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2 Bünzli‘s einmal um die Welt

Zwei 🙋🏼‍♀️🙋🏻‍♂️ Abenteurer, ein Ziel: Nord- und Südamerika auf über 100‘000 Km entdecken. 🌎 In unserem selbst ausgebauten Mercedes Sprinter verspricht die Reise nicht nur atemberaubende Landschaften, sondern auch unzählige Geschichten. ❤️🤝 Read more
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    🇧🇷 Ibiúna, Brasilien

    Palacio San José

    March 10 in Argentina ⋅ ☁️ 27 °C

    Der Palacio San José ist die ehemalige Privatresidenz von Justo José de Urquiza, dem ersten verfassungsmässigen Präsidenten Argentiniens. Das zwischen 1848 und 1858 erbaute Herrenhaus im italienisch-kreolischen Stil befindet sich in der Provinz Entre Ríos, nahe Concepción del Uruguay, der früheren Hauptstadt der Republik.

    Im Baujahr 1848 war es das modernste Haus in Südamerika, da es im ganzen Haus fliessend Wasser gab. Ebenso waren der Garten und die umgebenden Felder eigens dazu ausgelegt, den Palast mit Essen zu versorgen.
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  • Sonntagsmarkt

    March 8 in Argentina ⋅ ☀️ 23 °C

    Unser Highlight ist der Sonntagsmarkt in San Telmo. Am Wochenende werden einige Strassen gesperrt, und so erstreckt sich der Markt über mehrere Blocks. Alle sind bestens gelaunt, auf den Strassen wird Tango getanzt 💃 und überall liegt der Duft von leckerem Essen in der Luft. 😋 Wir entscheiden uns für ein Choripán im alten Marktgebäude des Mercado de San Telmo – einfach, aber unglaublich gut. 🌭✨Read more

  • Boca – wo Fussball zur Religion wird 💙💛

    March 7 in Argentina ⋅ ☁️ 24 °C

    Boca – farbenfroh, bunt, lebendig. Hier ist was los. 🎨💃 Der Bezirk ist die Heimat des berühmten Boca-Fussballstadions, La Bombonera. Leider liegen die Ticketpreise weit über unserem Budget.

    Das Stadion ist etwas ganz Besonderes: Es liegt mitten im Quartier, eingeklemmt zwischen Häusern. Die Tribünen sind extrem steil – fast senkrecht – und rücken so nah ans Spielfeld, dass die Atmosphäre legendär sein soll. Die Vereinsfarben Blau und Gelb dominieren nicht nur das Stadion, sondern prägen den ganzen Bezirk. 💙💛

    Fussball ist hier nicht nur ein Sport, sondern fast schon eine Religion. Er wird regelrecht vergöttert – und nicht wenige Eltern träumen davon, dass ihr Kind der nächste Messi oder Maradona wird. ⚽✨ An einer Hausfassade sehen wir ein Wandbild, auf dem der Papst und einige Fussballstars auf derselben Ebene dargestellt sind – ein ziemlich klares Zeichen dafür, welchen Stellenwert der Fussball hier hat. 🙏
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  • Buenos Aires

    March 6 in Argentina ⋅ 🌙 22 °C

    Wir haben uns schon lange auf Buenos Aires gefreut und wollten hier ein paar Tage verbringen und am liebsten auch ein Fussballspiel besuchen. ⚽️ Bei bestem Wetter schlendern wir durch die Strassen und Quartiere der 17-Millionen-Metropole, auf der Suche nach guten Empanadas. 🥟

    Wir fühlen uns gar nicht wie in einer Grossstadt: Die Quartiere sind grün, es gibt kleine Cafés 🍨 und Restaurants an jeder Ecke, und überall zwitschern und fliegen Papageien durch die Bäume. 😍 Ausser natürlich wir stehen an einer der unzähligen Ampel oder fahren mit dem Bus 🚌 mitten durchs Gewusel. 😅 Die Avenida 9 de Julio hat übrigens ganze 22 Fahrspuren. 😳

    Am Abend verabreden wir uns mit Wes and Susan in einem Restaurant, das uns Patrick & Rebekka empfohlen haben. Wir teilen uns ein 600g Ojo de Bife (Rib Eye) – dazu gibt es unzählige verschiedene Saucen und Beilagen. Ein absoluter Gaumenschmaus. 🥩✨
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  • Zapparancho

    Mar 2–5 in Argentina ⋅ ☁️ 23 °C

    Wir quartieren uns für die nächsten Tage im Zapparancho Campground ein. Nachdem wir die letzten Monate immer wieder über Dirtroads gefahren sind und gefühlt in jeder kleinsten Ritze Staub steckt, muss jetzt ein Deep Clean her. 🧼 Wenn wir nicht gerade putzen, sitzen wir im Hängesessel oder verstecken uns im Schatten – denn hier ist es heiss. Richtig heiss.

    Der Campground wurde von der Familie Zapp gegründet. Sie sind mit ihrem Graham-Paige Model 1928 inkl. Dachzelt über 20 Jahre lang um die Welt gereist – ihre Route ist auf einer grossen Karte vor Ort eingezeichnet. Ihre Kinder haben deshalb ganz unterschiedliche Staatsbürgerschaften 🇺🇸🇦🇷🇨🇦🇦🇺, je nachdem, wo sie gerade zur Welt gekommen sind. Wie cool ist das bitte? 😄

    Aktuell ist die Familie nicht vor Ort – sie sind wieder unterwegs, diesmal in Brasilien. 🇧🇷 Diego übernimmt in der Zwischenzeit die Rolle als Camphost und lädt uns am Abend spontan zu einem Pizzaplausch* ein. 🍕Obwohl wir uns nicht immer alle gleich gut verstehen (gesprochen wird ein wilder Mix aus Portugiesisch, Spanisch und Englisch 😅), gibt es unglaublich viel zu lachen. Und wie so oft auf Reisen merkt man: Jeder hier hat seine ganz eigene Geschichte, wie er oder sie an genau diesen Ort gekommen ist. ✨

    *argentinischer Pizzaplausch mit dickem Teig und einer unglaublichen Menge an Käse. 🧀
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  • Rindfleischexporteuren 🥇🇦🇷

    March 1 in Argentina ⋅ 🌙 22 °C

    Ein paar Stunden südlich von Buenos Aires beginnt sich die Landschaft zu verändern. Nachdem wir die letzten Wochen täglich durch die endlose, eintönige patagonische Steppe gefahren sind, wird es plötzlich schlagartig grün. 💚 Die Gegend ist geprägt von weitläufigen Feldern, und überall grasen Rinder. Argentinien gehört zu den grössten Rindfleischexporteuren weltweit – 2023 wurden ca. 900’000 Tonnen Rindfleisch exportiert. 🐄🌱-> 🧑‍🌾-> 🚛-> 🥩🍽️

    Übernachtet haben wir jeweils nahe der Ruta 3 – mal hinter Tankstellen, mal hinter Hügeln… Hauptsache windgeschützt. 😉 Die Abende waren gemütlich, begleitet von schönen Sonnenuntergängen und teilweise von der Jagd nach dem perfekten Vogelfoto. 😅

    Eine etwas düstere, aber unvermeidliche Erfahrung auf einem Roadtrip durch Argentinien: brennende LKWs. Wir haben schon etliche ausgebrannte Wracks am Strassenrand gesehen – heute dann zum ersten Mal einen, der tatsächlich noch brannte. Entsprechend standen wir eine Weile in der Schlange und warteten, bis es weiterging. PS: Es ist niemandem etwas passiert – reiner Sachschaden.
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  • Punta Tombo

    February 26 in Argentina ⋅ 🌬 31 °C

    Wir besuchen Punta Tombo – „The Magellan penguin breeds along the southern coast of Argentina 🇦🇷 and Chile. 🇨🇱 The Punta Tombo colony, with 139‘000 breeding pairs (2016), is one of the largest colonies of this species.“
    Man kann sie beim Brüten, Füttern und Herumwatscheln beobachten, je nach Jahreszeit.

    Wusstet ihr schon? Die Kacke der Magellan Pinguine ist meist weisslich bis grün, da sie sich von Fisch, Tintenfisch 🐙 und Krustentieren 🦀 ernähren. Im Gegensatz dazu fressen Antarktis-Pinguine hauptsächlich Krill 🦐, wodurch ihre Exkremente oft rötlich gefärbt sind!
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  • Elephant seal

    February 26 in Argentina ⋅ ⛅ 24 °C

    Heute übernachten wir nochmals an der Küste – diesmal mit blauem Himmel und es ist ausnahmsweise fast windstill. 😍 Am Strand entdecken wir plötzlich etwas Grosses: einen Seeelefanten 🦭

    Wir sehen nur ein Weibchen – deutlich kleiner als die Männchen, aber mit bis zu 900kg trotzdem beeindruckend. Die Männchen können sogar über 3 Tonnen schwer werden. Ihren Namen verdanken sie dem rüsselartigen Nasenanhang der Männchen.Read more

  • Western Rockhopper Penguin

    February 23 in Argentina ⋅ ⛅ 17 °C

    Das eigentliche Highlight der Insel befindet sich jedoch auf der uns abgewandten Seite. Wir überqueren sie zu Fuss und finden uns kurze Zeit später umgeben von zahlreichen Western Rockhopper Pinguinen. Sie hüpfen munter um uns herum und erinnern uns an den Animationfilm „Happy Feet“ – in dem ein junger Kaiserpinguin nicht singen, sondern tanzen kann. Die Rockhopper Pinguine spielen die energiegeladenen, lebhaften Freunde, die über die Felsen springen und immer in Bewegung sind. 🎥🍿🩰👣Read more

  • Isla Pingüino

    February 23 in Argentina ⋅ ⛅ 20 °C

    Heute haben wir einen Ausflug zur Isla Pingüino gebucht. Auf der Insel werden wir vom tobenden Heulen der Seelöwen empfangen. Am Strand tummeln sich dutzende stattliche Männchen. Mitten unter ihnen entdecken wir zwei riesige Seeelefanten, die wir zuerst für ziemlich grosse Felsen hielten – eine Premiere für uns. Auf dem Rückweg sehen wir zum ersten Mal Commerson-Delfine – kleine, schwarz-weisse Delfine. 🖤🤍Read more

  • Parque Marino Makenke

    February 20 in Argentina ⋅ ⛅ 21 °C

    Heute fahren wir ein paar Stunden die Küste hinauf & übernachten an einem abgelegenen Strand. Normalerweise tummeln sich hier hunderte Seelöwen – und mit etwas Glück auch Seeelefanten. 🦭 Heute herrscht allerdings… Stille. 😞 Stattdessen hat sich ein einzelner Magellanpinguin hierher verirrt. Ganz alleine sitzt er am Strand und wartet, bis sein neues Gefieder nachwächst.

    Wir entdecken ein kleines Gürteltier – nach denen haben wir schon seit den USA gesucht! 🐾 Wir freuen uns riesig! 😍Normalerweise sind sie super scheu, aber unser kleiner Freund lässt sich von uns überhaupt nicht stören – zuckersüss! 💛
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  • Rückblick Chile

    February 19 in Chile ⋅ 🌬 17 °C

    Wir lassen Tierra del Fuego hinter uns – aber warum heisst die Insel eigentlich so? „When Portuguese explorer Ferdinand Magellan sailed these waters in 1520, he named the land “Tierra del Fuego” after spotting countless fires flickering along the shoreline. Today, it’s the blazing Patagonian sunsets that keep the name alive - painting the sky with fire as the day closes on the edge of the earth.“

    Fast drei Monate verbrachten wir in Chile 🇨🇱 – dem längsten Land der Welt (4‘300 km)! Unser Weg führte von der Atacama-Wüste bis nach Patagonien: durch hohe Berge, weite Steppen, karge Landschaften und üppigen Valdivianischen Regenwald: 🌵🏔️

    Wie immer unsere Bulletpoints:
    - Viele Traveller sagen, Chile sei das teuerste Land in Südamerika – wir stimmen nur teilweise zu 💸
    - Camperfreundliche Tankstellen (COPEC) mit Dusche 🚿, Wifi 📶 und sogar Waschmaschinen – meist ausser Betrieb, wenn man fragt 😅
    - Hotdog an jeder Strassenecke, am liebsten mit Guacamole 🌭🥑
    - unzählige Observatorien im Norden – inkl. ALMA, eines der grössten Radioteleskope der Welt 🔭
    - Rapa Nui (Osterinseln) 🗿🌸
    - Bekannt für Wein 🍷: Carménère
    - und ja auch für Olivenöl 🫒
    - Pisco (Streitpunkt mit Peru!) 🥃 – vor allem im Elqui-Tal
    - Chiloé mit ihren charakteristischen Holzkirchen ⛪ (Weltkulturerbe)
    - Leute sprechen besser Englisch 🗣️
    - Heimat der Pudus 🦌 (die kleinsten Hirsche der Welt) und Pumas 🐆, Delfine 🐬…
    - Üppiger Valdivianischer Regenwald 🌿🌳 (immergrün, Farne, Moose, Riesenbäume)
    - sehr viele Autostöppler & Velofahrer unterwegs, besonders an der Carretera Austral 🚴‍♂️🤙
    - Strassenhunde eher dick und zutraulich 🐶
    - Atemberaubende Sonnenuntergänge, die den Himmel in Feuerfarben tauchen 🌅🔥
    - wieder Internationale Ketten: McDonald’s, KFC, Walmart (hier „Lider“) 🍔🛒
    - Europäischer Touch – auch im Verhalten, z. B. Rauchen wieder üblich 🚬
    - Typische Gerichte: Empanadas, Asado (Grill), Curanto (Meeresfrüchte), Pastel de Choclo (Maisauflauf), lokale Weine 🍷🥘
    - Frische Früchte & Gemüse überall verfügbar 🍅🥑🥭 (je weiter südlich, desto seltener)
    - Längstes Land der Welt: 4‘300km von Nord nach Süd 🌎
    - Kupferexport-Weltmeister 🇨🇱⛏️
    - Unterschiedliche Klimazonen: trocken, windig, regnerisch, kalt ❄️🌦️
    - Hohe Infrastrukturqualität (Strassen, Busse,
    Campingplätze) 🚌🏨
    - Estacionamientos alle 5 km auf Tierra del Fuego 🅿️
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  • Tag 10: Disembarking

    February 16 in Argentina ⋅ ⛅ 12 °C

    Tja, und das war’s mit der Antarktis. 🇦🇶
    Heute verlassen wir die Ocean Victory um 08:00 Uhr. Bevor wir in den Bus steigen, werden wir herzlich vom gesamten Expeditionsteam verabschiedet – ein perfekter Abschluss! 🩵

    Eine wahnsinnig schöne und beeindruckende Welt! 💙 Beim Schreiben der Berichte staunten wir jedes Mal aufs Neue, wie viel wir erleben durften. Einfach unvergesslich! 🥰

    Schaut euch in der Bildstrecke noch einmal einige unserer Highlights an! (nur Handyfotos)
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  • Tag 8 & 9: Drake Passage

    Feb 14–15, Drakestraße ⋅ 🌬 6 °C

    Mit vielen Eindrücken und einem weinenden Auge treten wir die Rückreise nach Ushuaia an. 🇦🇶→🇦🇷 Die Drake Passage zeigt sich diesmal gnädig: zwar immer noch kein „Drake Lake“, aber immerhin auch kein „Drake Shake“ – es bleibt bei 3–4m hohen Wellen. 🌊😅

    Crossing the Drake Passage heisst aber auch: zwei volle Tage auf See – ohne Landgang und ohne Zodiac-Cruise. Das Expeditionsteam hat ein unglaublich grosses Fachwissen. Einige hatten einen Doktortitel oder auch zwei, drei; andere eine „normale“ Grundausbildung. Die Zeit wurde mit interessanten Vorträgen, Quiz und natürlich vielen Essensterminen gefüllt:

    📍Antarctica as the Heart of the Ocean
    📍History of Human Presence in Antarctica
    📍How Big Is It? (Wir mussten in Gruppen verschiedene Grössen schätzen und ein Klämmerli auf einer Schnur platzieren – natürlich ohne Massangaben. Zum Beispiel die Länge eines Baby-Blue Whales, die Flügelspannweite eines Wandering Albatross oder die Länge eines Zodiacs.) Wir hatten viel Spass dabei und haben uns oft ziemlich verschätzt. 😅

    Nach dem obligatorischen Mittagsbuffet (inkl. Dessert – wir müssen ja unsere Fettreserven nach den vielen Landings wieder auffüllen 😉) ging es zur Bridge Tour. 🚢
    Wer hier ein riesiges Steuerrad erwartet, liegt falsch. Alles ist Hightech: gesteuert wird mit Joystick und Drehreglern. Vor den Offizieren stehen mehrere Bildschirme – bei so viel Hightech erwartet man nicht, dass sie für die Wetterdaten auch auf die App Windy zurückgreifen. 😂

    Teile der Drake Passage sind bis heute kaum kartiert. Viele Schiffe folgen deshalb bewährten Routen. Schon verrückt: Wir erforschen andere Galaxien 🌌 , wissen aber über unsere Ozeane noch erstaunlich wenig.

    Die Ocean Victory ist für Expeditionsreisen gebaut. Ihre X-Bow schneidet besser durch Wellen, und die Stabilisator-Flosse reduziert das Rollen (Hin-und-her-Bewegung). Was hätten wir wohl ohne diesen Stabilisator auf der Anreise gemacht? 🤷🏼‍♀️🌊😅*

    *Wenn selbst Kapitäne auf der Drake Passage manchmal seekrank werden, fühlen wir uns mit unserem flauen Magen gleich viel besser.

    Tag 2 - Crossing the Drake Passage

    Nach dem Frühstück 🍳🥓🥚 ging es direkt weiter mit den Vorträgen. Heute stand ein ganz spezieller auf dem Programm: Sail the World with Mikaela. Unter unseren Expeditions-Guides befindet sich nämlich eine echte Berühmtheit – okay, wir geben zu: Wir hatten vorher noch nie von ihr gehört. 😅

    Unsere Expeditions-Guidin Mikaela hat etwas ganz Besonderes erlebt: Sie war Teil des ersten rein weiblichen Teams, das bei einem internationalen Segelrennen um die Welt segelte. 🌍⛵️ Dabei segeln Teams in mehreren Etappen rund um den Globus – durch einige der rauesten und anspruchsvollsten Gewässer der Welt. Das rein weibliche Team schrieb dabei Geschichte. Über dieses Abenteuer gibt es auch eine spannende Doku: Maiden. Eine beeindruckende Leistung – und wir hatten das Glück, mit einer dieser Seglerinnen durch die Antarktis zu reisen. 👏

    Aber auch das Feiern durfte nicht zu kurz kommen! Am letzten Tag gab es den traditionellen „Captain’s Farewell Cocktail “. 🍸 Zwischendurch mussten wir noch unsere Rechnungen begleichen – erst danach bekamen wir unsere Pässe zurück. 😄 Auf dem Schiff werden direkt 16 USD Trinkgeld pro Gast und Tag verrechnet, was nicht zu viel ist, denn der Service war wirklich tadellos! Daher haben wir den Betrag nicht etwas nach unten angepasst, obwohl es unserer Reisekasse sicher gutgetan hätte.

    Am letzten Abend veranstaltete das Expeditionsteam eine Talent Show mit anschliessender Karaoke-Nacht. Wir freuten uns allerdings mehr auf das „Chocoholic“-Dessert 🍫🍪 – Sänger werden wir in diesem Leben definitiv keine mehr. 😅

    Aber jetzt geniesst die Fotos vom Schiff und vom leckeren Essen, das wir dank der ruhigeren See wieder in vollen Zügen geniessen konnten – und natürlich das Video des „Chocoholic“-Dessert vom letzten Abend. 🥰
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  • Tag 7: Half Moon Island

    February 13, Half Moon Island ⋅ 🌬 2 °C

    Am Nachmittag steuern wir die Half Moon Island an – der letzte Stopp, bevor uns die berühmt-berüchtigte Drake Passage erwartet. Das Wetter zeigt sich noch einmal von seiner besten Seite: Strahlend blauer Himmel und glitzernde Gletscher. Hier besuchen wir erneut eine Chinstrap-Pinguin-Kolonie und halten Ausschau nach Kevin – dem einsamen Macaroni-Pinguin der hier lebt. Where does the name come from? Well, who would have guessed – little Kevin is “Home Alone” 😉.

    In der Antarktis und auf den South Shetland Islands wimmelt es nur so von Pinguinen 🐧: 6 der weltweit 18 Arten fühlen sich hier zuhause – wir haben 3 davon gesehen:

    - Gentoo (Weisser Kopfstreifen, schnelle Schwimmer, baut Nester aus Steinen)
    - Chinstrap (Schwarzer Strich unter dem Kinn, gesellig, frisst Krill & kleine Fische)
    - Adélie (Weisser Augenring, klein, lebt an der antarktischen Küste, sehr aggressiv – selbst Giant Southern Petrels trauen sich nicht, ihre Küken anzugreifen)

    Ein perfekter letzter Tag in der Antarktis geht zu Ende. Wir geniessen ein gemütliches Dinner mit Maria und Simon. Dies musste sogar kurz unterbrochen werden, weil die Crew Wale gesichtet hatte! 🐋 Alle klebten für ein paar Minuten am Fenster. Der Himmel färbt sich leuchtend orange und taucht die eisige Landschaft in warmes Licht.

    Wir sind immer noch dabei, all die Eindrücke der letzten Tage zu verarbeiten. Jeder Moment war gefüllt mit unvergesslichen neuen Erfahrungen. 🇦🇶🩵
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  • Tag 7: Deception Island (Whalers Bay)

    February 13, Whalers Bay ⋅ 🌬 2 °C

    Wer kann schon von sich sagen, dass er mit einem Schiff in einen aktiven Vulkan gefahren ist? 🌋🚢

    Heute klingelt der Wecker ⏰ zum letzten Mal um 06:30 Uhr – wir haben die South Shetland Islands erreicht, eine Inselgruppe nördlich der Antarktischen Halbinsel. Genauer gesagt steuern wir Deception Island an. Dieser Ort ist alles andere als gewöhnlich: Es handelt sich hierbei um einen aktiven Vulkan. 🌋 😍 Langsam nähern wir uns der schmalen Einfahrt, links und rechts ragen steile Felsklippen aus dem Wasser. Es gibt nur eine einzige Passage, um in den mit Wasser gefüllten Krater zu gelangen – sie heisst Neptune’s Bellows. (Weltweit gibt es nur zwei aktive Vulkane, in die man mit einem Schiff hineinfahren kann; der zweite liegt in Griechenland. 🇬🇷)

    Nach dem Frühstück machen wir uns bereits bereit für unser nächstes Landing. Alle unsere Landgänge sind sogenannte „Wet Landings“. Das bedeutet, dass wir immer ein paar Schritte durchs Wasser laufen müssen, bevor wir das Ufer erreichen. Vor uns liegen schwarze, dampfende Vulkanstrände, verlassene Forschungsstationen und Schnee – ein echt skurriler Ort.

    Deception Island hat eine lange Walfang-Geschichte – mit teilweise unschönen Kapiteln. Der brutale Walfang führte dazu, dass die Bestände vieler Walarten in der Antarktis massiv zurückgingen. Zum Glück erholen sich heute viele von ihnen wieder. Die alten, langsam verfallenden Gebäude und rostigen Öltanks (für Walfischöl, Kraft- und Brennstoff) stehen noch immer dort – als Erinnerung an diese Vergangenheit. Seit 1969 ist Deception Island verlassen, nachdem mehrere Vulkanausbrüche die Forschungsstationen schwer beschädigten und die Menschen evakuiert werden mussten.

    Die Holzkreuze markieren einen alten Walfängerfriedhof. Zwischen 1906 und den 1930er-Jahren lebten hier tausende norwegische Walfänger. Einige starben durch Unfälle, Krankheiten oder die extremen Bedingungen – und wurden direkt auf der Insel begraben.

    Bevor wir schon wieder ans Essen 🥗🥒🍰🍨denken dürfen, nehmen wir an der Seal Lecture teil. 🦭
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  • Tag 6: Damoy Point

    February 12, Damoy Hut ⋅ ☀️ -2 °C

    Am Nachmittag steuern wir Damoy Point an. David Macdonald, Geologe und einer unserer Expedition Guides, hat viel über den Ort zu erzählen – immerhin hat er jede Holzlatte & jeden Zementsack vom Schiff vom Hand hierhergetragen, um den Damoy Hut zu errichten. (gebaut hat er ihn nicht, dafür andere) 😉 Der Hut diente ursprünglich als Versorgungs- und Forschungsstation. Direkt oberhalb des Huts befindet sich eine Fluglandebahn, die noch heute gelegentlich für wissenschaftliche Einsätze genutzt wird.

    Beim Aussteigen sehen wir bereits die ersten Pinguine und das orange, unübersehbare Damoy Hut. Die Guides markieren die Pfade mit roten Flaggen 🚩 – entlang dieser können wir uns frei bewegen. Zwei Flaggen wie ein Kreuz ❌ bedeuten: Stopp! Da sich Natur und Tierwelt ständig ändern, legen die Guides jedes Mal den besten Weg fest.
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  • Tag 6: Port Lockroy

    February 12, Port Lockroy ⋅ 🌬 27 °C

    Um 06:30 Uhr weckt uns Expeditionsleiter Szymon – wie jeden Tag – über die Lautsprecheranlage. „Good morning, Ladies and Gentlemen, good morning! We are now at Port Lockroy, and it’s a wonderful day to explore Antarctica.“

    Die Aussicht vom Balkon ist wieder einmal märchenhaft: riesige, schneebedeckte Gipfel, spiegelglattes Wasser, und hin und wieder eine Walfischfontäne in der Ferne 🐳. Pinguine schwimmen, tauchen und springen durchs Wasser, als würden sie uns begrüssen.

    Wir stehen vor Port Lockroy – auch bekannt als das „Pinguin-Post Office“. Auf dieser winzigen Insel befindet sich tatsächlich ein offizielles britisches Postbüro. 📮 Leider können wir nicht an Land gehen, da die Insel von vielen molting Penguins besetzt ist. Dafür kamen aber vier Saisonarbeiter zu uns aufs Schiff – inklusive Souvenirshop und Briefkasten. 😉 Jedes Jahr arbeiten fünf bis sechs Personen auf Port Lockroy. Sie verbringen den ganzen antarktischen Sommer hier, ohne fliessendes Wasser, angewiesen auf vorbeikommende Schiffe, wie unseres für Essen und eine warme Dusche. Dafür dürfen sie sich die Insel mit einer Pinguinkolonie teilen. 😜🐧

    Bevor wir unsere Postkarten 💌 im kleinen roten Briefkasten einwerfen, machen wir eine 1h Zodiac-Tour rund um die Insel. Wieder entdecken wir unzählige Tiere, und an Land ist sogar das riesige Skelett eines Humpback Whales zu sehen. Danach freuen wir uns aufs Mittagsbuffet – unser nächster Halt liegt gleich um die Ecke. 😉

    https://ukaht.org
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  • Tag 5: Petermann Island + Polar Plunge

    February 11, Petermann Island ⋅ ☀️ -4 °C

    Auf dieser Expedition haben wir kein festes Programm 🗺️ – wir richten uns nach der Laune der Natur. ⛅️ Zu viele molting penguins auf Petermann Island verhindern das geplante Landing. Das Expeditionsteam findet keinen geeigneten Anlegeplatz, ohne die ohnehin gestressten Pinguine weiter zu stören. Stattdessen geniessen wir eine Zodiac Cruise, gefolgt von einem spannenden Whale Lecture. 🐋

    Wir besteigen die Zodiacs – Mikaela, our Zodiac driver, has the right instinct. Wir steuern die Backbordseite des Schiffes an – und gleiten über das spiegelglatte Wasser. Einige Minuten kurven wir zwischen den Eisbergen hin und her, als wir plötzlich Humpback Whales entdecken. Und dann tauchen auch noch Orcas auf! 🐋🐬 (Orcas werden auch „Killer Whales“ genannt, gehören aber eigentlich zur Familie der Delfine.)

    Mit so etwas haben wir im Traum nicht gerechnet – einige Orcas schwimmen direkt auf uns zu, sie sind am Jagen. Mikaela funkt durch – und plötzlich schiessen alle anderen Zodiacs mit Vollspeed heran, das Spektakel dauert nur einige Minuten. Danke, Mikaela, für diese einmalige Erfahrung – zum Glück hast du heute deine violette Orca-Kappe aufgesetzt! 🐬💜 (Diese Saison hat die Crew erst einmal Orcas gesichtet!)

    Am Nachmittag wartete ein einmaliges Erlebnis auf uns: der Polar Plunge! Manche können es kaum erwarten, andere zittern schon! 😂 Angegurtet und gesichert sprang Melanie ins eiskalte Wasser (2 °C). Danach gab’s einen Shot und ein warmes Badetuch. 98 der 180 Passagiere wagten den Sprung ins Antarktische Meer – ein unglaubliches Gefühl! ⚡❄️

    Heute folgt ein Highlight das nächste. Am Abend fuhren wir zurück durch den Lemaire Channel ⛴️. Zur Feier des Tages gab es ein BBQ auf dem Deck! Bei knapp 0 °C genossen wir die angenehme Wärme der Sonnenstrahlen, leckere Grilladen und einen saftigen Hamburger. 🍔 Wir plauderten, lachten und genossen die Stimmung, bis der nächste Termin anstand: eine Talkshow mit dem Expeditionsteam. Wir blieben lieber noch etwas sitzen, bis die Crew die provisorischen Tische umunsherum abbaute. So endete unser zweiter „richtiger“ Tag in der Antarktis. 💤
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  • Tag 5: Lemaire Channel

    February 11, Lemaire-Kanal ⋅ ⛅ -6 °C

    Noch vor dem Frühstück 🥞 stand ein echtes Highlight auf dem Programm: Crossing the Lemaire Channel. Schneeweisse Berge ragen auf beiden Seiten empor, eine Kulisse wie aus dem Bilderbuch! 😍 Kein Wunder, dass er als einer der schönsten Orte der Antarctic Peninsula gilt. Beim Frühstück stiessen Maria und Simon dazu, sie sind ebenfalls aus der Schweiz 🇨🇭 & wollen im Anschluss Chile mit einem Mietcamper erkunden.Read more

  • Tag 4: Portal Point

    February 10, Bransfieldstraße ⋅ ⛅ -5 °C

    Heute Nachmittag ist es so weit: We were able to set our first step on the Antarctic continent. 🇦🇶 We had perfect weather conditions to explore the area. ☀️

    Die Dimensionen dieser Eisberge sprengen jedes Vorstellungsvermögen! Und wer jetzt denkt, es ist ja „nur Eis“, irrt sich. Es strahlt in hellem Weiss 🤍, leuchtet intensiv in Blau- und Grüntönen und kann – je nach Lichteinfall – auch silbrig grau wirken. Manche Formationen sind so klar, dass sie an Glas erinnern. In ihrem Inneren schimmern unzählige eingeschlossene Luftblasen.

    Auf einer Eisscholle entdeckten wir zwei Antarctic fur seals. Völlig unbeeindruckt von unserer Anwesenheit schliefen sie seelenruhig weiter. 😴🦭

    👉 ~ 98% des Kontinents ist eisbedeckt
    👉 Hier lagern ca. 90% des weltweiten Eises
    👉 und rund 70% des Süsswassers der Erde
    👉 Teile des Eises sind bis zu 1,5 Mio. Jahre alt

    Ein riesiger, gefrorener Speicher unserer Erdgeschichte. 🌍🧊

    Nach dem Abendessen liessen wir es uns nicht nehmen, nochmals aufs Aussendeck zu gehen. Unsere Blicke schweiften über das Wasser – und plötzlich entdeckten wir einen Blow! 🐳 Dann noch einen… und noch einen…
    Irgendwann hörten wir auf zu zählen. Doch das absolute Highlight? Neben uns trieb plötzlich eine riesige Eisscholle mit Pinguinen darauf. 😍

    Sobald die Sonne verschwunden war, wurde es plötzlich richtig schnell kalt. Also zogen wir uns in unsere warme Kabine zurück und schliefen zufrieden ein. 😴
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  • Tag 4: Palaver Point

    February 10, Bransfieldstraße ⋅ 🌬 29 °C

    Damit an solch wichtigen Tagen niemand verschläft, gab es um 06:30 Uhr einen Wake-up-Call, vom Expeditionsleiter Szymon. 📢Zusätzlich folgen alle Durchsagen noch auf Chinesisch 🇨🇳, obwohl die offizielle Sprache an Board Englisch ist. 😉 (By the way: An Bord sind insgesamt 34 Nationen vertreten.)

    Noch vor dem Frühstück zieht es uns hinaus. Auf dem Observation Deck liegt noch Schnee, der Untergrund ist ziemlich glatt! ⚠️ Die Sicht ist leicht milchig, fast mystisch – die Szenerie raubt uns den Atem. Der erste Blick auf den White Continent fühlt sich unwirklich an. 🤍 Überall Eis, Schnee – und eine Weite, die jedes Vorstellungsvermögen sprengt. Unter uns schiessen Pinguine wie kleine schwarze Pfeile durchs Wasser, tauchen auf, springen – und verschwinden wieder in der Tiefe. 😍 Als es uns zu kalt wird, gehen wir wieder hinein und wärmen uns bei einer heissen Tasse Tee auf. Wie immer gibt es für uns ein ausgewogenes Frühstück inkl. frischem Omelett, Früchten, 🍉🍊 Speck 🥓 und sogar Züpfe! Die Auswahl ist riesig! Wir frühstücken hier definitiv wie ein Kaiser. 😉👑

    Jeden Tag werden die Gruppen über die Lautsprecheranlagen aufgerufen. Wir sind Gruppe grün und heute als Zweite an der Reihe. Natürlich sitzen wir längst startklar im Zimmer. Typisch Schwiizer. 😅🇨🇭

    Heisst konkret: Wir sitzen seit über 15min in Vollmontur im Zimmer und warten. Durch den Sturm sind die Zodiacs festgefroren und müssen erst enteist werden, bevor sie zu Wasser gelassen werden können. Sobald wir aufgerufen werden, begeben wir uns in den „Mudroom“, wo die benötigte Ausrüstung gelagert wird. Nachdem wir die wasserfesten Stiefel und Schwimmwesten angelegt haben, werden die Stiefel in einer Virkon-Lösung desinfiziert. Damit verhindern wir, dass Mikroorganismen oder Samen ins sensible Ökosystem gelangen.

    Danach hat die Warterei endlich ein Ende!

    Auf geht’s zu unserem ersten Landing am Palaver Point – und damit zu unserer ersten Chinstrap Penguin Kolonie! Es bläst ein eisiger Wind. Je näher wir dem Ufer kommen, desto deutlicher liegt ein intensiver Geruch in der Luft. Einige befinden sich noch im Molting-Prozess. Sie stehen regungslos auf den Felsen, ihr Gefieder wirkt zottelig und unfertig, fast wie ein gerupftes Hühnchen. Während dieser Zeit können sie nicht ins Wasser und somit auch nicht jagen.

    Wir sind fasziniert vom Lärm der Kolonie und der rauen Landschaft. Endlich hier zu stehen, fühlt sich surreal an – ein Traum, der Realität geworden ist. ❤️

    Nach dem Landing stand noch eine Zodiac-Cruise auf dem Programm – und wir haben Humpback Whales gesehen! 🐋 Das Wetter wurde zunehmend schlechter und trüber, und es fing an zu schneien. Wir fanden es grandios. Ein sehr gelungener Start in die Expedition! 🚀
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