• Colonia del Sacramento

    18 de abril, Uruguay ⋅ ☀️ 21 °C

    Colonia ist die älteste Stadt Uruguays. Sie wurde 1680 von den Portugiesen gegründet, um den Río de la Plata zu kontrollieren. In den folgenden Jahren wechselte die Stadt mehrmals den Besitzer. Trotzdem blieb sie eine der wichtigste Häfen am Río de la Plata. Teilweise lagen Schiffe von über 50 Nationen gleichzeitig im Hafen, um mit dem Vizekönigreich Peru Handel zu betreiben.

    Der Silberhandel war einer der wichtigsten Gründe, warum diese Region so umkämpft war. Das meiste Silber kam aus den reichen Minen von Potosí (heute Bolivien 🇧🇴), das damals zum spanischen Vizekönigreich Peru gehörte, das grosse Teile Südamerikas umfasste. Spanien wollte den Handel streng kontrollieren: Offiziell durfte das Silber nur über ausgewählte spanische Häfen und mit speziellen Genehmigungen verschifft werden. Genau hier kam der Schmuggel ins Spiel. Viele Händler – aus Portugal und anderen europäischen Ländern – wollten diese Regeln umgehen, um schneller und günstiger handeln zu können. In Städten wie Colonia wurde Silber deshalb oft heimlich weiterverkauft oder verladen. Für die Händler war das lukrativ, für die spanische Krone jedoch ein Dorn im Auge, weil ihr dadurch wichtige Einnahmen aus Steuern und Zöllen entgingen. Heute ist die Stadt ein Touristen-Hotspot.

    Wir stoppen zudem beim „Granja Colonia“ (Bleistiftmuseum). Ein kleines Museum voller „Grümschu“: 24’026 verschiedene Bleistifte (mit schwarzer Mine), 46’000 Schlüsselanhänger, 3’800 Aschenbecher, 4’200 Parfümflaschen sowie 5’500 Pins und weitere Sammelstücke – alles liebevoll zusammengetragen und präsentiert.
    Leer más