• Los Cocodrilos de San Blas

    November 30, 2025 in Mexico ⋅ ⛅ 28 °C

    Wir stoppen beim Mirador del Cocodrilo – voller Vorfreude, ein bisschen Abenteuer und dem leisen Wunsch, heute nicht als Mittagsbuffet zu enden. Oben angekommen starren wir runter und… oh hola, da liegt ER. Ein Croc in Übergröße. Der Typ schaut so gelassen hoch, als hätte er gerade Siesta, Margarita und ein All-you-can-eat-Buffet bestellt – mit uns als optionaler Beilage. Wir hingegen klammern uns ans Geländer wie zwei frisch geborene Bergziegen.

    Der Mirador ist jedenfalls der perfekte Ort, um sich bewusst zu werden, dass wir hier absolut NICHT die Chefs im Ring sind. Wir beobachten die Crocs. Die Crocs beobachten uns. Wir tun alle so, als wäre das ein ganz normales, zivilisiertes Verhältnis. Spoiler: ist es nicht.

    Dann steigen wir ins Boot für die Mangroven-Tour, was in etwa so beruhigend ist wie eine Gondelfahrt in Venedig… nur dass statt Tauben und Touristen eben Krokodile und allerlei glitschiges Dschungel-Getier durchs Bild schwimmen. Der Kapitän ist komplett entspannt, wir dagegen sitzen da wie zwei flauschige Opferkandidaten und hoffen, dass niemand von uns unabsichtlich irgendein Körperteil über die Bordkante hängen lässt.

    Die Mangroven sind wunderschön – dicht, geheimnisvoll, ein bisschen spooky. Zwischendurch raschelt’s links, plätschert’s rechts, und irgendwo macht ein Vogel HAHRK! wie ein kaputter Wäscheständer. Natürlich versuchen wir cool zu bleiben, aber insgeheim rechnen wir durch, wie lange wir wohl auf einem Krokodil reiten müssten, bis wir wieder festen Boden unter den Füßen hätten.
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