• Tag 8 & 9: Drake Passage

    Feb 14–15, Drakestraße ⋅ 🌬 6 °C

    Mit vielen Eindrücken und einem weinenden Auge treten wir die Rückreise nach Ushuaia an. 🇦🇶→🇦🇷 Die Drake Passage zeigt sich diesmal gnädig: zwar immer noch kein „Drake Lake“, aber immerhin auch kein „Drake Shake“ – es bleibt bei 3–4m hohen Wellen. 🌊😅

    Crossing the Drake Passage heisst aber auch: zwei volle Tage auf See – ohne Landgang und ohne Zodiac-Cruise. Das Expeditionsteam hat ein unglaublich grosses Fachwissen. Einige hatten einen Doktortitel oder auch zwei, drei; andere eine „normale“ Grundausbildung. Die Zeit wurde mit interessanten Vorträgen, Quiz und natürlich vielen Essensterminen gefüllt:

    📍Antarctica as the Heart of the Ocean
    📍History of Human Presence in Antarctica
    📍How Big Is It? (Wir mussten in Gruppen verschiedene Grössen schätzen und ein Klämmerli auf einer Schnur platzieren – natürlich ohne Massangaben. Zum Beispiel die Länge eines Baby-Blue Whales, die Flügelspannweite eines Wandering Albatross oder die Länge eines Zodiacs.) Wir hatten viel Spass dabei und haben uns oft ziemlich verschätzt. 😅

    Nach dem obligatorischen Mittagsbuffet (inkl. Dessert – wir müssen ja unsere Fettreserven nach den vielen Landings wieder auffüllen 😉) ging es zur Bridge Tour. 🚢
    Wer hier ein riesiges Steuerrad erwartet, liegt falsch. Alles ist Hightech: gesteuert wird mit Joystick und Drehreglern. Vor den Offizieren stehen mehrere Bildschirme – bei so viel Hightech erwartet man nicht, dass sie für die Wetterdaten auch auf die App Windy zurückgreifen. 😂

    Teile der Drake Passage sind bis heute kaum kartiert. Viele Schiffe folgen deshalb bewährten Routen. Schon verrückt: Wir erforschen andere Galaxien 🌌 , wissen aber über unsere Ozeane noch erstaunlich wenig.

    Die Ocean Victory ist für Expeditionsreisen gebaut. Ihre X-Bow schneidet besser durch Wellen, und die Stabilisator-Flosse reduziert das Rollen (Hin-und-her-Bewegung). Was hätten wir wohl ohne diesen Stabilisator auf der Anreise gemacht? 🤷🏼‍♀️🌊😅*

    *Wenn selbst Kapitäne auf der Drake Passage manchmal seekrank werden, fühlen wir uns mit unserem flauen Magen gleich viel besser.

    Tag 2 - Crossing the Drake Passage

    Nach dem Frühstück 🍳🥓🥚 ging es direkt weiter mit den Vorträgen. Heute stand ein ganz spezieller auf dem Programm: Sail the World with Mikaela. Unter unseren Expeditions-Guides befindet sich nämlich eine echte Berühmtheit – okay, wir geben zu: Wir hatten vorher noch nie von ihr gehört. 😅

    Unsere Expeditions-Guidin Mikaela hat etwas ganz Besonderes erlebt: Sie war Teil des ersten rein weiblichen Teams, das bei einem internationalen Segelrennen um die Welt segelte. 🌍⛵️ Dabei segeln Teams in mehreren Etappen rund um den Globus – durch einige der rauesten und anspruchsvollsten Gewässer der Welt. Das rein weibliche Team schrieb dabei Geschichte. Über dieses Abenteuer gibt es auch eine spannende Doku: Maiden. Eine beeindruckende Leistung – und wir hatten das Glück, mit einer dieser Seglerinnen durch die Antarktis zu reisen. 👏

    Aber auch das Feiern durfte nicht zu kurz kommen! Am letzten Tag gab es den traditionellen „Captain’s Farewell Cocktail “. 🍸 Zwischendurch mussten wir noch unsere Rechnungen begleichen – erst danach bekamen wir unsere Pässe zurück. 😄 Auf dem Schiff werden direkt 16 USD Trinkgeld pro Gast und Tag verrechnet, was nicht zu viel ist, denn der Service war wirklich tadellos! Daher haben wir den Betrag nicht etwas nach unten angepasst, obwohl es unserer Reisekasse sicher gutgetan hätte.

    Am letzten Abend veranstaltete das Expeditionsteam eine Talent Show mit anschliessender Karaoke-Nacht. Wir freuten uns allerdings mehr auf das „Chocoholic“-Dessert 🍫🍪 – Sänger werden wir in diesem Leben definitiv keine mehr. 😅

    Aber jetzt geniesst die Fotos vom Schiff und vom leckeren Essen, das wir dank der ruhigeren See wieder in vollen Zügen geniessen konnten – und natürlich das Video des „Chocoholic“-Dessert vom letzten Abend. 🥰
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