• Valencia

    21–25 Dis 2025, Sepanyol ⋅ ☁️ 14 °C

    Tag1

    Wir sind morgens aufgewacht und haben erst einmal ganz entspannt auf unserem Stellplatz gefrühstückt – mit einem herrlichen Blick auf das Meer. Danach machten wir uns mit dem Camper auf den Weg nach Valencia, in der Hoffnung, dort einen passenden Parkplatz zu finden.
    Im Vorfeld hieß es, es gäbe zwei Tiefgaragen mit einer Durchfahrtshöhe von bis zu 3,10 Metern, was sich grundsätzlich auch bestätigte. Allerdings waren die Warteschlangen so lang, dass schließlich eine der Garagen gesperrt wurde, bevor wir überhaupt hineinfahren konnten. Also kurvten wir weiter durch Valencia und suchten nach einer Alternative.
    Zwischendurch ließ ich Daniela kurz raus, damit sie sich mit Stephanie treffen konnte, mit der wir verabredet waren. Ich selbst fuhr noch gut eine halbe Stunde weiter, bis ich schließlich einen Stellplatz fand. Und das ausgerechnet direkt in der City – genau in der besagten Tiefgarage, die etwa eine Stunde später plötzlich wieder frei war. Ich konnte es kaum glauben, aber tatsächlich durfte man dort mit einem Camper bis zu 3,10 Meter Höhe einfahren.
    So standen wir schließlich direkt unter der Markthalle, die auch gleichzeitig unser Treffpunkt mit Stephanie war. Dort angekommen, holte ich mir noch schnell ein kleines Frühstück, und anschließend konnten wir gemeinsam eine Stadtführung genießen.

    Nachdem wir uns von Stefanie verabschiedet hatten, sind Daniela und ich zu einem Spezialitätengeschäft für Schokolade gegangen, das besonders für seine heiße Trinkschokolade bekannt ist – inklusive flüssiger Schokolade. Dort bestellten wir eine dicke, intensive Schokolade mit Churros. Zusätzlich bekamen wir ein Probierset mit vier verschiedenen Schokoladensorten, von weißer Schokolade bis hin zu sehr feiner Zartbitterschokolade. Ein echtes Highlight.
    Anschließend schlenderten wir weiter durch die wunderschönen Gassen der Stadt zur Kathedrale. Diese haben wir uns allerdings nur von außen angeschaut, bevor wir entschieden, uns weiter durch die Stadt in Richtung des südlich gelegenen Bahnhofs vorzuarbeiten. Der Hauptbahnhof von Valencia heißt kurioserweise „Nordbahnhof“ – benannt nach einer Firma namens „Norte“, wie genau sie heißt, wissen wir allerdings auch nicht mehr.
    Von dort aus ging es weiter zurück zur Markthalle und damit langsam in Richtung unseres Campers. Auf dem Weg dorthin erkundeten wir noch einige kleine Gassen und entdeckten ein Retro- und Vintagegeschäft, in dem wir spontan noch ein wenig shoppen waren.
    Schließlich holten wir unseren Camper aus der Tiefgarage, wo er ganze 4,5 Stunden direkt im Zentrum von Valencia gestanden hatte. Dafür bezahlten wir rund 17 Euro, was wir völlig in Ordnung fanden.
    Danach fuhren wir weiter zu unserem altbekannten Stellplatz. Zuvor hatten wir noch zwei andere Plätze ausprobiert, die uns jedoch nicht so gut gefallen haben, sodass wir uns schließlich wieder gegenüber vom Hafen hinstellten. Dort gab es noch eine Kleinigkeit zu essen, wir machten es uns gemütlich, schauten einen Weihnachtsfilm – und schliefen schließlich zufrieden ein.

    Tag 2
    Ole startete früh in den Tag und nahm sich eine anspruchsvolle Gravel-Tour vor. Die Strecke führte über unbefestigte Wege, steinige Passagen und einige fordernde Anstiege. An einer Stelle musste er sogar durch Wasser fahren. Die Berge, die Ausblicke und das Fahren durch Orangenplantagen machten die Tour zu einem Highlight.

    Ich habe währenddessen das Sightseeing vom Vortag fortgesetzt. Ich bin durch die Stadt geschlendert, habe ein paar Läden ausprobiert und kleine Einkäufe gemacht. Zwischendurch gab es Tapas, Tortilla und ein paar andere lokale Spezialitäten – ein entspannter Kontrast zu Oles sportlichem Programm. So hatten wir beide unsere eigene Art, Valencia weiter zu entdecken.

    Tag 3
    Am nächsten Morgen sind wir gemeinsam mit unserer Freundin Steph Fahrrad gefahren. Sie lebt in Valencia, arbeitet dort als Stadtführerin und kennt die Gegend sehr gut. Während wir unterwegs waren, hat sie uns viel über die Region erzählt. Unsere Route führte um die Albufera, einen See südlich der Stadt, der als wichtiger Stausee zur Bewässerung der Reisfelder genutzt wird. Zwischen Wasser, Feldern und kleinen Wegen bekamen wir einen Eindruck davon, wie eng Natur und Stadt hier zusammengehören.

    Am Abend haben wir gemeinsam mit Steph und zwei ihrer Freund*innen Heiligabend gefeiert. Ein kleines, warmes Fest im Freundeskreis, bevor wir am nächsten Tag weiter Richtung Süden gefahren sind – mit schönen Erinnerungen an Valencia und das Gefühl, die Stadt ein Stück besser verstanden zu haben.
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