Nette Neuseeländer
January 2 in New Zealand ⋅ ☁️ 14 °C
Gegen 08.30h wachte ich auf, was für meine Verhältnisse ziemlich spät ist. Ich war hundemüde, weil wir uns noch bis Mitternacht wachgehalten hatten. Ich schnappte mit Stuhl und Laptop und verzog mich nach draussen in die (halbwegs) Sonne und setzte mich ans Meer, um meinen nächsten Eintrag zu schreiben. Das Meer war wesentlich ruhiger als am Vortag, sah jedoch immer noch wunderbar aus.
Nach einer Weile holte ich drinnen Kaffee und ging wieder nach draussen, wo ich zuerst einen, dann drei Delfine erblickte. Sie blieben leider nicht allzu lange. Ich hatte gehofft, meine Cornflakes mit Blick auf die Delfine essen zu können, aber da waren sie leider schon weg.
Irgendwann fuhren wir los. Wir wussten noch nicht genau, in welche Richtung genau es uns verschlagen würde. Zuerst wollten wir in Richtung Wanaka fahren, aber da war schlechtes Wetter vorausgesagt. Dann dachten wir an eine Übernachtung auf einem Pass, schlugen jedoch auch diese Idee irgendwann in den Wind, weil es auch dort nicht besonders angenehm ist, wenn es regnet und windet.
Wir entschieden, stattdessen weiterhin dem Meer entlang zu fahren und uns da irgendwo einen Platz zum Schlafen zu suchen. Am frühen Nachmittag machten wir in Oamaru kurz Halt, um ein Sandwich zu essen. Endlich konnte ich meinen Lachs ausprobieren und wurde nicht enttäuscht. FANTASTISCH! Ich hätte tonnenweise davon essen können, wirklich gut!
Da wir uns in der Nähe vom weltbekannten Moeraki Beach befanden, entschieden wir, irgendwo in dieser Gegend zu campen. Ich buchte einen Campingplatz, was irgendwie nicht richtig klappte und lediglich meine Kreditkarte belastete. Wir fuhren dennoch dorthin. Die Dame bei der Reception wollte uns zuerst abweisen, sie seien voll und hätten irgendein Wasserproblem, aber als ich sagte, dass ich ja schon bezahlt hätte, gab sie uns doch noch einen Platz.
Unsere erste Handlung war, das Abwasser zu leeren. Da machten wir erste Bekanntschaft mit den Campingbewohnern hier. Mensch bin ich froh, hatte es keine mehr mit Strom. Hier hatte es zwar keine Kühe, aber die Blicke von allen Seiten waren mindestens gleich eindringlich.. Die Dumping-Stelle war ziemlich ungünstig gelegen und wir versuchten, so zu parken, dass keiner der starrenden Personen rund um uns aus irgendeinem Grund was zu meckern haben. Natürlich war dennoch alles falsch und ein Herr kam auf uns zu und dirigierte, was denn jetzt wie zu tun sei. Wo um alles in der Welt sind wir nur gelandet?!?
Eine weitere Dame kam, um ihre Klo-Kassette zu leeren, nun musste sie leider warten. Ein echt ekliger Anblick. Aussen an ihrer Kassette sah man eine braune Suppe schwimmen. Igitt! Sie unterhielt sich mit mir und ich kam mir vor, als würde sie auf Umwege versuchen, herauszufinden, ob wir überhaupt da sein dürfen. Wir waren heilfroh, als der Tank geleert war und wir uns im anderen Bereich ein Plätzchen suchen konnten.
Wir fanden einen der letzten ebenen Flächen und parkten da. Dann zogen wir los und suchten den Moeraki-Strand. Vorne beim Campingplatz gab es zwar einen Strandzugang, jedoch war die Flut noch zu weit am Ufer, als dass man dem Meer entlang hätte hinspazieren können. Wir gingen zunächst der Strasse entlang, dann fanden wir einen Abzweigung, die wieder ans Meer führte. Es gab eine Bank, auf welcher wir eine Weile sassen, bis die Flut das Weitergehen am Strand erlaubte, was uns enorm viel Zeit sparte.
Mir gefiel der Spaziergang. Es gab viel zu sehen und ich freute mich wie ein kleines Kind über jede neue Entdeckung. Gigantische Seepflanzen, Pflanzen, die aussahen wie eine Kette, Quallen, Muscheln.. es gab viel zu sehen.
Irgendwann kamen wir bei den Moeraki-Steinen an, wo es von Touristen wimmelte. Wir waren vor vielen, vielen Jahren schon mal da, aber da waren wir die einzigen. Wir dachten auch, dass es damals mehr von diesen Steinkugeln hatte. Wir gingen rauf zum Café, drehten aber gleich wieder um, weil hier irgendein Hinweis-Schild, da irgendein zahle für dieses und jenes Schild hing..
Der Weg zurück zum Camping war wesentlich schneller als der Hinweg, weil man nun den ganzen Weg am Strand entlang spazieren konnte. Als wir zurück bei unserem Platz waren, hatten wir neue Nachbarn bekommen. Sie haben es sich sehr wohnlich gemacht und sogar ihre Rattan-Garten-Lounge mitgenommen. Das habe ich ja noch nie gesehen.
Wir setzten uns in die Sonne, assen was Kleines und legten dann unsere Vorspeise auf den Grill. Es wurde etwas dunkler, als wir vorhatten.. Von nebenan roch es köstlich nach Knoblauch und Kräutern, weshalb wir immer wieder in Richtung Nachbarsgrill blickten. Natürlich wurden wir beim Starren erwischt und ich entschuldigte mich mit „Sorry, aber es riecht so gut und wir versuchen rauszufinden, was das wohl ist“.
Ich ging wenig später in den Camper, weil ich den Knöpfli-Teig vorbereiten wollte. Plötzlich kamen unseren Nachbarn mit einem wunderbar angerichteten Teller voller Essen . Es war mindestens so gut, wie es roch und aussah. Oje, wir hatten wohl hungrig ausgesehen. Währenddem wir das leckere Essen verspeisten, brachte uns einer der Söhne noch zwei dicke Scheiben mit Butter bestrichenem Brot. „Heute frisch gebacken, wollt ihr?“ Natürlich konnten wir nicht nein sagen. Es war lecker, aber irgendwie auch unangenehm, weil wir uns etwas blöd vorkamen.
Unser Nachbar kam etwas später nach drüben und stellte sich als Matt aus Neuseeland vor, der noch nie in den Fiordlands war. Netter Kerl.
Wir waren nach dem geschenkten Essen bereits satt, aber ich wollte die Knöpfli dennoch vorbereiten, wenn wir schon eine Küche beim Camping zur Verfügung hatten. Schlussendlich kochten wir doch noch im Camper, weil wir uns nicht trauten, mit den Küchenutensilien neben unseren Nachbarn durchzugehen, weil wir fürchteten, dass sie uns noch mehr Essen schenken, weil sie denken, wir seien immer noch hungrig.
Abends spazierten wir nochmals zu den Moeraki-Steinen, weil wir hofften, Seehunde oder Pinguine zu sehen, sobald es eindunkelte. Leider liessen sie sich nicht blicken. Der abendliche Spaziergang am Meer entlang war aber dennoch schön.Read more























Traveler
Jummie😃
Traveler
😆 fürs identifizieren weiterer fragwürdigen Meeres-Objekte/Dingslies -> call Frau dr. Rosmarie 😉🤙 "she has the answer"🤓