• Vom Regenwald in die Stadt

    January 20 in New Zealand ⋅ ☀️ 11 °C

    Eigentlich wollte ich heute früh aufstehen, um nochmals durch den schönen Wald bei unserem Campground zu spazieren. Ich war zwar vor dem Wecker wach, aber zu müde, um aufzustehen. Draussen war bereits einiges los. Überall wurden die Motoren gestartet, gleich neben uns lief ein Motor ganze 25min lang und hielt mich vom schlafen ab, aber ich konnte dennoch nicht aufstehen. Draussen war es wolkenverhangen und sah nicht sonderlich einladend aus. Irgendwann schlief ich doch nochmals ein.

    Nach dem morgendlichen Kaffee waren wir unschlüssig, ob wir heute zum Abschluss den einen Bach genauer anschauen sollen. Simi wollte erst nicht, aber ich war der Meinung, es ist vermutlich die letzte Gelegenheit und nicht so weit weg, sodass wir es versuchen sollten.

    Der Parkplatz vor Ort war schon wieder recht voll, aber wir fanden glücklicherweise noch einen Platz. Wir zogen unsere Wasserschuhe und Simi seine Wathosen an und dann watschelten wir zum Bach. Wir dachten, das würde wohl eine kurze Angelegenheit. Doch kaum waren wir den Kieshügel runtergeklettert, eröffnete sich uns eine wunderbare Regenwald-Szenerie. Grüne Farne, braune Bäume, plätscherndes Bächlein, moosbewachsene Pflanzen.. Es sah toll aus.

    Der Bach war eiskalt und meine dünnen Schuhe vermochten keinerlei Wärme in meinen Füssen zu behalten. Ich musste immer wieder kurz aus dem Wasser steigen, um meinen Füssen eine Chance zu geben, sich halbwegs wieder zu erwärmen.

    Ich weiss nicht, ob irgendwas Gutes bei den Fotos rausgekommen ist, aber in meiner Erinnerung sieht der Ort wirklich traumhaft schön aus.

    Gegen Mittag beendeten wir unsere Fotosession und gingen zurück zum Auto, wo wir ein Sandwich assen und dann in Richtung Queenstown aufbrachen. Die 3-stündige Fahrt schien nicht mehr aufhören zu wollen. Wir waren es nicht mehr gewöhnt, so lange im Auto zu sitzen, nachdem wir nochmals fast eine Woche im Fiordland verbracht hatten, wo die längste Strecke vielleicht 40min weit war.

    Am Nachmittag kamen wir endlich an und gönnten uns erstmals eine ausgiebige Dusche. Wir mussten in den Fiordlands sparsam mit unserem Wassertank umgehen, da man nirgends den Tank auffüllen oder das Wasser ablassen konnte und daher waren wir nicht mehr ganz so frisch. Vermutlich hatten sich jeweils jenste Spinnen in unseren Haaren verfangen, wenn wir durch die Urwälder liefen..

    Gegen 17.00h waren wir schlussendlich unten im Städtchen, wo wir ein Bier tranken und dann durch die Gegend schlenderten. Wir waren beide schon lange hungrig, durften jedoch nichts mehr essen, um fürs Abendessen genügend Appetit zu haben. Keine einfache Angelegenheit, wenn zwei hangry unterwegs sind..

    Irgendwann war es dann endlich 19.40h und wir gingen zum Restaurant vom letzten Mal. Wir wurden diesmal an einen Tisch gesetzt, der sich in einer wenig charmanten Sonderecke befindet. Es war sehr hell und die Klimaanlage blies uns durchgehend an. Leider half auch unsere Anfrage, ob man das Ding etwas weniger stark einstellen könnte nicht weiter bzw. wir vermuten, es wurde kurze Zeit gemacht und dann wieder umgestellt..

    Wir gönnten uns einen Mojito und mussten zugeben, dass er ausnahmsweise lecker war. In den ausländischen Restaurants wird man ja meist enttäuscht, obwohl ein Mojito nun wirklich keine Hexerei ist…

    Zur Vorspeise bestellten wir Chicken Wings und Tintenfisch, was beides lecker war. Als Hauptspeise assen wir beide die Fleischplatte, welche ich das letzte Mal bereits bestellt hatte. Es war gut, aber leider hatte meine Erinnerung vom ersten Mal so viele Erwartungen geschürt, dass es leider nicht mehr ans letzte Essen herankam.

    Nach dem Essen packten wir wiederum Spare Ribs ein, die wir am nächsten Tag essen wollen. Dies hatten wir bereits so geplant, da es beim letzten Mal auch am nächsten Tag richtig gut war.
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