• Marina Schmidt
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Madeira

Et 8-dags eventyr af Marina Læs mere
  • Start på rejsen
    24. maj 2025

    Ankunft Madeira

    24. maj 2025, Tyskland ⋅ ☁️ 15 °C

    Welcome to Madeira

    Schon Wochen vor der Reise war da diese besondere Vorfreude. Ich hatte Bilder gesehen von steilen Klippen, wolkenverhangenen Bergen, exotischen Pflanzen und dem tiefblauen Atlantik. Madeira klang nach Abenteuer, nach Natur pur, nach einem Ort, der mir den Atem rauben würde – im besten Sinne.

    Und heute ging das Abenteuer los 🥳✈️
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  • Campervan abholen

    24. maj 2025, Portugal ⋅ ☀️ 21 °C

    Nachdem wir den Campervan nach einer ausführlichen Einweisung übergeben bekommen hatten – mit vielen kleinen Tipps zur Technik, zum Gas, zur Stromversorgung – begann unser Abenteuer auf vier Rädern.

    Alles, was wir brauchten, war dabei.
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  • First Night

    25. maj 2025, Portugal ⋅ ☀️ 17 °C

    Der Anfang fühlte sich noch etwas holprig an. Nicht nur, weil die Straßen auf Madeira eng, steil und ungewohnt kurvig sind, sondern auch, weil die ersten Kilometer immer die unsichersten sind. Noch kein Gefühl für die Größe des Vans, das Getriebe etwas ruppig, die Nervosität bei jeder neuen Kehre spürbar.

    Wir fanden ein nettes Restaurant, liefen durch eine Bananenplantage, richteten uns den Van ein und wurden mit einem schönen Sonnenuntergang am Meer belohnt.
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  • 25 Fontes Hike

    25. maj 2025, Portugal ⋅ ☀️ 17 °C

    Der Weg zu den 25 Fontes war wie ein kleiner Aufbruch in eine andere Welt. Umgeben von dichten Lorbeerwäldern, begleitet vom Plätschern der Levadas, wirkte der Pfad wie eine Einladung, tiefer in die Seele Madeiras einzutauchen.

    Mit jedem Schritt wurde es grüner, feuchter, lebendiger – fast so, als würde der Wald atmen. Moose klebten an den Felsen, Farne rankten sich in die Höhe, und das Licht kämpfte sich nur in feinen Strahlen durch das dichte Blätterdach. Es war still – zumindest für einen Moment.

    Doch je näher wir dem Ziel kamen, desto mehr wich die Ruhe dem Stimmengewirr. Die letzten Meter waren gesäumt von wartenden Menschen, Kameras in der Hand und Selfie-Sticks in Position.

    Deshalb blieben wir nicht lange und machten uns wieder auf den Rückweg.
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  • Jardin do Mar

    25. maj 2025, Portugal ⋅ ☀️ 21 °C

    Für einen kurzen Stopp, Stadt/Dorf- Bummel, Promenadenspaziergang und einen Sprung ins Meer hielten wir in Jardin do Ma. Allerdings waren wir voll zur Mittagszeit dort und wurden leicht von der Sonne gebrutzelt.

    Derweil ein paar Fakten zu Madeira:

    1.
    Madeira hat etwa 250.000 Leute – ein Drittel wohnt in Funchal, wahrscheinlich weil dort der meiste Trubel ist (und das WLAN besser).

    2.
    Größe? Eher handlich.
    Mit ihren 740 km² passt Madeira fast 480-mal in Deutschland rein.

    3.
    Infrastruktur-Level: EU zahlt mit.
    Madeira kriegt regelmäßig Geldregen von der EU – z. B. für Straßen, Tunnel und „bloß-nicht-runterfallen“-Serpentinen. Grob geschätzt 50–100 Millionen Euro pro Jahr.
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  • Calheta

    26. maj 2025, Portugal ⋅ ☀️ 19 °C

    Am zweiten Tag auf Madeira ging’s für uns nach Calheta – ein entspannter Küstenort mit viel Sonne und ruhiger Atmosphäre.

    Wir haben den kleinen Hafen erkundet, die Wellen beobachtet und angefangen, Steintürme am Strand zu stapeln. Einfach, meditativ und irgendwie schön.Læs mere

  • Whale watching

    26. maj 2025, Portugal ⋅ ☀️ 20 °C

    Am Nachmittag wurde es dann aufregender: Mit Lobosonda ging’s auf Whale Watching Tour – und zwar im Speedboot! Zwar haben sich die Wale nicht blicken lassen, dafür flogen plötzlich Fische übers Wasser und eine Gruppe Delfine tauchte neben uns auf.

    Besonders schön: Die Crew hielt respektvollen Abstand zu den Tieren. Kein Hinterherjagen, kein Stören – nur beobachten und staunen.
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  • Fanal – Magie im Nebel

    26. maj 2025, Portugal ⋅ ⛅ 19 °C

    Der Fanal-Wald im Nordwesten Madeiras gehört zum uralten Lorbeerwald der Insel und wirkt mit seinen knorrigen, moosbedeckten Bäumen fast wie aus einer anderen Welt.

    Als wir ankamen, zogen dichte Nebelschwaden auf – genau der Effekt, für den Fanal so bekannt ist. Der Nebel hüllt alles in eine ruhige, mystische Stimmung und lässt die Umgebung völlig anders wirken.

    Aber Vorsicht: Durch die schlechte Sicht kann man sich hier ziemlich schnell verlaufen. Orientierungssinn und festes Schuhwerk sind also ein Muss – und ein bisschen Zauber bekommt man gratis dazu.
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  • Seixal

    26. maj 2025, Portugal ⋅ ⛅ 17 °C

    Nach unserem Ausflug nach Fanal ging’s weiter nach Seixal. Die Naturpools dort sind nach 18 Uhr kostenlos zugänglich – perfekt für einen kurzen Abstecher ins kalte Wasser. Und kalt heißt wirklich kalt!

    Trotz rutschiger Steine war es ein erfrischendes Erlebnis. Die Pools sind gut angelegt, mit ordentlicher Dusche direkt daneben – ein echter Bonus nach einem langen Tag.

    Zum Schlafen fuhren wir zu einem ruhigen Parkplatz in der Nähe. Am nächsten Morgen wurden wir von einem unglaublichen Vogelkonzert geweckt – fast wie ein kleines Natur-Orchester. Ein perfekter Abschluss für einen vollen Tag.
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  • Santana

    27. maj 2025, Portugal ⋅ ⛅ 17 °C

    Die traditionellen Häuschen auf Madeira heißen „Palheiros“ – kleine, dreieckige Häuser mit strohgedecktem Dach.

    Früher wohnten darin Bauern in Santana – das Dach ging fast bis zum Boden, hielt im Winter warm und im Sommer kühl.

    Weitere Madeira Fakten:

    4.
    Madeira-Logik:
    Berg – Problem.
    Tunnel – Lösung.
    Also haben sie einfach 180 davon gebohrt.

    5.
    Längster Tunnel? = 3,2 km.
    Genug Zeit, um „Bohemian Rhapsody“ fast ganz zu singen.

    6.
    Alle Tunnel aneinandergereiht? Ergeben über 80 km.

    Tipp: Fenster im Tunnel hoch kurbeln - wird sonst stickig.
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  • Sao Laurenzo

    27. maj 2025, Portugal ⋅ 🌬 20 °C

    Eine karge, spektakuläre Halbinsel mit dramatischen Klippen und endlosem Atlantikblick – und leider auch endlos vielen Touristen.

    Die Straße war zugeparkt, der Wind hat uns fast weggeweht, also nur ein kurzer Hike statt der ganzen Tour. Fazit: landschaftlich ein Highlight – aber nichts für windempfindliche Nerven.Læs mere

  • Porto Cruz

    27. maj 2025, Portugal ⋅ ☀️ 21 °C

    Porto Cruz - Eigentlich ein Surfer Hotspot – nur waren die Wellen an dem Tag eher zurückhaltend. Kein einziger Surfer in Sicht, dafür viel frische Seeluft und entspannte Atmosphäre. Man kann ja nicht immer Glück haben.

    Hier mal unsere Erfahrungen zum Thema Essen auf Madeira:

    Wir haben uns durch viele Restaurants probiert – und wurden leider selten überrascht. Die Speisekarten ähnelten sich stark, geschmacklich blieb vieles eher Mittelmaß. Wer gutes Essen im Urlaub sucht, sollte nicht nach Madeira kommen!

    Unser Highlight? Ganz simpel: selbstgemachte Nudeln mit Pesto. Manchmal ist Selbermachen eben doch das Beste.
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  • Pico do Ariero

    27. maj 2025, Portugal ⋅ ⛅ 12 °C

    Den Abend verbrachten wir am Pico do Arieiro – auf über 1800 Metern, mit selbstgekochten Nudeln, Pesto und einer Flasche Madeira-Portwein.

    Der Sonnenuntergang war atemberaubend, und die Stimmung erinnerte ein bisschen an Public Viewing: viele Leute, aber friedlich, erwartungsvoll, gemeinschaftlich.

    Wir übernachteten direkt auf dem Parkplatz, um pünktlich zum Sonnenaufgang vor Ort zu sein. Um 6 Uhr morgens war der Platz allerdings schon brechend voll – gefühlt 800 Menschen mit Kameras, Drohnen und Thermoskannen.

    Als die Sonne langsam aufging, wanderten wir die ersten 1,2 Kilometer auf dem berühmten PR1 – bis zur Sperrung wegen Erdrutsch- und Waldbrandgefahr.

    Die Kulisse war beeindruckend, aber der Touristenandrang wurde uns dann doch ein wenig zu viel.
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  • Funchal Beach

    28. maj 2025, Portugal ⋅ ☀️ 16 °C

    Nach dem frühen und vollen Morgen am Pico do Arieiro wollten wir eigentlich einen entspannten Tag einlegen – am Strand in Funchal. Das klang nach einem guten Plan.

    Doch trotz dreimaligem Promenaden-Spaziergang fanden wir einfach keinen Ort, an dem wir uns wohlfühlten. Am Ende saßen wir für zehn Minuten auf riesigen Felsblöcken, beobachteten Eidechsen und entdeckten eine kleine Höhle, die zu einem natürlichen Schwimmbecken führte.

    Die Sonne knallte vom Himmel, die Stimmung am Strand war irgendwie gedrückt – nicht das, was wir gesucht hatten. Also Planänderung: Zurück in die Berge, zurück in den Schatten, zurück in die Natur. Wanderschuhe statt Badetuch.
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  • Wasserfall Anjos

    28. maj 2025, Portugal ⋅ ☀️ 18 °C

    Bevor es uns endgültig zurück in die Natur zog, entdeckten wir den Wasserfall von Anjos – direkt an einer kleinen Küstenstraße gelegen.

    Dort stürzt das Wasser mitten über die Straße, und wer will (oder einfach durchfährt), bekommt eine kostenlose Dusche. Genau das taten wir – mehrfach – und hatten dabei jede Menge Spaß.

    Erfrischend, lustig und völlig unerwartet – definitiv eines der kleinen Highlights des Tages, das unsere Stimmung nach dem eher zähen Strandbesuch sofort wieder gehoben hat.
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  • Levada Nova - Moinho

    28. maj 2025, Portugal ⋅ ☀️ 19 °C

    Die Wanderung entlang der Levada Nova bei Moinho bot uns genau die richtige Mischung aus Spannung und Naturerlebnis.

    Der Weg war stellenweise schmal und verlief direkt an der Levada entlang – mit steilem Abhang daneben und oft ohne Geländer. Konzentration war gefragt.

    Dafür wurden wir mit einer beeindruckenden Kulisse belohnt: kleine Wasserfälle säumten den Weg, ein kurzer Tunnel führte uns tiefer ins Tal, und am Ende warteten zwei größere Wasserfälle, die definitiv das Highlight der Tour waren. Ein stiller, kühler Kontrast zum heißen Küstenstreifen.

    Am Ende unseres „entspannten“ Tages zeigte der Schrittzähler über 30.000 Schritte – wir waren komplett erledigt und schliefen gut.
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  • Porto Moniz

    29. maj 2025, Portugal ⋅ ☀️ 19 °C

    Da es dringend Zeit für eine Dusche wurde und wir mit den Naturpools in Seixal gute Erfahrungen gemacht hatten, wollten wir es auch in Porto Moniz versuchen.

    Wir zahlten den Eintritt für die eiskalten Meerwasser-Pools, nur um dann zu erfahren, dass Shampoo in den Duschen verboten ist – also wieder keine vernünftige Dusche.

    So ist das manchmal beim Camping.

    Stattdessen bummelten wir gemütlich durch die Souvenirläden und genossen die entspannte Atmosphäre.
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  • Leuchtturm Ponta do Pargo

    29. maj 2025, Portugal ⋅ ☀️ 20 °C

    Der Leuchtturm Ponta do Pargo war nicht besonders spektakulär, aber dafür hatten wir eine richtig coole Begegnung: Ein Holländer und ein Belgier sprachen uns auf unseren Campervan an, und wir tauschten Reiseerfahrungen auf Madeira aus.

    Die Jungs waren super sympathisch und locker drauf – so wurde der Besuch zu einem unerwarteten Highlight.

    Einziges Manko: Unser Auto machte beim Starten komische Geräusche, was uns etwas Sorgen bereitete.
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  • Nicer Sleeping Spot

    29. maj 2025, Portugal ⋅ ☀️ 20 °C

    Am Abend steuerten wir einen abgelegenen Stellplatz an – mit Blick auf die steilen Klippen und den Leuchtturm von Ponta do Pargo.

    Ein spektakulärer Sonnenuntergang blieb leider aus, stattdessen wurden wir mit einem klaren Sternenhimmel und dem sanft aufsteigenden Mond belohnt. Ruhig, abgeschieden und ein bisschen magisch.Læs mere

  • Grüner Kessel PR 9

    30. maj 2025, Portugal ⋅ ☀️ 18 °C

    Die Wanderung zum „Caldeirão Verde“ (PR9) war landschaftlich beeindruckend: grüne Hänge, moosige Felsen, Wasserfälle und schmale Tunnel führten zu einem tiefen Talkessel mit 100 Meter hohem Wasserfall.

    Leider war der Weg völlig überlaufen – wild parkende Autos, Gedränge auf den schmalen Levadas und volle, dunkle Tunnel. In einem davon stieß sich Felix heftig den Kopf an einem Felsen, bekam direkt eine Beule und Kopfschmerzen.

    Die Natur war spektakulär – aber Ruhe suchte man vergeblich.
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  • Car Break Down

    30. maj 2025, Portugal ⋅ ☀️ 18 °C

    Als unser Campervan nach unserrm Abendessen im Restaurant beim Starten immer seltsamere Geräusche von sich gab, waren wir ehrlich gesagt ziemlich besorgt.

    Nur um Bescheid zu geben, kontaktierten wir die Autovermietung – ohne große Erwartungen. Doch keine 15 Minuten später stand der Auto-Vermieter persönlich vor uns.

    Er hörte sich das ganze an. Wir hätten das Auto tauschen können, aber wir hatten absolut keine Energie mehr, all unser Gepäck für den letzten Reisetag umzupacken.

    Zum Glück durften wir das Auto behalten. Es gab zwar komische Geräusche von sich, aber es fuhr.
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  • Pico Ruivo

    31. maj 2025, Portugal ⋅ ☀️ 12 °C

    Eigentlich wollten wir den Sonnenuntergang vom Pico Ruivo aus erleben – dem höchsten Punkt Madeiras. Doch schon auf dem Weg merkte man Felix die Erschöpfung an: Seit der Wanderung zum grünen Kessel, bei der er sich im Tunnel den Kopf gestoßen hatte, hatte er mit Kopfschmerzen zu kämpfen.

    Der Anstieg wurde ihm schließlich zu viel, und wir entschieden uns, nicht bis ganz nach oben zu gehen. Stattdessen fielen wir früh ins Bett – nur um am nächsten Morgen um 5 Uhr vom Ansturm der Sonnenaufgangs-Touristen auf dem Parkplatz geweckt zu werden.

    Als wir losfahren wollten, dann der nächste Dämpfer: Der Campervan machte noch seltsamere Geräusche als zuvor. Wir kontaktierten den Auto-Vermieter, wurden abgeholt und direkt zum Flughafen gebracht. Ein abrupter und unerwarteter Abschluss für unserer Reise.
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  • Ankunft Daheim

    31. maj 2025, Portugal ⋅ ☀️ 22 °C

    Vor unserem Rückflug gab's mal wieder Pommes und Burger, aber nach der Stärkung konnten wir noch ein paar Landungen von der Dachterrasse aus anschauen und später selbst mit dem Condor Poppey-Spinat-Fighter hoch in den Himmel starten.

    Die Flugbegleitungs-Crew war auch ziemlich lustig. Wir bekamen eine Partybeleuchtung und die Ansage, es geht zurück nach Deutschland, zurück zur Waschmaschine.

    Mit Bitcoin konnte man leider nicht im Flug bezahlen aber dafür gab's für Felix einen Händedruck vom Flugbegleiter.

    Meine erste Amtshandlung zuhause - Pflanzen umtopfen. 😂
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  • Highlights und Zusammenfassung

    1. juni 2025, Portugal ⋅ ☀️ 17 °C

    Madeira – die schwimmende Garteninsel im Atlantik

    Schon beim ersten Schritt aus dem Flugzeug empfängt einen Madeira mit seinem ganz eigenen Rhythmus – einer Mischung aus warmem Meereswind, dem Duft von Lorbeerwäldern und dem leisen Summen einer Insel, die gleichzeitig ruhig und voller Leben ist.

    Madeira ist vieles: wild und sanft zugleich und doch überschaubar. Die Insel erzählt von Vulkangestein und Levadas, von üppigen Gärten, die scheinbar endlos blühen. Hier scheinen die Menschen Zeit anders zu leben – ruhiger, vielleicht bewusster.

    Die Natur ist allgegenwärtig. Üppige Hänge, die sich steil ins Meer stürzen, uralte Wälder, in denen Nebel zwischen den Ästen tanzt, und Wasserfälle, die sich wie silberne Fäden durch das Grün ziehen. Madeira ist ein Ort, der einem das Staunen lehrt – und gleichzeitig das Loslassen.

    Doch genau dieses Staunen wurde für uns zu einem inneren Zwiespalt. Wir waren überrascht, wie anders die Insel war, als wir sie uns vorgestellt hatten. Wir hatten mit Bergen gerechnet – aber nicht mit diesen steilen Straßen, nicht mit der Kurvigkeit, die Autofahren zur täglichen Mutprobe macht. Wir hatten mit beeindruckender Natur gerechnet – doch nicht mit so vielen Menschen, die sie gleichzeitig sehen wollen.

    Die bekanntesten Orte der Insel waren überfüllt, manchmal sogar bedrängend. Wir konnten uns nicht davon freimachen, auch Teil dieses Systems zu sein. Madeira ist durch Social Media zu einem Hype geworden – einer dieser Sehnsuchtsorte, den plötzlich jeder „erlebt“ haben will.

    Ich habe mich gefragt, wie sehr wir als Touristen in das empfindliche Gleichgewicht dieser Insel eingreifen. Wie sehr wir durch unsere bloße Anwesenheit verändern, was wir eigentlich bewundern wollen. Es war ein seltsames Gefühl – diese Schönheit zu erleben und gleichzeitig zu wissen, dass sie durch den Massentourismus bedroht ist.

    Madeira hat uns nicht nur seine Landschaft gezeigt, sondern auch einen Spiegel vorgehalten. Einen Spiegel für unsere Erwartungen, unsere Rolle als Reisende, unsere Verantwortung. Wir sind dankbar für diese Erfahrung – nicht nur wegen der Natur, sondern auch wegen der Fragen, die sie in uns ausgelöst hat.
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    Slut på rejsen
    31. maj 2025