Portugal
Nevogilde

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10 travelers at this place:

  • Day3

    Strandtag

    October 3 in Portugal

    Erneut startete unser Tag mit einem ausgiebigen Frühstück, bei dem wir uns auch an die 7kg Wassermelone wagten, die uns vermutlich für den Rest der Woche reichen würden.
    Für heute war ein Tag am Meer geplant, also zogen wir voller Vorfreude schon die Badesachen unter unsere Kleidung. Nach einem kurzen Stop im Supermarkt um Wasser zu holen, fuhren wir mit einer überfüllten Metro dem Strand entgegen. Nach einem kurzen Fußweg war dann auch schon das Meer in Sicht. Durch die Sonne und denn heißen Sand fühlte es sich an als hätten wir 30°C, schwimmen klang jetzt wie die perfekte Abkühlung. Doch kaum standen wir mit den Füßen im Wasser war uns klar, dass daraus vermutlich nichts werden würde. Das eiskalte Wasser schreckte uns ab und auch von den anderen Strandbesuchern wagten sich nur ein paar wenige wirklich ins Wasser hinein. Der Rest saß im Sand und sonnte sich oder lief, wie wir, den Strand entlang.

    Als uns langsam der Hunger überkam, standen wir vor der Entscheidung ob wir unsere mitgebrachten Snacks im Park essen, oder ob wir uns in ein kleines Restaurant am Strand setzen wollten. Das Restaurant siegte und so aßen wir leckere Omelette oder Salat und tranken Kaffee und Limonade, während wir wichtige Dinge diskutierten.

    Im Anschluss gingen wir nochmal kurz an den Strand für die letzten Fotos, bevor wir uns auf den Weg zum Parque da Cidade machten, einem großen Park ganz in der Nähe des Strandes. In der Gesellschaft von ein paar freilaufenden Gänsen picknickten wir, während es langsam spät wurde. Nachdem alle Vorräte aufgegessen waren, machten wir uns auf den Weg zur U-Bahn Station. Diese war aber ein ganzes Stück entfernt, den das Viertel, in dem wir uns gerade befanden, wurde von nur einer Bahnlinie angefahren.

    Endlich wieder zuhause und auch noch mit frischen Einkäufen versorgt, stand uns eine neue Aufgabe bevor: Das Klo war verstopft und zwar bereits zum zweiten Mal... Zum Glück kennt sich Caro gut mit spanischen und portugiesischen Rohrleitungen aus und war in der Lage, das Problem fachmännisch zu beheben.
    Trotzdem verdarb uns die Aktion doch irgendwie den Appetit und wir beschlossen, heute nicht essen zu gehen, sondern nur eine Kleinigkeit zu kochen und Weinflaschen zu köpfen.
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  • Day3

    Forte de São Francisco Xavier

    October 30 in Portugal

    Nach einem mal wieder sehr leckeren Frühstück Sachen gepackt und los mit dem 🚗 zum Strand bei Porto. Leider hatte es die Nacht über geregnet, so dass auch morgens noch einiges an Gewölk über uns hing. Aber egal, anschauen geht ja immer.
    Neben einem Fort aus dem Jahre ?!?! gab es noch einen Leuchtturm und einen recht breiten Sandstrand zu sehen, den Atlantik mit ordentlich Brandung und ansonsten 70er-Jahre-Bunkerbauten. Ach ja, Möwen gibt‘s hier auch, allerdings nicht so groß und schnieke wie in den heimischen GefildenRead more

  • Day1

    Der Weg

    April 12, 2017 in Portugal

    Was mich auch dazu treibt, ein Gedanke, eine Begeisterung, ein Versprechen, ein nächtliches Erschrecken, ein Traum, eine ungewisse Hoffnung oder das einfache Fernweh, ich bin wieder auf den Weg nach Santiago de Compostella. Santiago im Nordwesten Galiziens war schon des Öfteren mein Ziel.

    Manchmal aus spirituellen Gründen und manchmal, weil es so einfach ist, einen langen Weg mit gelben Pfleilen zu folgen. Viele schöne und traurige sowie mystische Erlebnisse schenkte mir dieser Weg, egal aus welchen Gründen auch immer ich aufbrach.

    Diesmal habe ich nur wenig Zeit. Deshalb gehe ich diesmal lediglich von Porto nach Santiago, den portugiesischen Weg. Er ist so anders als der spanische oder französische Weg, nicht so still und nicht so energiegeladen wie der Weg, den schon Millionen von Menschen über Jahrhunderte gegangen sind. Man sieht nicht wirklich die alten Spuren, die sie hinterlassen haben, man hört nicht mehr die Schritte in den alten Gemäuern. Natürlich werde ich auch dort alte historische Städte durchqueren, das ist keine Frage. Auch Pilgerspuren werde ich findBen und trotzdem, dieser Weg ist nicht so intensiv, man muss genau nachspüren und hinsehen um sie wahrzunehmen. Dieser Weg ist irgendwie moderner, er ist lauter, weil die Natur nicht so unberührt ist. Oft läuft man über Asphalt, oder neben großen Straßen oder an Gleisen vorbei. Es gibt die Gegensätze, die mich überrumpeln. Ich wandere über wunderschöne Hügel, höre Vögel, rieche das Laub und dann durchquere ich ein Industriegebiet. Dieser Weg versprüht seinen eigenen Charme, seine Geheimnisse und seine Spiritualität. Außer Jakobus trifft man auf diesem Weg immer wieder Maria, sogar Franziskus ist hier zu finden. Aber Maria, die Mutter Gottes, ist hier wirklich präsent. Die Portogiesen lieben ihre Maria und ehren sie nicht nur in Fatima.

    Dieses Jahr werde ich mit einer Freundin in Porto starten. Ich freue mich auf diesen Weg. Obwohl ich ihn schon gegangen bin, wird er wieder neu für mich sein. Weil die Umstände neu sind, die Menschen neu sind und weil ich neu bin. Ich bin nicht mehr die alte Silvia, die ihn vor Jahren mit Mann und Sohn gegangen ist. Viele Ereignisse haben mich verwandelt.

    Nun gehe ich, um mich nochmals verwandeln zu lassen. Denn das macht dieser Weg, er verändert die Menschen in ihrer Tiefe, in ihrer Seele und in ihrer Gesundheit. Manchmal merkt man die Veränderung erst später, wenn man wieder zu Hause ist. Manchmal kommt die Veränderung plötzlich mit solch einer Wucht, dass Tränen fließen aus Traurigkeit oder aus Glück, fast einer Erleuchtung gleich. Ich freue mich auf meinen Weg und auf die Erfahrung, die ich dort machen werde.

    So unterschiedlich auch alle Pilger sind, die wir auf dem Weg treffen, teilen wir doch alle das Wetter, die Ratlosigkeit, wenn der Weg mal nicht eindeutig ausgeschildert ist, die brennenden Fußsohlen, den Hunger und den Durst und vor allem, die bleierne Müdigkeit am Abend.

    Wieso nochmal genau freue ich mich auf den Weg? 😂
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