• Torres del Paine - Tag 4: Grey

    November 4, 2022 in Chile ⋅ ☁️ 13 °C

    Heute geht es schon vor 7 Uhr am Morgen los, denn wir müssen den John Garner Pass auf knapp 1.200m Höhe passieren. Dazu geht's fast 700m bergauf und mit zunehmender Höhe kommt auch mehr Schnee dazu. Die letzten paar hundert Meter stecken wir teilweise fast hüfthoch im Schnee fest. Der Pass ist bekannt für seine extremen Winde - manche müssen ihn kriechend passieren - aber auch heute haben wir wieder großes Glück mit dem Wetter. Zwar pfeift uns der Wind um die Ohren und es ist ordentlich kalt da oben, aber dramatisch ist es nicht. Umso mehr können wir, oben angekommen, den Ausblick auf den vor uns im Tal liegenden Gletscher Grey genießen. Wieder sind die Ausmaße enorm: 7km allein sind die Berge auf der anderen Seite entfernt, das Ende am Gletschersee ist zwar zu sehen, aber auf der anderen Seite verschwindet der Grey in den Bergen des südlichen patagonischen Eisfeldes. Wir genießen den sagenhaften Blick eine gefühlte Ewigkeit.

    Danach führt uns der Weg entlang des Gletschers, die Sicht bleibt weiterhin hervorragend und das Wetter wird sogar noch besser. Bergauf, bergab zieht sich der Weg in die Länge und die knappen 10km Strecke fühlen sich schon bald wie eine nie enden wollende Herausforderung an. Unsere Motivation bleibt weiterhin der gute Ausblick. Und dann ein weiteres großes Highlight, denn auf einmal stehen wir vor einer langen Hängebrücke, die über eine tiefe Schlucht führt und so einen einzigartigen Blick auf den Gletscher ermöglicht. Im weiteren Verlauf kommen wir noch über zwei weitere Hängebrücken, beide sagenhaft, aber nicht ganz so spektakulär wie die Erste. Dann ist es tatsächlich nicht mehr weit und wir erreichen das Camp Grey in den frühen Abendstunden.

    Nach dem Abendessen laufen wir noch zu einem nahegelegenen Aussichtspunkt und beobachten den Gletscher Grey in der untergehenden Sonne. Später lassen wir den Abend mit netten Gesprächen ausklingen.
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