Manuelita

Job gekündigt, Wohnung unervermietet, bereit um Südamerika zu entdecken. Die nächsten 6 Monate ist unser Rucksack unser zu Hause. Hasta luego!
Living in: Zürich, Schweiz
  • Day198

    Punta Cana - Strand & Adios

    May 23 in Dominican Republic ⋅ ⛅ 28 °C

    Mal wieder etwas ganz neues! Da unser Minibus von Bayahibe nach La Romana (Umsteigeort für Punta Cana) keinen Kofferraum und auch kein Gepäckdach hat, werden unsere Rucksäcke auf einem Sitz transportiert. Und jetzt kommt's: Wir müssen nun für 3 Plätze bezahlen! Wir können nur lachen und für die Sfr 1.20 lohnt es sich ja auch nicht zu diskutieren, es geht mehr ums Prinzip...
    In Punta Cana angekommen werden wir (ohne Aufpreis) fast bei unserer Unterkunft rausgelassen. Als wir davor stehen, fragen wir uns, ob wir richtig sind. Leider ja! Also halbwegs. Wir sind mitten in einer Electro Music Party gelandet und das um 13 Uhr nachmittags! Immerhin lässt uns der Türsteher ohne lange diskutieren rein, doch wir sind irgendwie völlig fehl am Platz. Zwei weisse, verhängte Rucksacktouristen inmitten schwarzen aufgestylten, tanzenden Menschen. Wir stellen die Rucksäcke ab und Dani macht sich auf die Suche nach einem Mitarbeiter, denn eine Rezeption ist nicht zu sehen. Dieser bringt uns aus der Freiluftdisco raus und deponiert uns in einem Haus/Hotel in der zweiten Strandreihe. Hier hat es eine Rezeption mit einem freundlichen Rezeptionisten, das ist doch schon mal gut. Er könne uns ein schönes Zimmer anbieten im 3. Stock mit Sicht direkts aufs Meer für 55 US$ pro Nacht. Aber um Himmels willen, wir haben ja schon eine Reservation und brauchen nicht noch ein zweites Hotel! Wir gehen also wieder in die Disco und fragen den Mitarbeiter was das ganze soll... Irgendwann geht's dann und wir erhalten das Zimmer, welches wir reserviert haben. Leider nicht direkt am Strand sondern im hinteren Gebäude, dafür sind wir von der Musik geschützt. Immerhin wird uns für den nächsten Morgen für die Umstände ein kostenloses Frühstück angeboten.

    Wir spazieren den Strand auf und ab. Jenste Strandverkäufer haben etwas im Angebot für uns... Ausflüge, Souvenirs, Marihuana, Drogen... doch einer hat ein spezielles Angebot, er möchte nichts verkaufen. Er möchte uns nur das Hotel zeigen, falls wir wieder einmal nach Punta Cana zurückkehren. Dafür erhalten wir Hotel Souvenirs und er erhält eine Komission um seine Universität zu bezahlen, wenn er Leute bringt. Ja wieso auch nicht denke ich (und Dani muss einfach mitkommen). Wir werden in eine Art Bar gebracht, erhalten zuerst einmal einen kostenlosen Drink und hinterlassen Name und E-Mailadresse. Dann werden wir an einen anderen Mitarbeiter übergeben. Ein lässiger, gesprächiger Typ. Wir reden über unsere Reise, wie lange wir schon hier sind etc. bis unsere Drinks leer sind. Er stellt uns folgende Frage: "Wenn ich euch etwas zeige, wo ihr mehr Reisen könnt und dazu noch Geld sparen könnt, würdet ihr mitmachen?" Ich frage mehrmals nach, wie er das genau meint, bis er wohl seine Geduld verliert und meint es bringe nichts, wenn ich ihn nicht verstehe. Er verabschiedet uns ziemlich abrupt und das wärs dann gewesen, nichts mit Rundgang und nichts mit Hotelsouvenir. Und einmal mehr, ich muss aufhören, den Leuten hier zu glauben!

    Tag 2: Wir staunen nicht schlecht als beim Frühstücken einer dieser Hotelbesichtigungs-Typen auf uns zukommt und meint der Chef habe ihn darum gebeten, uns zu fragen ob wir heute nochmals Zeit für die Besichtigung hätten. Woher dieser Sinneswandel...? Gestern war die Promotion (ah interessant, jetzt spricht man plötzlich nicht mehr von Besichtigung) eben schon vorbei und der Chef musste gehen blablabla... wir danken für das Angebot und lehnen ab, irgendwann hat es auch bei mir Grenzen!
    Den Tag verbringen wir beim Faulenzen, Lesen und bädele am Strand. Der Sand ist wirklich schön und das Meer leuchtet türkis. Nach mindestens fünfmal nachfragen können wir auch ins Zimmer im vorderen Gebäude wechseln. Es klappte jedoch erst, als ich ihnen auf der Booking App zeigte, dass sie noch freie Zimmer haben. Chaotischer Verein das. Bald bereuen wir den Zimmerwechsel. Wir dachten eigentlich, Party sei jeden Sonntag. Doch die ohrenbetäubende Musik bis morgens um 4 Uhr drönt direkt in unser Zimmer. Schlafen ist unter diesen Umständen sehr schwierig. Aber zum Glück müssen wir am nächsten Tag nichts tun ausser am Strand liegen:-)

    Tag 3&4 verlaufen relativ ereignislos. Zum Glück keine Electro Partys mehr! Wir liegen fast den ganzen Tag im Liegestuhl, beschäftigen uns mit Buch lesen, essen ab und zu einen Happen, trinken einen leckeren Ananas Saft und erfrischen uns im Wasser. Einmal kommt etwas Aufregung auf. Unser Liegestuhl Nachbar und der Kellner haben eine kleine Diskussion, verstehen sich jedoch sprachlich bedingt nicht. Ich biete mich als Übersetzerin an. Der dunkelhäutige Gast erklärt mir, dass der Name auf der Rechnung falsch sei, so heisse er nicht. Der Kellner erwidert, dass er immer einen Fantasiename auswählt, wie bei uns z.B Gringos. Der Gast insistiert, dass er erst bezahlt, wenn der Name geändert wird. Ich frage, wass dan für ein Name draufsteht und kann das Problem nun nachvollziehen: es steht "nigga" (=Neger). Ein zweiter Kellner kommt hinzu und wirft die Hände vors Gesicht, er hat das Problem wohl ebenfalls verstanden. Nur der 1. Kellner bleibt ahnungslos, bis ich ihm erkläre, dass diese Bezeichnung (Kellner ist Venezuelaner) als Beleidigung aufgenommen werden kann. Der arme Kellner wusste dies schlicht und einfach nicht und entschuldigt sich herzlich. Alle sind wieder lieb miteinander und ich kann erleichtert weiterlesen:-).
    Dani findet erneut einen Schatz beim Schnorcheln (nachdem er am Vortag bereits eine grosse Muschel gefunden hat) - eine Mini-Flaschenpost! Leider war der Versender nicht so klever, Wasser ist durch den Kork gedrungen und das Blatt kann nicht mal mehr aufgefaltet werden. Wie weit die Flasche wohl gereist ist? Vermutlich vom Nachbarhotel ins Wasser und wieder raus:-).
    Für unseren letzten Abend in der Ferne haben wir ein besonderes Abendessen organisiert - respektiv ein Restaurant hat uns dies angeboten. Sieht selber in den Fotos😀

    Tag 5 und somit auch der letzte Tag verbringen wir - total überraschend - am Strand:-) Nun ist 16 Uhr, die Rücksäcke sind gepackt und in einer Stunde holt uns das Taxi ab... Um 19 Uhr fliegt unsere Edelweiss ab und bringt uns direkt nach Zürich🇨🇭 Wie freuen uns sehr, bis bald!😃
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  • Day193

    Bayahibe - klein aber naja

    May 18 in Dominican Republic ⋅ ⛅ 30 °C

    Kaum mit dem Taxi am Busbahnhof angekommen, fährt der Bus auch schon los. Für Unterhaltung ist gesorgt. Ein Venezuelaner hält zuerst eine Ansprache, nimmt danach sein Mikrofon inkl. Lautsprecher und performt zwei Songs für die Passagiere. Hier merkt man den Unterschied zu den vorgängigen Länder, das karibische Temperament kommt bei den Einheimischen auf, alle klatschen und singen mit, wenn ihr Einsatz ansteht.
    In Bayahibe angekommen, erhalten wir unser Zimmer, wobei wir wenige Minuten später informiert werden, dass dies doch nicht unser Zimmer sei und wir das Gepäck wieder rausnehmen sollen. Als dann die Besitzerin kommt, teilt diese uns mit, dass sie überbucht sind und wir für die erste Nacht ausquartiert werden. Das sind ja tolle Nachrichten. In der Schweiz würde man nun ein mindestens gleichwertiges Hotel erhalten, hier ist das wohl umgekehrt. Immerhin erhalten wir einen kleinen Rabatt, doch der Frust über die Art und Weise ist trotzdem da.
    Bayahibe ist ein kleines Dorf direkt am Meer. Zweimal am Tag wimmelt es hier von Menschen, nämlich dann wenn die Touribusse von Punta Cana ankommen um die Insel Saona zu besuchen und wenn sie wieder abreisen. Die Insel sei wunderschön, heisst es und so schliessen wir uns ebenfalls einer Tour an. Unser Verkäufer kann gut überzeugen doch im Nachhinein stellt sich heraus, dass er güt lügen kann (Input von Dani: ich han nüt anders erwartet). Anstatt 15 Personen auf dem Boot sind wir 45, anstatt Privatstrand auf der Insel teilen wir diesen mit diversen anderen Gruppen, anstatt Fotos mit Seesternen zu machen, können wir diese nur vom Boot aus im welligen Wasser beobachten.. ich könnte noch einiges mehr aufzählen. Ich bin überzeugt, es gibt ganz tolle Einheimische hier aber nach diesen Erfahrungen kann ich die Geschichten der Schweizer Auswanderer nun ziemlicht gut nachvollziehen. Mit dem Katamaran, ohrenbetäubender Musik und Free Drinks fahren wir zurück. Zum Glück ist nebst all den Punta Cana Touristen noch ein belgisches, gleichgesinntes Pärchen auf der Tour, sagt man doch geteiltes Leid ist halbes Leid. Was man trotz allem sagen muss, die Insel wäre wunderschön! Schneeweisser Sand, Palmen und türkisfarbenes Wasser, ein Traum.
    Der zweite Tag verbringen wir am Ort selber an einem kleinen Strändchen. Auch hier ist das Wasser unglaublich schön und klar. Dani entdeckt beim Schnorcheln überraschenderweise Seesterne und kann Fotos mit ihnen machen - immerhin ein kleiner Trost nach dem enttäuschenden Ausflug gestern.
    Das Wetter meint es gut mit uns und die feinen leckeren Fruchtsäfte sind ebenfalls eine Wohltat für unser Gemüt. Ob Ananas, Piña Colada, Mango oder Passionsfrucht, sie sind einfach lecker!
    Zu meiner grossen Freude habe ich am Morgen entdeckt, dass wir in unserem Zimmer einen Fernseher haben, welcher den Eurovision Songcontest überträgt. Gerade rechtzeitig, um mit Luca Hänni mitzufiebern, haben wir es zurück ins Hostel geschafft😀.
    Nun geht es weiter zu unserem allerletzten Stopp, Punta Cana. Ich freue mich auf 4 Tage Strand währenddem Dani Angst hat, zu verlangweilen.. also falls jemand noch eine Aufgabe oder eine Vorschlag für ihn hat, bitte melden!😂
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  • Day191

    Santo Domingo - Karibik & Jassen

    May 16 in Dominican Republic ⋅ ⛅ 30 °C

    Wenn der Flug um 6h15 geht und man um 4h45 am Flughafen ist, das Web Check In bereits erledigt, könnte man eigentlich davon ausgehen, man habe mehr als genügend Zeit inkl. gemütlichem zmörgele. Doch die endlose Schlange bei der Gepäckabgabe und die vielen Leute bei der Passkontrolle provozieren einen Wettlauf gegen die Zeit. Um 6 Uhr wird das Boarding geschlossen. 5h50 haben wir die Security Kontrolle passiert, Zeitangabe zu unserem Gate: 8 Minuten. So joggen wir durch den halben Flughafen und erreichen 4 Minuten später ausser Atem unser Gate. Doch nicht nur wir sind spät dran, auch Wingo Air ist nicht pünktlich. Immerhin haben wir noch genügend Zeit, das WC aufzusuchen und ein Getränk aus dem Automat zu lassen.
    Die Domininanische Republik empfängt uns mit viel Wärme und Sonnenschein. Unser Hostel wird von einem Schweizer Auswanderer betrieben. Überall sind kleine Schweizer Details angebracht, die etwas Heimatfeeling aufkommen lassen.
    Santo Domingo gefällt uns gut. Los Tres Ojos (Die drei Augen) stehen auf dem Pflichtprogramm. 4 Seen schimmern in glitzerndem blau in den offenen Höhlen. Wir sehen Fische, kleine Echsen und sogar ein Marder ähnliches Tierchen. Wir sind froh, dass wir unseren praktisch menschenleeren Durchgang bereits beendet haben, als die grossen Touri Busse aus Punta Cana ankommen.

    Die Dom.Rep ist bekannt für Bernstein und eines der wenigen Länder, wo sogar Insekten im versteinerten Harz zu finden sind. Grund ist, dass der Wachs, welcher vor Millionen Jahren hier aus dem Bäumen gelaufen ist, so heiss war, dass er alles am Baum gleich mitgerissen hat. Heutzutage wird das in mittlerweile Steine konvertierte Harz in Minen an verschiedenen Orten im Land ausgegraben. Im Museum erhalten wir eine tolle Führung und zu unserer grossen Überraschung von einer Dominikanerin, die praktisch perfekt Deutsch spricht. Sie zeigt uns auch, wie wir echten von falschen Bernstein unterscheiden können. Schwimmt er im Salz- oder Mineralwasser oben auf, ist er echt. Der Test gelingt natürlich nur, wenn kein Metall etc. dran ist. So habe ich am Ende des Tages neue Ohrringe und Dani einen Insektenstein😁.
    Die Altstadt ist sehr schön, geprägt von gepflegten kolonialen Gebäuden und Erinnerungen an Christoph Kolumbus, welcher den Ort 1492 entdeckte. Wir schlendern durch die mit Kopfstein gepflasterten Strassen und entdecken die Aufschrift "Fabrica de Tabaca". Wir betreten den Verkaufsladen und werden informiert, dass die Fabrik zwei Gebäude nebenan im 3. Stock ist. Etwas verloren schleichen wir herum, gucken in die Räume bis irgendwann ein Mitarbeiter mit uns zu schwatzen beginnt und uns die verschiedenen Tätigkeiten der Herstellung der Caoba Zigarren zeigt. Total cool, eine Führung ganz privat und ohne einen Preis bezahlen zu müssen.
    Mein Highlight ist aber ganz etwas anderes und zwar endlich wieder einmal Jassen! Am Dienstag Nachmittag treffen sich die ausgewanderten Schweizer Senioren jeweils in unserer Unterkunft und veranstalten einen Jass Nachmittag. In der ersten Runde muss ich Trumpf ansagen und habe nichts und so sieht auch der Punktestand danach aus. Zum Glück ist mir mein Partner Hans nicht böse, aber ob jetzt alle denken ich kann's nicht wirklich? In den weiteren Runden harmonieren unsere Karten jedoch hervorragend und wir gewinnen ein Spiel nach dem andern und so kann ich das Abendessen ohne Niederlage geniessen. Bei Ghackets&Hörnli mit Öpfelmuess (yammi) hat jeder einige Story's zu erzählen. Die einen sind mit einer viel jüngeren Dominikanerin verheiratet, andere gehen lieber mit Haitianerinen aus, da sie nie eine Domi anlangen würden weil diese danach gleich mit Sack und Pack vor der Haustüre stehen und heiraten möchten. Wir lernen über die korrupte Polizei und wie nervenauftreibend es ist, eine Wohnung inkl. Dachterrasse umzubauen mit unzuverlässigen und nicht mitdenkenden "Domis". Als Beat vernommen hat, dass Dani sich im Metallbau auskennt, fragt er ihn, ob wir am nächsten Tag mal vorbeikommen können, er brauche Rat wegen einem Segeldach. Und so holt er uns am nächsten Tag ab und zeigt uns die ganze Baustelle. Mittlerweile arbeiten Haitianer unter der Leitung eines Peruaners auf der Baustelle, mit den Domis hatte er keine Nerven mehr. Dass ständig Dinge kaputt gehen und verschwinden, sei Alltag. Der Teppich, welcher hinter der Gittertüre lag wurde vom "Hauspenner" entwendet. Als er ihn darauf ansprach, meinte er es tut ihm Leid und wenn er ihm ein bisschen Geld gebe, könne er ihn gerne zurückkaufen.
    Dani und ich sind uns einig, wir hätten definitiv nicht die Nerven, hier zu leben:-). Aber die Stadt als Touristen zu besuchen, hat sich auf jeden Fall gelohnt!
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  • Day187

    Bogota - Ein Tag Hauptstadt Kolumbien

    May 12 in Colombia ⋅ 🌧 14 °C

    Am Flughafen in der Abflughalle in Pasto kommt ein etwas verhängter Traveler auf uns zu und beginnt auf Englisch zu erzählen, nach 5 Monaten gehe er nun back to Switzerland. Überrascht, dass er aus dem selben Land kommt, wechseln wir auf Schweizerdeutsch. Im Flugzeug setzt er sich neben uns und erzählt uns von seinem rohen Schaf-Fleisch resp. den Innereien, die er gerade gekauft hat, um sie dann später roh als Snack zu essen. Am Flughafen seien plötzlich etwa 10 Polizisten um sein Gepäck gestanden, da Blut rausgelaufen ist. Es hat sie dann aber nicht weiter interessiert und unser neuer Kollege ist erleichtert, dass er dies nun bald trinken kann (zum Glück nicht im Flugzeug). So vergeht der Flug wie im Nu und wir sind bereits bei der Gepäckausgabe. Dani und mein Gepäck kommen, seins fehlt noch. Irgendwann verabschieden wir uns, leider ohne zu Wissen, ob sein wohl nicht ganz standardgemässes Gepäckstück angekommen ist.
    In Bogota haben wir nur einen Tag Zeit, um die Stadt zu entdecken. Mit Uber fahren wir in die Stadt, den 70 jährigen Billy aus den USA haben wir auch gleich mitgenommen. Das Zügli bringt uns alle drei auf den Monserrate Berg, wo sich eine Sicht über die ganze Stadt eröffnet. Dani's Geduld wird hart auf die Probe gestellt, denn Billy macht noch mehr Fotos als ich und ist auch nicht ganz der Schnellste. Ich mag Billy. Er ist dankbar & herzlich und sieht ein bisschen aus wie Samichlaus in den Sommerferien.
    Trotzdem schaffen wir es, um 14 Uhr am Treffpunkt für die Free Walking Tour zu sein. Unser Guide Hector ist toll! Mit viel Wissen und Humor zeigt er uns seine Stadt. Wir lernen, dass die Flaggen von Venezuela, Ecuador und Kolumbien alle die selben Farbe beinhalten, nämlich Gelb für Edelmetall, Blau für Meer und Rot für Blut. Grund dafür ist, dass früher alles ein Land war - Grand Colombia. In einem Café erhalten wir Chicha, ein fermentiertes Maisgetränk zum degustieren. Traditionel wurde es sehr interessant hergestellt - man versammelte sich, alle kauten Mais und spuckten es dann in den (selben) Topf. Anschliessend wurde es für die Fermentierung ein paar Tage in der Erde begraben, bevor es dann getrunken wurde. Yammi.
    Zurück beim Hostel kaufen wir ein paar Kleinigkeiten im nahen Supermarkt. Ich bezahle mit einer 50'000 Note (ca. CHF 16). Der Verkäufer schaut sie an, studiert sie und meint, sie ist nicht echt. Er ruft seinen Kollegen, welcher dies bestätigt. Ich hole eine zweite Note hervor um zu vergleichen - und tatsächlich, wenn man genau schaut ist es ziemlich gut erkennbar. Von wo kommt denn die? Von der Bank ja kaum... Und da dämmert's uns - eine Note haben wir noch von dem Grenztausch, dort wo uns der Polizist geholfen hat. Vielleicht hat er von nichts gewusst, eher warscheinlicher ist wohl, dass er mit dem Geldwechsler unter einer Decke steckte. Tja, auch blöd von uns, einem Polizisten zu trauen, wir sind schliesslich nicht in der Schweiz.
    Kolumbien hatten wir eigentlich nicht auf der Reiseroute, wir haben jedoch von Bogota einen günstigen Flug gefunden, deshalb sind wir im Eiltempo hierhin gereist. Morgen fliegen wir für das grosse Finale in die warme Karibik - 10 Tage Dominikanische Republik, juhuii
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  • Day185

    Ecuador - einzigartige Tierwelt

    May 10 in Ecuador ⋅ ⛅ 17 °C

    Ecuador hat sich wie in unseren Augen erwartet, praktisch von Ort zu Ort gesteigert. Der Anfang war eher dürfrig doch es kamen lauter Highlights. Die 3.5 Wochen mit Dani's Eltern haben sich auch für uns angefühlt wie Ferien. Wir haben unsere Backpacker Mentalität liegen gelassen und uns unter "normale" Touristen gesellt. Die Ferien waren einfach wirklich grossartig. Über das Wetter, das Programm, die besuchten Orte, es stimmte alles. Es war auch sehr schön, Besuch aus der Heimat zu haben und diese Erlebnisse teilen zu können.
    Von der Kultur haben wir weniger mitbekommen als in anderen Ländern. Einerseits sicher, weil wir weniger Zeit in den höheren Gebieten verbracht haben, wo die Kultur vermutlich ausgeprägter ist. Anderseits, weil wir mit Galapagos und dem Dschungel zwei doch sehr touristische Orte besucht haben.
    Wir fühlten uns auch hier meistens sicher. In Quito war mir zwar schon etwas mulmig zu Mute, als mir eine alte Frau sagte, ich soll meinen Stoffrucksäckli vorne tragen. Als uns Alexandra nach dem gemeinsamen Nachtessen auf keinen Fall 200 Meter vom Hotel entfernt ausstiegen liess, bin ich auch etwas überrascht. Nach 15 Jahren in Quito wird sie wohl wissen warum. Aber zum Glück passierten uns keine unangenehmen Zwischenfälle (ausser meine schöne Jacke die aus dem Rucksack gewandert ist😤) und sogar Lilian's grosse Kamera hat den Aufenthalt gut überstanden.
    Gegessen haben wir nicht schlecht aber auch selten hervorragend (ausser auf dem Kreuzfahrtschiff). Dafür haben wir viele leckere Jugos (Chuugos ausgesprochen = Säfte) getrunken, hauptsächlich Mora (Brombeere) und Maracuja (Passionsfrucht).
    Geld haben wir viel viel viel ausgegeben, hauptsächlich wegen Galapagos. Schon nur der "Eintritt" kostete 100$ pro Person. Die 8-tägige Kreuzfahrt hat uns weitere 2500$ aus der Tasche geraubt. Auch Taxis, Hotels, Restaurants, Busse & Touren kosteten ein Vielfaches verglichen zu den Festland Preisen. Ich schätze, dass wir in Ecuador mindestens so viel Geld ausgegeben haben wie für Bolivien, Peru und Chile zusammen. Aber eben, auf Galapagos geht man (höchstwarscheinlich) nur einmal im Leben und dann möchte man es auch richtig geniessen.
    Die Busfahrten hier funktionieren etwas anders als bisher. Vorverkauf existiert praktisch nicht und so geht man einfach zur gewünschten Zeit ans Busterminal und schaut, wann der nächste Bus fährt. WC's sind oft keine im Bus und bei den angegebenen Zeiten sollte man am besten nochmals einen Drittel dazuzählen. Klimaanlagen gibt es zu unserer Freude keine, so mussten wir wenigstens nicht so frieren. Fliegende Händler steigen ein und aus, man muss weder hungern noch durstig bleiben.
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  • Day185

    Abschied & Weiterreise

    May 10 in Ecuador ⋅ ⛅ 15 °C

    Die Ferien sind vorbei, Lilian und Marc müssen die Koffer packen. Ich habe grosses Glück und es hat genügend freien Platz für all meine Einkäufe. Als Abschieds-Mitagessen gibt's Fisch und einen leckeren Brombeersaft im Markt. Mit einer dicken Umarmung verabschieden wir die beiden.
    Für uns geht das Abenteuer noch ein bisschen weiter, zuerst mit einem mühsamen Teil. Wir haben drei Tage Zeit, um in Bogota, Kolumbiens Hauptstadt, anzukommen. Mit dem Taxi fahren wir zum Busbahnhof, von dort 5 Stunden Bus bis nach Tulcan, wo wir in ein Taxi wechseln bis an die Grenze. Hier wimmelt es von Leuten, ganze Familien haben es sich mit ihren Koffern auf dem Boden bequem gemacht. Es scheint, als wären sie schon seit Stunden oder Tagen hier. Vermutlich viele Venezuelaner auf der Durchreise. Wir Touris dürfen die Schlange überholen und keine 10 Minuten später ist unser Pass für die Ausreise Ecuadors gestempelt. Zu Fuss geht es weiter über die internationale Brücke, dort müssen wir ca. 30 Minuten warten bevor auch der Kolumbien Einreisestempel in unserem Pass verewigt ist. Wir fragen einen Polizisten, wo wir am besten ein Taxi nehmen. Als Freund und Helfer gibt er freundlich Auskunft und vermittelt uns direkt noch an einen fliegenden Geldhändler. Gemäss unseren Berechnungen bringt uns der Wechsel von 40$ einen Kursverlust von 6$. Bleibt fraglich, ob der Polizist hier mehr zu unseren oder zu seinen Gunsten gehandelt hat. Mit dem Kollektivtaxi geht's zum Busbahnhof in Ipiales und von dort mit dem Minibus in zwei weiteren Stunden nach Pasto, unserem Tagesziel. Die Fahrt ist sehr nervenaufreibend aber auch spannend. Die Gegenspur nutzt er wie eine Überholspur auf der Autobahn, halt einfach mit Gegenverkehr. Plötzlich erklingt ein Schrei im Bus. Eine schlafende Passagierin wir unsanft aus dem Schlaf gerissen, indem der Fahrer von der Strasse im Eiltempo auf den holprigen Schleichweg abbeugt. Wieder zurück auf der Hauptstrasse gehen die waghalsigen Überholmanöver weiter, ja nicht einmal bei der Ambulanz macht er Halt und zieht mit vollem Tempo an ihr vorbei.
    Um 19 Uhr haben wir es endlich geschafft, wir finden noch ein Zimmerchen und sind so froh, dass wir morgen einen Flug haben direkt nach Bogota und so eine 24 stündige Busfahrt vermeiden können.
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  • Day183

    Mindo - Schlafen im Baumhaus & Kolibris

    May 8 in Ecuador ⋅ 🌧 19 °C

    Nach der langen Rückreise von den Inseln nach Quito haben wir erneut einen Tag Aufenthalt in Quito, den wir nutzen um den Markt aufzusuchen. Lilian und ich sind sehr effizient und füllen in den 5 Stunden je zwei Einkaufstaschen. Die Herren sind bei weitem nicht so erfolgreich, Dani kauft gar nichts für sich selber, Marc immerhin einen tollen Panamahut! Wie ich nun mein Platzproblem im Rucksack löse, ist mir noch unbekannt. Lösungsvorschläge sind gerne willkommen!
    Am nächsten Morgen holt uns unser Taxifahrer "Kleber" um 8h30 ab. Das Auto vor uns wird von der Polizei rausgenommen, Kleber erklärt, dass heute Montag alle Kennzeichen mit Endnummer 1 oder 2 zu den Stosszeiten nicht auf die Strasse dürfen. Der Gesetzesbrecher wird nun mit 200$ gebüsst.
    Zuerst fahren wir zur "Mitad del Mundo" - die Mitte der Welt oder auch Äquator. Für Dani und mich einen speziellen Moment, wir sind nun tatsächlich die halbe Welt hochgereist - vom Ende bis zur Mitte. Im interaktiven Museum dürfen wir experimentieren, unter anderem ist es auf der Äquator Linie möglich, ein Ei auf einem Nagel zu balancieren. Wir sind alle vier erfolgreich und erhalten als Beweis ein personalisiertes "Egg-Master" Diplom🥚💪.
    Weiter geht's mit einem kurzen Halt beim Pululahua Vulkan, wo wir eine gute Aussicht auf das Dorf haben, welches sich im Krater befindet. Da Marc und Daniel 😉 unbedingt noch in die Souvenirläden möchten, fügen sich Lilian und ich und kaufen halt erneut ein.
    Eine gute Stunde später erreichen wir unser Tagesziel, die Ortschaft Mindo, gelegen im Nebelwald. Hier erwartet uns eine spektakuläre Unterkunft - ein Zimmer auf dem Baum! Als Lilian und Marc in Quito ankamen, sind sie mit einer Genferin ins Gespräch gekommen, welche von einem Baumhaus geschwärmt hat. Ich habe google durchforst und wurde fündig. Doch es gab ein Problem - es gibt nur EIN Baumhaus mit EINEM Doppelbett und wir sind zu viert! Die Lösung war bald gefunden: wir müssen 2 Nächte bleiben, dass alle in den Genuss kommen.
    Die Münze entscheidet, dass Dani und ich zuerst den Baumschlaf geniessen können. Die erste Herausforderung besteht im Hochschleppen der Rucksäcke. Im oberen Stock befindet sich das Zimmerchen, Baumstämme ragen direkt hindurch. Im unteren die offene Dusche und das türlose WC. Ein Glücksfall für die Mücken, so frisches Füdliblut erhalten sie wohl nicht überall.
    Die Unterkunft ist wunderschön, wir verbringen den restlichen Nachmittag auf der Terasse und beobachten Kolibris aus nächster Nähe. Ein Nachtspaziergang mit einem Wickelbär, Fröschen, Schmetterlingen, Spinnen und einem vom Guide noch nie gesehenen Insket rundet den Tag ab. Müde und zufrieden fallen wir auf 10 Meter Höhe, in der Hoffnung, dass der Baum unserem Gewicht standhält, in den Tiefschlaf.
    Um 5h30 ertönt bereits der Wecker. Erfreut, nicht heruntergefallen zu sein, machen wir uns auf Vogelsuche. Lilian kommt ZEHN Minuten zu spät, alle müssen warten. Ausser die Vögel, denen ist es wohl zu blöd. So sind wir nicht besonders erfolgreich, liegt vielleicht auch daran, dass unsere Augen nicht darauf geschult sind.
    Nach einem leckeren Frühstück sind die Schmetterlinge dran. Im Mariposario begrüssen uns hunderte davon. Man darf ein bisschen Bananenbrei an den Finger nehmen, um so einen Schmetterling zu halten. Was daraus geworden ist, ist in den Fotos zu sehen:-) Ich bin fasziniert, den Neulingen beim Schlüpfen zuzuschauen. Für die Würmlis scheint das alltäglich zu sein, da sie das selbe Schauspiel im eigenen Garten haben. Die Sesselbahn bringt uns über den Nebelwald zurück zum El Eden Treehouse (unsere Unterkunft). Unser Hotelpapi eilt uns entgegen und ruft "Tucan, Tucan". Schnell begeben wir uns auf die Terasse und sehen die Vögel mit dem farbigen Schnabel auf einem Ast, ganz in der Nähe.
    Nun dürfen Lilian und Marc das Baumhaus beziehen und wir schlafen diese Nacht in einem grosszügigen Doppelzimmer mit Aussicht in die Bäume. Vor dem Schlafen geht's aber noch ans Konzert! Wie haben Tickets für das Froschkonzert ergattern können. Gespannt, was uns erwartet machen wir uns auf den Weg zum See. Als Begrüssung gibt's einen Schluck Wein. Wir sind die einzigen Besucher und geniessen die "Musik". Nur zuzuhören wird mit der Zeit etwas langweilig, deshalb geht's mit dem Guide zu Fuss auf eine Runde um den See. Wir entdecken einige Fröschlis, eine interessante Spinne, (die kein Netz spinnt sondern ein Blatt einrollt, dies mit einem starken Faden zubindet und auf ihre Beute wartet), Glühwürmchen, leuchtendes Holz und lustige Baumschnecken. Im Bett stelle ich fest, dass heute der 7. Mai ist, wir sind vor genau einem halben Jahr losgezogen😀.
    Am dritten Tag freuen wir uns auf viel Adrenalin. Mit zehn Zip Lines schwingen wir uns von Baum zu Baum und geniessen die tollen Ausblicke. Zum Schluss wartet der freiwillige Tarzan Sprung auf uns. Marc überrascht alle und begibt sich als erstes auf die Absprung Plattform. 3,2,1 und er wird in die Tiefe katapultiert, wow... er schwingt hin und her und hin und her bis er schlussendlich zum Stillstand kommt und der Guide ihn mit einer Leiter erlöst. Als nächstes spring Daniel, easy peasy stürzt er sich in die Tiefe. Für Lilian ist das Ganze etwas zu extrem und so mache ich mich auf den Weg zur Plattform. Doch plötzlich höre ich "Nein stopp!! Ich möchte doch, aber nicht als letztes". Wenig später hängt auch sie in der Luft, begleitet von viel Geschrei. Total fertig aber zufrieden hat sie den Sprung sehr gut gemeistert. Als ich dann da oben stehe und in die Tiefe schaue, wird mir auch etwas mulmig. Die Nervosität steigt und zägg werde ich rausgeschupst. Ein langer, intensiver Schrei lässt sich nicht verkneifen. Einfach geil das Gefühl!! Hat sich auf jedenfall gelohnt, auch wenn ich anschliessend total fertig bin. Zurück in der Unterkunft verabschieden wir uns von den Kolobris und sogar ein Tukan kommt noch schnell vorbei, bevor es mit Taxi und Bus zurück nach Quito geht.
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  • Day179

    Galapagos - Inseltage auf Isabela

    May 4 in Ecuador ⋅ ⛅ 29 °C

    Nachdem schon seit Geburt unseres Blogs klar war, dass Dani über die Galapagos Inseln berichten darf, bin ich (Manuela) nun wieder am Zug und darf noch über den zweiten Galapagos Teil erzählen.
    Am ersten Tag nach der Kreuzfahrt gilt Ausschlafen als höchste Priorität. Endlich mal nicht zwischen 5h und 6h aufstehen, da kommt richtiges Ferienfeeling auf! Doch leider ist auch niemand mehr da, der für uns kocht und unser Programm zusammenstellt. Um einen Landschock zu vermeiden nach 8 Tagen auf hoher See, haben wir ein Hotel direkt am Strand gewählt und geniessen das Einschlafen bei Wellenrauschen.
    Nach dem Frühstück gibt's gleich mal eine Runde Freizeit - oder auch Internerzeit. Nach 8 Tagen Funkstille hat man einiges nach zu holen! Als Abwechslung kommt ein Schwumm im offenen Meer-Wellenbad gerade richtig. Am Nachmittag spazieren wir in der Gegend umher, entdecken jenste Meer Leguane und spüren 3 Flamingos auf, die sich 5 Meter vor uns herauspützeln.
    Am nächsten Morgen ist Ausschlafen schon wieder wunschdenken für Lilian, Daniel und mich. Um 7h20 werden wir abgeholt und aufs Boot gebracht. Wir rasen durch das Meer, sehen immer wieder mal einen Flossen oder Buckel aus dem Wasser ragen und kommen 45 Minuten später am Ziel an, den "tuneles". Heute hat der Pinguin Empfangsdienst und begrüsst uns freundlich. Wir bööteln im Schritttempo durch die malerischen Lavalandschaften bis das Boot zu einem Stopp kommt und ein Landgang ansteht. Zu Fuss spazieren wir über die Lava Tunnels, winken den vorbeischwimmenden Schildkröten zu und tanzen mit dem Blaufuss Tölpel. Ein paar hundert Meter entfernt, Schnorchel und Tauchbrille aufgesetzt, begeben wir uns ins Nass und beobachten die Unterwasser-Welt. Eine Schildkröte nach der anderen paddelt gemütlich an uns vorbei, begleitet von farbigen Fischen. In einer Höhle finden wir ein Dutzend Haifische beim gemütlichem Zusammensein. Als letztes machen wir uns auf die Suche nach Seepferdchen, wobei unser Guide schnell fündig wird. Jedoch zeigt sich nur ein einziges Geschöpf und 10 sehensgierige, mit Flossen strampelnde Schnorchler, versuchen einen Blick zu erhaschen....
    Am Nachmittag gehen wir in der Perla de la concha (nur ein 20 minütiger Spaziergang von unserem Hotel) auf eigene Faust schnorcheln. Da ich keine Schnorchel Ausrüstung habe, warte ich auf dem Steg, während Dani und Lilian die Umgebung unter Wasser erkunden und Marc eine Abkühlung im Wasser geniesst. Als vier entenähnliche Gestalten gemütlich vor Marc vorbeischwimmen überlege ich noch, ob ich ein Foto machen soll aber Enten sind ja langweilig. Bis Marc ruft "Pinguuuus". Doch bis die Kamera eingeschaltet ist, sind sie bereits aus dem Bild. Ich kann es nicht fassen, dass ich diese einmalige Fotogelegenheit verpasst habe🙈🐧. Als Lilian mir ihr Schnorchelzeug übergibt, ist mein einziges Ziel dem Blog Namen gewidmet: Find penguins! Vom Steg aus können wir gleich einen sichten, Dani und ich stürzen ins Wasser und wenig später haben wir ihn erwischt und können friedlich hinterherschwimmen. Er schwimmt an der Wasseroberfläche und zwitschert alle 5 Sekunden etwas in die Welt hinaus bis er irgendwann abtaucht und sich verabschiedet. Die Faszination Galapagos hat mich nun definitiv auch erreicht! Ich spüre eine Schildkröte auf, schwimme mit ihr bis zu den Mangroven und leiste ihr Gesellschaft beim Z'vieri. Plötzlich rufen mir die Würmlis vom Steg her zu "Seelöwe! Hinter dir, nein rechts, nein andere Seite...! Tja verpasst, dafür sagt nochmals ein Pingu kurz hola und ich kann das Wasser zufrieden verlassen.
    Für unseren letzten Tag variieren die Interessen. Dani möchte die Gelegenheit unbedingt noch nutzen, um beim Hafen schwimmende Meer Leguane zu sehen und die besste Chance eröffnet sich jeweils am Morgen. Marc und ich gehen währenddessen auf die Vulkanwanderung. Der zweitgrösste Krater weltweit erwartet uns auf dem Sierra Niegra. Doch der Guide muss uns des besseren belehren - die Info in den Reisehandbücher ist falsch - es gibt einige grössere Krater. Und trotzdem ist er mit 35km2 eindrücklich gross! Noch eindrücklicher wird es, als unsere Wanderung über Lavagesteine führt. Die bizarre Umgebung gibt einem das Gefühl, als befänden wir uns auf einem anderen Planeten. Die 9km auf derselben Strecke zurück ziehen sich ziemlich in die Länge. Wir erfreuen uns an leichtem rägele als Abkühlung. Aber die Freude währt nicht lange, schon bald bin ich in der Regenjacke eingepackt und von oben bis unten pflotschnass.
    Zurück in Villamil finde ich Dani nicht im Hotelzimmer vor. Die wasserdichte Kamera auf dem Bett verrät jedoch, dass die beiden nicht mehr am schnorcheln sind. Gwunderig wie ich bin, drücke ich den "Ein" Knopf und warte gespannt... Nein wie süss, ein Pinguin strahlt mich aus nächster Nähe an. Ich weiss nicht genau, ob bei mir nun Freude oder Eifersucht überwiegt;-). So richtig freue ich mich aber, als ich jenste Fotos von schwimmenden Meer Leguanen finde. Seit Tagen hat er sich das gewünscht und endlich wurde der Wunsch erfüllt.
    Am Nachmittag möchte ich mein Glück mit dem Pinguin auch noch versuchen doch er steht, wie erwartet, nicht mehr auf seinem Stein. Immerhin sehe ich einen Aal und eine Schildkröte.
    Nach insgesamt 12 Tagen sind unsere Galapagos Ferien leider zu Ende. Um 5h15 holt uns das Taxi ab und bringt uns zum Hafen, wo wir mit dem Wassertaxi zum Boot fahren. In der Weite sehe ich einen weissen Punkt. Sofort schnappe ich mir meinen Feldstecher und meine Vermutung stellt sich als Tatsache heraus - da ist tatsächlich ein Pinguin so früh aufgestanden, um uns Tschüss zu winken😍🐧👋
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