April - May 2016
  • Day12

    San Blas Island

    May 9, 2016 in Panama ⋅ ⛅ 17 °C

    Es gibt zwei Möglichkeiten, um von Panama nach Kolumbien (oder umgekehrt) zu gelangen: mit dem Flugzeug oder über den Seeweg. Eine Strasse gibt es nicht wirklich, denn die Grenze besteht aus Urwald und Gebirge und sich dorthin zu begeben ist schier Selbstmord, denn wer sich nicht im Dickicht verirrt oder von einem giftigen Tier gebissen wird, fällt der Drogenmafia zum Opfer...

    Aber nun zu etwas weitaus Schönerem: wir entschieden uns nämlich für einen Segeltrip, welcher fünf Nächte dauerte. Die ersten drei Nächte verbrachten wir im sicheren Gewässer zwischen den wunderschönen San Blas Inseln. Wir fühlten uns wie in 'Fluch der Karibik' - was die Natur betraf und nicht die Piraten ;-) (Haben wir glücklicherweise - oder leider? - keine gesehen).
    Wow, die unbewohnten Inseln und vorallem die Korallenriffe rundum. Das Schnorcheln war ein Traum! Fische soweit das Auge reichte und in einer Farbenpracht, dass wir stundenlang im Wasser hätten treiben können und immer wieder eine neue Art entdeckt hätten!
    Unter anderem bekamen wir Delfine, einen Hai, Schildkröten und einen Schwertfisch zu Gesicht!
    Leider meinte es das Wetter nur am ersten Tag gut mit uns; die drei darauffolgenden versprachen vorallem Regen. Trotzdem war es natürlich möglich, schnorcheln zu gehen und dank unserer tollen Reisegruppe kam auch keine schlechte Laune auf.
    Am dritten Tag war es soweit: wir stachen in die offene See. Fernando, unser Kapitän, verordnete uns allen eine Tablette gegen Seekrankheit, da ein Sturm auf seinem Radar stand. Tatsächlich glich die Nacht einer wilden Achterbahnfahrt und der Katamaran 'Santana' schlug immer wieder heftig aufs Wasser, sobald wir eine der hohen Wellen überfuhren. Zum Glück beruhigte sich die Lage am Tag darauf und wir konnten doch noch ein wenig die Sonne geniessen.

    Dieser Segelturn war ein wunderbares Erlebnis und ist wärmstens zu empfehlen. Jedenfalls solange es einen nicht stört, für ein paar Tage auf engstem Raum zu leben, 'seemännisch' zu duschen (ins Meer springen; einseifen; zurück ins Meer; kurz mit Süsswasser abspülen) und eine spezielle Toilette zu benutzen, welche noch Tage später in Kolumbien für lustigen Gesprächsstoff sorgte.
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  • Day8

    Panamakanal

    May 5, 2016 in Panama ⋅ ⛅ 30 °C

    Ihren Reichtum hat Panama-City wohl hauptsächlich dem einzigartigen Panamakanal zu verdanken.
    Vor über 100 Jahren wurde das Projekt, den Pazifik und die Karibik miteinander zu verbinden, nach jahrzehntelanger Arbeit und zahlreichen Rückschlägen - wie zum Beispiel durch Mücken übertragende Krankheiten - endlich fertiggestellt. Ein grosses Problem stellten zudem die massiven Höhendifferenzen zwischen Ost und West dar. Dieses wurde mittels Schleusen, in welchen das Schiff angehoben, beziehungsweise abgesenkt wird, gelöst.
    Die Idee zum Kanal kam aus dem Grund, damit die Schiffe nicht mehr ganz Südamerika oder Nordamerika umschiffen mussten, um unter anderem nach Europa zu kommen.
    Die ausgewählte Stelle für diese 'Landdurchquerung' ist die kleinste Distanz der beiden Meere.
    Wir hatten tatsächlich noch das Glück, einem Kahn bei der Durchquerung der Schleuse zuzuschauen. Für den Kapitän bedeutet dies Millimeterarbeit, um in die Schleuse zu fahren. Dann wird das Schiff an Stahlseilen von zwei kleinen auf Schienen fahrenden Wagen von einer Schleuse zur nächsten gezogen.
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  • Day6

    Panama-City

    May 3, 2016 in Panama ⋅ ⛅ 27 °C

    Endlich, nach rund 10 Stunden nahe am Erfrierungstod, da der Bus aus unerklärlichen Gründen (wahrscheinlich Dummheit) auf 15,5 Grad heruntergekühlt war, kamen wir im schön warmen Panama-City an. Wie kleine Kinder starrten wir die unzähligen Hochhäuser an. Sowas 'Modernes' hatten wir schon lange nicht mehr gesehen.

    Diese Grossstadt sprüht vor Leben und Fortschritt. Sie ist in meinen Augen der Beweis, dass Weiterentwicklung nichts mit den heissen Temperaturen im Land zu tun hat. Die Hitze wird viel zu oft als Entschuldigung fürs Nichtstun gesehen, doch ich bin der Meinung, es hat mit Bequemlichkeit zu tun.

    Begeistert besuchten wir zwei riesige Einkaufsmalls, spazierten durch die viel zu lauten und vollen Strassen zur Strandpromenade, welche überraschend entspannend war und besuchten die sehr hübsche Altstadt.
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  • Day3

    Bastimento

    April 30, 2016 in Panama ⋅ ⛅ 27 °C

    Die Insel Bastimento befindet sich neben derjenigen, auf welcher sich die Stadt Bocas del Toro befindet. Hier besuchten wir zwei der wohl schönsten Strände der Karibik: den Playa Polo und den Playa Wizard.
    Ersterer ist für Touristen nicht einfach so zugänglich, aber dank der bereits erwähnten Oriana wurden wir von Einheimischen in ihrem Motorboot mitgenommen - natürlich nicht gratis... Dafür verbrachten wir einige Stunden an diesem atemberaubenden Strand; sozusagen einsam und verlassen.
    Anstatt direkt zurück zum Dorf zu fahren, liess uns der Bootsfahrer beim Wizard Beach aussteigen.
    Im Vergleich zum Playa Polo hatte es hier schon fast viele andere Besucher.
    Von hier aus mussten wir zu Fuss zurück nach Bastimento gehen, was einen Fussmarsch von etwa 20 Minuten durch den Urwald bedeutete. Das war ein kleines Abenteuer, wurde doch empfohlen, keine Wertsachen mit sich zu führen, da auf dieser Strecke häufig Überfälle auf Touristen geschehen. Wir sahen trotz sehr wachsamen Augen keine Menschenseele.
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  • Day1

    Bocas del Toro

    April 28, 2016 in Panama ⋅ ⛅ 16 °C

    Per Shuttle verliessen wir das wunderschöne, leider etwas teure Costa Rica.
    Der Grenzübergang war wohl der wirrste, den wir bisher gesehen hatten; die Blechhütten sahen provisorisch aus und die Schalter befanden sich wild verteilt zwischen kleinen Läden. Zu Fuss überquerten wir eine Brücke, die Costa Rica und Panama verbindet. Was beide Länder gemeinsam haben, sind die Einreisebedingungen. Auch hier kam man ohne Rückflugticket nicht ins Land! Was für zwei Mitreisende in unserer Gruppe bedeutete, schnell irgendeinen Flug zu buchen, und für uns, bei drückender Hitze auf sie zu warten...

    Bocas del Toro ist eine Inselgruppe in der Karibik und nur via Boot zu erreichen.
    Das Leben für Reisende wie uns, die doch noch ein wenig aufs Geld schauen müssen, ist es hier leider auch nicht gerade günstig. Bocas del Toro selber hat keinen Strand und um auf eine der umliegenden Inseln zu gelangen, ist es unumgänglich ein Wassertaxi zu benutzen. Von daher empfiehlt es sich, direkt zum Beispiel auf der Nachbarsinsel Bastimento eine Unterkunft zu buchen - was wir aber nicht getan hatten (hauptsächlich aus Unwissen).
    Dank der Bekanntschaft mit Oriana, welche ein grosses Talent im Verhandeln besitzt, konnten wir vergünstigt eine wunderbare Bootstour machen, welche Delfinbeobachtung, schnorcheln und den Besuch eines wunderschönen Strandes auf der Insel Zapatilla beinhaltete. Zudem fuhren wir zur sogenannten Isla Perezoso (Faultier-Insel) und zum Hollywood-Bay, wo sich im seichten Wasser zig Seesterne befanden.

    Ein Besuch dieser Inselgruppe lohnt sich allemal! Die Strände sind einfach unglaublich schön und das klare warme Wasser bietet eine ungemeine Artenvielfalt an Fischen.
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