• Endlich auf der Piste

    January 16 in Turkey ⋅ ⛅ 11 °C

    Antalya - Denizkent
    Campspot dicht am Strand
    67 km

    Natürlich waren wir wieder in der Bäckerei zum Frühstück Spiegelei essen, wo uns der nette Deutschsprachige sofort entdeckte.

    Tatsächlich brachte uns ein gut ausgebauter Radweg zügig aus Antalya raus. Das hatten wir nun gar nicht erwartet. Wir wurden von einem Friseur zum Tee eingeladen. Obwohl wir seine Dienste gar nicht in Anspruch nahmen. Einfach so, er hatte gerade keine Kunden. In Belek sprach uns ein Reiseleiter an, der fließend deutsch spricht. Belek wäre das Monaco der Türkei, meinte er. Vor ein paar Jahren konnte man durch den Wald zum Strand laufen, heute wohnen dort Reiche in noblen Hotels. Trotzdem fanden wir hier gutes Essen zum angemessenen Preis.

    Die Hauptstraßen waren gut ausgebaut und die Autofahrer rücksichtsvoll. Wir fühlten uns sicher. An einer Tankstelle holte Werner Kaffee, 2 kleine Becher für insgesamt 60 Cent. Es war löslicher Jacobskaffee aus einer kleinen Tüte und schmeckte besser als erwartet. Der Verkäufer zeigte Werner draußen den Behälter mit heißem Wasser und ließ es sich nicht nehmen, den Kaffee aufzugießen. Richtig guter Service. Viele Leute grüßten freundlich oder fragten gleich mal wo wir herkommen.

    Nach gut 50 km bogen wir von der Hauptstraße Richtung Küste ab. Ab hier gab es ein paar Löcher im Asphalt, doch wir haben schon viel schlechtere Pisten unter die Reifen genommen. Plötzlich war ein Rennradfahrer neben Werner, drahtig und nicht mehr jung. Die Männer unterhielten sich kurz, dann trat er in die Pedalen und war verschwunden. Die Nebenstraße führte durch Orangenplantagen und Gewächshäuser. Hier lag erstaunlich wenig Müll und es stank nicht nach Gift, wie wir es in Spanien erlebt hatten.

    An einer kleinen Moschee bogen wir ab zum Strand. Der Weg war unbefestigt und wurde sandig. Ein Mann verbrannte etwas, der nächste kam mit seinen Ziegen aus einem alten Haus. Uns war etwas mulmig. Kann man überhaupt am Strand zelten? Plötzlich war ein Womo hinter uns, ein ausgebautes Feuerwehrauto, Kennzeichen HL für Lübeck. Es hielt neben uns. Ihr seid bestimmt aus Deutschland, lachte der junge Mann. Obwohl wir diesmal gar keine deutsche Flagge am Rad haben.

    Jetzt stehen die Lübecker ganz in unserer Nähe. Ein paar Angler sind auch hier. Außerdem zwei kleine Wohnwagen und noch mehr schmucke Wohnmobile. Hatten wir also den richtigen Riecher für einen guten Campspot am (leider vermüllten) Strand.
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