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Durch die Ägäis und den Dodekanes

Mit Thessaloniki haben wir unseren nördlichsten Punkt erreicht, falls wir es nicht doch nach Thasos schaffen...
Wir werden in den nächsten Wochen mit der "Ostbahn" möglichst viele Inseln der Ägäis und des Dodekanes besuchen!
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  • Myrina, Limnos II

    6 lipca, Grecja ⋅ ☀️ 26 °C

    Einkaufen war angesagt, aber vorher gönnten wir uns ein üppiges, süßes Waffelfrühstück!
    Danach machten wir uns gestärkt auf, um die Kirche Ag. Nikolaos am Südende des Hafens zu besuchen. Der Aussicht wegen...
    Die Kirche selbst sieht von Distanz beeindrucked aus, aus der Nähe ist sie enttäuschend!
    Aber die Aussicht ist berauschend!
    Wieder unten vom Hügel wie gesagt einkaufen, Anker auf und ab durch die Mitte! Genug Stadt gesehen!
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  • Myrina, Limnos

    3 lipca, Grecja ⋅ ☀️ 28 °C

    Beim Einlaufen war uns schnell klar, an der Mole ist für uns kein Platz frei.
    Aber in Griechenland ist das eigentlich recht selten ein Problem. Denn die Häfen sind meistens so groß dass ausreichend geschützte Wasserfläche zum Ankern zur Verfügung steht. Im aktuellen Fall fanden wir sogar fast ganz innen bei der Mole einen guten Ankerplatz. Somit konnten wir für den ersten Abend paddelnd die Stadt erreichen.
    Myrina ist der Hauptort der Insel Limnos, oder Lemnos auf altgriechisch.
    Der Ort und die Insel haben alle Epochen des Mittelmeeres mitgemacht. Von Hellenen über Ottomanen, Byzantiner, Osmanen, Venezier bis Römer war hier alles vertreten:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Limnos
    Auch mythologisch ist Limnos behaftet. Hepaistos oder der lemnische Frevel zum Beispiel. Siehe Wikipedia Link. Auch die Nähe zum Hellespont - den heutigen Dardanellen, also der Zugang zum Marmara Meer und dem Schwarzen Meer - war immer maßgeblich.
    Das ausgewählte Restaurant für das Abendessen entpuppte sich eher als Reinfall, zumindest teilweise. Monis Oktopus war zwar ausgezeichnet, doch meine Gavros - die kleinen frittierten Fischchen - waren fast ungenießbar. Auch das gereichte Brot war adelig, also "von Gestern" oder so...
    Der Kellner war an seiner Arbeit wenig interessiert und meine Beschwerde der Fische und des Brotes betreffend quittierte er schulterzuckend.
    Bei manchen Restaurants frage ich mich oft wie die zu deren Bewertungen kommen!
    Das absolute Wahrzeichen der Hauptstadt ist unbestritten die riesige Burganlage, die hoch oben auf der Halbinsel welche den Hafen bildet, thront. Unübersehbar, egal aus welcher Richtung man kommt.
    Und diese Festung mussten wir natürlich auch besteigen und erkunden. Erst wenn man mal drinnen ist - kein Eintritt übrigens - kann man sich ein ungefähres Bild über die schiere Größe der Anlage machen. Was für ein furchteinflößender Anblick muss das in antiken Zeiten gewesen sein! Wir hätten das gerne gesehen.
    Die Burg ist auch heute noch bewohnt, aber nur von Ziegen und einem Rudel Damhirsche, die man meistens am Abend beobachen kann.
    https://www.kastra.eu/castleen.php?kastro=myrina
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  • Von Thessaloniki nach Limnos

    1 lipca, Grecja ⋅ ☀️ 28 °C

    Nachdem wir am Sonntag von unserem Landausflug in die Marina von Thessaloniki gekommen sind wurden wir schon von Steffi und Alois erwartet.
    Die Beiden werden in den nächsten Tagen ihre "Orca" für längere Zeit dicht machen und den Sommer daheim in Österreich verbringen.
    Unser Auto nutzten wir um gemeinsam nochmal in das Restaurant zu fahren, in dem wir vor einigen Tagen mit Sheenagh und Jonathan so ausgezeichnet gegessen hatten. Diese Idee war gar nicht verkehrt!
    Am Montag hatte ich dann vom Ship Chandler das neue Solarpanel und die anderen Bestellungen abgeholt und unseren Einkauf komplettiert.
    Nachdem ich das Auto zurück gebracht hatte stürzte ich mich gleich in die Montage des neuen PV Panels. Das Alte tat seinen Dienst mit den neuen LiFePo4 Batterien nämlich nur mehr sporadisch, also wurde es pensioniert! Schon nachdem ich es professorisch angesteckt hatte war ich von der Energieausbeute hochgradig überrascht! So viel Saft wie das neue Panel hatten bis jetzt alle drei Alten zusammen kaum geliefert! Mittlerweile läuft alles so gut, dass die beiden Batterien spätestens um 15:00 Uhr voll sind! Gott sei es gepfiffen und getrommelt... Strom ohne Ende, sodass wir mittlerweile sogar mit einer Induktionsplatte kochen können. Demnächst wird auch noch der Warmwasserboiler angeschlossen, welch Luxus!
    Ich musste in den Masttop weil bei unserem Windindikator das Löffelrad getauscht werden musste. Im Himmel angekommen musste ich feststellen dass der ganze Geber festgefressen war. Also das ganze Teil abgebaut und wieder runter vom Mast.
    Mit allen möglichen Mittel wurde die Gängigkeit wieder mühsam hergestellt und Alois kurbelte mich ein zweites mal hinauf ans oberste Ende unseres Bootes, um alles wieder zu montieren. Geile Aussicht zwar, aber wirklich wohl fühl ich mich mit meiner Höhenangst freihängend im Bootsmannsstuhl auf etwa 18 Meter Höhe nicht wirklich!
    Ein letztes mal Abendessen mit Steffi und Alois, und tags drauf sind wir gegen 7:00 Uhr ausgelaufen. Der Wind hat bald vernünftig segelbare Stärke und gute Richtung bekommen und so konnten wir gut Strecke machen.
    Unser Nächtigungsziel war das goldene Horn von Kap Possidi. Leider hat in der Nacht der Wind dort so zugelegt und seine Richtung geändert, dass an schlafen nicht mehr zu denken war, so gerüttelt und geschüttelt wurden wir! Also gegen Mitternacht Anker lichten und etwa vier Seemeilen östlich hinter einer Landzunge wieder in den Grund mit dem Haken! Dort war es um ein vielfaches besser. Der Schwell war kaum mehr, auch der Wind war wesentlich weniger und aus besserer Richtung...
    Am nächsten Morgen ging es dann mal einige Zeit unter Motor weiter, denn der Wind dürfte sich in der Nacht verausgabt haben.
    Wir wollten das Südende von Sithonia - der Mittelfinger von Chalkidiki - erreichen.
    Nach halber Strecke ging es dann doch unter Segel weiter und vor dem Campingplatz von Kalamitsi platschte wieder der Anker ins Wasser. Vor uns die lustige Kulisse der Glamping Zelte und Schuhschachtelappartements, hinter uns der mächtig in den Himmel aufragende Berg Athos, der zur autonomen Mönchsrepublik Athos gehört.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Athos
    Wenige Minuten später waren wir umringt von SUP Boards, besetzt mit Väter und jeweils einer Schar Kinder, die unser Boot neugierig umrundeten.
    Nach dem Abendessen wurde natürlich das Match Österreich - Spanien gestreamt, ganz patriotisch!
    Die Nacht war dann halbwegs ruhig, abgesehen vom ständigen Schwell der überall in Griechenland zu spüren ist.
    Ebendieser Schwell veranlasste mich kurz nach Sonnenaufgang abzulegen und ostwärts Limnos entgegen zu tuckern. Der Berg Athos hüllte sich in Dunst und Wolken, achteraus versank Sithonia im Dunst, Limnos zierte sich noch einige Zeit und zeigte sich noch nicht.
    Aber irgendwann war es dann so weit, Limnos tauchte voraus auf und fast zeitgleich begann der prognostizierte Wind! Auf wenig Welle segelten wir dem Hauptort Myrina an der Westküste zu. Schon vom Weiten sind die beindruckenden antiken Befestigungsmauern zu sehen. Die Hafenmole war leider voll, aber im Hafenbecken jede Menge Platz!
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    1 lipca 2026