch die Karte und gucken aufs weite Meer. Zwischendurch schaffen wir es irgendwie eine Unterkunft auf Bali in Ubud zu buchen und unsere Abreise mit Speedboot für den nächsten Tag zu organisieren.
    Zum ersten Mal bin ich etwas traurig, dass wir einen Ort verlassen. Nusa Penida ist unser Bali. Alles hier hat uns gefallen. Unsere Unterkunft: Timbool Bungalows können wir nur empfehlen. Noch ist Nusa Penida nicht so touristisch überrannt. Wenn die Insel weiter daran arbeitet sich treu zu bleiben, könnte sie es schaffen. Überall entdecken wir Hinweisschilder und Graffitis, wo auf den Erhalt der Natur hingewiesen wird. Das ist ein Anfang.
    Bali hat sich (laut unserer Einheimischen-Quellen) so verändert, weil viele ausländische Investoren die Insel nach und nach aufkaufen. Die Balinesen sind dafür zu arm. Nusa Penida ist noch ärmer. Wollen wir hoffen, dass die Insel erstmal noch uninteressant bleibt und die Einheimischen es selbst schaffen kleine Unterkünfte, wie das Timbool aufzubauen.
    Fazit: Wir kommen wieder!
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day15

    Nusa Penida - Inseltour Teil 2

    October 17 in Indonesia

    ... Es geht weiter Richtung Billerbong und Brokenbeach. Auch hier tummeln sich viele Touris. Es ist aber so weitläufig hier, dass sich alles gut verteilt. Wir fühlen uns ganz klein neben dem Naturschauspiel. Die Wellen krachen nur so gegen die Brandung, sodass man glauben könnte sie bricht bald. Man muss es selbst gesehen haben. Die Bilder halten es nicht wirklich fest. Ralf genießt ein paar gebackene Bananen, die wie wir finden, die besten bisher sind.
    Nun geht es weiter zum Crystal Bay. Die Straßen sind auf diesem Teil der Strecke wirklich extrem zerstört. Wir springen nur so hinten auf unseren Sitzen hoch und runter, während Withney Houston zu Elektrobeats singt.
    Der Crystal Bay ist unglaublich schön. Captain Morgen und Gusto versprechen uns aber einen besseren Strand und so heißt es nun klettern. Ich bin garnicht so glücklich darüber. Meine Birkenstocks sind extrem rutschig und der Pfad am Hang sehr schmal. Meine Laune verschlechtert sich als Ralf und Captain nur so neben mir her tänzeln und ich immer halb im Gestrüpp sitze um nicht zu weit außen zu laufen. Der 10-minütige Weg lohnt sich.
    Wir kommen an einem Strand an, der fast menschenleer ist. Ralf springt in die Wellen. Mir sind die Strömungen zu stark. Noch kann ich meinem Arm nicht so viel zumuten.
    Es ist wunderschön und beängstigend. Einmal stehe ich kurz, weil Ralf rausgezogen wird. Er sagt mir später, dass er ziemlich kämpfen musste. Ich dachte er hätte sich zwischendurch treiben lassen. In Wirklichkeit ist er die ganze Zeit gegen die Strömung geschwommen. Aber die Wellen tragen ein wieder zum Strand. Und dann kommt mein erstes Highlight an diesem Tag: Eine Schildkröte guckt mit ihrem Kopf aus dem Wasser und lässt sich von den Wellen treiben. Ein toller Moment.
    Das zweite Highlight kommt, als wir zurück sind am Crystal Bay und dort eine hindu-Zeremonie abgehalten wird. Absoluter Gänsehaut-Moment. Wir versuchen nicht zu oft die Kamera zu heben um den Moment zu genießen und nicht zu zerstören. Obwohl man ihnen anmerkt, dass sie Kameras gewohnt sind und sich nicht stören lassen.
    Der Tag endet mit einem Sonnenuntergang am Crystal Bay und hinduistischen Klängen.
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  • Day15

    Nusa Penida - Inseltour Teil 1

    October 17 in Indonesia

    Wir starten um 8 Uhr Richtung Wasserfall-Tempel. Wir haben uns gegen Moped entschieden. Die Straßen auf der Insel sind sehr kaputt und wir haben keine Lust auf einen Unfall. Also buchen wir unseren Fahrer 'Gusto' . Er nimmt seinen Neffen mit, den er liebevoll 'Captain Morgen' nennt. Beide sprechen sehr schlecht Englisch. Das macht aber nichts. Captain Morgen hängt sein Handy ans Radio und schon düsen wir mit balinesischen Pop-Trance-Elektro über die Insel. Wir sitzen in einem schwarzen Jeep ohne Sicherheitsgurte und werden später noch feststellen, dass das genau das richtige Fahrzeug für unseren Trip ist.
    Vorbei an vielen Dörfern, fahren wir immer weiter bergauf. Die Straße ist eine Spur breit und vor jeder Kurve wird heftig gehupt. Hier gibt es keine Schilder oder Regeln. Nur eine wichtige Sache: wenn gehupt wird kommt was von hinten oder vorne. Dann bleibst du auf deiner Seite (linksfahrgebot). Und so kommen wir am Wasserfall-Tempel an. Für 20.000 Rupiah leihen wir zwei Sarongs. Das sind breite Schals, die zum Rock gebunden werden. Jeder, ob Frau oder Mann, darf nur mit Sarong einen Tempel betreten. Zwei Männer weisen uns den Weg. Einmal um die Ecke und schon befinden wir uns an einem schmalen Weg der am Berg nach unten führt. Wir laufen auf eine Treppe zu. Nach der achten Stufe sehe ich nicht das es weiter geht. Sie liegen am Überhang. Tja mit Höhenangst geht da garnichts. Neben der Treppe steht ein Schild: "Woman on period. Do not enter." Und schon habe ich eine Ausrede oben zu bleiben.
    Ralf macht sich für den Abstieg bereit.
    30 Minuten später sehe ich ihn wieder. Schweißnass. Der Tempel wurde in einer Brandung in die Felswand eingeschlagen. Und die erste Treppe sei wohl nicht die schlimmste gewesen. Hatte ich einen richtigen Riecher. Auch wenn ich es dreimal versucht habe während Ralf weg war, aber Stufe 9 habe ich nicht geschafft. Und so bin ich noch recht entspannt während Ralf und Captain Morgen neben mir hecheln.
    Weiter geht es Richtung Klingkling Beach. Hier ist schon mehr Verkehr und die Touris klettern auf Bäume und gehen bis zum Felsrand um ein gutes Selfie zu bekommen. Trotzdem ist die Aussicht großartig. Wer sich traut läuft auf dem Klingkling runter zum Strand. Die Einheimischen raten aber davon ab. Der Weg ist steil und nicht gut gesichert. Von weiten sehen wir wie die Touris sich auf dem Weg sammeln und weder vorwärts noch rückwärts kommen. So muss es auf dem Mount Everest sein. Erinnert mich an eine Doku die ich letztens gesehen habe. Wir haben unsere Fotos und machen weiter zum Billerbong Beach...
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  • Day14

    Nusa Penida - Unser Bali?

    October 16 in Indonesia

    Wir werden mit dem Taxi von Yulia 1 zum Hafen gebracht. Das Großraum-Taxi rechnet nicht mit unseren großen Rucksäcken und so schaffen wir es nur mit viel quetschen und ziehen den Kofferraum zu schließen. Der Taxifahrer ist nicht sehr erfreut. Das fängt ja gut an. Ralf bereitet mich auf Menschenmassen am Hafen vor. Doch um 8 Uhr schläft halb Sanur noch oder hängt am all inklusiv Buffet, sodass sich die Massen aushalten lassen. Von "Hafen" kann auch nicht unbedingt die Rede sein. Es sammeln sich einfach ein paar Speedboote im Wasser. Nachdem wir unsere Rucksäcke abgeben und diese im Gewühle verschwinden, laufen wir Richtung Boot. Am Strand sehe ich, wie Ralfs Rucksack aufs Boot gehieft wird. Da pusten sogar die Indonesier. 22 Kilo sind nicht ohne.
    Schuhe aus und ab ins Wasser. Als ich etwa Oberschenkel tief im Wasser stehe kann ich aufs Boot steigen. Irgendwie lustig und abenteuerlich. Es ist eh so heiß, dass die Hose schnell wieder trocknen wird.
    40 Minuten später ankern wir auf Nusa Penida. Ohne Kotzen und flauen Magen, dank Seabands.
    Unser Fahrer wartet bereits am Parkplatz und schreit in die Menge meinen Namen.
    Gede, der Besitzer von den Timbool Bungalows, holt uns persönlich ab und zeigt uns sehr höflich unsere Unterkunft für die nächsten 3 Tage. Mir gefällt alles auf Anhieb. Die Insel sieht weniger touristisch aus und alles hat noch einen eigenen Scharm. Wir machen uns direkt los um zu Fuß die Umgebung zu erkunden und ein Frühstück zu essen. Nicht weit von den Timbool Bungalows, direkt am Meer landen wir im 'Penida Colada'. Ein gemütliches, hippi Café/Bar/Restaurant mit der richtigen Einstellung: "Sammle eine Tüte Müll am Meer und erhalte einen Kaffee gratis." Die ganze Insel geht bewusster mit dem Müllproblem um. Was nicht heißen soll, dass sie keines haben. Wir beenden den Tag mit einem Spaziergang am Strand und Nasi Goreng im "Nextlevel". Morgen geht es auf eine ganztägige Inselrundfahrt. Mal schauen, welche Ängste wir da überwinden müssen...
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  • Day13

    Sanur und der Tourismus

    October 15 in Indonesia

    Von Candi Dasa nach Sanur fährt man ungefähr 2,5h.
    Ich bin gespannt auf unsere Unterkunft. Diesmal das Hotel Yulia 1. Das Hotel hat einen Vogelpark und verspricht ein paar Gehminuten zum Strand.
    Als wir ankommen ist es laut und stickig. Yulia befindet sich mitten im Zentrum. Das Hotel ist richtig eingekästelt zwischen Shops und anderen Unterkünften. Durch einen langen Gang gelangen wir in einen Hof. Der Hof ist eng und grün bewachsen. Die Hotelzimmer liegen eng an eng um den Pool herum. Auf den ersten Blick ganz ok. Die Vögel befinden sich in Käfigen was mich stört. Irgendwie habe ich Vogelpark anders interpretiert.
    Wir betreten das Zimmer und ein schrecklicher Geruch schlägt uns entgegen der aus dem Bad kommt. Das Zimmer ist klein und dunkel (14 Euro/Nacht). Erste Reaktion: erstmal wieder raus und ab an den Pool. Dort warten Anja und ich auf Ralf, der uns Boottickets für den nächsten Tag besorgt. Unsere Intuition ist genau richtig. In Sanur wollen wir maximal eine Nacht verbringen.
    Als Ralf vom Hafen kommt ist die Laune im Keller. Von der Oase in den Rummel. Das ist etwas zu viel. Anja gönnt sich etwas Beauty und wir erkunden Sanur.
    Zu Sanur können wir nur wenig sagen: sehr touristisch, sehr voll, sehr laut. An jeder Ecke wird man angebrüllt, ob man ein Taxi oder eine Massage braucht. Einmal halte ich zu lange Augenkontakt und zwei Balinesinnen folgen uns fast 500 Meter um uns in ihren Souvenirshop zu ziehen.
    Die Rettung ist ein Warung am Strand, wo wir das bisher beste Nasi Goreng essen.
    Wir treffen wieder auf Anja und machen es uns in einem Café am Strand gemütlich. Zu unserem Glück gibt es glutenfreien Kuchen in sämtlichen Sorten und der Tag ist für Ralf gerettet.
    Mein Highlight in Sanur kommt am Abend - der Nachtmarkt. Dort gibt es viel zu entdecken und ausgefallene Essenstände, wo die Einheimischen gerne essen gehen. Ich esse einen Mahi-Mahi-Fisch, Ralf gönnt sich Tintenfisch und Anja genießt einen roten Fisch, dessen Name ich vergessen habe. Als zweiten Gang gönnen wir uns Garnelen. Alles wird frisch neben uns auf dem Grill zubereitet. Kosten pro Person für Essen und Getränke an diesem Abend: 4.00 Euro. Jop vier Euro und keine Magenprobleme. Es war wirklich sehr lecker.
    Nach einer schrecklichen Nacht, verlassen wir das Hotel sehr früh am Morgen um am Hafen mit einem Speedboot nach Nusa Penida überzusetzen.
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  • Day13

    Abschied von Jipun Didulu

    October 15 in Indonesia

    Wir verabschieden uns von Candi Dasa und unserer Unterkunft "Jipun Didulu". Anja entscheidet sich noch einen Tag mit uns mitzureisen und wir wählen die gleiche Unterkunft.
    Abschied und Fazit:
    Jipun Didulu war wunderschön. Candi Dasa hat mich nicht überzeugt. Klein, etwas touristisch aber ohne Seele und sehr ruhig. Wir hatten trotzdem unsere kleinen Abenteuer zum Beispiel im ersten einheimischen Warung, wo wir typisches frittiertes Hühnchen mit Tomatensoße gegessen haben. Ich musste schon ziemlich über meinen Schatten springen. Die Einheimischen waren sehr überrascht und erfreut über unseren Besuch. Das Essen war wirklich einfach und gut, und manchmal darf man sich die Küchen eben nicht genau anschauen. (Es gibt eine Regel: Alles muß lange und komplett durchgebraten sein!)
    Genauso habe ich es mir vorgestellt. Wir wollen nicht nur touristisch unterwegs sein, sondern in das Leben der Einheimischen eintauchen.
    So gingen wir auch irgendwie davon aus, dass man uns das doch ansehen muss. Falsch gedacht. Wir sind weiß und typische Touristen. Was wollen typische Touristen? Madi hatte eine klare Vorstellung als wir ihn eines Abends darum baten uns zu einem Restaurant seiner Wahl zu fahren. Er sagte, dort gäbe es das beste Essen. Ich freute mich auf tolle typische, indonesische Küche in einem gemütlichen Warung am Strand.
    Wir fuhren auf einen Parkplatz eines Hotels. Als ich Anja anschaute ahnten wir beide schon was jetzt auf uns zukommen würde. Wir wurden durch ein Foyer in den Restaurantbereich geführt. Die Tische hatten weiße Tischdecken und Stoffservietten. Alles strahlte edlen Kitsch aus. Unser Tisch war direkt auf der Terrasse am Strand und wir schauten Madi mit großen Augen an als er uns verließ um im Auto auf uns zu warten.
    Er meinte es komplett ernst. Wollen das Touristen?
    Wir mussten laut loslachen, als wir saßen. Von der Terrasse ging ein Steg aufs Meer und mitten auf dem Steg in der Mitte, wo er nochmal horizontal verlief strahlte uns ein riesiges, weißes Herz an. Sowas hässliches hatte ich echt noch nie gesehen. Wir wusste ja das Madi im Hochzeitwahn war, aber das war zu viel. Ich konnte mich bis zum Hauptgang nicht einkriegen. Ist es das was Touristen wollen?

    Wir verabschieden uns um 9.00 von Jipun Didulu um 2 Stunden weiter Richtung Süden nach Sanur zu fahren. Ich freue mich auf Sanur. Es soll sehr touristisch sein, aber eine tolle Strandpromenade haben. Außerdem haben wir ein Schnäppchen-Hotel mit Anja gebucht, was gut liegt und sehr viel verspricht.
    Na, wenn wir uns da mal nicht zu früh gefreut haben...
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  • Day11

    Die Wahrheit der Jackfrucht

    October 13 in Indonesia

    Ich schau um die Ecke und sehe einen weißen Gorilla. Neben ihm ist ein Käfig und darin befindet sich ein riesen großes Wesen mit dem Körper eines Affen und dem Kopf eines haarlosen Büffels. Es schaut mich an: "muahhhh."
    5.30 Uhr reiße ich die Augen auf. "Muahhhh." Ich hab das Gefühl neben meinem Bett steht eine Kuh oder etwas ähnliches. Es ist einer tiefer, röhrender Ton. "Was ist das?" frage ich Ralf. Er meint, einige Käfer machen solche Geräusche oder es ist eben einfach nur eine Kuh. Der Käfer ist unerbittlich. Kein Schlafen mehr möglich.
    Nagut. Wir freuen uns eh auf den Tag. Heute machen wir einen Ausflug. Beim Aufstehen merke ich schon, dass mir etwas schummrig ist. Erstmal den Kreislauf in Gang bringen...
    Nach dem Frühstück (Omelette und Früchte) fahren wir mit Madi und Anja ins Tenganan Dorf. Es ist das älteste Dorf der Insel. Hier ist die Zeit stehen geblieben, wenn man die westliche Toilette (mit Schöpfkelle) am Eingang übersieht. Im Dorf leben knapp 750 Menschen in 250 Familien. Jeder hat seine Aufgabe und sie leben alte Traditionen. So darf eine Ehe niemals außerhalb des Dorfes geschlossen werden, sonst wird man verbannt. Die Gesetze sind streng und die Männer verteidigen ihre Ehre bei Kämpfen mit scharfen Blättern bis sie bluten. Obwohl das wohl freiwillig ist. Wir sind allein dort und genießen es, das Dorf fast für uns zu haben.
    Danach fährt uns Madi zum Katzenkaffee. Ja genau.. Der Kaffee den die Katzen fressen, ausscheißen und den wir dann trinken. Außerdem handelt es sich um eine Bienenfarm. Bali besitzt zwei Arten an Bienen. Die einen ähneln unseren sehr, die anderen sind schwarz und besitzen keinen Stachel. Die Honigwaben erinnern an getrocknete Pflaumen und der Honig schmeckt fruchtig und sanft.
    Die Farm ist spannend und unser Guide ist toll. Sie spricht sehr gut englisch und ist wunderschön. Während wir Kaffee, Tee und Honig verkosten, geraten wir in einen Plausch und lachen über Sprachen und Geschmäcker und Katzenkacke (die übrigens nicht so aussieht, weil es auch eigentlich keine wirklichen Katzen sind).
    Dann geht es zum Lempuyang Tempel. Auf den Weg kommt die Reisekrankheit. Ich wusste, dass heute kein guter Tag zum Auto fahren ist. Ich bin sehr konzentriert und wir kommen an. Als wir aussteigen ist mein Kreislauf ganz runter. Okay... Jetzt brauch ich Adrenalin. Madi erklärt uns, dass es weiter mit Trucks auf den Berg geht. Okay.. Ich hätte nicht zu sehr nach Adrenalin schreien sollen. Es kommt schneller als bestellt. Innerhalb von 5 Minuten sitzen wir auf dem Truck und peitschen gefühlt mit 100 Sachen die Serpentinen hoch. Oben angekommen bin ich nur am Zittern. Das war etwas zu viel Adrenalin. Meine Intuition sagt mir ich brauche was Salziges und Cola. Ich gebe Ralf ein Zeichen. Kurz danach knabbern wir Süßkartoffelchips und scharfe Peanuts. Binnen 5 Minuten geht es mir besser. Als wäre nichts gewesen. Puh...
    Der Tempel ist wunderschön und wir verzichten darauf 1h mit 100 anderen Touristen anzustehen um das beste Instagramselfi zu bekommen. Für uns geht es weiter nach oben. Wir wollens wissen. Schweißnass erfahren wir nach 30 Minuten, dass es noch 2h zum nächsten Tempel dauern würde. 2h nur Treppen nach oben. Abbruch!
    Ich hatte Anja von der leckeren Jackfrucht erzählt (Nimm2 und Gummibärchen) und sehe sie auf dem Weg nach unten bei einem Stand liegen. "Die lassen wir uns aufschneiden." sagt Ralf.
    Die Kapseln sind etwas heller, als in meiner Erinnerung, aber das liegt wohl an der Reifezeit. Denke ich zumindest. Anja beißt in die Kapsel. Ihr Gesicht ist etwas irritiert. Mm? ... mag sie keine Gummibärchen? Sie reicht mir ihr Stück. Als ich mit der Nase näher komme, ist es schon zu spät, sie ist in meinem Mund! KOTZEFRUCHT! Ohhh mein Gott wie widerlich. Wie unglaublich widerlich. Die indonesischen Frauen lachen über die drei Weißen die angewidert und hilflos versuchen die Reste aus ihrem Mund zu bekommen. Ich komme aus dem Lachen nicht raus und muss einen Würgereiz unterdrücken. Widerlich. Als Wiedergutmachung schenken uns die Frauen eine Banane und eine Mangosting. Unsere Rettung. Bis nach unten haben wir noch mit dem Geschmack zu kämpfen. Die Gummibärchen-Frucht heißt Schlangenfrucht und ich hab mich da wohl vertan.
    Danach fährt uns Madi zur Chocolate Factory, wo wir dann endlich unser Instagramfoto auf der Schaukel bekommen. Ich mache eine wunderbare Figur mit Kleid in der Arschritze und so endet der Tag mit viel Lachen am Pool.
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  • Day9

    Malaria & Co.

    October 11 in Indonesia

    (Vorweg: Uns geht es gut und wir sind gesund!)

    Ralf sein Zustand verbessert sich nicht. Das Thermometer führt uns an der Nase herum. Es springt von 37,8 auf 38,4 und wieder zurück. Er hat Kopfschmerzen und fühlt sich jetzt richtig unwohl. Ich glaube immer noch an einen Sonnenstich, aber ich bin auch keine Ärztin.
    Also wird nicht lang gefakelt. Ich atme einmal tief ein und funktioniere wie ein Roboter. Ab zur Rezeption. Denen mit meinem Englisch und ihrem Englisch klarmachen, dass wir einen Arzt brauchen. Dann steht Madi auf der Matte. Ich sehe er hat einen Helferinstinkt und fährt uns zu einem besseren Hospital. "International & good english" sagt er.
    Dann sitzen wir im Wartebereich. Der Raum ist einfach eingerichtet. Alles ist einfach eingerichtet. Das Hospital entpuppt sich als eine Art Arztpraxis mit Notaufnahmebereich und zwei Ärzten. In der Ecke hängt ein Fernseher in dem das Musikvideo von Depeche Mode "people are people" läuft. Vielleicht ist hier die Zeit stehen geblieben? Ralf darf sich hinlegen, weil er kaum sitzen kann. Der Arzt kommt und ist sehr gewissenhaft und freundlich. Mit einem Hämmerchen schlägt er auf Ralfs Arme und Knie. Vielleicht ist hier die Zeit stehen geblieben?
    Diagnose: Kein Malaria (ist auf Bali wohl sehr unwahrscheinlich), es könnte ein Virus sein oder Dengue Fieber. Okay... Wenn er mit vielen blauen Flecken aufwacht, sollen wir schnell wieder kommen. OKAY...
    Wir bekommen Paracetamol und was gegen Übelkeit.
    Der Ablauf stockt etwas. Die Praxis ist an einer Straße und die Arzthelferin und ich schreien uns an um uns zu verstehen. Doch es klappt alles. 50 Euro + Tranfer kostet uns dieses Erlebnis und wir sind sehr gespannt, wie unsere Reisekrankenversicherung (STA Travel) reagiert...
    Auf dem Weg zurück kaufe ich zwei Beutel Orangen für 90.000 Rupiah. Ich glaube ich wurde wieder abgezockt. Aber das ist mir egal.
    Wieder in "Jipun Didulu" angekommen drück ich Ralf eine Orange und die Tabletten gegen Übelkeit in den Mund. Zwei Sekunden danach ruft er übern Klo nach Ulf. Ob die Tabletten so gedacht waren?
    Doch es geht ihm dadurch besser und er schläft ein.
    Ich sitze mit Anja zusammen und genieße noch den Abend mit Nasi Goreng und kaltem Wasser.
    Am nächsten Morgen geht es Ralf viel besser. Keine blauen Flecken: "Ich hab jetzt Hunger!" sagt er mit seinen Rehsaugen und wir starten den Tag mit Ananas und Omelettes.
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  • Day9

    Madi steht vor der Tür. "Mister Ralf?" fragt er in unsere Bungalow. Er ist mir sofort sympathisch. Er hat was ehrliches, was liebenswürdiges. Aber vielleicht wünsche ich mir das auch einfach für die Fahrt. Ich bin etwas nervös. Warum weiß ich auch nicht so genau. Mein Magen ist grummelig und ich hoffe die Autofahrt wird kein Horrortrip. Ralf fühlt sich nicht so wohl und meine Reisekrankheit kommt oft schnell und ohne Vorwarnung. Deswegen schmeiß ich mir eine Tablette ein und zieh meine Seabands über die Handgelenke. Wir verabschieden uns vom Meer und machen uns auf den Weg nach Candi Dasa.
    Die Autofahrt ist verrückt. Niemals sollte man hier Auto fahren. Die Mopeds quetschen sich zwischen Autos und Lkws vorbei und ich zucke jedes Mal zusammen. Aber Madi fährt toll. Er fährt ruhig und drängelt nicht. An Reisfeldern vorbei durch kleine Dörfer fahren wir 28km. Ein Mann mit Moped transportiert kleine Fische in Plastiktüten und ich komm aus dem Staunen nicht mehr raus. Einen Augenblick vergesse ich wie schrecklich das ist und lache über das Schauspiel. Es ist für die Kinder in der Schule. Damit sie die Fische kennenlernen.
    Madi erzählt uns wie der Vulkan vor Jahren ausbrach und der komplette Osten dicht gemacht wurde. Außerdem bittet er uns, nicht über booking.com zu buchen. Durch die ganzen Abgaben bleibt den Unterkunftbesitzern am Ende sehr wenig.
    Er erzählt viel und stellt Fragen. Nicht aufdringlich. Er besitzt Reisfelder und hat 2 Söhne und eine Tochter. Er wirkt sehr stolz auf sein Land und seine Insel. Madi ist großartig und ich bin sehr dankbar ihn als Fahrer zu wissen.
    Bisher ist jeder hier den wir kennengelernt haben, Fahrer + Handwerker +Warungbesitzer usw. Hier hat man mehrerer Jobs. Aber trotzdem irritiert mich, dass hier jeder seine Fahrkünste ungefragt anbietet.
    Bei Madi ist es irgendwie anders. Wir kommen in unserer neuen Unterkunft "Jipun Didulu" an und sind nun eingeladenene Gäste auf der Hochzeit von Madis Sohn in 11 Tagen.

    Die "Jipun Didulu" liegt nicht am Meer, doch wir haben einen kleinen schönen Pool. Um uns herum sind unglaublich viele Blumen und alles ist schön bewachsen. Wir werden mit einer Blumenkette und einem kalten schwarzen Tee begrüßt. Ich fühle mich gleich willkommen.
    Ralf legt sich sofort ins Bett. Sonnenstich vermute ich. Das bekommen wir hin, wenn ich mich mit eines auskenne ist es Sonnenstich.
    Während Ralf schläft lerne ich Anja am Pool kennen. Sie ist allein unterwegs seit nicht ganz 3 Wochen. Es ist spannend zu hören wo sie alles war und freue mich noch mehr auf unsere Reise. Sind findet uns großartig - Weltreise etc. aber irgendwie fühle ich mich garnicht so. Die Kategorie Weltreisende passt noch nicht zu mir und so bin ich eher viel neugieriger was sie schon alles erlebt hat.
    Während ich das hier schreibe, kackt mich doch wirklich ein Geko an und erfahre, dass es in der Nacht ein Erdbeben nordwestlich von Bali gab. Wir haben alles verschlafen. Der Osten hat nichts gemerkt.
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  • Day8

    Sonnenaufgang

    October 10 in Indonesia

    5.45 Uhr. Zwei Hähne schreien im Chor und kündigen den Tag an. Die Sonne geht in Amed auf. Touriführer sagen, hier gibt es den schönsten Sonnenaufgang der Insel.
    Nagut dann legen wir uns nach draußen. Der Hahn steht eh gefühlt neben unserem Bett.
    Am Horizont sind schwarze Punkte zu erkennen. Es sind die Fischer. Bald werde sie mit ihrem Fang zurück kommen.
    Das Wasser ist heute ganz ruhig und schenkt uns den Moment. Es ist kitschig. Es ist wunderschön. Ich mache viele Fotos, kann das Farbenspiel aber nicht gut einfangen. Ralf begleitet den Sonnenaufgang mit geschlossenen Augen. Ist ihm wohl etwas zu früh.
    Die Sonne steigt immer höher. Gleich wird es zu heiß werden für unsere Position.
    Während ich mich so bewege, spüre ich ein Brennen. Mist, hab ich mir beim Schnorcheln den
    A...llerwertesten verbrannt. Gut, dass ich Ralf gestern einen Vortrag übers richtige eincremen gehalten habe.
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