Wir wurden verpfiffen! 🐦⬛
January 20 in New Zealand ⋅ ☁️ 11 °C
Die vergangene Nacht habe ich elend schlecht geschlafen. Zum Einen, weil ich definitiv zu viel gegessen hatte und zum Anderen, weil Simi immer wieder anfing zu schnarchen. Nicht mal meine Seitenhiebe halfen. Ich war froh, als er irgendwann den Kopf drehte und es endlich aufhörte.
Völlig übermüdet war ich gegen 8.00h wach und konnte trotz Müdigkeit nicht mehr schlafen. Ich verzog mich nach draussen und schrieb meinen Bericht über den gestrigen Tag. Um 9.00h holte ich Simi aus dem Bett, da wir um 10.00h den Campingplatz verlassen mussten.
Stimmt, Notiz an uns: Hampshire Campground in Queenstown ist doof! Er ist teuer; er ist super voll; man kann das Auto nicht gerade hinstellen, was eher schlecht für unseren Kühlschrank ist, da er bei zu viel Schräglage aufhört zu funktionieren; das Klo ist 5min Fussweg vom Camper entfernt. Gottseidank zelten wir nicht. Ich will mir aber gar nicht vorstellen, wie viele Camper mit Zelt oder ohne Klo in der Nacht lieber direkt auf ihrem Platz pinkeln, als total 10min Fussweg in Kauf zu nehmen...
Pünktlich um 10.00h verliessen die zwei Superschweizer den Campground, nachdem sie sich dem grössten Teil ihrer Recycling-Deponie entledigt hatten. Wir mussten noch dumpen und Wasser füllen und fuhren wenig optimistisch zur Dumpingstation direkt neben dem Campground. Vor uns war zum Glück nur ein Mini-Camper, der vermutlich innert kürzester Zeit alles erledigt haben würde. Naja.. nicht, wenn zwei sehr unbeholfene Personen alles erledigen müssen. Der Typ war ja einigermassen speditiv, aber das Mädchen.. Sie ekelte sich vor ALLEM. Abwasser, Frischwasser.. und sie stellte sich super unbeholfen an! Ihr Auftrag war offenbar, den Schlauch für das Frischwasser beim Camper anzubringen. Katastrophe, das mitansehen zu müssen. Sie hielt den Schlauch noch tapfer in den Einfüllstutzen, als ihr Freund den Schlauch SCHON LÄNGST vom Wasserhahn entfernt hatte. Mannomann, danke Mamis, dass ihr uns zu selbständigen Individuen herangezogen habt, die das eine oder andere auf die Reihe kriegen..!
Als wir drankamen, ging alles so flott, wie es eben geht, wenn man einen grossen Abwassertank leeren muss. Im Gegensatz zu allen anderen machen wir alles synchron. Abwasser weg, WC leeren und Frischwasser auffüllen. Weshalb unnötig Zeit verschwenden, wenns auch anders geht? Im Weiteren waren inzwischen etwa 5 Camper in der Warteschlange und wir wollten diese auch nicht unnötig warten lassen.
Nachdem dies einigermassen schnell erledigt war, fuhren wir in Richtung Milford Sound-Route. Jep.. wir wollten eigentlich nach Mount Cook fahren, aber das morgige Wetter wurde dermassen schlecht vorausgesagt, dass wir vorerst darauf verzichten wollten.
In Te Anau machten wir einen Zwischenstop, um etwas zu essen. Simi wollte schon lange mal wieder ins Sand Fly Café und ich hatte keine bessere Alternative. So ergab es sich, dass Simi ein Kinder-Mittagessen bestellte, welches aus Waffeln mit Schlagrahm und Beerenmus sowie einem Bananen-Milkshake bestand. Ich bestellte mir einen Bagel mit Lachs, Frischkäse und Kapern und dazu einen Eiskaffee. Wie immer war es wirklich sehr gut!
Nach dem Essen machten wir unseren letzten Einkauf für die Ferien. Wir vergassen zunächst, Wasser zu kaufen, holten es jedoch nach, nachdem wir herausgefunden hatten, welche Sirene den ganzen Ort beheult. Offenbar lassen sie die Sirenen los, wenn die Feuerwehr wegen eines Brandes oder eines Unfalls ausrücken muss. Ich dachte schon, jetzt kommt ein Erdbeben oder so..
Als wir ankamen beim Campground, den wir für heute eigentlich gebucht hatten, machten wir nach einem kurzen Inspektions-Spaziergang ein Powernap, da wir beide hundemüde waren. Leider half es nicht wirklich, aber länger schlafen wollten wir auch nicht.
Wir fuhren zunächst zum Cascade Creek Campground, um zu sehen, ob es da Zettel fürs Campen gibt. Buchen konnte man ihn nicht mehr, denn er war offiziell ausgebucht. Wir hatten Glück und nahmen einen mit. Ich möchte hier noch erwähnen, dass dieser Campground NOCH NIE voll war, als wir da waren. Es gab immer noch um die 100 Plätze, egal, an welchem Datum wir da waren.
Nachdem die heutige Nacht geregelt war, fuhren wir zum Divide, weil wir dort ein Stück dem Routeburn Track entlanggehen wollten. Wir dachten, dieser führe unserem Bächlein von Vorgestern entlang. Leider führte er zu weit nach oben und man entfernte sich immer mehr, sodass wir umdrehten.
Nach diesem fehlgeschlagenen Versuch, fuhren wir erneut zu unserer Lieblingswanderung mit der Drahtseil-Brücke. Wir wollten einen letzten Versuch starten, um den Sonnenuntergang dort zu fotografieren. Wir zogen gemächlich los und liefen bald darauf über die Brücke, welche von Tag zu Tag mehr zu schaukeln schien.
Wir entfernten uns immer mal wieder vom Wanderweg, um nachzusehen, ob ausserhalb des Waldes irgendwo ein schöner Fotopunkt zu finden ist, leider erfolglos. Kurz vor dem Falken-Feindesgebiet sah man aus dem Wald raus und was sahen wir? Den hässigen Falken, der in Windeseile neben uns durchflog und uns genau gesehen zu haben. Ich bin sicher, die anderen Vögel im Wald haben uns wortwörtlich verpfiffen!
Als wir in seinem Gebiet ankamen, trauten wir uns erst kaum aus dem Wald raus, liefen danach jedoch trotzdem zum Fluss. Irgendwann hatte uns der Falke wohl entdeckt und flog kreischend auf uns zu, sodass wir uns genötigt fühlten, uns unter einem grossen Busch zu verstecken, bis er weg ist. Es dauerte glücklicherweise nicht lange.
Nach einigem hin und her entschieden wir uns, den Falken in Ruhe zu lassen und unser Fotoglück andernorts zu versuchen. Im Stechschritt marschierten wir zurück zum Camper. Über Stock und Stein und die inzwischen super wackelige Brücke. Wir warfen alles ins Auto und fuhren schnurstracks nach Falls Creek, dann auf die Lower Hollyford Strasse und am Ende dann in die Umgebung rund um den Monkey Creek, wo wir uns geschlagen geben und nehmen mussten, was wir fanden. Der Sonnenuntergang wäre sonst ohne uns spektakulär verlaufen und wir hätten uns noch mehr geärgert, wenn wir die Show vom Auto aus hätten beobachten müssen.
Als das letzte Licht verschwunden war, fuhren wir zurück zum Campground, wo wir die Ribs-Reste von gestern aufwärmten und dann genüsslich die Spaghetti-Reste mit frischer Sauce verspeisten. Oh und das Dessert ist nicht zu vergessen! Das leckerste Cheesecake, welches ich seit ewiger Zeit gegessen habe. Notiz an mich: GÜ Spanish Lemon Cheesecake - made in the UK —> nächstes Mal in London suchen und geniessen! ;-)Read more










Traveler
Jummy😍