• On the road…

    December 27, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 1 °C

    Heute Morgen öffnen sich unsere Augen um 7:30 Uhr. Es ist spät geworden gestern Abend, unsere Freunde haben uns mit einem Drei-Gänge-Sternemenü verwöhnt, dieser besondere Nachklang hängt noch im Raum. Müde sind wir, ja, aber zufrieden. Während ich noch daliege, freue ich mich leise auf meinen Plan. Dazu später mehr.

    Langsam werden auch unsere Freunde wach. Es gibt Kaffee, Matcha Latte, ein paar ruhige Gespräche. Dann verabschieden wir uns, packen die letzten Dinge zusammen. Das Gröbste war schon erledigt, bevor der Besuch gestern kam, ein kleines Geschenk an unser heutiges Ich. Gegen 11 Uhr sitzen wir im Auto. Fast zumindest. Denn natürlich fehlt noch etwas: Ich habe Sven eine andere Jacke eingepackt, Portemonnaie und Geld stecken aber in der anderen. Also ein kurzer Umweg, schnell Milch beim Rewe geholt, noch einmal nach Hause und dann wirklich los.

    Der grobe Plan führt uns Richtung Italien. Mehr braucht es im Moment nicht. Wir lassen alles offen, entscheiden von Tag zu Tag. Nur die Richtung ist klar. Der Rückweg soll uns später über Liechtenstein und Köln führen, dort warten Freunde auf ein wiedersehen.

    Im Auto haben wir alles dabei, was man brauchen könnte - Skier, Badesachen. Nichts dem Zufall überlassen.

    Da Sven gerne Auto fährt und dabei entspannt, er aber auch ein schlechter Beifahrer wäre, fällt das fahren für mich aus. Also ziehe ich nach hinten und mache es mir gemütlich.
    Dann kommt mein kleiner Plan ins Spiel, den Sven gestern liebevoll vorbereitet hat. Das Bett kann zu einer Art Couch umgebaut werden und dazu ist der Fernseher so fixiert, dass auch während der Fahrt geschaut werden kann.
    Jetzt geht es los. 😊 Grinch schauen.
    Einmal im Jahr muss das sein. Vor und um Weihnachten habe ich es nicht geschafft. Also darf ich jetzt. 🙏🏻

    Nachdem Film wandere ich wieder nach vorn, versorge ihn mit Mandarinen und schwärme über die „Couch“ hinten. Happy wife, happy life sagt er 🥰

    Ich schaue nach draußen. Die Menschen fahren hektisch, schnell, ungeduldig. Das Navi bestätigt den Eindruck, die Verzögerungen werden mehr, Kilometer für Kilometer.

    Kurz vor München entscheiden wir uns spontan abzufahren. Plötzlich stehen wir an einem Acker, direkt neben einem stillen, wunderschönen Wald. Die Boden ist vereist, trägt ein feinen weißen Schleier. Das Bild erinnert mich an den Morgen zu Hause, wo die Bäume mit einem weißen Jäckchen bedeckt waren - ruhig, klar, beinahe zeitlos. Es ist einer dieser Momente, in denen alles kurz innehält.

    Am Abend hat mein Liebster Lust auf Thunfischnudeln. Also koche ich, wir essen gemeinsam, sprechen wenig und sind einfach da. Danach machen wir es uns gemütlich. Urlaub ist da, wo wir sind. Der Weg ist das Ziel….
    Heute fühlen sich diese Sätze nicht wie Floskeln an, sondern wie Wahrheit.

    Ich freue mich auf ein paar wunderschöne Tage.
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