• Adventure & tschüss Drohne

    April 19, 2025 in the United States ⋅ ☁️ 13 °C

    Als der Wecker klingelte war es draussen noch finstere Nacht. Wir zogen uns an und fuhren wenig später los zur Mission „Sonnenaufgang“.

    Als wir ankamen, war es nach wie vor dunkel. Wir hatten wohl etwas zu grosszügig bemessen, wie schnell es hell werden würde.

    Wir warteten etwas ab, bis man draussen langsam etwas sehen konnte und bereiteten in der morgendlichen Kälte unsere Drohnen vor. Es war ca. -1 Grad, das werden unsere Finger nicht mögen..

    Starten und LOS! Wir stiegen auf und flogen herum, auf der Suche nach dem perfekten Spot. Leider wurde ich erst wirklich fündig, als der Akku am Ende war. Mit letzter Kraft schaffte es die Drohne zurück und legte direkt vor mir eine Notlandung hin.

    Etwas weiter hinten liessen wir zu Recherchezwecken nochmals die Drohnen steigen. Leider sah es da nicht mehr so toll aus und wir fuhren weiter an einen Ort, wo die Drohnensicht wieder etwas besser war. Die Fahrt fürhrte uns durch eine Art Canyon und es sah recht abenteuerlich aus.

    Kurz vor 9 waren wir zurück im Hotel, frühstückten und luden unsere Akkus.

    Wenig später fuhren wir zu einem Aussichtspunkt. Wow, was für ein Anblick! Vor uns ein Canyon der aussah, als würde man auf den Mond runterschauen!

    Es war bereits wieder Mittag und so mampften wir bei bester Aussicht ein Sandwich, bevor unser Abenteuer weiterging.

    Die Strasse führte uns irgendwo ins Nirgendwo, aber wir wollten unbedingt wissen, wie denn der Punkt aussieht, der uns empfohlen worden war.

    Irgendwann versperrte uns ein kleines Flüsschen den Weg, was jedoch offenbar zur Route dazugehört. Mist, da geht es für uns nicht weiter!

    Es war nicht so mehr so weit bis zum Punkt und wir dachten, da können wir evtl. bequem hinfliegen. Leider hatte ich nicht beachtet, dass ich nur die kleine Batterie in der Drohne hatte. Frischfröhlich flog ich herum und schoss ein paar Fotos. „Battery level low, return to homepoint“.. neee.. abbrechen und weiterfliegen. Wenig später „return to homepoint promptly!“ mist, die meint es ernst! Ok, auf schnellstem Weg zurück. Sollte noch reichen mit ca. 7min Akku. „Forced landing in 10s!“ FUUUUUCK, ich bin noch super weit weg!!! Mein Herz pochte so laut, dass man es vermutlich gehört hat, wenn man nebenan stand. Weiterfliegen, einfach immer weiter zurück und sinken. Irgendwann waren die paar Sekunden vorbei und die Drohne fing tatsächlich an zu landen! OH GOOOOTT!!! NEIN NEIN NEIN!!!! Ich schaute mit der Kamera nach unten und versuchte verzweifelt, einen Ort zu finden, wo ich die Drohne wiederfinden würde. Zum Glück fand ich irgendwo Strasse und landete die Drohne im letzten Moment sicher.

    Ok, wie finde ich die Drohne nun? Ich habe die Koordinaten und einen Punkt auf der Fernbedienung. Aber wo zur Hölle ist das?!?

    Wir gaben die Koordinaten auf MapsMe ein und sahen, dass es natürlich die Strasse auf der anderen Seite des Flusses war.. ok, da muss ich durch, Hosen raufkrempeln und ab durchs Wasser. Ich liess Simi warten. Ich hatte die Drohne verloren, also sollte auch nur ich nasse Füsse bekommen. Mit der Fernbedienung in der Hand zog ich los und versuchte, dem Punkt näher zu kommen. Tatsächlich lag sie irgendwann vor mir und piepte mit letzter Kraft. Was für eine Erleichterung!

    Ich spazierte fröhlich zurück, hatte jedoch für heute mit dem Drohnenfliegen abgeschlossen.

    Simi war immer noch neugierig auf den besagten Drohnenspot und so fuhren wir wenig später durch den Fluss, der sich als knöcheltief entpuppt hatte. Die Fahrt war abenteuerlich. Sie führte durchs Nichts, über steile Hügelkämme und unübersichtliche Kurven, ebenfalls im steil abfallenden Gebiet.

    Als es uns ZU kritisch wurde, stellten wir das Auto hin und marschierten zu fuss weiter. Wir fanden den Punkt. Er befand sich eingebettet in eine ausserirdisch aussehende Marslandschaft. Es sah uuunglaublich aus. Simi startete die Drohne. Ich schaute zu und war komplett aus dem Häsuchen. Sowas Tolles hatte ich noch nie im Leben gesehen! Simi, der wenig von abstrakten Bildern hält war wenig beeindruckt. Da ich meine Drohne nicht dabei hatte (mein Herz hatte sich noch nicht ganz erholt), dirigierte ich ihn ein wenig mit. Jeder Maler kann dagegen einpacken! Echt, es sah so toll aus! Wir fanden gar einen Punkt, der aussah, als hätte man einen dieser goldene chinesischen Drachen aufgemalt. Sensationell!

    Irgendwann fuhren wir zurück zum Hotel, da es für den Sonnenuntergang noch zu früh war.

    Am Abend fuhren wir nochmals los und gingen zurück zur Mondlandschaft. Der Ort war inzwischen voller Camper und wir ärgerten uns mal wieder, dass wir nicht campen konnten.

    Simi liess nochmals die Drohne steigen, mir war es etwas zu windig und ich hatte meine Nerven heute bereits überstrapaziert.

    Spätabends gab es unser zweites, trauriges Mikrowellenessen. Wenigstens war es gut..
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