• Tag 12 - Grotten, Buchten und Calasetta

    October 12, 2023, Western Mediterranean ⋅ ☀️ 26 °C

    Es ist Windstill. Die See ist flach wie ein Flunder. Somit bleibt uns nichts aderes übrig als zu Motoren. Die Sonne brennt bereits heiss vom Himmel herunter, auf der Quadrifoglio bekommen wir wenigstens etwas Wind ab. Wir segeln um die Isola di San Pietro. In diesem Bereich ist die Meerestiefe zwischen 5-20m. Durch die Klarheit des Wassers können wir vom Schiff aus teilweise bis zum Meeresgrund sehen. Ein herrlicher Tag. Der Wind lässt wieder mal zu wünschen übrig, dafür ist es sonnig und heiß bei 28 Grad.

    Wir umrunden das Cap und erreichen die Bucht la Cunca. Die Grotten della Mezzaluna kommen zum Vorschein.

    Es ist ein einzigartiger und charakteristischer Ort, der aus sehr hohen Klippen besteht, die das tiefe Meer mit fantastischen Farbwechseln zwischen Grün, Blau und Türkis überragen. Kristallklares Wasser, in das man von der Steilküste aus eintauchen kann, an dessen Fuß man einige Höhlen oder Kiesstrände finden kann, an denen man sich sonnen kann, die ausschließlich über das Meer erreichbar sind. Wunderschön ist die Ostseite des Golfs, die so genannte Bue Marino-Klippe, in der sich mehrere Unterwasser- und Meereshöhlen befinden, die zu den Mezzaluna-Grotten gehören.

    Wir ankern und tauchen ab in den türkisfarbenen Pool. Eva und Markus schnallen sich die Flossen und Masken um, Andrea und ich packen das SuP und die Nudel und gehen auf Entdeckungstour. Es ist eindrücklich und einfach nur wow… sowas von überwältigend…

    Nach 2 Std. fahren wir weiter zur Bucht Cala Fico. Unser zweiter Badestop.
    Ein tiefer Fjord aus Kalkstein, der mit einem kleinen, schönen Strand aus großen, glänzenden Kieseln endet, der von einer steilen Klippe umschlossen wird. Cala Fico ist ein Juwel an der Nordwestküste der Insel San Pietro, im Gebiet von Carloforte, nördlich des imposanten Vorgebirges von Capo Sandalo, wo der westlichste Leuchtturm Italiens steht. Die malerische Bucht mit ihrer felsigen Küste, die von einem weißen Kalksteinvorsprung geschützt wird, der die Landschaft dominiert, schafft eine wilde und unberührte Atmosphäre. Das Meer ist klar und wechselt in schönen Farben zwischen Grün und Blau. Auf dem flachen Meeresboden, der hauptsächlich aus Felsen und Kieselsteinen besteht, leben zahlreiche Fischarten, die das Tauchen zu einem dokumentarischen Erlebnis machen. Ein wahres Paradies zum Schnorcheln und Unterwasserfischen.

    Abends legen wir im Hafen Calaseta an. Die Nachbarsinsel von Carloforte.

    Die Stadt wurde 1770 von einer Gemeinschaft genuesischer Siedler von der tunesischen Insel Tabarka (und aus diesem Grund auch „Tabarkini“ genannt) gegründet, wo die Gemeinde zwei Jahrhunderte lang hauptsächlich von der Fischerei und dem Handel mit der Koralle lebte. Heute sind die Einnahmequellen der Tourismus und die Landwirtschaft. Calasetta ist keine typische sardische Stadt, das sieht man schon am Stadtplan. Der Ort – entworfen vom piemontesischen Architekten Belly – ist von geraden Straßen durchzogen, die im Schachbrettmuster angeordnet sind. Calasetta ist bekannt als „das Weiße“, wegen der vorherrschenden Farbe der Häuser. Typisch für diese Region sind das Kalkweiß und das Blau. Calasetta ist bekannt für seinen charakteristischen Stadtturm, den man häufig auf Bildern sieht. Er wurde um 1737 vor der Gründung der Stadt erbaut und von der Savoyer-Verwaltung zum Schutz des Kanals zwischen Sant‘Antioco und der Insel San Pietro genutzt. Hauptaufgabe des Turms war die Sichtung sarazenischer Schiffe.

    Der Hafen von Calasetta gliedert sich in zwei Bereiche. Im Westen ist der Yacht- und Fischereihafen. Er ist oft Ziel von Hochseefischern aus dem sizilianischen Mazara del Vallo. Im Osten befindet sich der Fährhafen, von wo es täglich mehrere Fährverbindungen nach Carloforte gibt. Vor der östlichen Ortseinfahrt Calasettas zweigt eine Umgehungsstraße ab (Lungomare Arenzano), die entlang der Küste direkt zum Hafen führt.
    Read more