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  • Day7

    4891 m

    June 14, 2019 in Peru ⋅ ☀️ 15 °C

    Heute geht es hoch hinauf!
    Zuerst gab es aber Frühstück und Coca-Tee. Gestern kaufte ich mir noch einen Thermosbecher (daran hätte ich beim Packen zuhause auch mal denken können 🤦🏼‍♀️) vom Starbucks, da kommt der Coca-Tee rein.

    Ich bin guter Dinge mit der Höhe! Viele haben pflanzliche Tabletten gekommen, ich trinke den Tee, hab Magnesium genommen und werde mich positiv hineinsteigern.

    Es ist seltsam, in Asien hatte ich nie Probleme mit Magen-Darm. Hier sieht es anders aus... ich nutze meine Reiseapotheke immer mal wieder 🤣

    Bei 3000 Meter Höhe haben wir angefangen, Coca-Blätter zu kauen. Man wäscht sie, dann nimmt man etwas stevia und rollt etwa 20 Blätter darin ein. Dann macht man es in eine Backentasche und zudrückt es. Es war nicht schlecht. Schmeckt wie Kräuter und betäubt etwas den Mund. Habe mir noch Coca-Bonbons gekauft.

    Bis 4000 Meter war alles schick, danach merkt man quasi jede 100 Meter. Die Luft wird dünn, man muss mehr atmen und der Kopf dröhnt ein bisschen. Wir tranken ein wenig Inka-Tee, fotografierten Lamas und Alpacas und ich aß Schokolade. Man soll hier viel Zucker essen, das gibt Energie! Ich also nur am Cola trinken und Kekse futtern.

    Am höchsten Punkt bei 4900 bin ich auf dem kurzen Weg zur Toilette fast umgekippt 😂 Habe dann den „slow walk“ entwickelt. Kleine Schritte und mit der Ruhe. Der Ausblick war atemberaubend (im wahrsten Sinne des Wortes😂).

    Danach sind wir nach Chivay, 3600 Meter. Waren essen, es gab unter anderem Alpaca-Lasagne. Hotel sieht aus wie Lodge.

    Jetzt geht es zu den heißen Quellen. Andere machen Zip-Lining. Zu spannend für mich 😂
    Die heißen Quellen waren sehr interessant. Natürlich hatte ich keinen Luxusresort erwartet... aber ich war etwas schockiert. Alles draußen (bei 13grad...) und als wir uns grade umgezogen hatten ging es los mit Schneeregen 😂 die Quellen waren aber echt warm und wir waren 1,5 h baden. Derweil beobachteten wir die anderen beim Zip-Lining.

    Danach noch etwas durch den Ort getingelt, Wasser, ein Stirnband und die gute Iberia-Schokolade gekauft. Dann ins Hotel. Jetzt Pizza im Hotel. Verkrafte die Höhe besser mit konstanten Kauen.

    Jovanna, unsere Reiseleiterin, hat uns heute viel Interessantes erzählt: „Ich liebe mein Land, mein Land ist so groß und abwechslungsreich.. aber über die Regierung werde ich nicht gut sprechen. Alle korrupt. Peru ist so reich an Bodenschätzen, wir könnten so entwickelt sein! Aber die Regierung ist korrupt und entwickelt nicht. Es gibt zu wenig Schulen. Es gibt zwar Schulpflicht aber nur auf dem Papier. Außerdem ist die ärztliche Versorgung sehr schlecht. Es gibt Orte ohne Mediziner, da kommt nur einmal im Monat ein Arzt.
    Die Wohnungen in Peru haben fast nie Heizung. Vor einigen Jahren war es -22 Grad, viele Menschen sind in ihren Hütten erfroren und für die Tiere gab es kein Futter, auch viele Alpacas gestorben.“

    Das habe ich heute gelernt:
    -Andes/ Anden bedeutet Terrasse. Name kommt von den Spaniern.
    -Muña-Tee hilft gegen Magen.
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