Alligatoren und Böseblick-Schweine
December 25, 2024 in the United States ⋅ ☁️ 16 °C
Der Wecker im Hotelzimmer (welcher wir definitiv nicht gestellt haben) fängt um 6:00 Uhr an zu klingeln. Toll... Ich schalte das Ding ab, aber nach 15 Minuten dasselbe Spiel. Genervt schalte ich es endgültig aus.
Wir stehen auf, frühstücken und fahren etwa 1,5 Stunden zu dem Ort, an dem unsere Wanderung beginnt. Es ist eine wunderschöne Wanderung, die uns wie in einen Urwald versetzt. Überall wimmelt es von Tieren. Alligatoren, verschiedenste Vogelarten, Eichhörnchen alle paar Meter – und Schweine. Ja, richtig gelesen, Schweine!
Plötzlich stehen wir vor einer Gruppe schwarzbrauner Schweine, die mitten auf dem Weg stehen. Wir wissen nicht genau, wie gefährlich es ist, einfach hindurchzulaufen. Schliesslich traut sich Jänu zuerst. Abgesehen von ein paar bösen Blicken der Schweine passiert ihm nichts. Also fasse ich meinen Mut zusammen und gehe ebenfalls hindurch. 😄
Da wir ständig etwas zum Fotografieren finden, dauert die Wanderung am Ende 4 Stunden und 45 Minuten – statt der geplanten 2 Stunden. 😅
Anschliessend fahren wir zu unserem nächsten Hotel im Westen Floridas und geniessen unsere Walmart-Apfelschnitze als kleine Stärkung.
Wir kommen in einem wunderschönen Hotel am Silver River an, das einem ausgewanderten Schweizer gehört. Es ist superschön und eine perfekte Mischung aus modern und heimelig.
Nach einer erfrischenden Dusche suchen wir im Internet nach Restaurants, die heute geöffnet haben. Ein Restaurant in der Nähe lassen wir aussen vor, da die Portionen auf den Bildern sehr klein aussehen – und Jänu richtig grossen Hunger hat. Das nächste Restaurant "Red Lobster", dessen Fotos super aussehen, ist allerdings 40 Minuten entfernt. Wir entscheiden uns trotzdem dafür und reservieren dort. (Sogar McDonald’s und andere Fast-Food-Ketten haben heute geschlossen...)
Ich freue mich schon riesig auf das Essen, da ich richtig hungrig bin. Doch beim Betreten des Restaurants überkommt mich sofort ein schlechtes Gewissen. Direkt am Eingang steht ein Aquarium mit lebenden Lobstern, die die Gäste selbst auswählen können. Während wir auf unseren Tisch warten, schaut uns einer der Lobster mit abgeklebten Scheren an – als würde er um Hilfe flehen. Lobster werde ich hier definitiv nicht essen.
Am Tisch bestellen wir bei einem unmotivierten Kellner – er versucht zwar motiviert zu wirken, aber es bleibt eben beim Versuch – einen „Session Colada“ mit Erdbeeren und einen Shrimpscocktail. Alle fünf Minuten kommt er an unseren Tisch und erklärt, dass er bei der Bar und in der Küche nachfragen werde, ob unsere Bestellung bald fertig sei
Als er schließlich die Hauptspeise bringt, fragt er direkt, ob wir Dessert möchten, und meint, falls nicht, bringe er gleich die Rechnung.
Die Vorspeise und der Drink sind ganz okay, aber die Hauptspeise – Shrimps Alfredo – ist enttäuschend. Ich versuche, wenigstens die Spaghetti ohne Sauce zu essen, aber nach ein paar Gabeln geht nichts mehr. Ich versuche zumindest die Shrimps zu essen.
Enttäuscht fahren wir die 40 Minuten zurück zum Hotel. Dort entdecken wir überraschend einen Papiersack mit zwei süßen Gebäckstücken vor unserer Zimmertür – ein Geschenk des Hotelbesitzers zu Weihnachten! :) Ich freue mich riesig darüber 🥰, beschließe aber, das Gebäck erst morgen zu essen, da mir wegen des Restaurantbesuchs übel ist.
In der Nacht rebelliert mein Magen endgültig, und ich werde die Mahlzeit vom Restaurant wieder los. Mein Körper fand das Essen wohl auch nicht so toll.Read more













