• Mit wilden Haien im Ozean

    December 24, 2024 in the United States ⋅ ⛅ 21 °C

    Um 4:45 Uhr klingelt unser Wecker. Wegen des Jetlags sind wir aber schon recht wach.
    Spätestens um 5:30 Uhr müssen wir los, damit wir rechtzeitig in Jupiter ankommen. Ein Traum, den ich seit ein paar Jahren habe (danke, liebes National Geographic😅), könnte sich heute endlich erfüllen: Ich werde ohne Käfig mit wilden Haien schnorcheln. Tauchen wäre natürlich die nächste Stufe auf meiner To-do-Liste, aber ohne Tauchschein und wegen meiner Trommelfellprobleme ist das aktuell leider nicht drin.

    Pünktlich um 7:30 Uhr sind wir am Treffpunkt. Dort warten bereits ein Schwede und sein Sohn auf die Veranstalter. Nach kurzer Zeit unterschreiben wir die obligatorische Verzichtserklärung, in der wir versichern, bei abgebissenen Körperteilen niemanden zu verklagen. Dann steigen wir aufs Boot, das uns in etwa 30 Minuten aufs offene Meer bringt.

    Das Meer ist heute ziemlich unruhig, und die Wellen sind entsprechend groß. Zum Glück hat mein Magen die Fahrt gut überstanden – das Schaukeln, wenn das Boot steht, ist allerdings viel schlimmer. Unsere Guide, eine sehr motivierte Frau, springt ins Wasser und lockt mit Fischhäppchen und Geplantsche die Haie an.

    Nachdem ich Schnorchel und Flossen angelegt habe, wage ich als Erste den Sprung ins Wasser. Es ist überraschend warm: mit 25 Grad sogar wärmer als die Luft. Ich halte Ausschau nach den Haien und bin völlig überwältigt, als plötzlich ein Schwarm Bullhaie direkt vor und unter mir schwimmt. Wunderschöne, faszinierende Kreaturen!

    Ihr Verhalten ist so neugierig und spannend, dass ich die Zeit völlig vergesse. Doch plötzlich erschrecke ich: Einer der Haie schwimmt direkt unter mir hindurch. Ich hätte ihnen stundenlang zuschauen können, aber irgendwann zittere ich vor Kälte am ganzen Körper, und das geschluckte Salzwasser macht mir zunehmend zu schaffen. Mir wird schlecht, und ich muss schnell zurück aufs Boot – gar nicht so einfach, wenn das Boot bei Wellengang hin- und herschwankt.

    Auch dem Sohn des Schweden ist übel – er „füttert die Fische“. Der Vater hat weniger Glück: Eine Qualle trifft ihn mitten ins Gesicht.
    Rund um uns schwammen dauernd kleine Quallen, die eigentlich ganz niedlich aussehen. Mich selbst liess ein hartnäckiger Krebs nicht in Ruhe, der mir ständig vor den Kopf schwamm und versucht hat, mich zu kneifen.
    Auf dem Rückweg, während ich in die Ferne schaue und alles Revue passieren lief was ich gerade erlebt habe, laufen mir Freudentränen über die Wangen. Ein unvergessliches Erlebnis!

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    Nach unserem Brunch bei Panda Express – mit meinem geliebten Orange Chicken – geht es weiter. Wir machen einen kurzen Stopp bei Walmart und später noch bei einer Brauerei, um unsere Breakfast Kekse und ein paar Biere zu kaufen.

    Auf der Rückfahrt entdecke ich plötzlich am Autobahnrand etwas, das meine Aufmerksamkeit weckt. Die ganze Zeit überlege ich: „Ist das wirklich ein...?“ Und dann sehe ich es deutlich: „Ja, es ist ein Krokodil!“ 😄 Fast so, als würde es sich bestätigen wollen, steht es plötzlich auf und zeigt sich in voller Pracht. Natürlich mache ich mir sofort Sorgen, dass ihm dort etwas passieren könnte.

    Da die Zeit knapp wurde, lassen wir das Shoppen im Outlet sein und fahren direkt zum Hotel in Cocoa Beach.
    Ich hatte gehofft, dass wir noch etwas Zeit hätten, um am Strand zu liegen und baden zu gehen, da es unterwegs so warm war. Doch beim Aussteigen bemerke ich, dass es hier viel kühler ist, und das Baden ist heute aufgrund gefährlicher Strömungen sowieso verboten. Schade...
    Nach dem Einchecken gehen wir zu unserem Hotelzimmer, das jedoch bereits von vier Personen belegt war. Also zurück zur Rezeption, wo die wenig motivierte Mitarbeiterin nur ein knappes „Oh...“ von sich gab und uns ein anderes, tatsächlich freies Zimmer zuweisst.
    Auf unsere Kanutour, bei der wir eigentlich biolumineszierende Quallen – also selbstleuchtende Quallen – sehen sollten, freuen wir uns aufgrund der Kälte und des starken Windes nur mässig. 😅
    Nachdem der Startort zweimal geändert wurde, kommen wir schließlich um 19:15 Uhr beim Banana River an und erhalten eine kurze Einweisung, bevor wir lospaddeln.
    Leider haben wir keine Quallen gesehen – schade. Dafür machte das Kanufahren an sich Spaß, und wir entdeckten springende „Mullet Fish“, was das Erlebnis ein wenig auflockerte.
    Als wir fertig waren, hatten die meisten Restaurants bereits geschlossen. Also ging es zurück ins Hotel, wo wir erneut zur Rezeption mussten, weil unsere Türkarten nicht funktionierten.
    Am Ende isst Jänu noch seine Frühstückskekse und dann gehen wir ins Bett
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