Wieder auf Zypern nach 422 Tagen
January 28 in Cyprus ⋅ ☁️ 12 °C
Taşucu - Girne
gestern 3 km zum Fährhafen
heute 6 km zum Hotel Del Mare Park
Wir sind das zweite Mal auf Zypern. Unsere Wanderung 2024 scheiterte am Wassermangel und Schmerzen in meinem Fuß. Trotzdem verbrachten wir hier eine schöne Zeit.
Tatsächlich kamen wir gestern trocken zur Fähre. Passkontrolle, Ausreisestempel. In der Gepäckkontrolle wurden wir durchgewunken. Dann hieß es warten. Irgendwann fuhr ein Bus die Fußgänger zur Fähre und wir reihten uns bei den Autos ein.
Ein Araber stieg aus einem Auto mit niederländischem Kennzeichen. Er hörte uns reden und war neugierig. Er pendelt zwischen Breda in den Niederlanden und Zypern und spricht mehrere Sprachen. Nach einer gefühlten Stunde ging es endlich aufs Schiff. Neu waren einzig die Sitze. Über uns lose Deckenplatten und die Tür war zugebunden. Es gab Tee, Kaffee und Toasts zu kaufen. Erst um 2 Uhr ratterte der alte Kahn los. Außer uns Ausländer war ein junges niederländisches Pärchen an Bord. Sie studierte in Istanbul. Jetzt unternehmen sie gemeinsam einen Roadtrip. Die Türken und Zyprioten waren sehr nett. Eine junge Frau stand mit ihrem Baby neben uns und freute sich dass wir mit der Kleinen schäkerten.
Wir schliefen erstaunlich gut, aber viel zu kurz. Kurz vor Girne merkte ich, dass mein Handy kein Signal bekam. Alle anderen schickten schon eifrig Nachrichten. Also funktioniert meine türkische esim hier nicht. So ein Mist. Ich griff mir einen jungen Motorradfahrer, er riet mir zu einer lokalen sim card, zeigte mir den Anbieter auf seinem Handy. Doch zuerst wieder Passkontrolle und Einreisestempel. Werner wurde angewiesen, seine Radtaschen zum Röntgen abzunehmen. Gleich darauf kam eine Beamtin, winkte ab und meinte wir sollen fahren. Zum Glück wurden am Fährhafen sim cards vekauft. Ich bekam auch die, die der Motorradfahrer hatte. Und im Handumdrehen war ich wieder im Netz.
Jetzt wurde es erst richtig interessant, denn wir rollten in den Linksverkehr. Werner das erste Mal, ich radelte schon mal in England. Die Hauptstraße zum Zentrum war schmal, verstopft und löchrig. Doch wir überstanden die ersten km gut. Da wir sehr müde waren und der Linksverkehr unsere volle Aufmerksamkeit forderte, entschieden wir uns für ein Hotel. Und fanden auch schnell ein Zimmer, wo wir unkompliziert die Räder mit reinnehmen konnten. In der Nähe ist ein großer Supermarkt mit Heißtheke. Wir holten uns Essen und schliefen ein paar Stunden. Alles andere entscheiden wir morgen.Read more



