Russia
Altai Krai

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2 travelers at this place:

  • Day4

    #2

    August 4, 2017 in Russia

    Auch heute sind wir am selben Campingplatz geblieben, um halb 9 gabs erst mal Mampf. Da wurde es grade schon unangenehm. Sowohl temperaturmäßig, als auch wegen der Mücken, die sich wieder zu Wort gemeldet haben. Grausam..
    Von Pavel Barsukov - dem Oberchef;) - haben wir dann ein Spray bekommen, dass tatsächlich angenehm riecht. Mehr nach Deo - bzw. meiner Meinung nach eher nach Kuchen mit ganz viel Vanille. Und dann ging der erste wissenschaftliche Teil los, bei dem ich tatsächlich weitestgehend verschont geblieben bin.. nur so 10 neue Stiche oder so..
    Die “Talks“ werden momentan von einer Professorin (Svetlana) und einem fertigen Masterstudenten (Oleg) gehalten und wir haben allerlei über die Vegetationstypen gelernt, die uns hier umgeben; Im "Wald-Steppen"-Gürtel Westsibiriens befindet sich unser Camp mitten in einer extrazonalen "Echten Steppe". Ein paar 100m weiter südlich sieht man dann die zonale Pflanzengesellschaft: Wald-Steppe mit Birkenwäldchen in den Geländesenken. An den verschiedenen Keysites haben wir uns dominierende und für die jeweiligen Gesellschaften typischen Pflanzen, wie z.B. Stipa und Betula angeschaut, Bodenprofile mit einer 100+m dicken Lössschicht gesehen und auch zum Klima erfahren, dass die Jahresdurchscnittstemperatur 0,7°C beträgt und 120 Tage im Jahr frostfrei sind.
    Ich Fuchs habe natürlich einen Regenschirm und ein Sitzkissen dabei, das hats dann einigermaßen erträglich gemacht, ca. 4h bei 30°C von Spot zu Spot zu marschieren und in der Sonne rumzusitzen Keine Ahnung wie die das machen, die nicht mal nen Hut auf haben!:0
    Natürlich hab ich trotz meiner Fuchsigkeit und australischer Sonnencreme nen fetzen Sonnenbrand, das hab ich dann am Nachmittag festgestellt, in der russischen Sauna in Barnaul. Da wurden wir hinkutschiert und durften ne Stunde schwitzen. Nach den Frauen waren die Männer ne Stunde dran und wir haben uns die Zeit in der Bar vertrieben. Hier bekommt man z.B. Bier oder auch Cider in Minimum 1 Liter Plastikflaschen abgefüllt, da kann man sich dann zamrichten damit. Allgemein wird hier Müllproduktion irgendwie als Priorität gesehen. So viele Wegwerfprodukte und Plastik, Wahnsinn.
    Wieder zurück am Platz gabs den Rest der Karpfen, dies schon Mittags gab, anscheinend tatsächlich vom Küchenteam frisch aus dem Ob ergattert. Fein.
    So sauber wie wir alle waren gabs dann erst mal wieder ne saftige Portion Moskitospray und dann wieder Lagerfeuer;)
    Jetzt wieder Bettchen. Ich höre die wütenden Moskitos draußen surren. HA ihr könnt mich mal, mich kriegt ihr nicht!
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  • Day28

    #26

    August 28, 2017 in Russia

    Gleich Morgens hab ich nochmal die Chance genutzt im Katun zu baden. Meine Taktik, Morgens statt Abends zu gehen in der Hoffnung, dass dann die Sonne an unser Ufer scheint, ist leider nicht ganz aufgegangen, es war ziemlich triefendfeucht und nebeligbewölkt in der Früh um halb7.
    Unser letztes Frühstück, das wir vom Küchenteam 2017 bekommen werden, war wenig spektakulär: Nudeln mit Käse. Wer will, kann sich noch n bisschen Ketchup oder Süß-Sauer-Sauce drüberschütten. Dabei gehen wir heute nicht mal wandern sondern fahren einfach nur 300km im Bus.. naja..
    Nach einem Geburtstagsständchen für Pavel und allmorgendlichem Tetrisspielen für Kolya (All unser Hab und Gut in den Truck laden) gings dann los. Die letzte große Etappe unserer wahnsinns Reise mit dem Bus, zurück nach Barnaul. Unterwegs gibt's noch ein paar Souvenirstops, wie bereits bekannt, meist überall das Selbe und Gleiche und fraglich authentisch, aber ein paar Hübschlichkeiten hat der ein oder Andere dann doch ergattern können.
    Wie immer sind alle fix und fertig, der Bus ist ein einziges Schlaflager. Evtl liegt es an der allgemeinen Müdigkeit, dass langsam eine leicht gereizte Stimmung aufkommt. Ein bisschen nicht ganz gesund, ein bisschen zu viel Busfahren, ein bisschen zu viel immer die gleichen Leute, ein bisschen too much von allem, ein bisschen freuen wir uns glaub ich alle auf daheim.. zumindest für 1-2 Tage .. (:
    Die Straße ist von großen Äckern gesäumt, Baumreihen und Hecken gliedern die Landschaft, Autos über Autos kommen uns entgegen und überholen uns, die erste Ampel liegt weit zurück und durch eine Stadt sind wir auch schon gefahren und haben den Ob überquert. Die Straßenschilder kündigen schon Novosibirsk auf kyrillisch an, weit kann es nicht mehr sein.
    In Barnaul angekommen erwartet uns erst mal Stau quer durch die Stadt. Lärm, Menschen, warm, Stadt, waaah.
    Nach nem Supermarktstop, bei dem von so Manchem der KFC als Stück Westliches Zivilisation wiederentdeckt wurde gings dann zum Camp, das ziemlich nah an der Stadt ist, einfach ne kleine Wiese bei einer Art Ferienhausanlage.
    Hier haben wir uns dann alle gemeinsam unter den Fittichen von Jasmin, Elisabeth und Kathi Spinat- und Speckknödel mit Gurkensalat für das russische Team und uns zubereitet.
    Essen und Abendgestaltung findet innen statt. Innerhalb von 4 Wänden, Haus, Licht. Das macht uns alle richtig fertig, die Stimmung ist richtig formal irgendwie, leicht müde und träge, nach unserem Outdoorexperience ist das alles wirklich komisch hier auf Stühlen Nachts im Hellen nebeneinander zu sitzen.
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  • Day29

    #27 Letzter Tag

    August 29, 2017 in Russia

    Unser letzter Tag auf Exkursion begann für die Meisten äußerst erholsam gegen 9 Uhr, für Wenigere erfrischend mit Morgensport und für eine Hand voll fleißig, indem sie für alle Frühstück bereiteten. Arme Ritter und angebratene Knödel von gestern.
    Nach eifrigem Zeltaufräumen, Einpacken und Rumräumen gings gegen 12 Uhr los, wieder quer durch die Stadt bis zur Banja.
    Diesmal fand ichs nicht so gut wie beim letzten Mal, lag vielleicht daran, dass alles schon bekannt war, auch, dass es sonst heute nicht mehr viel zu tun gibt und evtl noch, dass ich die letzten Tage unerwartet sauber gelebt habe und die Flüsse an unseren Campspots sogar zum Haare waschen geeignet waren, die Dusche also weniger notwendig und mehr Luxus war. Die Anderen fandens super und im Anschluss ging's noch ein bisschen Stadt bummeln, die kennen wir ja auch schon, es belief sich also darauf, in einem Cafe mit Milchshake zu sitzen und das WLAN zu nutzen.
    Wieder am Camp wurde dann der Rest gepackt und Abends gegen 8 eröffnet Pavel das Farewell-Dinner. Nach unglaublich vielen Dankes, Spacivas und Thanks in alle erdenklichen Richtungen hat sich die Meute auf das Festessen gestürzt und die Tafel geplündert.
    Im Anschluss sehen wir mal, wie der Abend verläuft, um 4 gehts ab zum Flughafen, bis dahin wird sich wohl noch weiterhin gebührend verabschiedet.
    Schön wars, bis zum nächsten Mal ist wohl leider nicht drin, aber zum Glück haben wir viele Fotos gemacht (:
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  • Day3

    #1 Barnaul

    August 3, 2017 in Russia

    Ankunft nach 2h Schlaf in Barnaul um 9:00 Uhr morgens. Von 21° begrüßt, lief alles glatt. Sämtliches Gepäck kam an, alle sind mitgeflogen gewesen und abgeholt wurden wir auch. Unsere Pässe mussten wir dann gleich wieder abgeben, die werden von einer Mitarbeiterin nach Novosibirsk gebracht, da wir alle registriert werden müssen!
    Wir sind derweil zum ersten Campplatz kutschiert worden, ne ganze​ Weile flußabwärts auf einen Plateau mit wahnsinns Ausblick über den Ob und Umgebung. Da gabs dann erst mal Frühstück an der langen Tafel und im Anschluss einige Stunden Pause mit Zeltaufbau.
    Die Zeltstadt ist ganz beträchtlich, allerdings wurde es immer heißer und heißer und mir hat der Rücken nach 10 min so weh getan, so viele Mücken haben auf mich eingestochen! Bei anderen hab ich die Stich-Ausmaße gesehen, das hat mir schon gereicht, da brauch ich keinen Spiegel mehr!
    Nach der Pause gabs dann erst mal Mittagessen. Ganz nach meinem Geschmack hier, der Mahlzeitenrythmus;) #miam
    Im Anschluss dann zum Baden. Gleich mal Haare waschen, voll der Luxus. Naja war eher ein Drecksee, aber besser als der Ob, der aus Barnaul kommt.. Wasser war nur n bisschen kalt, gar nicht schlimm.
    Dann sind wir noch zum Landwirtschaftsinstutut oder so, da gabs dann gleich die ersten “Vorlesungen“, n bissl schwierig nach ner Reisenacht, hab nicht so viel mitbekommen von der PowerPoint in dem abgedunkelten Raum.
    Abendessen wieder am Platz war auch fein und Sonnenuntergang vom Plateau natürlich schupi! Jetzt wirds Nacht und ich zieh mal ne lange Hose gegen die Moskitos an. Nicht, dass es noch nen Unterschied machen würde, aber man tut ja was man kann(:

    Die Fahrten durch die Stadt und Vororte waren echt komisch . Teils alles neu und rausgeputzt. Dann wieder runtergekommenste Plattenbauten, alles kaputt und duster.. bisschen schlimmer, als es vorgestellt war.
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  • Day5

    #3

    August 5, 2017 in Russia

    Aufstehen, Frühstück, Zelte abbauen, alles in den Truck packen, gegen 10 losfahren.
    Durch Barnaul gings 270km Richtung Südosten auf der Staatsstraße 36. Nächster Halt Platovo kurz vor der Grenze zur Altai-Region. Wir nähern uns dem kalten Wasser aber gewinnen Abstand zu den Moskitos, da kann man sich jetzt aussuchen, was einem lieber ist.
    Mit Pipipause und einem Stop for Lunch bei Bijsk (mit Input über die vorhandene Landschaft) gehts gemütlich mit ca. 60-80km/h dahin, aber wie in jeder größeren Gruppe gibts dann immer ein zwei, die gute Laune und Motivation verbreiten. Elisabeth hat ihre Gitarre dabei und kann auch noch drauf spielen und dazu singen;) ( Sachen gibts, die gibts gar nicht ) und auch sonst ist die Stimmung in der Gruppe bisher recht gut.
    Zwischendurch haben wir auch an einem Honigmarkt gehalten, da gabs ca. alles, was irgendwie mit Honig zu tun hat. Tee, Wurst, Met pur, Met mit verschiedenstem Obst, Honig gemischt mit diesem und jenem als Aufstriche, u.a. auch Propulis und Zirbelkiefer-Zapfen.
    Mein Platz am Fenster war heute aber ein bisschen undurchdacht, da die Sonne beinahe die ganze Zeit reingeknallt hat und ein Tuch als Schutz zwar geholfen hat, ich im Endeffekt aber nicht verschont geblieben bin: Am Camp angekommen, war mir richtig übel und statt Zelt aufbauen und Baden im Katun war für mich natürlich erst mal liegen angesagt. Zum Glück hab ich noch an meine Kreislauftropfen gedacht, nach der Weile im Strohballenschatten gings dann auch langsam wieder, hier ist es gegen Abend schon deutlich kühler geworden.
    Zum Abendessen hat die ganze Mannschaft 5 Kürbisse verputzt, davor gabs nochmal nen Input: Das Altaigebirge, in die Region wir jetzt immer weiter reinkommen, wächst zur Zeit pro Jahr 2-3cm und vor 5 Tagen war bei unserem Campingplatz das letzte Erdbeben der Stärke 3. Wir könnten also Glück haben und das Richtung Mongolei nochmal erleben. Außerdem kann man das Gebirge in 3 Zonen einteilen: Nördlicher Altai (beeinflusst vom Klima im Westsibirischen Tiefland -> mildere Winter und mehr Niederschlag), Zentral-Altai (mit den höchsten Piks) und Süd-Östlicher Altai (trocken und kalt).

    Geschichte: Der Vater von Katun (= Die Altai-Region) wollte verhindern, dass seine Tochter (= der Fluss Katun) zu Bija (= 2. Fluss) überläuft. Darum hat er Babergan gebeten, das zu verhindern. Katun und Bija haben sich aber trotzdem getroffen und vereinen sich als Fluss Ob. Babergan war so verzweifelt darüber, die ihm zugeteilte Aufgabe nicht erfüllt zu haben, dass er sich niederwarf und zu Stein wurde. (ist der größte Berg der Region)
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You might also know this place by the following names:

Altayskiy Kray, Altai Krai, Kraï d'Altaï, Altajskij kraj, Алтайский край, Altaj

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