• Christchurch - we love you

    11 Januari 2025, New Zealand ⋅ ☀️ 16 °C

    Der Wecker klingelte recht früh, schliesslich mussten wir ja noch packen und das Auto einigermassen auf Vordermann bringen. Ich machte kurz Kaffee und Eier und dann ging das Packen los.

    Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, aber irgendwann hatten wir irgendwie alles in unserem Gepäck verstauen können. Ich war mehr als froh, dass wir am Vorabend schon getankt hatten und wir wenigstens diese Zeit nicht mehr investieren mussten.

    Die Fahrt dauerte um die drei Stunden. Kurz vor der Rückgabestelle mussten wir nochmals tanken und auch das Auto nochmals kurz rauswischen. Wenig später kamen wir in Christchurch an und gaben den Camper zurück. Es war glücklicherweise niemand anderes dort und so ging das Ganze schnell vonstatten.

    Die Dame von der Vermietungsstation teilte uns erstaunt mit, dass wir 1’371km gefahren seien - in 6 Tagen! Wir schauten uns grinsend an. Wenn man es genau nimmt, hatten wir diese Strecke nämlich nicht in 6 sondern maximal 4 Tagen zurückgelegt. Und mit dem vorherigen Fahrzeug waren wir noch wesentlich weiter gefahren.

    Ich wurde doch ziemlich wehmütig, als wir fertig waren und auf den Uber-Fahrer warteten. Neben uns stand unser Camper, mit dem wir gerne noch so vieles erlebt hätten.

    Der Uber-Fahrer kam superschnell an und glücklicherweise hatte er genügend Platz für all unsere vielen Sachen. Er fuhr uns in die Innenstadt und plauderte munter drauflos. So eine halbe Stunde später hielt er vor unserem Hotel, welches von aussen wesentlich besser aussah, als dass es zu uns passen würde.

    Das Zimmer war dann halt einfach ein Hotelzimmer, aber völlig ok. Wir wollten ja nicht mehr als kurz duschen, in die Stadt gehen und dann schlafen.

    Nach einer ausgiebigen Dusche (das erste Mal ohne Durchzug, was für ein Luxusgefühl!), zottelten wir los in die Stadt. Wir hörten von irgendwoher Gitarrenklänge und Gesang und endeten schlussendlich in einem Restaurant, wo wir gemütlich was tranken und Foccaccia assen, währenddem neben uns Musik vor sich hin plätscherte. Der Sänger war gar nicht schlecht und seine Liederwahl gefiel uns auch gut.

    Danach ging die Stadterkundung weiter. Wir fanden sehr schnell das angesagte Viertel „Riverside“, in welches wir uns umgehend verliebten. Es bestand aus kleinen Gässchen mit kleinen Läden und überall gab es die verschiedensten Essens- und Trinkmöglichkeiten.

    Da es recht kühl war, suchten wir jedoch einen windgeschützten Ort und fanden ein riesiges Gebäude, welches dutzende Essensstände, Brauereien, Delikatessenshops usw. beinhaltete. Wow! Es sah super aus, roch überall nach leckerem Essen und man wusste gar nicht, wo man hingehen sollte. Wir lachten, als wir herausfanden, dass sich auch das Restaurant, wo wir für den Abend reserviert hatten, in diesem Gebäude befand. Wir wurden wohl intuitiv dorthin gezogen. Zumindest von aussen her sah es superherzig aus mit seinen paar Tischchen.

    Es war jedoch noch nicht Essenszeit und so gingen wir in eine Bar und tranken noch was. Irgendwann wurden wir rausgeworfen, weil der Tisch, an dem wir sassen, reserviert war. Wir waren zwar etwas früh dran, aber wir versuchten unser Glück dann, nach einer Runde um den Block, frühzeitig bei „unserem“ Restaurant.

    Dem Tisch nebenan wurde soeben eine irrsinnig lecker aussehende Fleischplatte geliefert und uns lief das Wasser im Munde zusammen. Genau das wollten wir auch haben.

    Wenig später erhielten wir unsere Vorspeise: leckere Empanadas und ein grottenschlechter Mojito.
    Ich weiss echt nicht, wie man den so dermassen versauen kann. Das ist nun also wirklich überhaupt kein schwieriger Cocktail.. aber ja.. die Restaurants schaffen es immer wieder..

    Egal, schon bald kam unsere Fleischplatte, die wir genüsslich zu einer Flasche Malbec (yeah, endlich ein Wein mit einem Zapfen!) verspeisten. Ich war nach dem Essen in zweier Hinsicht recht voll, aber wir waren lustig drauf und beschlossen, einen Verdauungsspaziergang zu machen. Simi hatte noch Gelüste und so holte er sich nach all dem Essen doch tatsächlich noch ein Happy Meal!

    Genüsslich ass er dieses, währenddem wir zurück ins Hotel spazierten.

    Christchurch gefällt uns soweit echt gut. Es erinnert einen, wie mir neulich jemand gesagt hat, tatsächlich an Melbourne. Zwar ist es eine sehr grosse Stadt, aber dennoch fühlt es sich angenehm klein an. Hier könnte ich wohnen.
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