• Vom Strand zum Berg zum Wald

    March 14 in South Africa ⋅ ☁️ 23 °C

    Wieder Meeresrauschen zum Aufstehen, da will man gar nicht raus. Heute tatsächlich das erste Mal bewölkt und nach Tagen über 40 Grad auch mal schön. Bei The Bungalow wurden wir wieder mit köstlichstem Frühstück versorgt. Heute war wieder ein Tag, an dem die Karawane weiterzieht und nachdem wir unsere Sachen getrocknet (haben gestern bisschen gewaschen ;)) und gepackt hatten, ging's los weiter auf der N2 nach Osten. Aber Moment mal, Tom hat wohl sein Ladegerät fürs Handy vergessen. Also nach nur 10 Minuten umdrehen und nochmal rein, aber sieh an, da is ja gar nix im Zimmer...hat er wohl doch schon eingesteckt. Naja kann ja mal passieren ;). Aaaber dadurch konnte er wenigstens noch sein Bild vom Shark Alarm machen. Also wieder auf die N2 und bald gab's schon einen kurzen Tankstop inkl. Supermarkt. Mit Wasserkanistern zum Trinken bepackt und vollem Tank ging's dann weiter. Die Vegetation wurde immer saftiger und auf einmal waren da nur noch Kiefern. Diese wurden seit dem 19. Jahrhundert als schnellwachsende Rohstoffe großflächig angebaut, für Holz und Papier. Ist mancherorts tatsächlich aber etwas außer Kontrolle geraten und zählt als unkontrolliert ausgebreitet. Unser nächstes Ziel war nah: Der Tourispot mit Hängebrücke wo sich der Storms River den Weg ins Meer bahnt. Los ging's entlang angelegter Wege, vorbei am Kanuverleih bis hin zu den 3 Brücken, wobei zwei davon gerade renoviert werden. Auf und ab bis wir dann endlich auf dem wackligen Konstrukt angekommen waren. Begrüßt wurden wir zuvor von einigen Dassies die sich in der Sonne auf den Klippen getummelt haben. Die Brücke war Recht schön und wir sind nach ein Paar Fotos rüber gewackelt. Claudi hatte eine Doppeltour rausgesucht und wir waren etwas verwundert, wo es dann nach der Brücke weitergehen sollte. Aber so schnell konnten wir gar nicht schauen, da war schon das Schild zum Lookout Point. Steil ging's rauf entlang der Klippen über Steine und angelegte Wege mit Holzpfählen als Schutz vor der Erosion. Kurz vor Ende des Weges, nach gefühlt 500 Höhenmetern (und die waren es glaub ich wirklich), sind die Männer vorraus um das zu bestätigen oder zu verneinen. Nach 10 Minuten kam der WhatsApp anruf, ja geht weiter, ja lohnt sich, auf geht's Mädels :). Oben vereint konnten wir die schöne Aussicht genießen, nur leider keine Delphine waren in Sicht. Nach dem Genuss des Ausblicks ging's schweißgebadet zurück mit eher bewölktem Wetter, vorbei an einem sympathischen bunten Grashüpfer und kurz vor der Hängebrücke waren sie da, zwei Affen. Total ruhig und beschäftigt mit Suchen, Trinken und Bieseln. Gleichzeitig war da zwar so manch anderer Tourist der manchmal etwas näher kam, aber das störte die beiden nicht. Nachdem wir die Brücke wieder überquert hatten waren da auch viele Affen aufgetaucht. Letzte Blicke zurück zu Affe, Dassie und dem entfernten erklommenen Berg (gut das wir am Anfang nicht wussten, dass wir DA noch hoch gehen ;)), ab zum Auto und weiter zum "Big Tree". Aber warum steigen denn Rainer und Kerstin nicht ein? Ist wieder wohl was mit dem Reifen?! Kurz Spiegel runtergefahren und glücklicherweise hatte Kerstin ihr Handy gezückt, lächelte und beobachtete irgendwas: Ein Tausendfüßler! Also weiter und am Parkplatz angekommen waren wir gegen 16:00 Uhr tatsächlich die Letzten und das war gut so. Bis 17:00 Uhr Zeit und keine Menschenseele die uns stört. 500 Meter weiter stand er dann da in seiner vollen Pracht mit 36 Metern Höhe, 9 Metern Umfang und zwischen 700 und 1000 Jahren alt, der Big Tree! Was der wohl schon alles gesehen hat, ein wirklich sehr imposanter Baum und ein Wunder der Natur. Auf dem Rückweg noch hallo zu Blindschleiche und einem weiteren Tausendfüßler gesagt, waren wir bratfertig und bereit für die Tsitsikamma Lodge and Spa. Sehr schön gebaut hier, etwas in die Jahre gekommen und mit rustikalem Flair. Das Abendbuffet hat uns dann noch den positiven Rest gegeben und jetzt sind wir platt, heute früh schlafen, Grüße gehen raus: Kerstin und Tom!Read more