• Tabak und Zigarren

    Jan 9–10 in Cuba ⋅ 🌙 19 °C

    Entlang der Tabakroute geht's ca. 200km in den Westen von Kuba, einen Teil davon auf der Autobahn.
    Autobahn klingt für einen Österreicher ja ganz toll, aber hier ist es doch etwas anders: es gibt schon 2 Fahrspuren in jede Richtung, aber eine ist kaum benützbar, weil so viele Schlaglöcher sind. Da fahren dann die Pferdefuhrwerke, Mopeds, Radfahrer,... Es gibt da auch die Autostopper, manchmal Verkaufsstellen,... Was ich total vermisst habe, waren Lärmschutzwände 😁😁 oder Leitschienen.
    Uns wurde sehr interessant erklärt, wie eine Zigarre entsteht. Angefangen vom Samen, über die Pflanzen und die Ernte der Blätter. Dann werden die Blätter in aufwändiger Arbeit getrocknet und ca. 3 Jahre fermentiert.
    Unser Tabakbauer erklärte, dass er 90% seiner Ernte dem Staat abliefern muss. Aus den restlichen Blättern darf er eigene Zigarren machen und an Touristen wie uns verkaufen. Dabei ist es eine eigene Wissenschaft, wie gedreht und gewickelt wird, welche Blätter innen sind und welche außen und wie die Enden dann verklebt werden. Er macht das mit Honig, gibt dann klarerweise ein eigenes Aroma. Zuletzt ist die Aufbewahrung eine eigene Kultur: er erklärte, super im Plastiksackerl im Kühlschrank!!
    Naja, klar konnten wir eine paffen, aber auch das ist eine eigene Wissenschaft, die gelernt werden muss.
    Dann haben wir noch eine riesige bemalte Felswand besucht. Nach einer Idee von Fidel Castro malte ein Künstler in 7 Jahren die Evolutionsgeschichte auf eine 180m lange Felswand, die vorher vom Bewuchs befreit wurde. Man sieht sie hier vom Kopffüßler über den Dinosaurier bis zum Homo sapiens.
    Alle 2 Jahre muss die Farbe erneuert werden!
    Nach so viel Kultur gab's frische Pina colada.
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