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  • Day187

    Bogota - Ein Tag Hauptstadt Kolumbien

    May 12 in Colombia ⋅ 🌧 14 °C

    Am Flughafen in der Abflughalle in Pasto kommt ein etwas verhängter Traveler auf uns zu und beginnt auf Englisch zu erzählen, nach 5 Monaten gehe er nun back to Switzerland. Überrascht, dass er aus dem selben Land kommt, wechseln wir auf Schweizerdeutsch. Im Flugzeug setzt er sich neben uns und erzählt uns von seinem rohen Schaf-Fleisch resp. den Innereien, die er gerade gekauft hat, um sie dann später roh als Snack zu essen. Am Flughafen seien plötzlich etwa 10 Polizisten um sein Gepäck gestanden, da Blut rausgelaufen ist. Es hat sie dann aber nicht weiter interessiert und unser neuer Kollege ist erleichtert, dass er dies nun bald trinken kann (zum Glück nicht im Flugzeug). So vergeht der Flug wie im Nu und wir sind bereits bei der Gepäckausgabe. Dani und mein Gepäck kommen, seins fehlt noch. Irgendwann verabschieden wir uns, leider ohne zu Wissen, ob sein wohl nicht ganz standardgemässes Gepäckstück angekommen ist.
    In Bogota haben wir nur einen Tag Zeit, um die Stadt zu entdecken. Mit Uber fahren wir in die Stadt, den 70 jährigen Billy aus den USA haben wir auch gleich mitgenommen. Das Zügli bringt uns alle drei auf den Monserrate Berg, wo sich eine Sicht über die ganze Stadt eröffnet. Dani's Geduld wird hart auf die Probe gestellt, denn Billy macht noch mehr Fotos als ich und ist auch nicht ganz der Schnellste. Ich mag Billy. Er ist dankbar & herzlich und sieht ein bisschen aus wie Samichlaus in den Sommerferien.
    Trotzdem schaffen wir es, um 14 Uhr am Treffpunkt für die Free Walking Tour zu sein. Unser Guide Hector ist toll! Mit viel Wissen und Humor zeigt er uns seine Stadt. Wir lernen, dass die Flaggen von Venezuela, Ecuador und Kolumbien alle die selben Farbe beinhalten, nämlich Gelb für Edelmetall, Blau für Meer und Rot für Blut. Grund dafür ist, dass früher alles ein Land war - Grand Colombia. In einem Café erhalten wir Chicha, ein fermentiertes Maisgetränk zum degustieren. Traditionel wurde es sehr interessant hergestellt - man versammelte sich, alle kauten Mais und spuckten es dann in den (selben) Topf. Anschliessend wurde es für die Fermentierung ein paar Tage in der Erde begraben, bevor es dann getrunken wurde. Yammi.
    Zurück beim Hostel kaufen wir ein paar Kleinigkeiten im nahen Supermarkt. Ich bezahle mit einer 50'000 Note (ca. CHF 16). Der Verkäufer schaut sie an, studiert sie und meint, sie ist nicht echt. Er ruft seinen Kollegen, welcher dies bestätigt. Ich hole eine zweite Note hervor um zu vergleichen - und tatsächlich, wenn man genau schaut ist es ziemlich gut erkennbar. Von wo kommt denn die? Von der Bank ja kaum... Und da dämmert's uns - eine Note haben wir noch von dem Grenztausch, dort wo uns der Polizist geholfen hat. Vielleicht hat er von nichts gewusst, eher warscheinlicher ist wohl, dass er mit dem Geldwechsler unter einer Decke steckte. Tja, auch blöd von uns, einem Polizisten zu trauen, wir sind schliesslich nicht in der Schweiz.
    Kolumbien hatten wir eigentlich nicht auf der Reiseroute, wir haben jedoch von Bogota einen günstigen Flug gefunden, deshalb sind wir im Eiltempo hierhin gereist. Morgen fliegen wir für das grosse Finale in die warme Karibik - 10 Tage Dominikanische Republik, juhuii
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