• Just no other days in paradise

    August 13, 2025 in Sweden ⋅ ☀️ 23 °C

    Zum Abschied aus dem Schärengarten entscheide ich mich nochmal für den Slalomlauf. Das bringt die Steine nochmal ganz nah, auch wenn es die Fotos nicht immer so wiedergeben…

    Es ist fast kein Wind, wie angesagt. Das Groß bringt mir trotzdem 0,5 kn mehr, das reicht nicht ganz um die Gegenströmung zu kompensieren..

    Der Diesel tut was er soll, er könnte es etwas leiser tun… es sollen noch 2-3 Bft werden, die sollten zum Kreuzen reichen, mal sehen was der Strom mit uns macht. Der Diesel läuft jetzt solange, bis er mir sagt, das er nicht mehr hochdreht. Schließlich hat er mit Thermostat und DK Förderpumpe auch zwei neue ”Organe” von mir bekommen, Also lauf Pommi Lauf…

    Das Frühstück gibt es kurz vor 12 Uhr, Kirchererbsencurry zum x. Mal. Aber ohne den dämlichen Vollkornreis, wer macht eigentlich so etwas. Vor allem wann und warum hab ich den gekauft…?

    Aber die Biletti macht köstlichen Kaffee und Latte Machiato, ich glaube, das wird jetzt der Standard auch im Hafen. Und so bleibt das kulinarische Niveau an Bord hoch bzw. hoch genug.

    Ich begegne einer kleinen Yacht, kleine Boote faszinieren immer wieder. Im Grunde mehr als große. Gestern ein Spækhugger mit Mutter, Vater und fast erwachsenem Sohn. Nicht, das ich tauschen will, bewahre. Aber irgendwie cool, mit wie wenig man auch über die Ostsee kommt.

    Der Wind pendelt jetzt zwischen 4 und 5 kn und die Peanut schafft es immer wieder, den gleichen Bootsspeed daraus zu generieren. Braves Mädchen, wir fahren mit Windgeschwindigkeit..

    +++++

    So, nun weht ER mit 9 kn aus 130 Grad. Wir machen 6,5 Knoten in die richtige Richtung. Was will Mann mehr?
    Dann winkt ja noch ein zeitiger Feierabend in Kalmar. Die Kalmar Sundbrücke erscheint am Horizont, Borgholm liegt wenig verführerisch backbord querab, wir rauschen mit 7,35 kn ( 6,5 über Grund) durch Wasser vorbei.

    Was überhaupt nicht mitspielt, sind die Fische im Wasser. Es soll welche geben, hier angeblich die fettesten Meerforellen. Nun ziehe ich den feinen Sandaalköder schon zig Kilometer durchs Wasser, und es beißt NIX.
    Zum Glück und meiner Rechtfertigung vor Mr. X. Tröstet der Hafenmeister von Figeholm in gutem Deutsch zwei Angler, die hier seit 14 Tagen Köder baden. Nein, hier ist nicht viel zu fangen und vielleicht sind die Fische auch einfach satt.

    Ich hörte, in den Seen im Landesinneren bekommt man eher die Räuber an den Haken.

    ++++.

    Aber jetzt kamen die letzten Meilen, noch mal ne kurze Kreuz. Dann stimmt das Timing und ich hätte nicht später fahren sollen.

    Beim Anlegen helfen polnische Segler und nun ist Ruhe. 54 Seemeilen > Sundowner > Abendessen > Nachtruhe…
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