• Phoenix-on-Tour
Sep – Oct 2023

Sailing in Sardinien

Was lange währt, wird endlich gut. Wir freuen uns auf erholsame, lustige und aufregende Tagen auf der Quadrifoglio. Read more
  • Trip start
    September 30, 2023

    Die Reise beginnt - Stress und Freude

    September 30, 2023 in Switzerland ⋅ ☁️ 14 °C

    6.00Uhr morgens. Ich steh am Bahnhof Avenches und warte auf meinen Zug. Mein Arbeitgeber fährt pünktlich ein und ich treffe 45 Min. später zielsicher in Bern ein. Ich bin etwas zu früh, so mach ich mich auf in die Migros Welle und genehmige mir ein Schoggibrötli und eine Ovo. Andrea trifft 10 Min. nach mir ein. Freude herrscht.
    Lachend und schwatzend begehen wir uns zum Zug Richtung Milano. Abfahrt 7.34Uhr. Wir nehmen platz auf unseren reservierten Plätzen. Pünktlich fährt die SBB ab. Dann kurz vor Visp steht der Zug still. Die Uhr tickt. Unser Anschlusszug in Milano fährt eine ½ Std. nach regulären Eintreffen. 5 Minuten vergehen, dann 10 Min. Die Stimme der Zugbegleiterin ertönt. “Geschätzte Damen und Herren, wegen einer technischen Störung kann der Zug momentan nicht weiter fahren. Wir versuchen das Problem so rasch als möglich zu beheben. “ Ein seufzen geht durch die Menge. Warten heisst die Devise.
    Mit 35 Min. Verspätung treffen wir in Milano ein. Unser Anschlusszug ist weg. Ab an den Schalter, dort heisst es erstmals, warten. Mit 200 weiteren Reisenden, die weiter wollen. Dann 4 Min. vor Abfahrt des nächsten Zuges, “beeilen Sie sich, sie haben die Erlaubnis mit dem nächsten Zug nach Genua zu fahren”. Aha, okey. Mit Sack und Pack rennen wir zum Gleis 21. Mit Bewilligung aber ohne Sitzplatz-Reservation im Gepäck, steigen wir ein. Egal! Hauptsache wir sind im Zug. Das Glück ist mit uns, bei zwei attraktiven Männern finden wir noch zwei Plätze. Wir schnaufen durch. Doch, die Entspannung ist von kurzer Dauer. 5 Min. Später erhalte ich ein sms. Die Fähre in Genua legt 1Std. früher ab als geplant. Check-in bis spätestens 16.00Uhr anstelle 18.00Uhr. Somit beginnt in Genua der Run auf die Fähre.
    Wir checken pünktlich ein. Juhuu, die Fähre fährt mit 45 Min. Verspätung ab. Grrr… Aber das Abendrot das uns geboten wird ist spektakulär und entlohnt unseren Stress.
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  • Porto Torres

    October 1, 2023 in Italy ⋅ ☀️ 24 °C

    Nach einer erstaunlich gut durchschlafender Nacht, stehen wir um 7.30Uhr auf und rennen rauf auf Deck. Der Sonnenaufgang ist genauso aufregend wie der Vorabend beim Sonnenuntergang.

    Um 11.00Uhr treffen wir in Porto Torres ein. Wir laufen dem Hafen entlang zu unserer Unterkunft. Dort angekommen bleibt uns der Mund vor Staunen offen. Unsere Unterkunft befindet sich im 4. Stock. Wir haben ein Zimmer mit Aussicht. Und was für einer. Einfach nur Phänomenal! Wir sind begeistert, entzückt und glücklich. Nach dem Einrichten, machen wir uns in ein Restaurant am Strand auf. Mmhh und Aahs sind die einzigen Worte während einer kurzen Zeit.

    Markus und Eva sind mit dem Segelboot am Hafen eingetroffen und angelegt. Ein grosses und herzliches Wiedersehen mit warmer Umarmung folgt. Schön beide nach so langer Zeit wieder zu sehen. Auch wenn wir das Gefühl haben es sei erst gestern gewesen, das wir uns gesehen haben.
    Den Tag verbringen wir Teils mit Besichtigung von Porto Torres und ausruhen auf unser traumhaften Terrasse. Am Abend gehen wir essen mit Markus und Eva. Morgen beginnt unser Segeltörn. Himmel wie sehr freue ich mich…
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  • Tag 1 - Stintino, Küste Asinara

    October 2, 2023 in Italy ⋅ ☀️ 24 °C

    10.5 NM, 2h05m, sonnig, 5 kn Wind

    Endlich an Bord. Es fühlt sich an, als würde ich nach Hause kommen. Ich bin soo Happy. Wir haben auf unserer Terrasse gefrühstückt und sind an den Hafen. Nun gehts los. Wir fahren aus und Segeln Richtung Asinara. Ein Fleckchen Paradies. Traumhaft das türkisfarbige Wasser. Dort setzen wir den Anker und ziehen uns um um schwimmen zu gehen. Herrlich! Wir sind in unserem Element und genießen das dolce Vita.
    Zum Abendessen kocht Markus ein fantastisches Risotto Frutti di Mare. Über Nacht bleiben wir in der Bucht. Die See ist ruhig es ist Windstill.
    Unser erster Tag auf See - einfach nur TOP!
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  • Tag 2 - Castelsardo

    October 3, 2023 in Italy ⋅ 🌙 18 °C

    Wir stehen zeitig auf. Es ist ein wunderschöner Morgen. Den Sonnenaufgang haben wir allerdings verpasst. Wir entschädigen uns mit einem tollen Morgenbad. Nach einem Frühstück im freien tuckern wir Richtung Castelsardo los. Es ist zwar schön und heiss aber nicht windig. Die See ist Spiegelglatt. Kein Segeln in sicht. Grrrr… Es gibt einen gemütlichen, faulen Tag, den wir mit lesen, schlafen, baden und essen verbringen.

    Im Nordwesten der Insel Sardinien thront Castelsardo hoch über der Küste – eine Stadt wie aus dem Bilderbuch. Um 16.00 legen wir im Hafen an.

    Sicher ist, dass es im Mittelalter jahrhundertelang eine unbezwingbare Festung war, die bis zur Einführung moderner Waffen ihre mächtigen Mauern und 17 Türme schützten. Der ursprüngliche Kern von Castelsardo wurde um die Doria Burg gebaut, die Überlieferungen zufolge 1102 entstanden sein soll, vermutlich aber auf Ende des 13.Jh. zurückgeht. Wir laufen durch enge, steile Gassen, über kleine Plätze und lange Treppen, vorbei an dunkle Säulenhallen. Manchmal kam zwischen den Häusern das Meer zum Vorschein und bildete eine traumhafte Kulisse, von dem sich der Turm der Kathedrale und die malerischen Dächer abhoben. Ein Teil des Schlosses war restauriert worden und daraus ein Museum für Flechtarbeiten im Mittelmeerraum (Museo dell'Intreccio Mediterraneo) entstanden. Hier gibt es viel lokales Handwerk zu sehen.

    Beim Schlendern durch die Straßen entdeckten wir die Kathedrale Sant' Antonio Abate mit ihrem hohen Glockenturm. Von dem kleinen Kirchplatz aus genoss ich den Blick auf das Meer. Innen entdeckte ich eine wunderbare Orgel.

    Im oberen Teil des historischen Zentrums besuchten wir die Kirche Santa Maria delle Grazie aus dem Mittelalter und sah das Kruzifix des Schwarzen Christus, welches als das älteste Sardiniens gilt.

    Im romantischen, künstlerisch hergestelltem Restaurant “Il Portico” essen wir bei Salvatore zu Abend. Ein echter kulinarischer Genuss.
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  • Tag 3 - Bonifacio

    October 4, 2023 in Italy ⋅ ☁️ 24 °C

    8 Std. Segeln. Juhuu wir sind nach Korsika unterwegs. Wir haben im Vergleich zu gestern Wind und hiessen die Segel. Unterwegs nehmen wir noch an der Seebestattung einer canadischen Tasse teil. Schluchz… Kurz darauf werfen wir die Trauer über Bord und freuen uns auf Bonifacio.

    Bonifacio ist eine Stadt an der Südspitze der französischen Insel Korsika. Die Altstadt mit ihren engen Gassen steht auf einem 60 – 80 m hohen und teilweise vom Meer unterspülten Kalkplateau. Die vordersten Häuser könnten nicht enger am Abgrund liegen. Der Hafen von Bonifacio befindet sich zuhinterst im fast 1.5 km tief eingeschnittenen, geschützten Fjord. Von der Unterstadt aus wirkt die mächtige Festungsanlage uneinnehmbar.

    Die Stadt ist durch ihre Lage hoch auf den weißen Kreidefelsen einer schmalen Landzunge wohl die beeindruckendste Festungsstadt Korsikas. Ein Rundgang durch die mittelalterliche Altstadt vermittelt ein eindrucksvolles Bild vom mühsamen Leben in einer über lange Zeiträume belagerte Stadt. Die Häuser waren oft mit eigenen Zisternen und Vorratskammern ausgestattet, die oberen Stockwerke ursprünglich nur über Strickleitern erreichbar, die in der Nacht eingezogen wurden.
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  • Tag 4 - auf nach Calareale

    October 5, 2023, Western Mediterranean ⋅ 🌙 23 °C

    Von Bonifacio segeln wir Richtung Calareale. Da es zur Zeit windstill ist legen wir in einer kleinen Bucht einen Badestop. Leider haben wir Pech, in der Bucht schwimmen Quallen. Somit pläuscheln wir an Bord und füttern mit Trauben Fische. Ein lustiges Erlebnis. Um 14h kommt endlich Wind auf. Yeah wir segeln los. Die Fahrt ist lang. 8Std. bis wir in der vorgesehenen Bucht eintreffen. Der Wind ist stark, wir flitzen dahin. Uns plötzlich schreit es “Delfine”. Tatsächlich schwimmen Delfine kurz neben uns her! Ein Traum. Dann sind so plötzlich weg wie sie aufgetaucht sind.
    Der Sonnenuntergang ist wieder mal fantastisch. Wie aus dem Bilderbuch. Es dunkelt ein und der Wind legt sich allmählich. Wir müssen mit dem Motor nachhelfen. Segel bei Nacht, hat seine Faszination. Der Sternenhimmel wir ersichtlich und mit jeder Stunde die tiefer in der Nacht versinkt, wird er klarer und strahlender. Vor uns öffnet sich eine Welt der Faszination. Die Milchstrasse ist klar ersichtlich und wir sind hin und weg.
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  • Tag 5 - Calareale

    October 6, 2023 in Italy ⋅ ☀️ 21 °C

    Der Name leitet sich von der Residenz des Königshauses von Savoyen ab, das manchmal das Lazarett an der Bucht besuchte. Cala della Reale, besser bekannt als Cala Reale, ist eine breite Reede, die sich im Norden der Ostküste von Asinara erstreckt. Hier gibt es einen kleinen Hafen, an dem Motorboote und Boote aus Porto Torres und Stintino anlegen, sowie ein Dorf aus dem späten 19. Jahrhundert. Jahrhundert. Die Gebäude, die einst eine Strafkolonie, ein Lazarett, ein Krankenhaus und eine Quarantänestation beherbergten, sind heute Sitz der Verwaltung des Nationalparks Asinara (die im ehemaligen Königspalast untergebracht ist) und des Fremdenverkehrsamtes. In der Nähe sind auch die kürzlich renovierte österreichisch-ungarische Kirche und Kapelle einen Besuch wert.

    Heute, nach der Schließung des Gefängnisses im Jahr 1998, ist der Sitz des Nationalparks Asinara. Auf der Insel leben achtzig Wildarten, von denen einige in der Welt einzigartig sind, wie ZBsp. die weiße Esel, dem Wahrzeichen der Insel, und andere seltene Arten wie die Meeresschildkröten und die Schlange Viper.

    Eigentlich wollten wir nur gerade mal 1Std. auf der Insel verbringen, aber nachdem wir die Elektro-Buggies erblickt haben, beschlossen wir mit solch einem die Insel zu besichtigen. Gesagt getan, los ging es. . Unterwegs gabelten wir noch zwei Italiener auf (Renato und Vera) die kein Buggie mehr bekommen hatten und fuhren mit ihnen gen Süden der Insel.

    Unterwegs legten wir immer wieder Fotostops ein. Ah und Ohs begleiteten unseren Weg bis zur Endstation der Insel. Wir sind ab den weissen, grauen und braunen, wild lebenden Eseln entzückt. In Santa Maria müssen wir unser BAT-Mobile wieder aufladen. Wartend, das unser Buggie wieder Energie auftankt, spazieren wir unterdessen der Küste entlang. Kahl ist die Gegend, da es sehr heiss ist in dieser Region. Ziegen sind ersichtlich, weitere Esel, Eidechsen, aber keine Muflons. Nach einer Weile treffen wir uns mit Renato und Eva wieder beim Buggie und weiter geht’s. Es wird gelacht, gescherzt, fotografiert was das Zeug hält,.
    Um 16.30 Uhr verabschieden wir uns von Renato und Vera und segeln davon. Ab zur nächsten Bucht Passagio dei Fornelli. Unterwegs angeln wir noch tatsächlich einen Barrakuda der zu unserer Vorspeise wird.
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  • Tag 6 - Insel Piana

    October 7, 2023 in Italy ⋅ ☀️ 22 °C

    von Calareale segeln wir zur Bucht Piana. Eine wunderschöne abgelegene Bucht. Wir baden bei 24,5 Grad warmen Meer, kochen was feines und geniessen den Sonnenuntergang und anschliessend den Sternenhimmel.Read more

  • Tag 7 - Porto Ferreio

    October 7, 2023 in Italy ⋅ ☀️ 23 °C

    Nach einer ruhigen Nacht, segeln wir an der Wilden Südseite Sardiniens entlang zur Bucht vo Porto Ferreio. Wir müssen durch die Passage Fornelli; Markus muss sich genau an die vorgegebene Route halten, da es hier sehr viele Untiefen hat. Aber er ist ein “alter” Seebär und schafft das mit links.

    Andrea und ich geniessen und schweigen und schiessen Fotos. LOL
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  • Tag 8 - Alghero

    October 8, 2023 in Italy ⋅ ☀️ 27 °C

    Wir sind nun in Alghero. Nach 3 Nächten in einer Bucht verbringen wir wieder mal eine Nacht im Hafen. Zwischendurch haben wir noch einen Badestop in Cala Galera eingelegt. Das Wasser wieder so Blau wie in der Karibik. 25 Grad warm - herrlich.

    Alghero ist eine Stadt an der Nordwestküste der italienischen Insel Sardinien. Sie wird von einer historischen Stadtmauer umgeben und ist für ihre kopfsteingepflasterte Altstadt bekannt. Alghero zeichnet sich durch seine Gebäude im katalanisch-gotischen Stil aus, darunter die Kathedrale Santa Maria mit ihrem hohen Glockenturm, der Palazzo Guillot und die im 14. Jahrhundert erbaute Kirche San Francesco. In der Nähe befindet sich die Kirche San Michele mit ihrer bunt gekachelten Kuppel. Das Korallenmuseum von Alghero beherbergt Exponate aus roten Korallen. Das wunderschöne Städtchen ist ein Besuch wert! Wir flanieren durch die Strassen, erobern hier und da ein Souvenir in einer der sehenswerten Boutiquen. Abend geniessen wir den kulinarischen Genuss in einem sardinischen Restaurant. Muscheln, Gambas, Lamm und Gemüse kitzreln unseren Gaumen…
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  • Tag 10 - Isola Mal di Ventre, Thunfisch

    October 10, 2023 in Italy ⋅ ☀️ 21 °C

    Gestern um 21Uhr haben wir bei der Isola Mal di Ventre den Anker gesetzt, noch etwas den Abendhimmel bestaunt und sind dann schlafen gegangen um heute 12 Std. später wieder loszusegeln. Wir sind optimistisch, da der Wind uns um die Ohren bläst. Die Segel sind gehiessen, los gehts…

    Um 10.30Uhr unser nächstes Highlight. Etwas zieht an unserer Angelschnur. Wir springen alle aufgeregt auf und rennen zu Markus der die Angelschnur einzieht. Der Fisch wehrt sich mit all seiner Kraft. Was für ein Fisch ist das wohl? Ein Kampf um Leben und Tod beginnt.
    Dann die grosse Überraschung: wir haben haben einen Thunfisch gefangen. 70cm gross, ca. 6kg. schwer. Unser Menue für heute Abend steht fest.

    11.40Uhr schreit es plötzlich “Delfine”. Tatsächlich schwimmt weiter draussen ein Delfin. Einfach nur grossartig.

    Eine Stunde später das selbe Spiel. Wieder sichten wir Delfine! Unglaublich!

    Um 17.00 ankern wir in der Bucht Portixeddu. Als erstes genehmigen wir uns ein Bad, anschliessend folgt das Ankerbier mit Apéro. Zum Abdndessen gibt’s als Vorspeise Thunfischtartar, als Hauptspeise Risotte mit Thunfisch und Zucchetti. Lecker schmecker! Ein absoluter kulinarischer Hochgenuss
    Die Sonne geht am Horizont unter und macht der Magic Star-Night Platz.
    Wir spielen noch 2 Runden Hack Mack, mit viel Lachen und Geröle, hören Schweizer Lieder und bestaunen den Nachthimmel.
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  • SeesternAuch für Kletterer beliebt

    Tag 11 - Pan Zucchero & Carloforte

    October 11, 2023 in Italy ⋅ ☀️ 23 °C

    Der Wind bläst die ganze Nacht ums Schiff, was zur folge hat, das es in unserer Kajüte kalt wird. Ich wickle mich in meine Schlafdecke ein und sehe wohl von aussen wie eine Mumie aus. Der Morgen naht, die Sonne erscheint am Horizont und erhelllt die Welt mit ihrem warmen Licht.

    Good Morning everybody!

    Das schöne am Segeln beim Aufstehen; kurze Katzenwäsche, einmal mit dem Kamm durch die Haare et voila… fertig! Kein Schminken, kein überlegen “was ziehe ich an”, kein endlos langes entfalten - Natur Pur! Auch wenn man zu Hause nie so aus dem Haus gehen würde, tja, beim Segeln stört es keinen, man ist wie man ist…

    09.15 Uhr, wir fahren los. Hiessen die Segel und hoffen weiterhin auf gut Wind. Doch dieser lässt zu wünschen übrig. Grrr…

    Also fahren wir unter Motor zum Pan di Zucchero.

    Schon beim hinfahren, kommen wir ins staunen. Vom wunderschönen Schauplatz der Küste um Iglesias zum Südwestausläufer Sardiniens ragt ein riesiger Zuckerhut aus dem Meer.

    Das Sonnenlicht strahlt in allen Gelb- und Orangetönen von der Kalkform ab. Pan di Zucchero ist eines der imposantesten und spektakulärsten Naturdenkmäler der Insel und das Wahrzeichen der Küste um Iglesias. Diesen Name trägt er aufgrund seiner Ähnlichkeit mit dem berühmten Pão de Açúcar der Bucht von Rio de Janeiro, der bereits im 18.Jh. dessen ursprünglichen sardischen Namen Concali su Terràinu ersetzt hat.

    Wir umfahren den Zuckerhut und bestaunen den steilwandigen Felsen, der 133m aus dem Meer hochragt, von allen Seiten.
    Regenwasser hatte die mineralhaltigen Böden im Südwesten über lange, lange Zeit zersetzt. Manchmal bildeten sich Grotten und ganz selten lösten sich auch mal große, um nicht zu sagen, riesige Teile des Berges: Der Pan di Zucchero stammt aus der Wand der Punta Is Cicalas – hier hatte auch noch die durch das Meer verursachte Erosion nachgeholfen.

    Porto Flavia
    Viele halten Porto Flavia für eine Mine. In Wirklichkeit ist es ist ein (ehemaliger) Seehafen und gehört zur Gemeinde Iglesias. Er wurde 1923–24 erbaut und war eine Art Verteilzentrum – das Gestein wurde aus den Bergen hinter Masua über Eisenbahnlinien an die Küste gebracht, in Porto Flavia vorsortiert und dann per Schiff zum nahe gelegenen Hafen in Carloforte gebracht. Aussergewöhnlich, den über dem Meer befindliche Eingang von Porto Flavia.

    Wir ankern, und gehen mit Flossen, Schwimmnudel (für schlecht schwimmende Landeiern), SUP oder Taucherbrille, baden. Das Wasser ist warm. 25 Grad! Herrlich. Wir schwimmen/paddeln um den Felsen und lassen uns treiben und überraschen. Herrlich…

    Später am Nachmittag fahren wir zum Hafen Calata Fortuna Novella in Carloforte. Das kleine verträumte Carloforte, ein pittoreskes Städtchen mit kleinen Gässchen und Sträßchen ist das Zentrum auf der Insel San Pietro. Carloforte bezaubert mit seinen vielen, an einem sanften Hang hochführenden Gässchen, mit seinen bunten Winkeln und Meerausblicken, dem kleinen Hafen und den einstigen Verteidigungsanlagen. Von denen sind noch die Wachtürme und Mauerabschnitte mit Forts zu sehen, darunter auch La Porta del Leone. Vieles in Carloforte zeigt die ligurische Vergangenheit.

    Carloforte ist durchzogen von engen, asphaltierten Straßen. Einige Zugänge sind so eng, dass hier Autos gänzlich außen vor bleiben. Das Hafengebiet ist eine der Attraktionen der Stadt. Ein langer Kanal, indem zahlreiche Boote festgezurrt sanft im Wasser schaukeln, begrenzt Wasserfläche der Salzteiche.
    Es ist wunderschön hier und wer hier noch nie war, sollte beim nächsten Trip nach Sardinien unbedingt ein Besuch einplanen.
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  • Tag 12 - Grotten, Buchten und Calasetta

    October 12, 2023, Western Mediterranean ⋅ ☀️ 26 °C

    Es ist Windstill. Die See ist flach wie ein Flunder. Somit bleibt uns nichts aderes übrig als zu Motoren. Die Sonne brennt bereits heiss vom Himmel herunter, auf der Quadrifoglio bekommen wir wenigstens etwas Wind ab. Wir segeln um die Isola di San Pietro. In diesem Bereich ist die Meerestiefe zwischen 5-20m. Durch die Klarheit des Wassers können wir vom Schiff aus teilweise bis zum Meeresgrund sehen. Ein herrlicher Tag. Der Wind lässt wieder mal zu wünschen übrig, dafür ist es sonnig und heiß bei 28 Grad.

    Wir umrunden das Cap und erreichen die Bucht la Cunca. Die Grotten della Mezzaluna kommen zum Vorschein.

    Es ist ein einzigartiger und charakteristischer Ort, der aus sehr hohen Klippen besteht, die das tiefe Meer mit fantastischen Farbwechseln zwischen Grün, Blau und Türkis überragen. Kristallklares Wasser, in das man von der Steilküste aus eintauchen kann, an dessen Fuß man einige Höhlen oder Kiesstrände finden kann, an denen man sich sonnen kann, die ausschließlich über das Meer erreichbar sind. Wunderschön ist die Ostseite des Golfs, die so genannte Bue Marino-Klippe, in der sich mehrere Unterwasser- und Meereshöhlen befinden, die zu den Mezzaluna-Grotten gehören.

    Wir ankern und tauchen ab in den türkisfarbenen Pool. Eva und Markus schnallen sich die Flossen und Masken um, Andrea und ich packen das SuP und die Nudel und gehen auf Entdeckungstour. Es ist eindrücklich und einfach nur wow… sowas von überwältigend…

    Nach 2 Std. fahren wir weiter zur Bucht Cala Fico. Unser zweiter Badestop.
    Ein tiefer Fjord aus Kalkstein, der mit einem kleinen, schönen Strand aus großen, glänzenden Kieseln endet, der von einer steilen Klippe umschlossen wird. Cala Fico ist ein Juwel an der Nordwestküste der Insel San Pietro, im Gebiet von Carloforte, nördlich des imposanten Vorgebirges von Capo Sandalo, wo der westlichste Leuchtturm Italiens steht. Die malerische Bucht mit ihrer felsigen Küste, die von einem weißen Kalksteinvorsprung geschützt wird, der die Landschaft dominiert, schafft eine wilde und unberührte Atmosphäre. Das Meer ist klar und wechselt in schönen Farben zwischen Grün und Blau. Auf dem flachen Meeresboden, der hauptsächlich aus Felsen und Kieselsteinen besteht, leben zahlreiche Fischarten, die das Tauchen zu einem dokumentarischen Erlebnis machen. Ein wahres Paradies zum Schnorcheln und Unterwasserfischen.

    Abends legen wir im Hafen Calaseta an. Die Nachbarsinsel von Carloforte.

    Die Stadt wurde 1770 von einer Gemeinschaft genuesischer Siedler von der tunesischen Insel Tabarka (und aus diesem Grund auch „Tabarkini“ genannt) gegründet, wo die Gemeinde zwei Jahrhunderte lang hauptsächlich von der Fischerei und dem Handel mit der Koralle lebte. Heute sind die Einnahmequellen der Tourismus und die Landwirtschaft. Calasetta ist keine typische sardische Stadt, das sieht man schon am Stadtplan. Der Ort – entworfen vom piemontesischen Architekten Belly – ist von geraden Straßen durchzogen, die im Schachbrettmuster angeordnet sind. Calasetta ist bekannt als „das Weiße“, wegen der vorherrschenden Farbe der Häuser. Typisch für diese Region sind das Kalkweiß und das Blau. Calasetta ist bekannt für seinen charakteristischen Stadtturm, den man häufig auf Bildern sieht. Er wurde um 1737 vor der Gründung der Stadt erbaut und von der Savoyer-Verwaltung zum Schutz des Kanals zwischen Sant‘Antioco und der Insel San Pietro genutzt. Hauptaufgabe des Turms war die Sichtung sarazenischer Schiffe.

    Der Hafen von Calasetta gliedert sich in zwei Bereiche. Im Westen ist der Yacht- und Fischereihafen. Er ist oft Ziel von Hochseefischern aus dem sizilianischen Mazara del Vallo. Im Osten befindet sich der Fährhafen, von wo es täglich mehrere Fährverbindungen nach Carloforte gibt. Vor der östlichen Ortseinfahrt Calasettas zweigt eine Umgehungsstraße ab (Lungomare Arenzano), die entlang der Küste direkt zum Hafen führt.
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  • Tag 13 + 14 Sägle & Cagliari

    October 14, 2023 in Italy ⋅ ☀️ 28 °C

    Am 13. haben wir endlich etwas mehr Wind und wir kommen zum richtigen segeln. Es macht richtig Spass, schade hatten wir so wenig starken Wind in diesen zwei Wochen. Doch wir können ins nicht beklagen, das Wetter war top!
    Wir übernachten in einer Bucht. Ausser uns ist noch ein weiteres Schiff am ankern, ansonsten ist es Stockeduster. Wir verbringen den Abend mit einer weiteren Partie Heckmeck und geniessen anschliessend die Sterne und die Milchstrasse.
    Am nächsten Tag, machen wir uns auf nach Cagliari. Baden zum letzten Mal in einer weiteren Bucht bevors zum Anlegen geht. Unser letztes Segeln mit viel Wind!

    In Cagliari pulsiert Sardiniens Lebensfreude in allen Facetten: Die Inselhauptstadt bezaubert mit verwinkelten Gassen, großer Architektur und ihrer traumhaften Lage direkt am Meer.

    Die Inselhauptstadt direkt am Meer bietet eine schöne Innenstadt mit pittoresken Altstadtvierteln,

    Cagliari ist eine der schönsten Ecken Sardiniens. Vom markanten Kastell aus hat man einen atemberaubenden Blick auf die Altstadt mit ihrem teilweise morbiden Charme und den vielen beeindruckenden Bauwerken Cagliaris: Die Kathedrale von Santa Maria, der Elefantenturm oder der Turm von San Pancrazio wechseln sich ab mit subtropischen Gärten und verschwiegenen Gassen. Auch kulinarisch ist die Stadt ein echtes Highlight: Von der einfachen Trattoria bis zum Gourmettempel kommen Liebhaber der sardischen und italienischen Küche hier voll auf ihre Kosten.

    Am Ende des Hausstrandes Poetto thront der sagenumwobene, mächtige Fels Sella del Diavolo. Der Legende nach kämpfte hier der Teufel gegen eine Engelschar, die von Erzengel Gabriel angeführt wurde. Der imposante Berg kann über einen Wanderweg ab Calamosca erklommen werden, nur 10 Minuten von Cagliari entfernt.
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  • Tag 14 - Cagliari

    October 14, 2023 in Italy ⋅ ☀️ 28 °C

    Il Castello – der historische Kern von Cagliari
    Der Stadtteil Castello thront auf einem der sieben Hügel und ist von gut erhaltenen dicken Stadtmauern umgeben. Den Eingang zur Altstadt Castello ist unübersehbar, da es von einem mächtigen Tor, dem Torre dell’Elefante geprägt ist.

    Neben dem Elefantenturm ist auch der Torre di San Pancrazio einen Besuch wert. Mit Wänden bis zu 3 Meter dick diente der Turm in früheren Zeiten zur Abwehr. Er wurde zwischenzeitlich auch zu einem Gefängnis umfunktioniert.

    Beide Türme wurden im 14. Jahrhundert erbaut und vereinen atemberaubende Panoramen mit detailverliebter pisanischer Architektur, die typisch für Sardinien ist.

    Wie die restliche Stadt stellt auch das Viertel Castello eine Mischung verschiedener Baustile dar. Bei einem Rundgang durch die engen Gassen im Herzen der Stadt begiebt man sich daher auf eine Entdeckungstour durch die Geschichte. Man entdeckt Architektur verschiedener gotischer Stile ebenso wie hispanische Einflüsse.

    Kathedrale Santa Maria di Castello
    Die Kathedrale Santa Maria di Castello am Palazzo di Citta ist eines der bemerkenswertesten Gotteshäuser in Cagliari. Ursprünglich wurde die Kathedrale im 13. Jahrhundert errichtet, seitdem aber mehrfach umgebaut und umgestaltet. So hat das Gebäude in seiner Laufbahn mehrere Baustile durchlebt, bis die Fassade 1933 wieder in einstigen pisanischen Stil zurückgebaut wurde.

    Besonders schön gestaltet ist das Innere der Kathedrale mit seinen bunten Marmorböden und den malerischen Fresken im Barockstil sowie einer Marmorkanzel aus dem 12. Jahrhundert.

    Bekannt ist die Bischofskirche auch für Ihre Krypta. Einem Gewölbe, das mit 600 Rosetten geschmückt ist, über zahlreiche Grabkammern verfügt und Überreste von sardischen Märtyrern beherbergt.

    Bastion von Saint Remy
    Die große Terrasse aus weißem Kalkstein wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut, um Stadtbewohnern und Besuchern einen lauschigen Aussichtspunkt zu bieten.

    So kann man von hier aus einen unverstellten Ausblick aufs Umland und den Golfo degli Angeli genießen. Außerdem sind dort zahlreiche Bars und Restaurants mit herrlichem Gelato und köstlichem Cappucino.
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  • Tag 15 - Heimreise

    October 15, 2023 in Italy ⋅ ⛅ 25 °C

    Wir stehen um 7.30Uhr auf. Gepackt haben wir bereits am Vorabend. Es hat zum ersten Mal über Nacht seit langem wieder geregnet. Doch jetzt scheint die Sonne.
    Wir frühstücken, geniessen noch ein letztes mal zusammen den Morgenkaffee, dann kommt die Zeit des Abschieds. Eva und Markus begleiten uns auf den Parkplatz wo wir zusammen aufs Taxi warten. Wir rekapitulieren die Ferien, schwelgen in Erinnerungen. Dann der Abschied. Eine innige Umarmung, wünsche auf beiden Seiten für eine gute Weiter-/Heimfahrt, Erinnerung an ein Wiedersehen im 2024. Dann,… fährt unser Taxi Richtung Flughafen.
    Der Abschied fällt mir schwer. Das Meer, die Sonne und Wärme, die Ruhe, das schaukeln des Schiffes auf den Wellen werden mir fehlen. Sowie Eva und Markus. Danke euch beiden für die tollen Eindrücke, Erlebnisse und Abenteuer die ich während diesen zwei Wochen mit euch erleben durfte.
    Ich fliege nun mit tollen Erinnerungen nach Hause und freue mich bereits auf das nächste Abenteuer.
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    Trip end
    October 15, 2023