The shady Penguin

Joined June 2019Living in: Marbach am Neckar, Deutschland
  • Day0

    Bienvenido a Miami

    1 hour ago in the United States ⋅ ⛅ 32 °C

    Meine Reise nach Kuba beginnt mit einer langen Fahrt von Cape Coral nach Miami. Gegen 14:00 Uhr bin ich aufgebrochen und habe auf dem Weg noch getankt. Die Fahrt war - bis Miami - recht ereignislos. Nur in Miami hatte ich dann ein bisschen Stress, zu viele Spuren, Brücken, Mautstraßen,...
    Schließlich bin ich in irgendeiner Hinterstraße angekommen und fand auch schnell den Parkplatz, den ich gebucht hatte. Ob ich das Auto in gut einer Woche wiedersehe? 😎

    Mit einem Shuttle brachte man mich direkt zum Flughafen zu meinem Hotel (Ankunft 17.20) . Mein Flug geht morgen Vormittag und mit Übernachtung ist es deutlich entspannter. Schließlich geht es ja auch in das Land der Entspannten: Cuba!

    Jetzt sitze ich allein im Margharitaville, trinke einen BAHAMA MAMA und esse Fish Tacos.
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day16

    Wieder in Deutschland

    June 23 in Germany ⋅ ⛅ 29 °C

    Endlich wurden wir abgeholt! Durch einen großen, lauten und bunten Umzug ging es Richtung Flughafen. Jemand aus der Reisegruppe erzählte, dass Cusco einer der gefährlichsten Flughafen der Welt sei, weil er mitten in der Stadt liegt. Well. It’s out of my hands.

    Am Gepäckschalter angekommen schauten sie meinen Koffer ganz genau an - und fanden ein Loch 😱 mein guter Samsonite ist glaub grade mal ein halbes Jahr alt!

    Der erste Flug war wunderschön 😍 ich hatte einen Fensterplatz und filmte den Start. So verabschiedet sich für mich Peru.

    In Lima angekommen war es etwas seltsam, wir sind zur Gepäckausgabe (mit Ausgang!) geleitet worden und mussten dann wieder komplett neu rein mit Sicherheitskontrolle usw.

    Der Flug ging rum wie im Flug, ich habe von den 11 Stunden bestimmt 8 geschlafen.
    In Madrid ging auch alles ganz fix.
    Der Rückweg fühlt sich irgendwie kürzer an als der Hinweg.

    Zum Schluss kann ich sagen, dass die Reise absolut fantastisch war. Es war die anstrengendste und unbequemste Reise, die ich jemals gemacht habe. Bis vor ein paar Jahren hätte ich sowas nicht gebucht. Nun bin ich interessiert, auch mal außerhalb der Comfort-Zone zu sein, denn da lösen die kleinen Probleme die großen ab und das entspannt den Kopf. Da muss man sich überlegen, wo man das nächste Wasser herbekommt und wie man die eine Nacht in der Hütte übersteht. Und nicht, wie man den Unterrichtsbesuch rockt oder wie man welches Projekt angeht. Aber auch wenn der Kopf entspannt ist, ist der Körper müde. Tatsächlich bräuchte ich eigentlich jetzt eine Woche All-in, am besten im Schwarzwald, denn da ist das Wasser sauber und der Weg ist nicht weit. Well.

    Ich habe so viel mitgenommen von dieser Reise. Yovanna hat uns so viel erzählt und gezeigt- und das mit einer Menge Herzblut- ich bin sehr dankbar für diese Bekanntschaft. Ich habe gelernt, dass ich zu viel mehr fähig bin, als ich mir (körperlich) zutraue. Ich habe auch gelernt, dass Willen wichtiger ist, als genetische oder sportliche Voraussetzungen. Und ich habe mir mit dem Besuch in Machu Picchu einen Lebenstraum erfüllt und diesen Besuch habe ich mir selbst finanziert- ein tolles Gefühl.

    Durch die Einheimischen habe ich gesehen, dass man auch mit viel weniger zufrieden sein kann und dass viele Privilegierte ihre Chancen nicht zu schätzen wissen.

    Am Ende kommt es immer darauf an, was man aus seinem Leben macht.
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  • Day15

    Endlich nach Hause

    June 22 in Peru ⋅ ☀️ 11 °C

    Cusco ist in diesen Tagen sehr laut und chaotisch. Das macht es für mich einfacher, die Stadt zu verlassen.

    Ich verabschiedete mich von allen, die heute auf großer Wanderung sind und die Jungel-Verlängerung noch gebucht haben.

    Danach gab es ein Frühstück und dann machten Ingrid und ich einen Spaziergang zum Kloster, wo ich hoffte, die Dame von gestern zu treffen, die die Bücher verkauft. Konnte mich gestern nicht entscheiden aber habe mir sonst nicht viel mitgebracht und konnte das Buch schon im Bus bewundern.
    Die Dame war natürlich nicht da, aber wurde von einer anderen Reiseleiterin angerufen.

    Danach bummelten wir noch etwas durch die Gegend und ich ging noch ins Machu Picchu Museum. Das war gut gemacht, viele Filme liefen und alte Fotos hingen.

    Nach einem kurzen Ausflug zum Supermarkt (da gab es nix mehr) bin ich jetzt im Hotel und warte aufs Shuttel.

    Dann geht’s von Cusco nach Lima, von Lima nach Madrid und von Madrid nach Frankfurt.
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  • Day14

    Der letzte Abend

    June 21 in Peru ⋅ 🌙 3 °C

    Heute Abend hatten wir unser Abschiedsessen. Es war zu gleichen Teilen schön und traurig. Einerseits freue ich mich sehr auf mein Zuhause. Andererseits habe ich Yovanna als so eine inspirierende Person kennen gelernt und ich finde es sehr schade, dass diese Reise hier endet.

    Wir bestellten fast alle Meerschweinchen und freuten uns über unseren Maracuja Sour. Zum Meerschweinchen kann ich sagen: „Ich hatte schon bessere!“ (life goals 😂).
    Jeder von uns hat schon vor einer Woche ein „Patenkind“ gezogen. Das hilft dabei, die Gruppe zusammen zu halten und herauszufinden, wer fehlt. Jeder hatte ein Patenkind und war selbst eines. Und heute gab es Geschenke 😃 Ich war das Patenkind von Domingo Düsentrieb und er schenkte mir zwei Lamaschlüsselanhänger und eine gute Schokolade. Die andere Daniela der Gruppe war mein Patenkind und ihr schenkte ich zwei Topflappen aus Machu Picchu.
    Wir bedanken uns alle bei Yovanna, natürlich hatten wir Trinkgeld gesammelt und haben sogar ein gemeinsames Foto ausgedruckt und alle unterschrieben.

    Und danach hieß es ein letztes Mal:
    „Arriba, abajo, al centro, moviendo sexy, adentro.“

    Wir gingen weiter zu „Mama Afrika“, ein Salsa-Club. Dort lernten wir die Grundschritte von Salsa in einem Tanzkurs. Es war herrlich. Zum Schluss wurden Paare gebildet und die deutschen Mädels tanzten mit den Typen aus Cusco (die oft 20 cm kleiner waren...).
    Ich war relativ schnell raus😂 Mir liegt die Musik nicht so. Wäre lieber in eine Live Musik Kneipe gegangen.

    Noch einmal richtig schlafen und dann gibt’s eine Nacht im Flugzeug... Well...
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  • Day14

    Der letzte Tag

    June 21 in Peru ⋅ ⛅ 11 °C

    Jetzt habe ich einmal etwas Gutes getan und mein Zimmer mit einem Paar getauscht (damit sie ein Doppelbett haben) und nun hab ich das Katzenzimmer direkt am Frühstücksraum. Ab um 5.00 gibt’s Frühstück. Well.

    Nach dem Frühstück packte ich meine Sachen und ging zur Rezeption: „Please move me.“
    Danach trafen wir Yovanna und ich gab ihr noch 3 Shirts von Ivanka Trump, die mir nicht stehen. Sie hat sich so sehr gefreut und mich umarmt.
    Zusammen liefen wir zum Dominikaner-Kloster. Leider waren wir nach zwei Wochen nicht mehr besonders aufnahmefähig. Ich habe es versucht! Die Dominikaner bauten ihr Kloster teilweise mit den Wänden von einer alten Inca Festung. Haben einfach drüber gemalt und drumherum gebaut.

    Danach besuchten wir 2 Inca-Tempel, Von denen leider nur noch einige Steine übrig geblieben sind. Opfer wurden bei den Incas nur sehr selten. Meistens opferten sie Tiere und nur bei großen Naturkatastrophen auch mal ein Kind. Die Prä-Inca-Kulturen waren da anders, die opferten andauernd Jungfrauen und Kinder.

    Schließlich besuchten wir noch die Kathedrale von Cusco. Leider waren wir auch da an der Grenze unserer Aufnahmefähigkeit. Die Kathedrale ist aber unglaublich reich: es hängen monumentale Bilder im großen goldenen Rahmen und alles ist mit Blumen geschmückt. Aufgrund des Festes der Wintersonnenwende (das ist quasi Silvester für die Südamerikaner) sind viele heilige Statuen von ganzen Land grade in der Kirche.

    Cusco und die Region drum herum ähnelt übrigens Florenz sehr. Wahnsinn, welche Vielfalt dieses Land in sich birgt.

    Nach der Führung ging ich in das Café was Yovanna empfohlen hat und aß ein riesiges Club Sandwich. Danach endlich 2,5 h Mittagsschlaf im neuen Zimmer 😃

    Heute Abend Abschiedsessen und danach heißt es:
    „Arriba, abajo, al centro, moviendo sexy, adentro.“

    Das habe ich heute gelernt: die bunte Flagge, die bei uns als LGBT- Fahne bekannt ist, ist eigentlich die Fahne des Inca-Reichs und hängt hier überall.
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  • Day13

    Der lange Weg nach Cusco

    June 20 in Peru ⋅ ⛅ 16 °C

    Heute konnten wir ausschlafen. Theoretisch. Denn mein Körper weckte mich gegen 7.00. Die Schienen des Zugverkehrs gehen - natürlich ohne Schranke- mitten durch die Start. Nachts stiegen vor meinem Fenster einige Menschen aus 😂 trotzdem schlief ich den Schlaf der Erschöpften.

    Ich versuchte aufzustehen aber alles war steif. Ich musste ein wenig laufen um meine Beine wieder elastisch zu machen. Ab abwärts Hintern tut mir alles weh. Trotzdem bin ich glücklich.

    Um 8.00 genoss ich ein herrliches Frühstück mit Wahnsinnsausblick (Fluss und Berge) und schöner Musik (Oasis, Jack Johnson) im Hotel. Ich googelte das Museum, zu dem wir heute wandern würden und fand heraus, dass das nur eine kleine Hütte war. Somit entschied ich, die 30$ für einen Late Check-out zu investieren und legte mich nochmal hin von 10-12 Uhr. Dann meldete sich Yovanna mit der Locations fürs Mittagessen.

    Schließlich ging ich noch einige Souvenirs kaufen und saß noch etwas im Hotel. Um 15.20 ging unser Zug Richtung Cusco. Stilecht besorgte ich mir vorher ein Cusqueña (Bier) und beobachtete die Landschaft.

    Der Zug mit dem Charme vergangener Jahre, schwankte wie eine Disney-Attraktion. Die Landschaft könnte auch aus einem Abenteuer-Film sein: Durch den Indiana-Jones-Urwald ging es Richtung Pandora.

    Über was wir Deutsche uns immer noch amüsieren: Das Ticket gibt man ab. Man muss sich also seinen Sitz und sein 10-stelliges WLAN-Passwort merken 😂natürlich gibt’s im Zug dann eh kein WLAN.

    Die Zugfahrt war interessant: immer wieder wurden Weichen manuell (!) eingestellt! Der Zug fuhr zu weit, rollte dann zurück und es sprang dann einer mit ner Taschenlampe raus und stellte die Weiche ... völlig verrückt. „Willkommen in Peru“ meinte mein Bus-und Zugfreund Domingo Düsentrieb und widmete sich wieder der Entwicklung seines nächsten automatischen Schildkrötentors (kein Scherz).

    Gegen 20.00 kamen wir in Cusco an - hier ist ja was los! Bis Sonntag ist noch Inca-Fest mit Paraden und Halligalli auf den Straßen. Wahnsinn!
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  • Day12

    Was kommt nun ?

    June 19 in Peru ⋅ ☁️ 13 °C

    Um 17.45 waren wir wieder im Hotel und ich konnte keinen Schritt mehr gehen, meine Beine schmerzten so sehr.

    Die Dusche genoss ich so sehr und abends gingen wir essen: es gab Burger mit Guacamole und Bacon😍 danach Mousse au Chocolate als Dessert. Dazu Piña Colada und Bier.
    Das konnten wir uns auch gönnen nach der Strapaze (siehe Fitbit-Aufzeichnung).

    Abends lag ich im Bett und fragte mich: Was kommt nun? Angkor Wat, die chinesische Mauer und Stonehenge habe ich schon gesehen. Wie geht’s nun weiter ?
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  • Day12

    Ich kam nach Peru für Machu Picchu

    June 19 in Peru ⋅ ⛅ 14 °C

    Ich kam nach Peru für Machu Picchu und fand so viel mehr.

    Langsam neigt sich die Reise dem Ende zu und heute ist das Highlight dran: Machu Picchu. Ich hab heute früh ein bisschen getrödelt und so musste ich mein Frühstück in 15 min runterschlingen. Wir liefen danach kurz zum Bahnhof und stiegen in den Zug. 1,5 Stunden dauerte die Fahrt und sie war sehr interessant. Wir sahen Teile des Inca-Trails (der dauert 4 Tage, man schläft in Zelten und Mulis tragen das Gepäck ... Plan für nächstes Jahr ? 🤔😬🙈). Die Landschaft veränderte sich wieder. Wir fuhren an einem Fluss lang und um uns rum war viel Vegetation, teilweise Regenwald. Wahnsinn, wie schnell sich die Klimazonen hier verändern.
    Waren wir gestern noch im staubigen Italowestern mit dem Hollywood-Schamanen, geht es heute mit Indiana Jones und Hiram Bingham in den Dschungel. Ob es auch leckeren Affenschädel gibt? Wer weiß...

    Im Hotel (Casa Andina! Jippy!) in Aguas Calientes/ Machu Picchu Dorf angekommen, hatten wir noch 1,5 h Zeit um uns auszuruhen und etwas Kleines zu essen und Vorräte aufzufüllen.
    Um 11.15 liefen wir zur Busstation und stiegen in den Bus, der uns in 30 Minuten über eine Serpentinenstraße zum Eingang von Machu Picchu bringen sollte. Ein letztes Mal gingen wir auf die Toilette (innen gibt’s keine mehr, die nächsten 5 h also durchhalten). Und wir konnten hier auch unseren Pass stempeln lassen mit dem Original Machu Picchu Stempel.

    Jovanna hat es einfach drauf. Sie meinte, die meisten Besucher können nur 2 h bleiben, denn sie buchen ihr Ticket zeitgleich mit der Führung. Wir nicht 😎 wir hatten Freizeit in der Anlage von 12.00-15.00 und erst dann 2 h Führung. Sie erklärte uns den Treffpunkt und zeigte uns die Dinge, die man noch machen kann. Man kann zuerst zum Sonnentor laufen und dann noch zur Inca-Brücke. „Ein wenig anstrengend.“

    Nun sah ich zum ersten Mal die Anlage von Machu Picchu. Sie war genauso wie auf all den Bildern: majestätisch! Was für ein Ausblick! Es war am Anfang noch recht voll, viele machten Selfies. Ich machte ein paar Fotos und schaute es mir gleich dort an 😉

    Dann fing ich an mit einigen aus der Gruppe zum Sonnentor zu laufen.
    Hätte ich vorher gewusst, was da auf mich zukommt, hätte ich es nicht gemacht 😂 Es ging auf einem kleinen Pfad steil bergauf mit unebenen Stufen. Eine ganze Stunde lang kämpfte ich mich nach oben, es war unglaublich anstrengend. Nach jeder Kurve sagte ich mir: „Das sind jetzt die letzten Stufen!“ Naja... bis zuletzt kamen Stufen 😂 teilweise musste ich mich mit den Händen abstützen weil die Stufen 70 cm hoch waren.
    Endlich hatte ich es geschafft! Der Ausblick war gigantisch! Und sowas macht man ja auch nur einmal.

    Nach einer viertel Stunde Pause und einem Müsliriegel machte ich mich auf den Weg zurück. Auf der Karte, die wir bekommen hatten, sah es so aus, dass der Weg zur Inkabrücke relativ schnell links ab ging. In Realität war das aber anders. Ich musste den ganzen Weg zurück. Ich hätte manchmal heulen wollen. Auch bergab war es so anstrengend, man musste immer aufpassen dass man nicht rutschte oder stolperte. Meine Muskeln fingen an zu zittern und ich konnte mich nicht mehr richtig abfangen. Wanderstöcke wären hilfreich gewesen aber das hat uns niemand vorher gesagt.
    Endlich war ich wieder am Ausgangspunkt und sah den Pfeil zur Inca-Brücke. Gleichzeitig sah ich aber auch Jovanna im Gras sitzen und entschied, dass ich die 45 min nutzte, um mich auszuruhen.

    Und dann beobachtete ich Machu Picchu und biss genüsslich in mein Snickers. Das Spiel der Wolken mit der Sonne war atemberaubend. Manchmal war alles dunkel aber auf Machu Picchu strahlte die Sonne. Ich hörte die Vögel zwitschern und genoss die Ruhe.

    Gegen 15.00 trudelten alle ein („die Brücke war eine Hängebrücke- lohnt sich nicht!“) und wir wurden in 2 Gruppen aufgeteilt. Ich war in Jovannas Gruppe und sie erzählte uns die Geschichte der Wiederentdeckung von Machu Picchu. Das spricht man übrigens „Matschu Pichtschu“ (wie „ich“) aus und bedeutet alter Berg. Spricht man es „Matschu Pitschu“ aus bedeutet es „alter Penis“. Choose wisely 😉

    Hiram Bingham wollte eigentlich die legendäre Goldstadt „Eldorado“ finden und redete auf seinen Reisen mit vielen Einheimischen. Schließlich kam er zufällig in Aguas Calientes an und fragte auch dort die Einheimischen nach solchen verborgenen alten Strukturen. Ein Bauer erinnerte sich daran, dass er auf dem Berg sowas gesehen hatte und Bingham machte sich auf den steilen Weg dorthin. Der größte Teil der Anlage war überwuchert, doch Bingham fand sie trotzdem. Er musste allerdings erst Sponsoren finden, die ihm diese Erkundung finanzierten. Die Uni Yale, der Rotarierclub und National Geographic sprangen ein und so konnte er die Anlage freilegen. Bingham zog allerdings Trugschlüsse: zuerst dachte er, er hatte wirklich Eldorado entdeckt. Als er kein Gold fand, dachte er, dies sei ein mystischer Ort für Frauen (weil die Skelette alle so zierlich waren). Fakt ist: Machu Picchu war eine Inca-Stadt in der ca. 1000 Menschen lebten. Sie wurde so hoch gebaut aufgrund des außergewöhnlichen Klimas und der Fruchtbarkeit des Bodens. Sogar Pflanzen, die über 2000 Meter nicht gedeihen, wuchsen hier (auf 2400 m).

    Dass mit dem mystischen Ort kann schon sein, man fühlt die Energie hier. Man fühlt, dass da etwas nicht Greifbares in der Luft liegt.

    Die Anlage ist den Umständen entsprechend erhalten. Viele der Wände sind um 15° nach innen geneigt, das macht sie erdbebensicher.
    Auf dem Gelände leben sowohl Alpakas als auch wilde Hasen. Ich habe auch mindestens einen Hund gesehen 😂

    Das Schauspiel von Sonne und Wolken fand ich am interessantesten. Die Inkas haben immer wieder Strukturen errichtet, die sich bei Sonneneinfall verändern. Es gibt einige Fenster, durch die um zwölf die Sonne scheint. Es gibt auch manche Wasserbecken, die exakt um zwölf ein schönes Licht an die Wand reflektieren. Das Wassersystem ist übrigens immer noch intakt. In 100 Jahren wird aber vermutlich ein Teil der Stadt abgerutscht sein, jedes Jahr gehen 4 mm verloren. Man versucht, die Zerstörung aufzuhalten, indem man nur noch eine gewisse Anzahl an Touristen hinein lässt und längerfristig muss wahrscheinlich die Stadt abgestützt werden.

    Um 17:00 Uhr schließt die Anlage und auch wir verließen, nach einem letzten Blick, dieses Weltwunder.

    Ich bin sehr glücklich und dankbar, dass ich das erleben durfte.

    Jede Stufe hat sich gelohnt.
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  • Day11

    Zum Naturfreund werd ich nicht ...

    June 18 in Peru ⋅ ⛅ 21 °C

    „Zum Naturfreund werd ich nicht mehr werden, aber langsam folge ich dir...“
    Diese Textzeile von Element of Crime (aus „Wenn der Winter kommt“) passt perfekt zum Tag: Wieder ein toller Tag aber ich hasse wandern.

    Wir genossen ein gutes Frühstück im Hotel mit frischer Avocado und Obst.

    Gleich beim Hotel ist die Inca-Stätte von Ollantaytambo, die eigentlich nach Machu Picchu sehr bekannt ist, aber unser Reiseveranstalter hat das nicht im
    Programm. Yovanna aber schon 😎.
    Früh um 7 durften wir erleben, wie die Sonne langsam das Tal mit ihrem goldenen Licht erhellte - was für ein Schauspiel. Wir sind bis ganz hoch gelaufen, sahen den Sonnentempel und blickten auf das Tal hinab. Der Rundweg war abenteuerlich, sehr steil und ungleiche Stufen. Aber es hat sich gelohnt. Yovanna erzählte uns die Geschichte der Incas. Neben dem, was man im Reiseführer nachlesen kann, erzählte sie uns die Geschichte ihres Heimatortes „Ollantaytambo“. Dies ist der einzige Ort, der sich den Konquistadoren erfolgreich zur Wehr setzen konnte. Sie wollten den Ort erobern aber es gab eine Flut und gleichzeitig griffen die Incas an- sie ließen Steine von oben regnen und halfen mit Pfeilen nach. Ollantaytambo ist der einzige Ort der keine Bauwerke im Kolonialstil besitzt. Viele Strukturen der Inkas sind erhalten. Und in vielen Häusern leben noch Menschen.

    Danach stiegen wir in den Bus und besuchten einen echten Schamanen!! Mein Highlight des Tages! Er sah aus wie ein Hollywoodstar aus einem alten Western: Schnurrbart, vertrauenserweckende Augen und Poncho. Wir machten eine Zeremonie mit ihm für Madre Tierra (Mutter Erde), wo besonders allen Frauen gehuldigt wird: Jeder bekam 3 schöne Coca-Blätter und konnte dann seine Wünsche still äußern. Dann hatte der Schamane eine Rassel und eine Klingel, spielte beide abwechselnd und war fast wie in einer Art Trance (ich auch). Er murmelte auf Quechua zu den Göttern, wünschte uns Dinge wie Gesundheit, mehr Geld für weniger Arbeit und Liebe. Es war toll, denn wir alle waren in dem Moment ganz präsent, es gab kein morgen oder gestern, nur JETZT.
    Danach bließen wir durch die Coca-Blätter in alle 4 Himmelsrichtungen Luft und legten sie auf eine Decke. Der Schamane gab noch viel dazu: Rosinen, Fett, Anis, Süßigkeiten,... zum Schluss Konfetti für die Deko. Das Paket wurde eingewickelt und wird heute Nacht verbrannt. Es war ein Erlebnis!! Ich war sehr berührt davon, musste auch die eine oder andere Träne verdrücken.

    Wir besuchten anschließend ein kleines Dorf, fütterten Alpacas und sahen Handwerkskunst. Danach schauten wir uns eine Kirche an und aßen Empanadas (Teigtaschen, sehr lecker).

    Ab da ging es bergab. Im wahrsten Sinne des Wortes.
    Wir machten eine Wanderung. Der Weg war kein Weg, alles völlig staubig und es war -für mich- herausfordernd. Denn es ging steil bergab. Ich weiß auch nicht warum aber ich hab bei sowas einfach Angst zu rutschen. Und die Sonne brannte unerbittlich. Wir wanderten eine Stunde im Staub (meine frische Jeans... Well...). Dann waren wir in Maras. Maras ist für sein Salz berühmt. Wir sahen die Salzterrassen und die Quelle, die 30% Salz in sich trägt. Woher die Quelle kommt und wie sie gespeist wird, weiß bis heute keiner.
    Dann ging die Wanderung weiter. Eine weitere Stunde downhill.
    Ich. hasse. Wandern.
    Schließlich überquerten wir eine Hängebrücke (wie im Dschungelcamp) und da stand der Bus-meine Rettung!

    Dann hatte Yovanna etwas ganz Besonderes vorbereitet. Sie lud uns ein zu ihrem Bruder, dort „kochten“ wir (also ich nicht) Guacamole 😍 Tag gerettet. Dazu gab es die typischen „papas“ (Kartoffeln), die im Erdloch mit heißen Steinen gegart werden. War wirklich lecker und ein Erlebnis. Ihr Bruder wohnt nämlich in einer Art Bauruine. 2010 wurde sein Haus vom Hochwasser zerstört, nun baut er seit 9 Jahren ein Haus (und ist über den Rohbau nicht hinaus gekommen...). Zwischen den Tischen liefen Katzen, Enten und Hühner (und ein böser Hahn, der den Busfahrer attakierte😂). Wir bezahlten eine Kleinigkeit und halfen so der Familie.

    Abends im Hotel hatten wir 1,5 h Zeit unsere Tasche für 2 Nächte/ 2 Tage zu packen, denn unsere Koffer werden heute schon nach Cusco gebracht. Nach Machu Picchu geht es mit dem Zug, da darf man nicht viel mitnehmen. Trotzdem ist es schwierig das Wetter einzuschätzen. Es soll subtropisch und wärmer werden.

    Das habe ich heute gelernt:
    1. Inca bedeutet König
    2. ich bin nun vollständig an die Höhe angepasst 🐗

    Morgen. Endlich. Der Grund meiner Reise.
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  • Day9

    Der beste Abend und die schlimmste Nacht

    June 16 in Peru ⋅ ⛅ 10 °C

    Der beste Abend und die schlimmste Nacht

    Gegen 8.00 verabschiedete ich mich mit einem letzten Pancake von der Zivilisation und gab mein Leben in die Hände des peruanischen Fahrrad-Rikscha-Fahrers.

    An den Kreuzungen schloss ich die Augen und schickte Stoßgebete nach oben. Sonst war die Fahrt ganz amüsant. Die Fahrer lieferten sich regelrechte Straßenrennen und überholten sehr, sehr knapp. Ich und meine Beifahrerin gewannen (juhu?).

    Am Hafen angekommen kauften wir noch schnell ein paar Stifte für die Kinder als Gastgeschenk (bringt das nicht jede Gruppe mit? Was machen sie mit diesen Unmengen an Stiften?) und es ging auf unser Boot. Das entspricht absolut europäischen Standard- sogar Toiletten gab es und ein Sonnendeck für 8.
    Die Bar suchte ich aber vergeblich. Well.

    Nach einiger Zeit hielten wir an einer schwimmenden Insel an. Ich kenne andere schwimmende Inseln aus Vietnam. Diese hier war aber ausschließlich aus Naturmaterialien gefertigt. Und sie schwankte und man sank in das Schilfgras ein ...
    Wir wurden von den Einheimischen begrüßt und sie zeigten uns, wie die Insel gebaut wird. Dann kamen die Damen des Dorfes und nahmen uns mit in ihre Häuser. Maria zog uns die Tracht des Stammes an, Rock, Jacke, Bommel um den Hals und Hut- alles knallbunt!
    Anschließend sangen die Damen noch einige Lieder. Der Höhepunkt war „Alle meine Entchen“- auf deutsch von peruanischen Frauen in Tracht am Titicacasee. Alkohol brauche ich für diese Erfahrung wohl nicht.

    Auf ging es zur nächsten Insel. Dort konnte man sich einen Stempel vom Titicacasee für seinen Pass geben lassen. Legal und anerkannt? Unwahrscheinlich. Aber ein Muss für Stempeljäger, wie ich es bin.

    Auf der Insel Taquile hatte ich ein Nahtoderlebnis: Wir sind 1 km bergauf gelaufen. Ich dachte, ich schaff es nicht. Wollte nur noch heulen! Aber dafür bekam ich zu wenig Luft. Dazu kam, dass ich noch mit anderen auf der Toilette war aber der externe Guide hat nicht gewartet 😡 wusste nicht so wirklich, wo es lang ging. War aber nicht die letzte. Habe den Weg richtig gefunden und bis ich den Guide wieder gesehen habe, war mein Ärger verflogen.

    Dann ging es gleich zum Mittagessen. Es gab Forelle aus dem Titicacasee und die war sehr lecker. Die Gaststube hatte nicht genug Getränke, somit musste immer jemand vom Personal ganz nach unten laufen und brachte Tüten mit Getränken... Nach dem Essen erzählte uns der Guide etwas über die typische Tracht und was die Farben bedeuteten. Zum Weltkulturerbe der Insel gehören die strickenden Männer, die sehr genau und versiert die Muster stricken.

    Nach dem Essen setzten wir unsere Wanderung fort, allerdings ging es nur noch geradeaus oder hinunter. Der Weg war manchmal steinig, bin froh um meine Wanderschuhe.

    Weiter mit dem Boot zu unserer Übernachtungsinsel Takonita.
    Dort standen die Einheimischen in Festtracht am Steg und wir gaben allen die Hand. Sie begrüßten uns sehr herzlich. Der „President“ sprach ein paar Worte. Er sagte, dass sich alle freuen, Gäste zu haben und dass sie uns mit offenen Armen begrüßen.
    Die Hütten wurden zugewiesen. Sie waren rund, bestanden aus 2 Betten aus Schilfgras. Es gab eine Lampe, die funktionierte aber erst abends. Toiletten waren außerhalb aber sahen ganz ok aus, gefliest und es gab Seife zum Händewaschen.

    Viel zum Auspacken gab es ja eh nicht. Ich bestellte mir noch eine Decke und dann ging ich runter an den Steg um zuzuschauen, wie manche mit den Fischerbooten rausfuhren.
    Dann zeigten uns die Einheimischen, wie sie ihre typischen Handarbeiten herstellen. Wir durften es auch versuchen.

    Leider wurde es ab 17.00 immer kühler. Ich trug Leggins und Jeans, t-Shirt, Soft-Shell-Jacke, 2 (!) Winterpullover und die dünne Daunenjacke. Zum Glück gab es gegen 18.00 Essen, dazu auch warmen Tee.
    Zum Essen gab es eine Graupensuppe und danach Bratkartoffeln mit Ei und Reis.
    Ich entschied, dass ich diese Nacht nicht ohne nen ordentlichen Dusel überstehen würde, also gab es zum Essen schonmal 2 Bier. So richtig warm war es beim Essen noch nicht also entschieden Ingrid und ich, die einzige Flasche Whiskey zu kaufen und uns ein paar Shots zu genehmigen. Nach 30 min und 7 Mittrinkenden war die Flasche leer und wir ein bisschen lustig.

    Schließlich kamen die Einheimischen und verkleideten uns mit der typischen Tracht, die auch warmhalten sollte. Ich bekam einen gelben Rock, dazu ein Jäckchen und noch den typischen Hut. Dann gingen wir raus und feuerten das Lagerfeuer an.

    Die Einheimischen führten mehrere Tänze zu ihrer typischen Musik (Trommel, Rassel und Flöte) auf, das war ein Erlebnis! Zuerst führten sie einen Tanz gegen böse Geister auf, dabei trugen die Männer Masken (ähnlich der Häs!) und jeder hielt sich an einem Strick fest und sie hüpften ums Feuer. Danach kamen noch 2 andere sehr schöne Tänze. Schließlich wurden auch wir aufgefordert, mitzumachen und so tanzen wir ums Feuer. Das war toll, bisher das beste Erlebnis des Urlaubs! Aber auch sehr anstrengend.
    Die Einheimischen zogen sich danach zurück und wir hörten unsere eigene typische Musik („Atemlos“🙄).

    Gegen 23.00 und etliche Biere später zogen wir uns nach einem letzten Bob Marley Set zurück in unsere Hütten.

    Insgesamt hatte ich 5(!) dicke Wolldecken und mein Schlafsackinlay. Kalt war es nur am Gesicht, der Rest war warm. Ich schlief aber auch in meinen Klamotten. Nur die Jeans und die Wanderschuhe habe ich ausgezogen.
    Die Nacht war leider nicht gut. Habe das Abendessen oder den Whiskey (unter keinen Umständen das Bier!) nicht vertragen und so machte ich mich immer mal wieder auf zur kalten Toilette.

    Die Tür meiner Hütte ging nicht richtig zu, immer wenn der Wind wehte, bließ er durch mein Zimmer und die Tür öffnete sich. Habe die Sache dann mit meinem Rucksack behoben.

    Gegen 5.30 klingelte der Wecker und ich war fertig und wusste nicht, wie ich den Tag überstehen sollte. Zum Glück hatte ich einen Teil der Reiseapotheke dabei und so nahm ich Buscopan, Iberogast, Loperamid und Vomex. Zum Glück steht heute nur Busfahren auf dem Plan. Sind aber noch mehr an kränkeln.

    Mit dem Schiff ging es pünktlich 6.30 und nach Verabschiedungszeremonie wieder aufs Festland. Heute ist die längste Busfahrt der Reise: 7-17.30 mit einer einstündigen Pause (und Toilettenpausen). Dank dem Medicocktail ging es mir rasch besser aber ich fühlte mich wie erschlagen. Hab die meiste Strecke geruht oder geschlafen und immer mal wieder einen Keks geknabbert.

    Die Landschaft verändert sich nun. An den Anden sieht schon jeder Hügel so aus, wie die Umgebung von Machu Picchu. Es ist alles viel grüner.
    Unsere Reiseleiterin kommt aus dem Urubamba - Tal und erzählt mit Herzblut von dieser Gegend.

    Die erste Dusche nach dieser langen Zeit tat übrigens auch ziemlich gut 😉
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