• 2. Tag Kimberley Tour

    June 4, 2023 in Australia ⋅ ☀️ 18 °C

    Um 07:00 fuhren wir los 2,5h Richtung Tunnel Creek.
    Nach 2h Fahrt…das Auto überhitzt. Wir stehen still auf einer unbefestigten Strasse irgendwo im Nirgendwo. Kein Schatten, um 09:00 morgens hat es schon fast 30 Grad. Kein Netz, absolut kein Empfang. Broome ist die nächstgelegene Stadt, welche 5-6h Stunden entfernt liegt.
    Wir suchen lange nach dem Problem für die Überhitzung. Dann finden wir sie endlich. Die Dichtung zwischen Lüfter und Radiator ist kaputt gegangen. Unser Guide ruft mit dem Satellitentelefon seinen Chef an. Er bringt einen neuen Bus. Mindestens 5h warten bis er da ist und es wird noch heisser. Aber wir bleiben alle gut gelaunt. Unser Guide hat alles unter Kontrolle. Es sind die Kimberleys. Hier herrschen extreme Bedingungen, das kann passieren.
    Nach etwa 1,5h Warten fährt ein Australier namens Ian an uns vorbei, der anhält und uns hilft, er ist Mechaniker. Was für ein riesen Glück! Er entfernt die kaputte Dichtung und wir können ohne weiterfahren bis Tunnel Creek.
    So sind die Australier, wenn man auf der Strasse steht und einer fährt an einem vorbei, fragen sie immer kurz nach ob alles okey ist. Wenn nicht, helfen sie.

    Am Tunnel Creek angekommen, machen wir eine Wanderung durch eine Höhle, in welcher ein Fluss durchfliesst. Wir müssen durch Wasser waten und ein Stück schwimmen und das teils im Stockdunkeln, aber mit einer Kopflampe ausgerüstet.
    Im Wasser hat es Freshies (Freshwater Crocodiles), die jedoch den Menschen nichts tun und sehr scheu sind. In der Höhle hat es viele Fledermäuse, diese dürfen wir nicht anleuchten, aber wir hören sie. Tatsächlich haben wir ein Krokodil gesehen während dem Durchwaten. So cool!
    Schwimmen mit Krokodilen im Wasser und Fledermäusen an der Decke.
    Nach diesem aufregenden Erlebnis gabs Lunch. Dann kam auch schon James mit dem neuen Bus. Alles umpacken und weitergehts zum Campingplatz. James kehrt mit dem Bus um nach Broome.
    Nach 1,5h Fahrt stockt der Bus auf einmal und drosselt den Motor. Nicht schon wieder! Die Motorenlampe geht an.
    Wir schaffen es mit einem Tempo von 20km/h an einen Aussichtspunkt, wo wir ausserplanmässig campen werden. Eigentlich nicht erlaubt, aber es sind besondere Umstände. Ein riesen Abenteuer für uns alle! Wir sind in einer der abgelegsten Gegenden der Welt, wir sind ganz allein, kein Natelempfang. Es ist Vollmond und wir sehen über die ganze wunderschöne Landschaft.
    Wir bauen unsere Zelte auf und erhalten unsere Swags. Kannten wir nicht. In denen haben wir dann mit unseren Schlafsäcken geschlafen.
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