1 dream - 2 backpacks

Joined January 2017
  • Day9

    Canberra

    May 26 in Australia

    Hallo, du heißer Feger, nimmst du uns mit auf eine Spritztour? Der blaue Wagen der Marke “Holden”, die Skoda- und Opelmodelle kopiert, befand sich für ein paar Tage in unserem Besitz, hatte bei der Übernahme nicht mehr als 16k Kilometer runter und hat Ginger Steffi sehr viel Freude bereitet, vielleicht lag's am eingebauten Navi, dem Bordcomputer oder weil er so knallig blau war?!
    Da wir 3 Tage Zeit hatten, den Schlitten nach Melbourne zu relocaten, haben wir uns für den mini Roadtrip durchs Landesinnere anstatt an der Küste entlang entschieden und konnten so der Hautpstadt Australiens einen Besuch abstatten. Die Fahrt dorthin dauerte knapp 3,5 Stunden und die Strecke war zu 90 % gerade, weswegen Ginger Steffi auf dem Freeway einfach den Tempomat reinhaute und nur noch in den Kurven zu lenken brauchte. Je weiter wir fuhren, desto trockener und rötlicher wurden die Felder, dennoch “grasten” auch hier noch Kühe und Schaafe. Diese Farmtiere waren wenigstens noch lebendig, nicht so wie die toten Kängurus und Wombats, die auf den Seitenstreifen der Fahrbahn lagen. Für uns war es etwas sonderbar, diese Tiere liegen zu sehen, aber was in Australien Kängurus sind, sind in Deutschland eben Rehe und Füchse. Anderes Land, andere Sit... ähm Tiere. Nach weiterer Autofahrt erreichten wir Canberra am Nachmittag, haben das Auto auf einem kostenlosen Parkplatz abgestellt und haben das Parlament unter die Lupe genommen. Ein Muss in der Hauptstadt, wenn man wissen möchte, wo der Frosch seine Locken hat bzw. die Regierung seinen Sitz! Nach einer Stunde in diesem Gebäude, bei dem das Foyer komplett aus Granit und Mamor bestand und die Versammlungssäle in blau und rot gehalten wurden, haben wir uns wieder auf den Rückweg gemacht, bei dem wir zwischenzeitlich gezwungen waren, anzuhalten, weil Kängurus uns den Weg versperrten und wir nicht richtig wussten, wie wir uns verhalten sollten. Ist ja für uns auch nicht so selbstverständlich, diesen wilden Tieren in einem Park mitten in der Stadt (!) zu begegnen und auf einen kleinen Ringkampf hatten wir auch nicht wirklich Lust, schon gar nicht, wenn man von vorneherein weiß, wer die Looser wären...!
    Also haben wir gewartet, sind ein bisschen im Schlenker herumgelaufen, die schlauen Kängurus sind in den Fußgängertunnel gehüpft und die Dummen Richtung Straße. Wir haben die Nacht über in einem Hostel in der Innenstadt eingecheckt. Am nächsten Morgen haben wir uns ins Auto geschwungen und den lokalen Markt besucht, bei dem der Anblick von so vielen schönen Sachen unsere Backpackerherzen aufgrund von Minimalismus bluten hat lassen und wir uns immer wieder sagten: “Ja, hätte ich eine eigene Wohnung, hätte ich mir alles gekauft!” oder “In Deutschland wäre das alles kein Problem!”. Jaaaa, Reisen und mit dem Druck zu leben, sich nicht so viel Materielles kaufen zu können, kann manchmal richtig anstrengend sein! Unsere Psyche haben wir aber mit sehr leckeren Pancakes zum Frühstück besänftigen können, denn schließlich ist Essen Balsam für die Seele und Essen kann man nie genug haben. Deswegen kauften wir uns noch Gebäck für die Autofahrt und haben noch die viel heißeren Oldtimer-Schlitten bewundert, die auf dem öffentlichen Parkplatz geparkt wurden, einfach unübersehbar.
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  • Day1

    Sydney

    May 18 in Australia

    Finally in Australia! Zwar immernoch am anderen Ende der Welt, aber dafür “nur” noch knapp 16k Kilometer von Deutschland entfernt, aber wir können jetzt ganz günstig bei ALDI einkaufen! Gestartet haben wir genauer genommen in Sydney, wo wir am 18. Mai gelandet sind und eigentlich per Bus ins Hostel fahren wollten. Aus dem Bus wurde dann ein etwas teurer Airport-Shuttle, den wir uns gegönnt haben und dessen Fahrer uns direkt vor der Unterkunft abgesetzt hat; ganz angenehm für uns, da wir nicht gerade “light-travel”-Profis sind... Unser Hostel, in dem wir für 6 Nächte in einem 10-Bett-Zimmer gebucht hatten mit kostenlosem Frühstück (inkl. 3 kg Nutellaeimer!), lag ca. 30 Minuten zu Fuß von dem Botanischen Garten entfernt, durch den wir einen Spaziergang zu dem wohl bekanntesten Gebäude Sydney's gemacht haben: “The Opera House”. Die Idee für die etwas andere Architektur basiert übrigens auf Orangenschalen...nicht zu verwechseln mit Eierschalen und Geschirr, das auf einem Abtropfgestell steht. Um den Hafen herum sind wir auch zu “The Rocks” gelangt, das erste Hafen- und Handelsviertel der Stadt, in dem alles begann. Dieses grenzt auch an die “Harbour Bridge”, von der wir einen wunderschönen Ausblick auf das “Opera House” hatten. Des Weiteren waren wir auch in der Innenstadt mit Wolkenkratzern inklusive, von denen das dreieckige “Deutsche Bank” Gebäude eines der höchsten war, da haben die Deutschen mal wieder protzen müssen. Apropos protzig und deutsch: in Australien sind alle deutschen Automarken vertreten und meistens auch die ganz neuen (teuren) Schlitten. Natürlich waren wir auch kulturell unterwegs, da der Eintritt in die “National Art Gallery” kostenlos war und so konnten wir voller Begeisterung, die sich jedoch in Grenzen hielt, Gemälde und Kunstdrucke anschauen, von denen manche eher wie ein Farbunfall bei Trunkenheit und nicht wie Kunst auf uns wirkten.. Und da wir ja noch im Urlaub waren, weil die Cook Islands wortwörtlich ins Wasser gefallen sind, haben wir auch so gut wie jeden Tag außerhalb lecker und (meistens) gesund gegessen, mal für teures Geld (Eiskugel für 4 australische Dollar) und manchmal auch günstiger. Da Sydney an der Ostküste und auch ziemlich am Meer liegt, sind wir zu dem berühmten “Bondi Beach” mit dem Bus gefahren, für den wir uns extra eine “Opalcard” kaufen mussten. Ist wie eine Geldkarte, die man wiederaufladen kann, muss in Sydney jeder besitzen, sonst kann man mit den ÖVM nicht fahren, da man keine Tickets mehr gegen cash ziehen kann. Am Strand angekommen sind wir einmal die Promenade hoch- und runtergelaufen, weil es zu frisch zum Schwimmen war, wir unsere Bikini's sowieso nicht dabei hatten und Nacktbaden leider auch nicht gestattet war, haha.
    Neben dem ganzen Sightseeing haben wir uns auch selbstverständlich um das Organisatorische (Bank Account und TFN=australische Steuernummer) gekümmert, wir sind ja nicht nur zum Spaß in Australien. Und natürlich um eine neue SIM-Karte von ALDI mobile, da diese mit Abstand die günstigste ist und man immernoch genügend Daten für unterwegs hat. Alle anderen Anbieter hatten uns viel zu viel GB's, aber in Australien sind auch deswegen die Smartphone-Zombies unterwegs..
    Übrigens war unser Plan, am 24. Mai irgendwie Richtung Melbourne zu reisen, aber wie wir ja bekanntlich wissen, bringt das Planen meistens nichts und wir wussten beim Schmieden auch noch nicht, dass am 25. Mai das “Vivid”-Event anfangen würde, das 23 Nächte lang Sydney im Lichte erstrahlen lässt. Also haben wir uns ein anderes Hostel für 2 weitere Tage gebucht, bekamen ein Upgrade vom Mehrbett- zum Privatzimmer, und haben uns an unserem letzten Abend das Event besucht, übrigens kostenlos, bei dem das Zentrum der Stadt beleuchtet war u. a. auch die Wahrzeichen. Das war wirklich ein schöner Abschluss von Sydney, eine Stadt, die trotz ihrer Größe sehr viel Charme bewiesen hat. Am 26. Mai sind wir wieder an den Flughafen, um dort bei der Autovermietung “Europcar” das Auto abzuholen, das uns Ginger Steffi online gebucht hatte und uns nur wenig Geld kostete, da es sich um ein “Relocation Car” (Rückführung) handelte. Auf Richtung Melbourne, auf in den Süden!
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  • Day455

    Cook Islands

    May 10 in Cook Islands

    Nach 15 Monaten mehr Work als Travel in Neuseeland haben wir uns gedacht, wir gönnen uns einen kleinen 6-tägigen Urlaub. Wo? Auf den Cook Islands mitten im Pazifik. Am 10. Mai checkten wir also am Flughafen in Neuseeland ein, mit ein bisschen mehr Gepäckgewicht als erlaubt, das aber anscheinend niemanden gestört hat..Also dann: auf nach Rarotonga, wo wir am 10. Mai 2018 gegen 1.30 Uhr früh auf dem Rollfeld gelandet sind, da wir von der ersten Zeitzone in die letzte gereist sind und dieser Donnerstag laut unseren Mathekenntnissen insgesamt ca. 44 Stunden lang war. Den frühen Morgen haben wir bei angenehmen Temperaturen am Flughafen verbracht, um dann den ersten Bus, der clockwise die runde Insel abfährt, um 7 Uhr zum Hostel zu nehmen. Diesen haben wir allerdings verpasst, da er nicht direkt am Flughafen, sondern an der Straße gehalten hat..Dann halt mit dem nächsten Shuttle (anti-clockwise)! Dummerweise standen WIR jetzt an der Straße und wo hält der Bus? Am Flughafen! Also warteten wir auf ein Neues und wurden dann von einem Einheimischen mitgenommen, der anscheinend bisschen Mitleid mit uns vollgepackten Backpackern hatte.
    Wer jetzt denkt, wir waren im Paradies und haben Luxus-Urlaub gemacht, den müssen wir leider enttäuschen: leider hat es die meiste Zeit nur geregnet, weswegen unsere Tagestour nach Aitutaki zweimal abgesagt wurde und wir so enttäuschenderweise das richtige Traumparadies, auf das wir uns sehr gefreut haben, nicht sehen konnten. Wir sind weder geschnorchelt noch im Meer geschwommen und konnten leider auch aufgrund des vielen Regens das Island-Crossing nicht machen. Und da wir auch low-Budget reisen, war unser 2er-Zimmer im Hostel auch nicht Luxus: durchgelegene dünne Matratzen, „cook-islands“-sauber und sehr wenig Tageslicht, da die Hostelküche direkt gegenüber war. Also alles andere als ein paradiesischer Urlaub.
    ABER wahrscheinlich werden wir nur einmal auf den Cook Islands sein und das mussten wir ausnutzen. Wir haben für 24 Stunden einen Roller gemietet und sind in 35 Minuten einmal um die runde Insel gefahren, mit max. 50 km/h, schneller ist nicht erlaubt. Allerdings wurden wir während der Fahrt von Schauern überrascht, die Regentropfen waren wie Nadelstiche in der Haut und wir sind klitschnass am Hostel angekommen. Wenn sich die Sonne hat blicken lassen, haben wir die Chance ergriffen und sind in das Zentrum gefahren, haben Souvenirs für uns gekauft und lecker gegessen. Natürlich waren wir auch am Strand und im Wasser, zumindest mit den Beinen, das wunderschön in den Farben türkis-blau schimmerte und in dem sich auch sehr viele Seegurken heimisch fühlen und wir somit aufpassen mussten, auf was wir treten. Ginger Steffi hat aber trotzdem eine erwischt, schön glibberig haha. Apropos Strand: es gibt sie wirklich, die kitschigen romantischen Sonnenuntergänge, bei denen sich der ganze Horizont verfärbt. Leider hatten wir nur einen schönen Untergang, dennoch mit Wolken, sehen können, da es die restlichen Abende geregnet hatte. Und bei Regen haben wir die Zeit mit Bücherlesen totgeschlagen und waren erstaunt, wie schnell eine Woche Urlaub vorbei gewesen ist. Unser Fazit zu den Cook Islands: es ist nicht immer Gold, was glänzt bzw. eine Insel im Ozean ist nicht immer ein Paradies auf Erden, auch wenn uns das Internet davon versucht, zu überzeugen, aber Kokosnüsse und Bananen haben uns trotzdem viel besser gemundet als irgendwo sonst. Schlussendlich konnte man das Wetter nicht beeinflussen und den Regen wegtanzen, aber dank der tropischen Wärme haben wir nicht frieren müssen und konnten unsere warme Kleidung im Backpack lassen.
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  • Day453

    Quake City

    May 8 in New Zealand

    Einen Tag später, 8. Mai 2018, haben wir das Auto ausgeräumt und bei Wicked Campers abgegeben. Auf dem Rückweg durch Christchurch's Innenstadt haben wir einen Zwischenstopp bei “Quake City” eingelegt, das Museum, das über die Historie der Erdbeben in Christchurch informiert. Auch wenn wir selbst ein kleines Erdbeben mit Stärke 4.0 erlebt haben, ist es für uns unvorstellbar, wie sich die Einwohner gefühlt haben mussten, als plötzlich das Große mit einer Stärke zwischen 6-8, die Stadt beben ließ, Hauswände zerstörte und den Boden spaltete. Es war sehr interessant, Live-Aufnahmen des Erdbebens gesehen zu haben und auch, wie Christchurch nach und nach langsam wiede aufgebaut wird.Read more

  • Day452

    Akaroa

    May 7 in New Zealand

    Den letzten Montag in Neuseeland, genauer gesagt der 7. Mai 2018, haben wir in Akaroa verbracht. Diese kleinere Stadt befindet sich auf der Banks Peninsula, 90 Minuten südöstlich von Christchurch entfernt. In Akaroa haben sich in der Vergangenheit französische Siedler niedergelassen, weshalb der Ort auch viele französische Geschäfte, Café's etc. vorweisen kann. Davon haben wir natürlich eins getestet und uns in einer französischen Bäckerei zwei kleine Quiche (Spinat und Blauschimmelkäse + Feta) gegönnt. Sehr lecker, sehr käsig und wirklich sehr sättigend. Nachdem wir den Ort innerhalb von 30 Minuten durchlaufen hatten, wussten wir nicht, was wir dort noch tun sollten und sind wieder die kurvenreiche Straße zurück in die 400.000 Einwohnerstadt gefahren, die für ein knappes halbes Jahr unser Zuhause gewesen ist.Read more

  • Day451

    Kaikoura

    May 6 in New Zealand

    Nach unserem allerletzten Arbeitstag am Samstag bei Jucy Rentals und Wicked Campers haben wir uns gegen Nachmittag mit dem geliehenen Camper “Bowie”, gesponsert von Ginger Steffi's Firma, in Richtung Kaikoura gemacht, da wir eine Tour für “Dolphin Swim” am Sonntag gebucht haben. Auf dem Weg ist uns übrigens ein Schaaf vor das Auto gerannt, wegen dem wir nur noch im Schritttempo voran kamen. Aber das war kein Thema, das Schaaf ist dann links in eine Tankstelle abgebogen, entweder war das Tier total verwirrt oder wollte einfach mal ein kühles Bier anstatt Wasser, haha. Happened only in New Zealand.. Etliche Baustellen später, die noch an die starken Erdbeben erinnerten und die Straße damals für den Verkehr unzumutbar machten, sind wir gegen Abend im Dunkeln in der Küstenstadt Kaikoura angekommen. Da Neuseeland sehr campingfreundlich ist, konnten wir auch auf einem free Campground ein bisschen außerhalb das Auto parken, direkt am Meer. Mit Wellenrauschen sind wir auch eingeschlafen und waren am Morgen umso besser gelaunt, da wir beim Blick aus der Rückscheibe einige Surfer im Wasser sahen und begriffen, wie schön der Spot bei Tageslicht eigentlich war. Nach dem kleinen Frühstück in den Campingstühlen sind wir zurück in die Stadt, haben einen kleinen Spaziergang unternommen und uns als Souvenir noch Socken, bedruckt mit Kiwivögeln, gekauft. Man weiß nie, wann und wo plötzlich die Kälte einbricht... Anschließend ging es zu dem Unternehmen “Dolphin Encounter”, bei dem wir zuvor den Ausflug gebucht hatten. Wir wurden einer Gruppe zugeteilt, haben uns in unsere Wetsuits und Schwimmschuhe gezwängt, Handschuhe, Kopfhaube, Taucherbrille mit Schnorchel sowie Flossen ausgehändigt bekommen und bevor es in den Bus Richtung South Bay ging, mussten wir uns noch einem kleinen Sicherheitsvideo unterziehen. Dann ging es ab aufs Boot und raus auf das offene Meer. Leider hatten wir am Anfang nicht viel Glück und es dauerte 60 Minuten, bis wir endlich Dusky Delfine sichteten und ins Wasser konnten. Um mit diesen bezaubernden Lebewesen interagieren zu können, mussten wir zu ihnen schwimmen, Gesang durch den Schnorchel erzeugen oder sich selbst so gut es ging wie ein Delfin verhalten. Bei vielen hat sich der Gesang allerdings eher angehört wie ein Hilferuf eines sterbenden Wales, keine Ahnung, was die so für Musik in ihrer Freizeit hören...Wir konnten mit den Delfinen schwimmen und wenn ein Tier um uns herumgekreist ist, einfach mitkreiseln! Aber da es sich hier um wilde Tiere in ihrem Lebensraum handelte, sollte man nicht versuchen, sie anzufassen, sondern immernoch Respekt gegenüber ihnen zeigen! Wir verloren auch total das Zeitgefühl, Steff ist früher wieder ins Boot geklettert als Ginger Steffi, die noch feucht fröhlich mit den Delfinen interagierte. Da Steff schon wieder früher auf dem Boot war, das im stillen Wasser aufgrund der Wellen sich sehr auf- und abbewegte, wurde ihr wohl ein bisschen schlecht. Der halbgegessene Apfel und der von Ginger Steffi angebotene Cookie haben dann doch nicht den natürlichen Weg nach unten im Körper genommen, sondern entschieden sich, noch einmal ihre Speiseröhre zu erkunden und kamen wieder nach oben, um dann als Erbrochenes im Eimer zu landen, das wiederum als Fischfutter ins Meer gespült würde. Guten Appetit, liebe Meeresbewohner! Nach Ende diesen Ausflugs sind wir wieder in das Auto gestiegen und nach Christchurch zurückgefahren. Der Tag war mehr als schön und für uns eins der schönsten Erlebnisse, die wir bisher gemacht haben. Solchen wilden Tieren so nahe zu sein, ohne sie fälschlicherweise anlocken zu müssen, ist einfach ein atemberaubendes Gefühl.Read more

  • Day450

    Daily life in Christchurch

    May 5 in New Zealand

    Nachdem wir aus dem Zug ausgestiegen waren, sind wir in Christchurch erst einmal in einem Gefängnis gelandet...“Hinter Gittern im Backpackerknast“, das bekannte „Jailhouse“. Schokiert? Nun, jeder muss mal einsitzen und wir taten das für eine Nacht, allerdings mit eigenem Schlüssel und bequemen Bett in unserem Zimmer, die Toilette war aber nicht inklusive und befand sich eine Tür weiter, vom Gang aus erreichbar. Wie der Name schon verrät, war das „Jailhouse“ früher ein Gefängnis und wurde 2006 stilvoll in ein Hostel umgewandelt. Da uns diese Unterkunft auf Dauer zu teuer geworden wäre und auch nicht zentrumsnah genug war, sind wir in das „Small Kiwi House“ umgezogen, natürlich im Besitz von Asiaten, von wem auch sonst, wenn man Neuseeland fast schon als das 2. Asien bezeichnen könnte...In diesem Hostel haben wir uns auch nach neuen Jobs umgeschaut und beworben: Ginger Steffi hatte ein Probearbeiten in einem Rennstall, das sie allerdings nicht so super fand, da es eher Massenabfertigung war. Aber wo sich eine Tür schließt, öffnet sich bekanntlich eine andere und sie hatte ein Vorstellungsgespräch bei „Wicked Campers“, einer Campervermietung, bei dem sie ab 1. Dezember anfangen konnte. Steff hingegen ist zu einer Zeitarbeitsfirma gegangen und hatte ihren 1. Arbeitstag am 28. November bei Sorted Logistics, die die Logistik für die Handelskette KMART übernehmen. Relativ zeitnah und zum Glück noch vor dem 1. Arbeitstag haben wir auch eine günstige Bleibe in dem Stadtteil Riccarton gefunden: eine Wohngemeinschaft in einem sehr alten Haus, ein bisschen schäbig, trotzdem irgendwie gemütlich und halt super günstig, inklusive Erdbebenerfahrung! Zur Arbeit gekommen sind wir beide, so sportlich wie wir ja doch sind, mit den Fahrrädern, von denen Steff ungewollt einen Verschleiß von 3 Bikes in den letzten 5 Monaten hatte: das 1. Rad wurde aus dem Hof gestohlen, bei dem nächsten sprang die Kette nach kurzer Zeit raus und das letzte hatte plötzlich einen platten Hinterreifen...
    Nachdem Ginger Steffi immernoch bei „Wicked Campers“ arbeitete, hatte Steff die Schnauze voll, in der Frühschicht Pakete zu scannen und ordentlich auf Paletten zu stapeln und ist 2 Monate später zu „Post Haste“ in die Nachtschicht gewechselt, ein Unternehmen der neuseeländischen Post. Dort musste sie Pakete und Sperrgut nach den Stadtteilen in Christchurch sortieren, was allerdings noch viel anstrengender war als zuvor, weshalb sie sich letztendlich im März dazu entschied, dann doch lieber Autos und Camper bei „Jucy Rentals“ zu putzen und sich mit den südamerikanischen Backpackern anfreundete. Und Ginger Steffi? Ja, sie hat die ganze Zeit bei einer Firma im Service sowie im Cleaning gearbeitet, sich reichlich am Free Food bedient, Camper geputzt, Naked Fotos gezwungenermaßen von Kunden machen müssen, sich über manche Menschen aufgeregt und Ewigkeiten auf unpünktliche Menschen gewartet, bei denen anscheinend noch nicht die Uhrzeit erfunden wurde. Ach und samstags hat sie alleine den Laden geschmissen, da sich die Festangestellten aus dem Staub gemacht haben. Des weiteren wurde ihr von dem Firmengrundstück ein Auto vor der Nase geklaut, wohingegen bei „Jucy Rentals“ manche Gaskocher einfach mal explodierten und man auch mal eine (größere) Verschnaufspause in den Betten der Camper verbringen konnte.

    Natürlich haben wir nicht nur gearbeitet, sondern auch das Leben ein bisschen genossen:
    Weihnachten verbrachten wir bei fast 30 Grad am Strand in Sumner und Silvester haben wir eiskalt verschlafen, da wir um 23 Uhr ins Bett sind. Des weiteren waren wir öfters mal Essen, italienisch, griechisch, mexikanisch, burgerisch, subwayisch, burgerkingisch, mcdonaldsisch, hellisch, dominosisch, pizzahutisch. Neben dem „Night Noodles Market“ im Hagley Park, bei dem sehr viele Asiaten erschienen, wir dafür aber auch sehr gute Essenstände vorfanden und uns einen Smoothie aus einer Ananas gönnten, haben wir uns auch ein Rugbygame der Crusaders, die Mannschaft von Christchurch, angeschaut. Das durfte auf keinen Fall fehlen, Check auf der To-Do-Liste. Und wenn wir schon mal in Neuseeland waren, konnten wir unsere Tattoosammlung durch neue Bildchen erweitern: ein Freundschatstattoo in Form unserer Backpacks sowie die Neuseelandkarte und den Kiwivogel. Ginger Steffi hat noch zwei Pfeile am Handgelenk, die ihr aber dennoch keine magische Kraft verliehen haben. Alles gestochen bei „Soular Tattoo“ von einem waschechten Maori! Zufälligerweise war der Tattootermin am 10. Februar, also sozusagen ein Geschenk an uns zum Einjährigen, da wir das 1. Mal dieses Land am 10. Februar 2017 betreten haben.
    Und weil wir anscheinend noch nicht genug neuseeländische Dollar ausgegeben haben, waren wir auch Anfang Mai im Outlet shoppen, damit wir endlich mal die Nähte und den Platz unserer Backpacks ausreizen können sowie unsere Nerven, wenn wir vor dem Flug auf die Cook Islands das Gewicht überschreiten würden.
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  • Day284

    Greymouth

    November 20, 2017 in New Zealand

    Willkommen in Greymouth, willkommen bei der „TranzAlpine Rail“! Auf der Plattform endete unser kleiner Roadtrip auf der Südinsel, den wir gemeinsam mit Ginger Steffi's Eltern und dem Wohnmobil bewältigt haben. Schnell verabschiedet, den Eltern noch viel Spaß für die weitere Reise gewünscht und auf den Sitzen Platz genommen. Tuuuut tuuuut! Wir verließen gegen Mittag, natürlich mit einer Stunde Verspätung, den Bahnhof in Greymouth und begaben uns auf die 5-stündige Zugfahrt nach Christchurch. Die Waggons waren mit Panoramafenstern versehen, sodass wir einen perfekten Ausblick auf die Landschaft hatten, durch die wir fuhren. Vorbei an Bergen, durch mehrere Tunnel, über mehrere Brücken und wir überquerten den 920 Meter hohen Arthurs Pass, der die Grenzen der Regionen Westland und Canterbury markiert. Und unser Ziel war die Stadt Christchurch in dem Distrikt Canterbury, in der wir unsere restlichen Monate bis zur Ausreise aus Neuseeland geplant hatten. Die Zugfahrt an sich fanden wir beide nicht so beeindruckend, ist vielleicht eher so ein „Alte-Menschen-Ding“? Aber wir sind gegen Abend sicher in unserer neuen Heimatstadt angekommen.
    Einmal mit einem Zug in Neuseeland fahren? Check!
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  • Day284

    Pancake Rocks

    November 20, 2017 in New Zealand

    Der letzte Spot, an dem wir auf der gemeinsamen Reise mit Ginger Steffi's Eltern Halt gemacht haben, waren die sogenannten „Pancake Rocks“. Entstanden sind die außergewöhnlichen Felsen durch Schichten aus abgestorbenen Meerestieren und Pflanzen. Diese Schichten befanden sich erst am Grunde des Ozeans, sind aber durch eine Landhebung an die Oberfläche gebracht worden. Durch die verschiedenen Wettereinflüsse und die Brandung sind im Laufe der Zeit die Felsen ausgewaschen worden und haben somit die Türmchen geformt, die sehr an gestapelte Pancakes erinnern. Auch ein weiteres Phänomen sind die „Blow Holes“, in denen die Gischt nur so an der Felswand hochgespritzt ist und zischende Laute von sich gegeben haben. Übrigens entstanden die „Blow Holes“ durch aggressive Wellen, die nicht einfach ins Meer zurückweichen wollten, sondern sich den Weg direkt durch das Gestein gesucht haben. Huch, hatte die Natur auch mal schlechte Laune?! Und als wir zwischen den „Pancake Rocks“ unterwegs waren, bekamen wir auch Hunger auf richtige essbare Eierkuchen. Was ja auch selbstverständlich war, wenn wir den Vormittag bei überdimensionalen Pancakes verbrachten! Deswegen gab es, bevor wir die Route nach Greymouth einschlagen mussten, eine Runde Pancakes mit Schokosoße, Puderzucker und Beeren in dem angrenzenden Café. Lecker!Read more

  • Day283

    Hokitika

    November 19, 2017 in New Zealand

    Hokitika ist wahrscheinlich ein Ort, der nicht vielen Touristen bekannt sein wird. Man könnte fast behaupten, dass der aus Holzstöcken gebastelte Ortsname am Strand das Highlight oder das „Wahrzeichen“ von der Stadt war. Abgesehen davon liegt Hokitika an der Westküste und da wir ja alle wissen, dass im Westen die Sonne untergeht, sind wir abends an den Strand gelaufen, um den Sonnenuntergang anzuschauen. Und dazu gab's den Geschmack von einer deutschen (!) Dose Apfelwein der Marke „Bembel With Care“, eingeführt von Ginger Steffi's Eltern. Allerdings war das nicht alles, was wir in dieser Gegend erlebt haben. Rund 30 Kilometer entfernt gibt es das „Hokitika Gorge Scenic Reserve“, das wohl bekannter sein dürfte als der Ort selbst. Wenn man nämlich in Google den Begriff „Hokitika“ eingibt, kommen auch die Bilder des berühmten türkisfarbenen Wassers. Dieses haben wir im Reserve wieder entdeckt, welches wir auf einem kurzen Trail erkundet haben. Unter anderem gab es auch eine „Swing Bridge“ und der Weg endete in einem kleinen Felsenmeer, von dem aus wir spektakuläre Fotoaufnahmen von dem Reserve machen konnten. Wenn man diese Fotos um 180 Grad drehen würde, könnte man den türkisfarbenen Fluss aufgrund der Farbintensität mit einem wolkenlosen Himmel verwechseln. Was die Natur uns doch für bewundernswerte Landschaften präsentieren kann!Read more

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