Nadja und Philipp

Joined December 2017Living in: Leipzig, Deutschland
  • Day207

    Der letzte Monat in Buenos Aires

    August 24, 2018 in Argentina ⋅ ⛅ 12 °C

    Nach unserer spektakulären Autofahrt hatten wir noch drei gemeinsame Tage in Buenos Aires bevor Philipp nach Asien geflogen ist. Der Abschied fiel uns sehr schwer. Wir haben uns in dem halben Jahr des gemeinsamen Reisens nicht nur daran "gewöhnt" uns täglich zu sehen, wir sind ein Team geworden. Da ich schon zeitig ahnte, dass der letzte Monat allein in Buenos Aires sich dehnen würde wie Kaugummi, habe ich mir ein Workaway bei einer Familie etwas außerhalb der Stadt organisiert. Ein Monat musste es deshalb sein, weil ich mit Chamy einige Fristen nach dem Chippen und Impfen einhalten muss, bevor ich mir hier das Gesundheitszeugnis zur Einreise nach Deutschland abholen kann. Seit zwei Wochen wohne ich nun schon in "La Horqueta", einem reicheren Vorort mit Gärten, Pools und Tennis Clubs. Ich helfe der Familie im Haushalt, spreche mit allen englisch und führe deren Labrador Hündin Mora mit aus. Die beiden Hunde vertragen sich glücklicherweise. Eigentlich sollte die 11jährige Tochter des Hauses auch Englischunterricht von mir bekommen, da hat sie aber so gar keine Lust drauf und drückt sich, wo sie nur kann. Da mir außerdem gutes Lehrmaterial fehlt, spielen wir meist Karten oder Monopoly und kochen gemeinsam. Nun sind es noch zwei Wochen bis Chamy und ich in Deutschland ankommen. Ich zähle die Tage rückwärts, während Philipp mit dem Moped durch Thailand düst...Read more

  • Explore, what other travelers do in:
  • Day184

    Der Hund

    August 1, 2018 in Argentina ⋅ ⛅ 4 °C

    Im Mai haben wir gemeinsam beschlossen uns ein Urlaubsmitbringsel der etwas verrückteren Art zu leisten: wir wollten die Hündin adoptieren, die uns im März im Süden Argentiniens in ihr Herz geschlossen hatte. Ich habe immer wieder an sie denken müssen und sie schließlich nach langer Recherche bei Facebook gefunden. Sie war ein paar Tage nachdem wir aus El Bolsón abgereist waren nur einige Kilometer von unserem Zeltplatz entfernt mit deutschen(!) Touristen in ein Hostel gelaufen. Die Besitzer des Hostels hatten sie erst einmal behalten, sie aber im Mai zur Adoption inseriert, da sie schon zwei Hunde besaßen und ein Baby erwarteten. Ich handelte mit ihnen aus, dass sie "Chamy", wie sie nun hieß, noch für zwei Monate behalten würden, damit wir noch eine Weile zusammen reisen konnten. Denn mit ihr konnten wir uns in Südamerika nur mit einem Mietwagen bewegen, in öffentlichen Verkehrsmitteln waren Hunde verboten. Da mich eh schon eine Weile das Heimweh plagte, ich das Essen immer schlechter vertrug und auch die Reiselust gestillt war, buchte ich einen Flug nach Hause und Philipp einen nach Bangkok. Und so brachen wir am 31. Juli mit einem Mietwagen in unser letztes gemeinsames Abenteuer dieser Reise auf: ein Roadtrip von Buenos Aires nach El Bolsón und zurück - 4000km in fünf Tagen. Das Wetter war uns mild gestimmt, wir fuhren hinzu ohne Regen oder Schnee. Unsere Herzen klopften, als wir nach zwei Tagen straffer Fahrt vor dem Hostel parkten. Würde Chamy uns wiedererkennen? War es überhaupt tatsächlich der Hund, den wir getroffen hatten?? Sie war es. Und schmiss sich nach kurzem Beschnuppern schwanzwedelnd auf den Rücken. Waren wir erleichtert! Über Nacht blieben wir im Hostel und brachen morgens entspannt die Rückreise an. Chamy hopste sofort ins Auto und entpuppte sich als entspannte Mitfahrerin. Für den Rückweg hatten wir drei Tage Zeit und wollten unterwegs noch ein paar Bekannte besuchen - Nestor in Neuquén, der uns beim Trampen mitgenommen und uns danach noch herzlich bewirtet hatte, und unsere Freunde in Bahía Blanca, die uns Ostern so herzlich und selbstverständlich beherbegt hatten. Für alle hatten wir kleine Geschenke dabei und die Wiedersehensfreude war groß. Und wir hatten plötzlich einen Hund und konnten es kaum fassen.Read more

  • Day175

    Lima - Buenos Aires

    July 23, 2018 in Peru ⋅ ⛅ 18 °C

    Mit der Rückreise von Máncora begann für uns der letzte Teil unserer gemeinsamen Reisezeit. Aber dazu später, erstmal mussten wir von Peru zurück nach Buenos Aires gelangen. Und da ein Bus etwa die Hälfte vom Flug kostet, haben wir dieses Abenteuer gewagt. Lima - Buenos Aires. Drei Tage im Bus. Knapp 4000 km..
    In Lima haben wir uns ein wenig umgeschaut, aber vor allem geshoppt. Für mich gab es Jeans und Wollponcho mit Alpaka-Anteil - herrlich nach einem halben Jahr in Trekkingsachen wieder mal "normale" Klamotten zu tragen! Die Stadt selbst ist riesig und wenig touristisch erschlossen, es gab nicht viel zu sehen. Darüber waren wir aber auch nicht traurig, wir haben uns ausreichend Städte angeschaut.
    Für die Busfahrt habe ich mich noch mit reichlich Lebensmitteln versorgt, dann ging es auch schon los, unser Busabenteuer. Die ersten 24 Stunden vergingen zügig. Der Bus fuhr entlang der peruanischen Küste nach Süden, es gab zwei Stopps zum Essen. An Tag 2 passierten wir die Grenze zu Chile. Das ist immer etwas abenteuerlich, da die Chilenen strenge Gepäckkontrollen mit Hunden vornehmen und man nie weiß, wie lange es dauert. Ging aber alles gut, keiner musste seine Tasche auspacken, der Hund lief gelangweilt am Gepäck entlang und wir konnten unsere Fahrt fortsetzen. Dann begann der unangenehme Teil der Reise. Wegen der Wetterlage in den Anden konnten wir nicht an geplanter Stelle die Berge überqueren, sondern mussten eine Überfahrt weiter im Süden nehmen. Die Busfahrer wollten sich beeilen, deshalb gab es nach dem Frühstück keinen Stopp mehr. Das Wasser im Busklo war verbraucht, die Laune sank, Buskoller! Dann endlich abends in den Anden an der Grenze zu Argentinien angekommen, war diese über Nacht gesperrt - ganz überraschend, wie es vom Busfahrer klang; normal, wie es ein Argentinier mir später erzählte. Wir waren also den ganzen Tag durchgefahren, um hungrig vor der Grenze zu übernachten. Als die Busfahrer uns dann noch untersagten auszusteigen, weil das angeblich an der Grenze verboten sei und mit Geldstrafe geahndet würde, sind wir mal kurz vehement geworden. Philipp hatte 200m vor unserem Stopp ein Restaurant gesehen, dahin würde man wohl kaum per Hubschrauber einfliegen müssen. Im Normalfall hätten wir in der einzigen kleinen Bruchbude, die noch offen hatte, wahrscheinlich nicht gegessen. Aber es erfüllte seinen Zweck und schmeckte noch nicht mal schlecht. Und es gab ein paar interessante Gespräche mit Peruanern, Argentiniern, zwei Venezuelanern und einem Franzosen, die ebenfalls aus dem Bus "ausgebrochen" waren. So konnten wir zumindest mit vollen Bäuchen im stehenden Bus schlafen. Am nächsten Morgen dann der Schock: mein Handy war weg! Wir suchten alles ab, es war weg. Ich hatte es vor dem Verlassen des Busses zuletzt in der Hand gehabt und da in dem Moment das Licht ausgeschaltet war, konnte es sein, dass es auf meinem Sitz liegen geblieben war. Leichte Beute für andere Reisende. Ich teilte meine Entdeckung mit dem strengsten der Busfahrer (er ließ uns an den Grenzen immer in einer ordentlichen Reihe anstellen und gebot uns die Grenzer freundlich zu grüßen). Und dann wurde tatsächlich durch die Fahrer verkündet, dass ein Handy gestohlen wurde und sie die Taschen kontrollieren würden und jeder der zwei Handys hätte, würde sich erklären müssen. Die Fahrt durch Argentinien zog sich klebrig wie Kaugummi. Ich verdächtigte nacheinander mehrere Mitreisende und konnte nicht schlafen. Die anderen Fahrgäste waren auch recht aufgekratzt. Zwischendurch kontrollierte ich immer wieder den Müll im Bus, ob jemand das Telefon wegschmeißen würde. Am zeitigen Morgen von Tag 4 kamen wir endlich in Buenos Aires an, wir waren durch die Routenänderung 20 Stunden länger als geplant unterwegs gewesen. Eine Taschenkontrolle gab es nicht, mein Herz sank in die Hose. Ein Argentinier kam zu mir und fragte mich, ob er mir seine beiden Handys zeigen solle. Es war rührend, wie leid es ihm tat, dass ich beklaut worden war. Als alle Fahrgäste verschwunden waren, ging ich auf Philipps Anraten nochmal mit der Taschenlampe in den Bus. Und fand mein Handy direkt hinterm Fahrersitz! Die Freude war riesig! Die ganzen schönen Fotos doch nicht verloren! Ob ich es nun beim Aufstehen im Dunkeln selbst verloren hatte (wir saßen in der ersten Reihe) oder ob der Dieb es dort entsorgt hatte, war völlig egal. Hauptsache es war wieder da. Und wir fuhren erleichtert zu unserem Freund Santiago auf ein frühes Frühstück.
    Read more

  • Day167

    Zwei Wochen Sommer

    July 15, 2018 in Peru ⋅ ☀️ 24 °C

    Nach der langen Zeit in Bergen und Städten wollten wir uns noch zwei Wochen Strand gönnen. In Cusco hatten wir zwei Sachsen kennengelernt, die von Máncora im Norden Perus geschwärmt hatten. Auch im Internet wurde der Badeort gepriesen, vor allem für Surfer, was Philipp gefiel. Beim Buchen einer Unterkunft haben wir uns schwer getan, uns zum Schluss aber für eine kleine Bungalow-Anlage auf einem Hügel mit Blick über den Ort auf den Strand entschieden. Die Bungalows waren auch klasse! Aber die Lage stellte sich in den ersten Nächten schnell als Fehlentscheidung heraus. Wir konnten ALLES hören, was unten im Ort los war. Und das war in den zwei Wochen eine ganze Menge: Hochzeit, Karaoke, Geburtstag, mehrere Open-Air-Konzerte der Lehrerband und die üblichen Parties betrunkener Urlauber. Selbst mit Ohrenstöpseln konnten wir fast alles hören. Da half nur Alkohol! Zwei Flaschen Rum in Form von Mojitos haben wir in den 14 Tagen platt gemacht. Das war aber auch lecker!
    Der Krach wäre wahrscheinlich erträglicher gewesen, wenn wir dafür im Badeparadies gelandet wären. Aber wer gern feiert, macht leider auch Müll. Der Strand im Ort war dreckig, voller kaputter Betonreste, weil wohl jemand zu nah am Meer gebaut hatte und man wurde von Leuten beschwatzt, dass man unbedingt bei ihnen essen/Sonnenbrillen kaufen/surfen muss. Als wir am Ortsausgang ein Stück in die vermüllten, jedoch einsamen Dünen laufen wollten, hielt uns ein Polizist davon ab. Man würde dort ausgeraubt, wir sollten in Sichtweite bleiben. Prima. Also nix baden.
    Was haben wir also die ganze Zeit gemacht?! Philipp hat Surf-Unterricht genommen, erst normal, dann Kite-surfen. Ich habe währenddessen am Strand Harry Potter gehört. Wir waren an einer stillgelegten Bohrinsel mit Seelöwen und viel Strömung Tauchen bzw. ich Schnorcheln. Das war aufregend! Freitag und Samstag abends haben wir mit den Leuten von der Surfschule was getrunken, wir waren sogar einmal tanzen! Aus Sicherheitsgründen haben wir die Technik immer im Bungalow gelassen und es gibt von alldem leider keine Fotos. Zu guter Letzt haben wir bestimmt zehnmal Kartoffelpuffer gegessen, weil ich so einen Heißhunger hatte und die Küche mit einer seltenen Reibe ausgestattet war.
    Insgesamt war es eine schöne sonnige Zeit, aber der Ort definitiv der Falsche. So waren wir eher froh als traurig, als wir mit dem Nachtbus zurück nach Lima gefahren sind.
    Read more

  • Day155

    Arequipa

    July 3, 2018 in Peru ⋅ ⛅ 22 °C

    Nach Arequipa kamen wir aus zwei Gründen: es sollte wärmer sein und eine tolle Wanderstrecke in einem Canyon geben. Wärmer war es. Aber der Canyon entpuppte sich als ein touristenüberströmtes, normales Tal mit großer Hitze und ohne Wasserquellen am Weg. Da haben wir dann doch einfach vier Tage in der Stadt verbracht, Fußball geschaut und eine interessante Stadtführung mit einem "Local" gemacht. Ohne ihn hätten wir ein paar hübsche Gassen in der UNESCO beerbten Altstadt und das Alpaka-Museum bestimmt nicht gefunden.. Zumindest hat uns dieser kleine Umweg nicht viel gekostet - Philipp hatte eine Schnäppchen-Unterkunft für 18€ für drei Nächte gefunden. Und nun geht es endlich an den Strand! Das haben wir uns nach fast zwei Monaten Schlafens mit mehreren Wolldecken verdient.Read more

  • Day150

    Choquequirao

    June 28, 2018 in Peru

    Choquequirao ist im Moment noch die kleine unbekannte Schwester von Machu Pichu. Schwierig und nur zu Fuß zu erreichen liegt sie auf 3300m Höhe hinter den Bergen. Ein anstrengender 1500m Abstieg gefolgt von einem Aufstieg um selbige Höhenmeter lag vor uns. Wir hatten im Internet ausgiebig recherchiert wie viele Tage und wie viele Lebensmittel wir brauchen würden und zogen frohen Mutes los. Die Busfahrt in das Tal war grenzwertig kurvenreich, mir war das erste mal schlecht beim Fahren. Um zum Start des Weges zu kommen, mussten wir dann nochmal knapp eine Stunde Taxi fahren. Und dann ging es endlich wieder in die Berge! Es war viel wärmer, als wir dachten. Und viel steiler, als ich dachte. Den Hinweg streckten wir auf drei Tage statt wie geplant auf zwei - es ist herrlich Zeit zu haben. Wir schlugen unser "Basislager" in einem kleinen Dörfchen kurz vor Choquequirao auf und schauten am nächsten Tag erstmal das letzte schlechte Spiel der deutschen Fußballnationalmannschaft in der bescheidenen Hütte unserer Gastgeber, zusammen mit Meerschweinchen, Hühnern und Katz. Den ganzen nächsten Tag nahmen wir uns für die Ausgrabungsstätte Zeit. Es war beeindruckend! Bisher ist nur ein Bruchteil rekonstruiert, und dieser ist bereits riesig. Sollte irgendwann alles ausgegraben und rekonstruiert sein, ist Choquequirao größer als Machu Pichu. Die Strapazen des Weges haben sich definitiv gelohnt und wir sind sehr froh dies als Alternative gewählt zu haben. Auf dem Rückweg sprachen wir zwei der zahlreichen Mulitreiber an, mieteten einen Muli für die Rucksäcke und ein Pferd zum abwechselnden Reiten für den Aufstieg und schafften den ganzen Weg bis zum frühen Nachmittag und die Rückreise nach Cusco noch am selben Tag. Da waren wir schon ein bisschen stolz, zumal es sehr heiß war. Abends gab es zur Belohnung einen Gulasch.Read more

  • Day143

    Cusco, Peru

    June 21, 2018 in Peru ⋅ ⛅ 16 °C

    Die Weltkulturerbe-Stadt Cusco wollten wir uns unbedingt ansehen. Also ging es mit dem Nachtbus von La Paz aus direkt in diese schöne Stadt. Philipp hatte eine schöne Unterkunft am Rand der historischen Altstadt für uns gefunden, nur zwei vermietete Zimmer und tatsächlich recht ruhig gelegen. Von hier aus erkundeten wir die Altstadt, zahlreiche Kathedralen, das Inkamuseum und schauten Fußballspiele der WM. Die Preise waren ähnlich günstig wie in Bolivien, so dass wir uns eigentlich täglich ein Essen im Restaurant (oder für Philipp bei McDonalds) leisteten. Auf einem Spaziergang entdeckten wir zufällig ein kleines Café mit deutschen Wurzeln, es gab Käsekuchen, leckersten Gulasch und schwäbischen Kartoffelsalat und wir waren oft zu Gast. Außerdem trafen wir ein Leipziger Pärchen - Theresa und Zille. Mit den beiden schauten wir Fußball, spielten Karten und konnten mal wieder ausgiebig zu viert sächseln. Ein großes Highlight für uns war der Tagesausflug ins "Heilige Tal" der Inkas. Jenes Tal, an dessen Ende Machu Pichu steht. Dass wir uns die Touristen-Abzocke Machu Pichu nicht anschauen wollten, hatten wir schon lang beschlossen. Aber im Tal gibt es unzählige andere spannende Inkastätten, das wollten wir gern sehen. Und statt Machu Pichu stand eine andere, wenig besuchte Inkastätte an, die man nur laufend (nicht mit dem Zug für 200 Dollar pro Person!) erreichen kann: Choquequirao.Read more

  • Day135

    La Paz und die Berge

    June 13, 2018 in Bolivia ⋅ ⛅ 10 °C

    Von Uyuni zogen wir weiter in die große und hoch gelegene Stadt La Paz. Wie groß sie tatsächlich ist, hatten wir aber nicht erwartet. Sie erstreckt sich von ca. 3400m bis 4100m Höhe über mehrere Berge und Täler, das Ende sieht man nur, wenn man aus der Stadt heraus fährt. Und sie wächst und wächst und wächst.. Seit ein paar Jahren gibt es hier ein Seilbahnsystem, mit dem man über die Stadt fahren kann, die Ausblicke sind beeindruckend! Leider sind uns durch die Plastikscheiben keine guten Fotos gelungen.
    Wir sind nun schon eine ganze Weile in La Paz und haben einiges erlebt. Philipp ist die berühmte "Straße des Todes" (Death Road) mit dem Mountainbike nach unten gefahren. Früher sind auf dieser Straße viele Autofahrer verunglückt, daher hat sie ihren Namen. Heute gibt es eine andere Straße und sie wird nur noch von wenigen Autos befahren. Wir haben das hier berühmte Frauen-Wrestling der "Cholitas" gesehen - die Frauen, die vom Land in die Stadt eingewandert sind und traditionell sieben Röcke übereinander und einen englischen Hut tragen. Bis vor einigen Jahren gab es kein Gesetz, das den Mörder einer Frau verurteilte und die Cholitas demonstrierten mit ihren Kämpfen, dass sie durchaus in der Lage sind sich zu verteidigen. Heute gibt es Gesetze und das Spektakel wird zum Vergnügen fortgeführt.
    Von La Paz aus sind wir auch mal wieder ein paar Tage wandern gefahren - den Takesi-Trek. Eine alte Inkastraße durch die Berge. Wir waren sehr beeindruckt was für eine stabile Konstruktion die Inkas vor hunderten von Jahren über einen Pass auf 4800m Höhe bis hinunter in den Regenwald gebaut haben. Zurück in La Paz mussten wir ins Krankenhaus, weil Philipp sich eine Lebensmittelvergiftung eingefangen hatte und nach einer Nacht auf dem Klo völlig dehydriert war. Nach einer Infusion und ein paar darmberuhigenden Medikamenten ging es ihm aber besser und ich durfte ihn wieder mitnehmen. Da es währenddessen in den Bergen, in die wir zum Wandern aufbrechen wollten, ungewöhnlich viel geschneit hatte, haben wir beschlossen nach Peru weiter zu fahren. Dort scheint die Schneegrenze im Moment etwas höher zu sein als hier.
    Read more

  • Day122

    Jeep-Tour 3. Tag

    May 31, 2018 in Bolivia ⋅ 🌙 0 °C

    Nach einer frostigen Nacht auf über 4000m Höhe sind wir um vier Uhr früh aufgestanden um den Sonnenaufgang an den heißen Quellen sehen zu können und vor allem um die Hälfte der Jeep-Insassen pünktlich an der chilenischen Grenze abzusetzen. Sie hatten einen Transfer in die Atacama-Wüste gebucht. Danach ging es für uns mit viel Platz im Jeep zurück durch den Nationalpark zum Ausgangsort Uyuni. Unterwegs immer wieder Seen, Vulkane, Lamas, Steine... Die Tour war herrlich! Wir waren sehr beeindruckt von der Weite und der Vielfalt der Landschaft. Auch wenn die Jeepfahrer gern mal abseits der Straßen fahren und damit nicht unbedingt Rücksicht auf die karge Vegetation nehmen, findet man hier immer noch unberührte Natur.Read more

  • Day121

    Jeeptour Tag 2

    May 30, 2018 in Bolivia

    Am 2. Tag der Tour fuhren wir hunderte Kilometer durch die spektakuläre Landschaft südlich der Salzwüste. Vulkane, Seen und wüstenähnliche Abschnitte wechselten sich ab. In den schwefelhaltigen Seen Flamingos, in den erkalteten Lavaformationen Chinchillas.. die Natur hat hier einiges aufgeboten für uns. Wir waren verzaubert. Geschlafen haben wir an der Laguna Colorada, einem See, der durch sein Bor- und Jodvorkommen weiß und rostrot in der Abendsonne strahlte.Read more

Never miss updates of Nadja und Philipp with our app:

FindPenguins for iOS FindPenguins for Android