Osi Inglin

Anglophiler Historiker mit starkem Konnex zur Basler Quartiergeschichte
Living in: Basel, Schweiz
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  • Day116

    Home Sweet Home

    May 27 in Switzerland

    Das war‘s.
    Nach siebenstündiger Zugfahrt, die uns unser lieber Timo sehr kurzweilig machte, sind wir also wieder in Basel.
    Die vier Monate sind im Fluge vergangen, und als wir vor der Haustüre standen, hatten wir zuerst das Gefühl, einfach von einem Weekend in Grindelwald zurück zu sein. Alles war, wie wir es verlassen hatten, von den Bergen von Post einmal abgesehen.
    Es war eine fantastische Reise, von der wir noch lange zehren werden.
    Wir möchten all jenen danken, die uns „gefollowed“ sind, insbesondere bedanken möchten wir uns auch für die Rückmeldungen, die wir bekommen haben.
    Ich hoffe, dass euch unser Blog gefallen hat, und bitte verzeiht, wenn bei mir der Lehrer manchmal allzu stark durchschlug und ich etwas zu lange und zu historisch wurde.
    Wir hoffen, dass wir mit den einen oder anderen von euch auch einmal über die Reise persönlich plaudern können.
    Damit möchte ich diesen Blog abschliessen.
    Hoffentlich bis bald,
    Beatrice & Osi
    Zum Bild: Erinnert ihr euch? Unser erstes Bild am Donnerstag, 1. Februar 2018, 11.00 Uhr, an der Bussstation Universität der Linie 30? Nun das gleiche Bild 116 Tage später, nachdem wir einmal um die Welt gereist und mit dem gleichen Bus wieder zuhause angekommen sind.
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  • Day116

    Überraschung,

    May 27 in Germany

    Am Hauptbahnhof in Hamburg.
    Ich sofort zu Dunkin‘ Donuts.
    Ich drehe mich um.
    Wer steht da?
    Nicht nur, wie abgemacht, holt uns Andrea ab, auch Martina und Timo sind da.
    Eine Riesenüberraschung und eine Riesenfreude.
    Zum ersten Mal sehen wir unser Grosskind!

  • Day114

    Rouen

    May 25 in the United Kingdom

    Heute früh sind wir in Le Havre angekommen, von dem wir aber aufgrund dichten Nebels fast nichts sahen. Es war also so richtiges Wetter zum Ausschlafen.
    Am Nachmittag machten wir einen Ausflug nach Rouen, der Hauptstadt der Normandie; eine sehr malerische Stadt, dominiert von der riesigen Kathedrale.
    Unser Rundgang führte uns auch dorthin, wo ich im Innern den Steinsakrophag mit dem Herzen von Richard Löwenherz bestaunen konnte. Einer Tradition folgend („dileceratio corporis“) wurde bei seinem Tod 1199 sein Körper und sein Herz gesondert begraben. Das eigentliche Grab von Richard befindet sich im Kloster Fontevrault im Westen von Frankreich.
    Auf dem Alten Marktplatz wurde die erst 19-jährige Jeanne d‘Arc 1431 verbrannt, ein dunkles Kapitel der englischen Herrschaft in der Normandie.
    Beim Auslaufen aus dem Hafen fuhren wir an der Magnifica vorbei, ein Schiff der MSC Reederei (Mediterranean Shipping Company), nicht so lang wie QM2, aber mit etwa gleich vielen Passagieren. Das Schiff sieht aus wie ein grosses Hotel, unserem ersten Schiff Voyager of the Seas nicht unähnlich. Die QM2 sieht trotz der vielen Kabinen-Balkone immer noch so etwas wie ein Schiff aus, und das macht wohl auch die Qualität aller Queens aus im Vergleich zu diesen riesigen Kisten auf dem Meer, die wohl immer zahlreicher werden.
    Zu den Bildern: 1 & 2 Kathedrale von Rouen; 3 Sakrophag Richards; 4 Ort der Hinrichtung von Jeanne d’Arc auf dem alten Marktplatz; 5 Kirche Sainte-Jeanne-d‘Arc gleich neben dem Hinrichtungsort; 6 die MSC Magnifica.
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  • Day113

    Southampton

    May 24 in the United Kingdom

    Jetzt sind wir wieder in Europa und nach acht Tagen auf hoher See wieder an Land.
    Heute Morgen sind wir um 06.30 in Southampton angekommen. Diese englische Hafenstadt wird oft mit zwei Dingen in Verbindung gebracht: der Spitfire und der Titanic.
    Das legendäre englische Jagdflugzeug wurde im Zweiten Weltkrieg in den Supermarine Werken in Southampton hergestellt, 22‘000 Stück bis zum Ende des Krieges. Deshalb hat die deutsche Luftwaffe Southampton auch immer wieder angegriffen. Im September 1940 hat sie in zwei Angriffswellen das Werk stark zerstört, und über 100 Arbeiter verloren ihr Leben.
    Während heute in Southampton ausser dem Namen eines Pubs fast nichts mehr an die Spitfire erinnert, ist die Titanic omnipräsent. Sie brach hier von Berth 43 am 10. April 1912 zu ihrer Jungfernfahrt auf. Sieben Denkmäler erinnern an die Opfer des Unglücks fünf Tage später, einige von ihnen ausschliesslich an Crew-Mitglieder, da von den 897 Besatzungsmitgliedern etwa drei Viertel in Southampton lebten. So gibt es ein Engineers’ Memorial, ein Denkmal für die drei verstorbenen englischen und amerikanischen Postbeamten und eines für die Musiker, die bis kurz vor dem endgültigen Untergang auf Deck gespielt haben.
    Zu den Bildern: 1-4 Engineers‘ Memorial; 5 Denkmal für die Schiffskapelle; 6 die Queen Elizabeth, die wir beim Auslaufen aus dem Hafen angetroffen haben.
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  • Day111

    QM2 III

    May 22 in the United Kingdom

    150 Köche und 85 Küchenhilfen bereiten auf der Queen nicht nur die rund 2‘400 Essen der zwei Schichten im Hauptspeisesaal Britannia zu, sondern bewirtschaften auch das Selbstbedienungsrestaurant Kings Court und die beiden etwas schickeren Restaurants für die Vielfahrer, den Princess und Queens Grill. Insgesamt werden täglich etwa 16‘000 Gerichte zubereitet. Nebenbei werden jeden Tag 8‘000 Servietten gebraucht und gewaschen, und täglich werden 1‘900 Tonnen Meerwasser von drei Maschinen in Trinkwasser umgewandelt.
    Heute konnte ich einen Blick hinter die Kulissen des Schiffs werfen und einen Teil dieses Grossbetriebes besuchen, die Galley, also die Schiffsküche. Ein eindrücklicher 24-Stunden-Betrieb, minutiös durchorganisiert, chromstahlglänzend und penibel sauber.
    Zu den Bildern: Blick aus dem Balkon des Staterooms 6.167, mittags und abends; ein Blick in die Brücke; ein Eindruck von der Galley; Präsentation der Küche anlässlich des heutigen Nachtessens im Britannia Essraum; Schweizer Ehepaar anlässlich des heutigen Nachtessens, wo „formal dresscode“ angeagt war.
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  • Day110

    QM2 II

    May 21 in the United Kingdom

    Auch die Queen Mary 2 war, als sie 2004 von Stapel lief, das grösste Passagierschiff der Welt. Inzwischen liegt sie auf Rang 19, insbesondere deshalb, weil die Royal Caribbean Reederei, zu der auch unser erstes Schiff, die Voyager of the Seas, gehört, fast jedes Jahr mit immer grösseren Schiffen aufwartet. Die Harmony of the Seas, die kürzlich von Stapel lief, bringt es inzwischen auf 6‘680 Passagieren, obwohl sie nur wenig länger ist als die QM2 (Harmony 362 m, QM2 345 m), dafür ist sie aber breiter und höher. Dass dieser Wettlauf nicht ganz spurlos an der Cunard Line vorübergeht, liess sich aus den Begrüssungsworten unseres Kapitäns erahnen, der etwas verächtlich von der Konkurrenz der „Weissen Schiffe“ sprach und die relativ niedrige Deck-Höhe dieser Riesendingern und das entsprechende beengende Gefühl erwähnte. Es ist tatsächlich so, dass die QM2 höhere Decks hat und auch aufgrund der „nur“ 2‘545 Passagieren wohltuend geräumig ist. Ich sprach den Kapitän auf die Konkurrenz an, und er sagte mir, dass diese grossen Schiffe eine andere Klientel ansprächen. Auch wir haben im Vergleich den Eindruck, dass die Royal Caribbean Schiffe recht eigentlich Ferienschiffe sind, wo man wegen den Exklusivitäten bucht (Eisbahn, Surfsimulator, schwenkbare Aussichtsplattform etc.), und wo man einfach den ganzen Tag essen kann und dies auch tut.
    Die 1840 gegründete Cunard Line hat eine eindrucksvolle Geschichte und brachte viele berühmte Schiffe hervor. So etwa die Lusitania, die, als Tarnung unter amerikanischer Flagge fahrend, am 7. Mai 1915 vom deutschen Unterseeboot U-20 torpediert wurde und 1‘198 Menschen in den Tod riss. Dieser Zwischenfall war einer der Gründe, dass die USA Deutschland den Krieg erklärte und Teil der Allierten wurde. Das berühmtere Schiff zu jener Zeit, die Titanic, gehörte zur White Star Line, mit der die Cunard Line 1934 fusionierte. Die Cunard Line spielte allerdings beim Untergang der Titanic eine wichtige Rolle, als das Cunard Schiff Carpathia am 15. April 1912 705 Überlebende der 2‘224 Menschen an Bord der Titanic aus 20 Rettungsbooten an Bord nahm und nach New York brachte.
    Bekannt wurde die Reederei aber vor allem wegen ihren „Queens“: Queen Mary (1936-1967; sie liegt heute in Long Beach als Hotel vor Anker), Queen Elizabeth (1940-1968; brannte als schwimmende Universität im Hafen von Hong Kong aus und sank), Queen Elizabeth 2 (1969-2008; heute Hotelschiff im Hafen von Dubai); Queen Mary 2 (2004), Queen Victoria (2007) und Queen Elizabeth (2010). Heute hat die Reederei nur noch die drei verbleibenden Queens, plant aber offensichlich ein viertes Schiff für das Jahr 2022.
    Wir sind nun schon mehr als vier Tage auf hoher See und geniessen diesen Ausklang unserer Weltreise sehr.
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