Happy Moo-Year
December 31, 2025 in New Zealand ⋅ ⛅ 15 °C
Trotz der späten, gestrigen Ankunft, waren wir relativ früh wach. Nun waren wir also auf der Südinsel, aber hatten dennoch keinen Plan, wohin es weitergehen soll. Es bedurfte einer längeren Wetteranalyse, bis wir entschieden, dass wir gen Südosten fahren sollten, um das Neujahr nicht im Vollschiff oder bei Sturmwind verbringen zu müssen.
Irgendwo rund um Christchurch wurde das Wetter besser und wir würden die Regenwolken hinter uns lassen. Wir fuhren, fuhren und fuhren. Durch Felder, Dörfer und dem wunderbar blau schimmernden Meer entlang. Vorbei an hunderten Seehunden, die am Strand rumlagen oder sich über das wilde Meer freuten.
Leider auch vorbei an einer Unfallstelle, die uns ein bisschen zurück in die Realität holte. Es ist ja schon tragisch an sich, wenn jemand abends nicht mehr heimkommt, aber einen Feiertag stelle ich mir wirklich schlimm vor, wenn man Jahr für Jahr umso mehr an DIESEN Tag erinnert wird.
Unterwegs hielten wir immer mal wieder an. Probierten endlich auch hier mal einen ihrer bekannten Pies und ich wurde auch wieder ans Steuer verdonnert, nachdem ich mich zu lange nicht entscheiden konnte, wo wir übernachten sollen.
Simi brachte zunächst noch den Arthurs Pass ins Spiel, aber in meinem Köpfchen sah ich nichts anderes mehr, als uns und unseren Camper an einem Strand.
Irgendwann legten wir doch. noch einen Zielort fest und beschlossen, uns fürs Abendessen irgendwo indisches Essen zu besorgen. Kurz vor Christchurch hielten wir also an, stapften ins einzige, indische Restaurant, welches gemäss Google bereits um 16.00h eöffnet hatte und bestellten uns eine schöne Varietät an Speisen. Gemäss Türbeschriftung wäre erst ab 16.30h offen gewesen, aber der Koch hatte uns draussen gesehen und das „Closed“-Schild blitzschnell umgedreht. Er freute sich sichtlich über unsere Bestellung und wir uns schon aufs Abendessen. Wir staunten mal wieder über die günstigen Preise in Neuseeland. Rund 130 NZD bezahlten wir für 4 Curries mit 4x Reis, Mixed-Vorspeisen-Platter for 2 und 2x Naan, das sind etwa CHF 65.00. Dafür bekommt man bei uns kaum zwei Curries ohne Reis.
Nachdem wir das lecker und stark duftende Essen ins Auto verfrachtet hatten, mussten wir nochmals eine Stunde fahren, bis wir ans Ziel gelangten.
Ich konnte nicht glauben, dass dieser schöne Platz auf Erden kostenloses Camping erlaubt. Es hat einen schönen Steinstrand, wo man zwar wegen spezieller örtlicher Gegebenheiten nicht baden darf, aber dennoch sehr schön anzusehen ist.
Der Strand zieht sich über mindestens 2km und man hat massig Platz, um sein Fahrzeug zwischen Meer und Kuhwiese abzustellen. Ich freute mich riesig über den Anblick und ich glaube, Simi befand die Auswahl auch für gut.
Wir setzten uns ans Meer, genossen eine Weile den Anblick und machten uns eine Weile später über die Vorspeise her, solange die Sonne noch nicht hinter den Wolken verschwunden war. Es hatte schon ein wenig abgekühlt, aber ich musste natürlich dennoch eine Weile draussen bleiben. Im Camper zu sitzen und durchs Fenster zu schauen, ist einfach nicht dasselbe.
Gegen 20.00h gab es dann auch noch das restliche Essen oder zumindest einen Teil davon. Es war lecker, aber nicht herausragend. Ich glaube, das Silvester-Indisch im vergangenen Jahr, hatte etwas besser geschmeckt.
Nach dem Essen spazierten wir noch eine Weile den Strand entlang. Dann holten wir im Camper Simis Gitarre, da er nun endlich mal die Gelegenheit hatte, diese ungestört zu nutzen und setzten uns irgendwo am Strand hin und hofften, dass die Zeit bis Mitternacht schnell rumgeht, weil wir ziemlich müde waren.
Wir schafften es schlussendlich tatsächlich, bis Mitternacht wachzubleiben und draussen am Meer unter einem teilweise sichtbaren Sternenhimmel kurz aufs neue Jahr anzustossen.
2026 - wir kommen und ich hoffe, du bringst uns viele schöne Momente
Happy New Year!
Ach ja, wir haben angefangen, schlechte Kuhwitze bzw. -Sprüche zu machen. In dem Sinne „cow are you?“ and „Happy Moo-Year“Read more




















