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Reise ins Ungewisse

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    🇨🇦 Vancouver, Kanada

    Hongkong Island

    January 26 in Hong Kong ⋅ ☀️ 21 °C

    Unser letzter Tag bricht an, und wir lassen uns ein letztes Mal ganz ohne festen Plan durch die pulsierende Innenstadt von Hongkong Island treiben. Es ist einfach eine faszinierende Stadt!

    Wir spazieren durch die Straßenschluchten von Central, wo die gläsernen Wolkenkratzer so hoch in den Himmel ragen, dass wir den Kopf weit in den Nacken legen müssen. Das Licht spiegelt sich in den Glasfassaden, während neben uns die berühmten doppelstöckigen Ding-Ding-Trams mit lautem Klingeln an uns vorbeiziehen. Wir lassen es uns natürlich nicht nehmen, in einer solchen Tram für ein paar Haltestellen mitzufahren.

    Überall entdecken wir spannende Kontraste. Hier ein hochmodernes Geschäft, nur wenige Schritte weiter ein traditioneller Marktstand mit getrockneten Kräutern und exotischen Früchten. Jeder Blickwinkel bietet etwas Neues - die neonfarbenen Schilder, die Wäsche, die an Bambusstangen aus den Fenstern ragt, und dazwischen immer wieder kleine, versteckte Tempel, aus denen der schwere Duft von Räucherstäbchen dringt. Hongkong hat uns in wenigen Tagen komplett in seinen Bann gezogen.
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  • Sonnenuntergang am Lion Rock

    January 25 in Hong Kong ⋅ 🌙 18 °C

    Gerade als die Sonne tiefer sinkt, nehmen wir unsere letzte Herausforderung für heute in Angriff: Wir flitzen hinauf auf den legendären Lion Rock. Den Tipp für diese Wanderung haben wir von unseren Find-Penguins-Freunden Basti und Lena bekommen - an dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an euch beide! Ohne eure Empfehlung hätten wir dieses Highlight wohl verpasst.

    Der Aufstieg bringt uns wegen unseres Tempos ordentlich ins Schwitzen, denn wir haben für die 1,6km inkl. 350 Höhenmeter nur knappe 40 Miniten Zeit, um den Sonnenuntergang nicht zu verpassen. Auf dem Weg hoch raschelt es plötzlich über uns in den Zweigen: Wir halten inne und trauen unseren Augen kaum, als wir tatsächlich ein paar Äffchen entdecken, die neugierig durch die Baumkronen turnen. Ein kleiner Wildnis-Moment mitten im Großstadtdschungel!

    Oben angekommen, verschlägt es uns endgültig die Sprache. Der Blick auf Hongkong ist einfach sagenhaft. Zu unseren Füßen breitet sich das endlose Häusermeer von Kowloon aus, dahinter glitzert der Victoria Harbour und die Skyline von Hong Kong Island.
    Dann beginnt das große Finale: Der Sonnenuntergang ist absolut spektakulär. Der Himmel verwandelt sich in ein glühendes Meer aus Orange, Pink und Rot, während in der Stadt unter uns langsam die Lichter angehen und ein funkelndes Lichtermeer entfachen. Wir sitzen einfach nur da, lassen uns den Wind um die Nase wehen und genießen diesen magischen Augenblick. Was für ein genialer Abschluss für diesen ereignisreichen Tag!
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  • Tempelanlagen in der Stadt

    January 25 in Hong Kong ⋅ ☀️ 19 °C

    Nach unserer Wanderung tauchen wir wieder ein in das pulsierende Herz der Stadt, um eine völlig andere Seite Hongkongs zu entdecken.

    Unser erster Halt ist der Nan Lian Garden. Wir folgen dem Rundweg durch diese präzise gestaltete Gartenanlage, in der jeder Stein und jeder Baum seinen festen Platz und Sinn haben. Das Highlight für uns ist der leuchtend goldene Pavillon der Vollkommenheit, der inmitten eines Teiches umgeben von Bonsais thront und über zwei rote Holzbrücken erreichbar ist. Der Kontrast zwischen der traditionellen Architektur und den modernen Hochhäusern im Hintergrund ist einfach verrückt.

    Direkt gegenüber, verbunden durch eine Brücke, betreten wir die Chi Lin Nunnery. Wir bewundern die elegante Holzarchitektur im Stil der Tang-Dynastie. Faszinierend ist, dass dieser riesige Komplex aus Zedernholz ohne einen einzigen Nagel erbaut wurde. Wir schlendern durch die drei Höfe, vorbei an Teichen mit blühenden Lotusblumen und goldenen Statuen, die eine fast meditative Ruhe ausstrahlen. Im Herzen der Tempelanlage ist das Fotografieren verboten, aber lasst euch sagen: die Gestaltung dieser Anlage ist an Detail und Schönheit schwer zu übertreffen.

    Zum Abschluss des kulturellen Teils des Tages besuchen wir den farbenfrohen Wong Tai Sin Tempel. Hier herrscht geschäftiges Treiben: Der Duft von tausenden Räucherstäbchen liegt in der Luft, während Gläubige um Glück und Gesundheit bitten. Wir lassen uns von der prachtvollen Gestaltung mit den roten Säulen und dem gelben Gitterwerk verzaubern und genießen die spirituelle Energie dieses Ortes, der Taoismus, Buddhismus und Konfuzianismus vereint.
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  • Dragon's Back Trail

    January 25 in Hong Kong ⋅ ⛅ 18 °C

    Wir starten den Tag mit einem echter Klassiker in Hongkong: der Wanderung auf den Dragon’s Back, den wohl berühmtesten Kammweg der Stadt. Unsere Wanderung startet an der Tei Wan Road, wo der Pfad mit einem sanften Anstieg durch dichtes, sattes Grün beginnt. Es dauert nicht lange, bis wir den Kamm erreichen. Vor uns windet sich der Pfad und die Szenerie erinnert tatsächlich ein bisschen an den geschuppten Rücken eines schlafenden Drachens. Der Name könnte nicht passender sein.

    Während wir über den schmalen Grat wandern, genießen wir ein spektakuläres 360-Grad-Panorama. Zur Linken glitzert das smaragdgrüne Wasser von Shek O und die Weite des Südchinesischen Meeres, zur Rechten blicken wir auf die bewaldeten Hänge von Tai Tam.
    Der Wind weht hier oben kräftig und erfrischend, während wir den Gipfel des Shek O Peak auf 284 Metern erreichen. Es ist faszinierend, wie nah Wildnis und Weltstadt hier beieinanderliegen.

    Der Abstieg führt uns über schattige Waldwege zurück an die Straße, wo wir den Bus in die Stadt nehmen. Das nächste Abenteuer wartet dort schon auf uns.
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  • Symphonie of Lights Show

    January 24 in Hong Kong ⋅ 🌙 15 °C

    Nach dem vollgepackten Tag auf Lantau Island, kehren wir nun zurück in den Trubel der Stadt. Unsere Beine sind zwar etwas müde, aber die Vorfreude auf den Abend treibt uns an. Es ist bereits dunkel und die Skyline von Hong Kong Island verwandelt sich in ein funkelndes Lichtermeer. Wir suchen uns einen guten Platz direkt an der Uferpromenade, an der „Avenue of Stars“ in TsimShaTsui.
    Um 20:00 Uhr geht es los: Die Symphony of Lights beginnt. Wir beobachten, wie mehr als 40 Wolkenkratzer auf der gegenüberliegenden Seite zum Rhythmus der Musik zum Leben erwachen. Überall blitzen Laserstrahlen auf, bunte Scheinwerfer tanzen über die Fassaden und spiegeln sich im dunklen Wasser des Hafens wider. Als wahres Spektakel würden wir die 10-minütige Show allerdings nicht bezeichnen.
    Dennoch ist es ein perfekter, glitzernder Abschluss für einen Tag, der so kontrastreich im grünen Lantau begann.
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  • Lantau Island

    January 24 in Hong Kong ⋅ ☀️ 16 °C

    Wir beginnen den Tag wieder früh, lassen den Trubel von Central hinter uns und machen uns auf den Weg nach Tung Chung. Unser Ziel: Lantau Island. Schon die Auffahrt mit der Ngong Ping 360 Bergbahn ist ein absolutes Highlight. Wir schweben in der Gondel über das glitzernde Wasser der Tung Chung Bay. Unter uns windet sich der hölzerne Wanderpfad steil nach oben, während wir den Panoramablick auf den riesigen Flughafen und die Berge um uns herum genießen. Je höher wir gleiten, desto grüner wird die Landschaft, bis wir schließlich das charmante, wenn auch touristische Ngong Ping Village erreichen.

    Es dauert nicht lange, bis wir am Fuße der Treppen zum Tian Tan Buddha stehen. Majestätisch thront die 34 Meter hohe Bronzestatue auf dem Gipfel eines kleinen Berges. Wir steigen die 268 Stufen hinauf, wo der Anblick des „Großen Buddhas“, der über die sanften Hügel blickt, entschädigt für jede Anstrengung. Direkt gegenüber besuchen wir im Anschluss das Po Lin Kloster. Der Duft von Räucherstäbchen liegt schwer in der Luft, und die kunstvollen, farbenprächtigen Verzierungen der Hallen sind eindrucksvoll.

    Doch wir wollen tiefer in die Natur eintauchen. Deshalb starten wir eine etwa 11 Kilometer lange Wanderung auf dem Lantau Trail. Wir steigen in die Sektion 5 dieses Mehrtagesabenteuers ein. Der Weg führt uns hinauf zum Gipfel des Sham Wat Road Passes. Der Pfad ist fordernd, aber die Aussicht spektakulär: Auf der einen Seite das Südchinesische Meer, auf der anderen die schroffen Gipfel des Lantau Peak. Mit dem Übergang in die Sektion 6 beginnt der Abstieg nach Tai O. Nach gut drei Stunden erreichen wir das historische Fischerdorf, das auch als „Venedig von Hongkong“ bekannt ist.

    In Tai O scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Wir spazieren auf schmalen Stegen vorbei an den charakteristischen Stelzenhäusern, in denen die Fischerfamilien seit Generationen leben. Überall trocknet gesalzener Fisch und Shrimp-Paste in der Sonne - ein intensiver, authentischer Geruch. Wir beobachten die kleinen Boote, die durch die Kanäle manövrieren und lassen das Treiben auf uns wirken.

    Am späten Nachmittag nehmen den Bus der Linie 21, der uns in engen Kurven die Berge hinauf zurück zur Bergstation Ngong Ping bringt. Ein letzter Blick auf den leuchtenden Buddha im Abendlicht, dann treten wir die Rückreise nach Hongkong Island an.
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  • Tsim Sha Tsui Promenade

    January 23 in Hong Kong ⋅ ⛅ 15 °C

    ...Nach einem späten Mittagessen setzen wir gegen Abend mit der Fähre nach Tsim Sha Tsui über. Am Pier und entlang der Avenue of Stars genießen wir die legendäre Aussicht auf die Skyline von Hong Kong Island. Pünktlich zum Sonnenuntergang klart das Wetter auf, und die letzten Sonnenstrahlen tauchen die Wolkenkratzer in goldenes Licht, bis langsam die Lichter der Stadt zu leuchten beginnen.

    Nach diesem langen und ereignisreichen Tag nehmen wir die Fähre zurück nach Central und fallen schließlich erschöpft in unsere Betten.
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  • Erster Tag auf Hongkong Island

    January 23 in Hong Kong ⋅ ⛅ 13 °C

    Am Morgen starten wir unseren ersten Tag in Hongkong im Herzen der Stadt - im Hong Kong Park. Wir schlendern durch diese üppige Oase, umgeben von aufragenden Wolkenkratzern, vorbei an Teichen, dem Olympic Square und spannenden Bäumen und genießen die friedliche Atmosphäre. Ein besonderes Highlight ist die begehbare Voliere, in der wir etliche Vogelarten beobachten können.

    Vom Park aus ist es nicht mehr weit zur Talstation der historischen Peak Tram. Diese ikonische Standseilbahn, die bereits 1888 als Asiens erste in Betrieb genommen wurde, befördert uns auf einer extrem steilen Fahrt hinauf zum Victoria Peak. Die Neigung ist so stark, dass die umliegenden Gebäude optisch schief erscheinen! Oben angekommen, bietet sich uns ein gigantischer Ausblick über die Stadt und den Victoria Harbour. Leider ist das Wetter heute etwas diesig. Dieses Phänomen ist typisch für die Wintermonate in Hongkong, die oft kühl, trocken und bewölkt sind, im Gegensatz zu den regenreicheren Sommern.

    Wir lassen die belebten Aussichtsplattformen hinter uns und beginnen unsere Wanderung entlang der malerischen Lugard Road. Der betonierte Rundweg bietet immer wieder atemberaubende Ausblicke auf die Metropole unter uns und führt uns über einen kleinen Umweg hinauf zum West Peak, wo uns ein 360-Grad-Panorama für den steilen Aufstieg belohnt.

    Auf unserem Weg hinab in die Stadt stoßen wir auf die Überreste der Pinewood Battery. Diese historischen Ruinen erinnern an die Kriegszeiten Hongkongs und bieten interessante Einblicke in die militärische Vergangenheit der Region. Die alten Geschützstellungen und Bunker sind frei zugänglich und ein lehrreicher Zwischenstopp. Inzwischen der Ruinen stolpern wir tatsächlich auch über eines der zahlreichen Wildschweine, die in dieser Region wie eine Pest herumrennen.

    Unten in der Stadt angekommen, erkunden wir die geschäftige Innenstadt. Die Gassen sind gesäumt von kleinen Geschäften, Bars und Restaurants.
    Unser nächster Halt ist der Man Mo Tempel an der Hollywood Road. Dieser ist eine neue Art von Tempel, die wir so noch nicht gesehen haben. Er ist dominiert von riesigen, spiralförmigen Räucherstäbchen, die von der Decke hängen und die Luft mit einem intensiven, mystischen Rauch erfüllen. Es ist ein faszinierender Ort des Glaubens und der Ruhe inmitten des städtischen Chaos.

    Auf unserem Weg durch die Straßen fallen uns immer wieder die beeindruckenden Bambusgerüste an Baustellen auf. In Hongkong ist dies eine traditionelle und weit verbreitete Bauweise, die für ihre Stärke und Flexibilität bekannt ist. Für uns ein ungewöhnlicher Anblick, denn auch sowas haben wir noch nicht gesehen...
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  • Zurück an der Great Ocean Road

    January 19 in Australia ⋅ ☁️ 22 °C

    Unser letztes großes Erlebnis in Australien ist noch einmal die Great Ocean Road. Vor zwei Jahren sind wir schon hier gewesen, haben die Küste kennengelernt und mehrere Monate auf einer Farm hier gelebt und gearbeitet. Nun kehren wir noch einmal zurück, fast wie zu einem vertrauten Ort, und schauen uns die spektakuläre Küstenlandschaft von Childers Cove bis zu den Twelve Apostles ein weiteres Mal an.

    Die Eindrücke sind nach wie vor überwältigend. Childers Cove begeistert uns am frühen Morgen mit einem tollen Lichtspiel am Himmel und auf dem Wasser. An der London Bridge waren wir schon oft, aber jedes Mal beeindruckt uns die große Brücke im Wasser erneut. Loch Ard Gorge mit seinen steilen Wänden, dem ruhigen Strand und den vielen Inseln im Wasser ist ein Abenteuer für sich. Und dann natürlich die Twelve Apostles - das Wahrzeichen der Great Ocean Road. Auch wenn wir sie schon kennen, verlieren sie nichts von ihrer Wirkung. Die mächtigen Kalksteinsäulen ragen aus dem Ozean, die Wellen schlagen an ihre Füße, und man steht einfach nur da und staunt.

    Wenn wir zurück blicken, wird uns erst richtig bewusst, wie viel wir in Australien gesehen und erlebt haben. Knapp 50.000 Kilometer sind wir gefahren, haben unsere etwas krumme Acht einmal durch das gesamte Land vervollständigt - von Wüsten über tropische Küsten, Schluchten, Regenwälder und endlose Highways. Nur Tasmanien bleibt noch auf dem Wunschzettel. Über die letzten Jahre verteilt haben wir insgesamt mehr als zwei Jahre in Australien verbracht. Dieses Land hat uns geprägt, überrascht, herausgefordert und immer wieder belohnt. Die Rückkehr an die Great Ocean Road fühlt sich deshalb weniger wie ein Abschied an, sondern vielmehr wie ein würdiger Schlusspunkt - mit dem Wissen, dass Australien uns ganz sicher nicht zum letzten Mal gesehen hat.
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  • Eyre Halbinsel

    January 16 in Australia ⋅ 🌬 23 °C

    Von Ceduna aus fahren wir in zwei Tagen über die Eyre-Halbinsel. Grundsätzlich ist die Region schön, mit viel Küste, kleinen Orten und einer entspannten Atmosphäre, doch für uns ist es nicht ganz das Nonplusultra. Die Eyre Peninsula wirkt wie ein Ort, an dem man sich vor allem Zeit nimmt - perfekt zum Fischen, für ruhige Strandtage und zum Abschalten, weniger für großes Staunen oder spektakuläre Highlights.

    Dazu kommt das Wetter, das uns hier nicht gerade in die Karten spielt. Es ist sehr windig, deutlich kühler als zuvor und immer wieder ziehen dichte Wolken durch, begleitet von Regen. Die Küste zeigt sich dadurch eher rau als einladend, das Meer ist unruhig, und viele Plätze laden mehr zum kurzen Anhalten als zum längeren Verweilen ein.

    Wir genießen die Fahrt trotzdem, auch wenn die Halbinsel für uns eher ein Durchgangskapitel als ein absolutes Highlight ist.
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  • Across the Nullarbor

    January 14 in Australia ⋅ 🌬 22 °C

    „Gottverdammt ist das scheiße weit!“ - das Zitat aus dem Film New Kids Turbo passt hier einfach perfekt.

    In Norseman beginnt unsere Fahrt ins sprichwörtliche Nichts. Vor uns liegen 1.200 Kilometer bis Ceduna, verteilt auf zwei Tage, quer durch eine Landschaft, die auf den ersten Blick kaum Abwechslung verspricht. Manche würden genau darin eine Besonderheit sehen.

    Wir rollen hinein in die Weite des Nullarbor Plains, eine der größten baumlosen Kalksteinflächen der Welt. Der Name kommt nicht von ungefähr: nullus arbor - kein Baum. Der Horizont wirkt endlos, Himmel und Erde scheinen miteinander zu verschmelzen. Eines der wenigen „Highlights“ auf der Straße ist die berühmte längste gerade Straße Australiens: knapp 150 Kilometer ohne eine einzige Kurve! Selbst danach bleiben die Richtungsänderungen eher sanfte Biegungen als alles, was man ernsthaft Kurve nennen könnte. Autofahren wird hier zur meditativen Angelegenheit.

    Ganz ohne Abwechslung ist es dann aber doch nicht. Immer wieder tauchen Roadhouses wie kleine Oasen auf, willkommene Stopps für Kaffee, Tanken und kurze Gespräche. An der Grenze zwischen Western Australia und South Australia begrüßt uns das riesige Känguru als obligatorisches Fotomotiv. Und dann kommt das absolute Highlight dieser Strecke: die Bunda Cliffs. Steil abbrechende Kalksteinfelsen fallen spektakulär bis zu 100 Meter senkrecht in den Südlichen Ozean ab. Die Weite des Meeres, die schroffen Klippen und das Gefühl, am Rand des Kontinents zu stehen, sind schlicht überwältigend.

    Dazwischen gibt es allerdings auch jede Menge Langeweile. Kilometer um Kilometer passiert nichts, der Blick schweift immer wieder über die gleiche Landschaft, und wir merken, wie wichtig eine gute Playlist für diese Fahrtage ist. Das Gefühl von „Australien ist einfach riesig“ war wahrscheinlich noch nie so stark wie hier. Am Ende sind es nicht nur die spektakulären Orte wie die Bunda Cliffs, sondern auch die schiere Entfernung selbst, die diese Strecke so eindrücklich macht.
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  • Cape Le Grand Nationalpark

    January 13 in Australia ⋅ ☀️ 21 °C

    Am späten Nachmittag erreichen wir Lucky Bay, wo wir die Nacht verbringen. Schon der erste Eindruck vom Nationalpark lässt uns den Atem stocken. Die Landschaft wirkt unwirklich schön. Am nächsten Morgen zeigt sich der Cape Le Grand Nationalpark dann von seiner allerbesten Seite - strahlender Sonnenschein, kaum Wind und Farben, die nicht real erscheinen. Der absolute Traum.

    Der Nationalpark liegt östlich von Esperance und ist bekannt für seine spektakuläre Kombination aus blendend weißem Quarzsand, kristallklarem, türkisfarbenem Wasser und mächtigen Granitfelsen, die direkt aus dem Meer und der Küstenlandschaft aufragen. Genau diese Mischung macht Cape Le Grand so einzigartig. Das Wasser ist so klar, dass man selbst vom Ufer aus jeden Stein sehen kann, und der feine Sand quietscht unter den Füßen.

    Wir stoppen an allen Stränden des Parks, und jedes Mal denken wir, schöner könne es eigentlich nicht mehr werden - nur um wenige Minuten später eines Besseren belehrt zu werden. Lucky Bay, Hellfire Bay, Thistle Cove und die vielen kleineren Buchten wirken jede für sich wie ein eigenes kleines Postkartenmotiv. Manche sind weit und offen, andere geschützt zwischen Felsen eingebettet, doch alle strahlen eine unfassbare Reinheit aus.

    Cape Le Grand übertrifft all unsere Erwartungen - schöner geht es für uns kaum, und wir genießen jede Minute dieses Traums.
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  • Great Ocean Drive - Esperance

    January 12 in Australia ⋅ ⛅ 24 °C

    Am frühen Nachmittag erreichen wir den nächsten Stopp: Esperance und den berühmten Great Ocean Drive. Der Himmel ist heute zwar nicht strahlend blau, aber genau das macht den besonderen Reiz aus. Die Wolken hängen tief, reißen immer wieder auf und lassen Licht und Schatten über Meer, Küste und Felsen wandern. Dadurch entsteht eine dramatische Szenerie.

    Wir folgen dem Scenic Drive Stück für Stück und halten immer wieder an den Aussichtspunkten. Jeder Blick wirkt anders, jede Kurve eröffnet eine neue Perspektive auf das türkisfarbene Wasser, die weißen Strände und die rauen Granitfelsen.
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  • Fitzgerald River Nationalpark

    January 12 in Australia ⋅ ☁️ 21 °C

    Am Morgen legen wir unseren ersten Stopp des Tages im Fitzgerald River Nationalpark ein, den wir von Hopetoun aus ansteuern. Bevor es jedoch in die Natur geht, feuern wir erst einmal die 49ers in der NFL Wild Card Runde an - ein unterhaltsamer Start in den Tag.

    Danach fahren wir zum entlegensten Zugang des Nationalparks und starten unsere Erkundung am Hamersley Inlet. Der Fitzgerald River Nationalpark zählt zu den botanisch artenreichsten Regionen Australiens, mit einer enormen Vielfalt an endemischen Pflanzenarten. Besonders in der Blütezeit verwandelt sich die Landschaft in ein Farbenmeer, doch auch außerhalb dieser Zeit beeindruckt die Natur. Granit-Hügel, sandige Ebenen, Flussläufe und eine zerklüftete Küste. Vom Inlet aus arbeiten wir uns mit mehreren Stopps langsam zurück Richtung Hopetoun. Immer wieder halten wir an Aussichtspunkten, kurzen Walks und ruhigen Plätzen. Am Ende des Vormittags erreichen wir wieder Hopetoun - und fahren weiter nach Esperance.
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  • Castle Rock und Flinders Halbinsel

    January 11 in Australia ⋅ 🌬 19 °C

    Wieder geht es früh los. Unser erster Stopp ist der Granite Skywalk am Castle Rock. Eine kurze Wanderung führt uns hinauf durch Buschland zu den riesigen Granitblöcken, die hier wie zufällig aufeinandergestapelt wirken. Castle Rock selbst ist Teil eines uralten Granitmassivs, das durch Erosion über Millionen von Jahre freigelegt wurde. Der Skywalk schmiegt sich spektakulär an den Fels und ermöglicht einen sicheren, aber dennoch luftigen Zugang bis ganz nach oben. Von hier oben genießen wir einen weiten Rundumblick über die bewaldete Landschaft der Porongurup Range.

    Anschließend fahren wir weiter nach Albany und hinein in den Torndirrup Nationalpark, der für seine dramatische Küstenlandschaft bekannt ist. Wir starten eine Wanderung in Richtung Bald Head, einer schmalen, langgezogenen Landzunge, die weit in den Southern Ocean hinausragt. Während wir laufen, wird das Wetter zunehmend besser. Die Wolken reißen auf, das Licht verändert sich, und plötzlich beginnen Meer und Berge in intensiven Blau- und Grüntönen zu leuchten. Der Weg führt über offene Hügel, vorbei an niedriger Vegetation, immer begleitet vom Blick auf die tosende Küste und die schroffen Klippen.

    Nach der Wanderung legen wir noch mehrere kleine Stopps im Nationalpark ein und bestaunen weitere Küstenformationen. Kurz darauf fahren wir durch Albany und halten dort am äußerst windigen Strand zum Mittagessen. Wir sind froh, dass unsere Würstchen nicht vom Grill fliegen! Danach sitzen wir noch einige Stunden im Auto und fahren Richtung Osten.
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  • Sterling Range Nationalpark

    January 10 in Australia ⋅ ☁️ 18 °C

    Wir erkunden die Stirling Range, eine der geologisch ältesten und zugleich ungewöhnlichsten Berglandschaften Westaustraliens. Anders als viele andere Gebirge ist sie nicht vulkanischen Ursprungs, sondern besteht aus extrem altem Sedimentgestein, das vor über einer Milliarde Jahren entstanden ist. Durch tektonische Hebungen und jahrmillionelange Erosion ragen die Berge heute isoliert aus der ansonsten flachen Landschaft heraus. Genau das verleiht der Range ihren rauen, fast alpinen Charakter – ein seltener Kontrast im sonst oft sanften Südwesten Australiens.

    Die ikonische Wanderung auf den Bluff Knoll steht ganz oben auf unserer Liste. Zu Beginn ist das Wetter alles andere als einladend. Dichte, tiefhängende Wolken hüllen die Berge ein, es nieselt leicht und die Umgebung wirkt mystisch. Trotz der Bedingungen entscheiden wir uns, loszulaufen - eine Entscheidung, die sich auszahlt. Mit jedem Höhenmeter lichtet sich auch die Wolkendecke ein Stück mehr. Der Wind ist stark und eisig kalt, wir können kaum glauben, dass Sommer sein soll. Schließlich steigen die Wolken ganz auf und geben die Sicht frei auf die zerklüfteten Gipfel und weiten Ebenen. Entlang des Weges entdecken wir erstaunlich farbenfrohe Wildblumen.

    Nach der Wanderung fahren wir den rund 42 Kilometer langen Scenic Drive durch die Range. An mehreren Aussichtspunkten halten wir an und lassen den Blick über die schroffen Berge und grünen Ebenen schweifen. Immer wieder müssen wir an die Grampians denken, die uns damals schon so begeistert haben - ähnliche Formen, ähnliche Dramatik, nur mit einem ganz eigenen Charakter. Die Stirling Range überrascht uns mit ihrer Vielfalt, ihrer Wildheit und einer unerwarteten Bergatmosphäre.
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  • Wunderschöne Südwestküste

    January 9 in Australia ⋅ ☁️ 17 °C

    Da wir unseren Zeitplan verändert haben und Australien nun früher verlassen werden als ursprünglich geplant, sind wir etwas zügiger unterwegs. Das heißt mehr Strecke und mehr Erlebnisse pro Tag. Wir legen früh los und fahren nach Hamelin Bay Beach. Schon kurz nach der Ankunft sehen wir die ersten großen Stachelrochen, die sich im flachen Wasser entlang der Küste bewegen. Es sind viele Menschen hier, viele kommen den Tieren unserer Meinung nach viel zu nah. Schön zu beobachten, aber gleichzeitig wünscht man sich etwas mehr Abstand und Respekt.
    Weiter geht es zum Cape Leeuwin. Hier treffen der Indische Ozean und der Southern Ocean aufeinander - eine geografische Besonderheit, die man nicht unbedingt sehen kann (aber gut zu wissen).

    Es folgt eine lange Fahrt durch eine überraschend abwechslungsreiche Landschaft. Ganz anders als der trockenere Norden über Perth ist es hier grün und dicht bewaldet. Besonders die Karri-Wälder haben es uns angetan. Diese riesigen Eukalyptusbäume gehören zu den höchsten der Welt und prägen die Landschaft mit ihren hellen, glatten Stämmen und dem hohen Blätterdach.
    Ein nächster Stopp führt uns ins Valley of the Giants. Hier tauchen wir in die Welt der uralten Bäume ein, vor allem der mächtigen Red Tingle Trees, die nur im Südwesten Australiens vorkommen. Das absolute Highlight ist der Tree Top Walk: ein erhöhter Steg, der sich durch den Wald schlängelt und stellenweise bis zu 40 Meter über dem Waldboden verläuft. Von hier oben sehen wir die Baumkronen auf Augenhöhe, spüren, wie sich die Konstruktion leicht im Wind bewegt, und bekommen eine völlig neue Perspektive auf den Wald. Ergänzt wird das Ganze durch den Ancient Empire Walk am Boden, der zwischen riesigen Stämmen und hohlen Bäumen hindurchführt und eindrucksvoll zeigt, wie alt und widerstandsfähig diese Giganten sind.

    Zum Abschluss des Tages wartet ein lange ersehntes Highlight auf uns: Elephant Rocks und Green Pool bei Denmark. Auch wenn dichte Wolken die Sonne verdecken, leuchten die Farben des Meeres in erstaunlichen Türkis- und Grüntönen. Riesige, rundgeschliffene Granitblöcke liegen im Wasser und erinnern tatsächlich an eine Herde Elefanten, die zum Baden ins Meer stapft. Wir spazieren zwischen den Felsen hindurch, bleiben immer wieder stehen und erkunden die Gegend ausführlich.

    Am Ende des Tages fahren wir weiter ins Landesinnere zu unserem Campingplatz im Stirling Range Nationalpark. Die Landschaft wird wieder rauer, die Berge zeichnen sich am Horizont ab. Ein langer, vollgepackter Tag geht zu Ende.
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  • Back on the road

    January 8 in Australia ⋅ ☁️ 21 °C

    Nach Wochen in Perth geht es endlich weiter. Wochen, in denen wir vieles neu durchdenken, Entscheidungen treffen und Pläne über den Haufen werfen. Das Auto ist verkauft, unsere Besitztümer wieder auf ein Minimum reduziert. Wir entscheiden uns bewusst gegen einen Flug, denn es juckt einfach zu sehr in den Fingern, die Runde - oder besser gesagt die große Acht - durch Australien zu vervollständigen.

    Mit einem gemieteten 4x4 starten wir die noch fehlenden knapp 4.000 Kilometer, an deren Ende wir wieder in Melbourne sein werden. Zuerst geht es nach Süden. Der erste Stopp ist Lake Clifton. Hier liegen die berühmten Thromboliten, uralte, lebende Gesteinsstrukturen, die zu den ältesten Lebensformen der Erde zählen. Sie entstehen durch Mikroorganismen, die Sedimente miteinander verbinden und so langsam feste Gebilde wachsen lassen. Weltweit gibt es nur sehr wenige Orte, an denen Thromboliten noch aktiv sind – Lake Clifton ist einer davon. Ein Holzsteg führt über das flache Wasser, darunter diese unscheinbaren, aber unglaublich bedeutenden Kuppeln.

    Weiter geht es nach Busselton. Schon bei der Ankunft merken wir, wie viel hier los ist. Ferienzeit, Hochsaison, überall Menschen. Der Ort ist lebendig und das Zentrum ist die Busselton Jetty. Mit fast zwei Kilometern ist sie der längste Holzpier der südlichen Hemisphäre.

    Es folgt ein kurzer Stopp in Margaret River - ein kleiner, charmanter Ort mit Cafés, Läden und entspannter Atmosphäre. Wir treiben ohne Ziel durch die Straßen, schauen, bleiben stehen, gehen weiter. Danach zieht es uns an die Küste. Surfers Point zeigt sich von seiner besten Seite: kraftvolle Wellen, Wind in der Luft, Surfer im Wasser. Am Margaret River Mouth wird es noch einmal ruhiger. Fluss und Ozean treffen aufeinander, Sandbänke, Dünen, weite Ausblicke - es ist einfach nur schön hier.

    Zum Abschluss des Tages tauchen wir in den Karri Forest des Leeuwin-Naturaliste Nationalparks ein. Riesige Karri-Bäume ragen hoch in den Himmel, einer der höchsten Eukalyptusbäume der Welt, das Licht fällt gefiltert durch die Kronen. Hier schlagen wir unser Lager auf einem einfachen Campingplatz auf. Zwischen den hohen Bäumen kehrt Stille ein, nur unterbrochen von Vogelstimmen und dem Rascheln im Wald. Ein perfekter erster Tag zurück auf der Straße - und das Gefühl, dass wir genau das Richtige tun.
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  • Rottnest Island

    December 29, 2025 in Australia ⋅ 🌬 22 °C

    Wir machen einen Tagesausflug mit der Fähre nach Rottnest Island. Die Überfahrt dauert nicht lange. Rottnest Island, oder Wadjemup, wie die Insel bei den Noongar heißt, liegt nur rund 20 Kilometer vor der Küste von Perth.

    Wir entscheiden uns bewusst gegen Fahrräder und erkunden die Insel zu Fuß. So nehmen wir jede Kurve, jede Bucht und jeden Anstieg viel intensiver wahr. Unsere große Runde führt uns gegen den Uhrzeigersinn einmal über weite Teile der Insel. Der erste Strand nahe eines Leuchtturms ist sehr voll, viele Tagesgäste, viele Fotos, viel Trubel. Doch je weiter wir laufen, desto ruhiger wird es. Immer wieder öffnen sich traumhafte Buchten mit weißem Sand, türkisfarbenem Wasser und felsigen Küstenabschnitten. Trotz angekündigtem Wind ist es in der Sonne extrem warm und wir kommen ganz schön ins Schwitzen.

    Wir laufen tatsächlich eine sehr große Runde und erreichen schließlich auch das Wadjemup Lighthouse auf dem höchsten Punkt der Insel. Hinauf gehen wir nicht - der Eintritt ist uns zu teuer - aber auch von unten ist die Aussicht beeindruckend. Am späten Nachmittag schließen wir langsam unseren Rundweg.

    Mit dem Abend werden die Quokkas immer aktiver. Die kleinen Beuteltiere, die nur in Westaustralien vorkommen und vor allem auf Rottnest Island leben, kommen aus ihren Verstecken hervor. Sie wirken neugierig, entspannt und völlig unbeeindruckt von den Menschen, die sich um sie herum bewegen. Quokkas sind nachtaktiv und besonders in der Dämmerung unterwegs - genau diese Stunden erleben wir jetzt. Für uns beginnt damit das eigentliche Highlight des Ausflugs: stundenlanges Beobachten, stilles Staunen, viele kleine Begegnungen. Dann wird es langsam Zeit zurück nach Perth zu fahren.
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  • Merry Christmas 🎄

    December 26, 2025 in Australia ⋅ 🌙 18 °C

    Frohe Weihnachten aus Perth! Unterwegs auf dem Christmas Lights Trail, der jedes Jahr durch die Innenstadt führt und verschiedene zentrale Orte miteinander verbindet. Beleuchtete Fassaden, riesige Weihnachtsbäume, kunstvolle Lichtinstallationen, Projektionen auf historischen Gebäuden und festlich geschmückte Plätze. Besonders rund um Elizabeth Quay, Forrest Place und den Murray Street Mall Bereich herrscht eine richtig weihnachtliche Stimmung. Wir machen einen entspannten Spaziergang durch die Stadt und genießen das Lichtermeer.Read more

  • Zurück in Perth

    December 21, 2025 in Australia ⋅ ☀️ 25 °C

    Wir werden eine längere Zeit in Perth verbringen und lassen es erst einmal ruhig angehen. Nach den intensiven Wochen in Taiwan und davor schon in Australien sind wir eher wenig unterwegs und nehmen uns viel Zeit zum Erholen. Wir kochen lecker, schauen Filme, hängen ein bisschen rum und versuchen, trotz Sommerhitze ein bisschen Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen.

    Wenn wir unterwegs sind, erkunden wir entspannt die Innenstadt. Perth wirkt angenehm gelassen und modern. Hochhäuser wechseln sich mit älteren Gebäuden aus der Kolonialzeit ab, dazwischen Cafés, kleine Parks und breite Straßen. Rund um den Elizabeth Quay beobachten wir das Treiben am Swan River und genießen, wie ruhig und aufgeräumt alles wirkt.

    Besonderes gut gefällt uns der Kings Park. Der riesige botanische Garten liegt oberhalb der Stadt und bietet großartige Ausblicke auf die Skyline von Perth und den Swan River. Immer wieder bleiben wir an Aussichtspunkten stehen und lassen den Blick schweifen. Trotz der unmittelbaren Nähe zur Innenstadt ist es erstaunlich ruhig.

    An einem anderen Tag fahren wir in den John Forrest Nationalpark, einen der ältesten Nationalparks in Western Australia und nur eine kurze Strecke von Perth entfernt. Schon kurz nach der Ankunft fühlt es sich an wie ein kompletter Tapetenwechsel. Gut ausgebaute Wanderwege führen durch Buschland, Eukalyptuswälder und entlang kleiner Wasserläufe. Mit etwas Glück sehen wir Kängurus, die hier frei im Park leben und sich kaum stören lassen. Auch hier lassen wir uns Zeit, laufen ohne Eile und genießen einfach die Natur.

    Derzeit läuft nicht alles nach Plan. Durch ungünstige und teils unglückliche Umstände in den letzten Tagen sind wir gezwungen, unsere bisherige Planung über den Haufen zu werfen. Das fordert uns nicht nur organisatorisch, sondern auch mental, denn solche Einschnitte hinterlassen Spuren. Trotzdem möchten wir Weihnachten und Silvester bewusst ruhig in Perth verbringen und natürlich auch ein bisschen feiern. Wie es im Januar weitergeht, wird sich zeigen - und wir vertrauen darauf, dass sich mit jeder geschlossenen Tür irgendwann auch eine Neue öffnet.
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  • BByeee Taiwan

    December 8, 2025 in Taiwan ⋅ ☁️ 20 °C

    Heute heißt es Zeit totschlagen - und das fühlt sich ungewohnt an, nachdem die letzten Wochen von Abenteuern nur so vollgepackt waren. Unser Flug geht erst in der Nacht, also haben wir mehr oder weniger noch einen ganzen Tag in Taipei. Das allerdings ohne echten Plan und ohne große Motivation, angesichts des trüben Wetters. Genau deshalb haben wir gestern auch alles hineingepackt, was ging.

    Wir schlafen lange und checken erst zur allerletzten Minute aus. Danach verstauen wir unser Gepäck am Hauptbahnhof und lassen uns einfach treiben. Auf der Suche nach gutem Essen werden wir schnell fündig, wie eigentlich immer in Taiwan. Die Auswahl ist endlos, aber irgendwann hat man selbst hier das Gefühl: Noch mehr essen geht heute einfach nicht.

    So zieht sich der Tag dahin. Wenn man keinen Plan mehr hat, merkt man erst, wie sehr man sich an das ständige Entdecken und Erleben gewöhnt hat.

    Zum Abschluss besuchen wir noch einmal unseren Lieblings-Nachtmarkt in der Guangzhou/Huaxi Street. Das warme Licht der Stände, der Duft von Grillspießen, Suppen und frittiertem Teig, das Stimmengewirr. Ein letztes Mal tauchen wir ein in diese Genusswelt. Ein paar Leckerbissen zum Abschied dürfen natürlich nicht fehlen.

    Und dann heißt es Aufbruch. Ab zum Flughafen. Taiwan hat uns unerwartet gut gefallen. Ein Land voller Vielfalt, Kultur, Natur, Städten und natürlich gutem Essen. Wir haben unsere Zeit hier sehr genossen und würden tatsächlich wieder kommen. Bis dahin heißt es aber bbyeee Taiwan - ganz so, wie es uns die Locals immer nach rufen.
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  • Elephant Rock und Taipei 101

    December 7, 2025 in Taiwan ⋅ 🌙 22 °C

    Von unserem Vulkanabenteuer fahren wir direkt weiter. Mit der roten Metro-Linie einmal quer durch die ganze Stadt - bis zum Elephant Mountain (Xiangshan). Dort beginnt der nächste Treppenmarathon. Unzählige Stufen ziehen sich durch den Wald, zwischendrin kleine Plattformen, auf denen wir verweilen und den Blick genießen können. Je höher wir steigen, desto weiter öffnet sich das Panorama: Taipei unter uns, die Datun-Vulkankette im Hintergrund und im Zentrum der Stadt das Wahrzeichen, das wir später noch besuchen wollen - der Taipei 101. Wir erreichen die bekannten Felsen und Aussichtspunkte, von denen aus die Skyline perfekt eingerahmt ist.

    Kurz vor Sonnenuntergang geht es dann hinauf auf den Taipei 101, direkt in den 89. Stock. Der Fahrstuhl ist ein Erlebnis für sich: einer der schnellsten der Welt, einst sogar der schnellste, katapultiert uns in 37 Sekunden mit einer Spitzengeschwindigkeit von 1.010m/Min. von der Lobby zur Aussichtsplattform. Oben angekommen nehmen wir uns Zeit und laufen langsam entlang der breiten Fensterfronten.

    Der Taipei 101 selbst ist ein Meisterwerk taiwanesischer Architektur - 508 Meter hoch (von 2004 bis 2010 höchstes Gebäude der Welt), Symbol für die Modernität des Landes, mit einem Design, das an Bambussegmente erinnert und traditionelle Glückssymbole integriert. Das Herz des Gebäudes ist der riesige Tuned Mass Damper, ein 660 Tonnen schwerer, goldener Stahlball, der den Turm bei Taifunen und Erdbeben stabilisiert.

    Während wir oben verweilen, färbt sich der Himmel langsam orange und violett. Die Sonne verschwindet hinter den entfernten Hügeln, und die Stadt unter uns beginnt zu glitzern. Straßen, Brücken, Autos, Häuser - alles streckt sich als funkelndes Netz unter uns aus. Die Atmosphäre ändert sich völlig: Von warmem, natürlichem Licht zu einer futuristischen Lichtlandschaft.

    So endet ein Tag, der Natur und Stadt in perfekter Balance vereint. Erst Vulkane, Bambuswälder und heiße Schwefeldämpfe, dann Skyline, Wolkenkratzer und Nachtlichter. Ein voller, intensiver und rundum perfekter Tag.
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  • Yangmingshan Nationalpark

    December 7, 2025 in Taiwan ⋅ ☀️ 20 °C

    Ja, Taiwan hat Vulkane - und zwar richtige, junge, aktiv Schlafende, die jederzeit zeigen, dass unter ihren grünen Hügeln noch Energie lebt. Die Datun-Vulkangruppe im Norden von Taipei gehört geologisch zum Ring of Fire und besteht aus über einem Dutzend Vulkankegeln, Lavadomen und Fumarolenfeldern. Sie ist seit rund 700.000 Jahren aktiv und zeigt bis heute überall thermische Aktivität: heiße Quellen, Dampf, Schwefelgeruch, aufgewärmte Böden. Die Landschaft ist eine Mischung aus saftigem Grasland, Bambuswäldern, offenen Kratermulden und schroffen Lavastrukturen. Ein Kontrastprogramm zu Taipei, das nur wenige Kilometer entfernt liegt.

    Wir starten den Tag mit dem Aufstieg durch einen jungen Bambuswald. Die ersten Schwefeldämpfe steigen uns sofort in die Nase und zeigen eindrucksvoll, dass dieser Berg nicht einfach ein Hügel ist, sondern ein aktiver Vulkan. Der Weg hinauf zum Qixing Main Peak, mit 1120m der höchste Berg in ganz Taipei, ist geprägt von Treppen, Felsen und kleinen dampfenden Öffnungen im Boden. Es dauert nicht lange, bis wir am ersten sichtlich aktiven Fumarolenfeld vorbeikommen. Der Boden ist gelb gefärbt vom Schwefel, warme Luft, feiner Rauch, der aus Spalten steigt.

    Oben angekommen ist die Aussicht gigantisch. Das gesamte Taipei-Becken liegt unter uns: die Stadt, der Taipei 101, die umliegenden Hügelketten, alles in einem weiten Panorama. Vom Main Peak geht es weiter zum East Peak - eine Gratwanderung an unzähligen alten Kratern vorbei, die heute grün überwachsen sind, aber ihre kreisrunden Formen noch klar erkennen lassen.

    Dann steigen wir hinab nach Lengshuikeng, einer Zone voller Hot Springs und Fumarolen. Die heißen Quellen sind jedoch völlig überlaufen - es ist Sonntag, viele Familien und Wandergruppen sind unterwegs. Wir beobachten das Treiben kurz aus der Distanz und beschließen, weiterzugehen. Die Mischung aus heißem Fels, dampfenden Kratern und Menschenmassen ist ein Erlebnis für sich.

    Über eine Hängebrücke geht es weiter ins Qingtiangang-Grasland. Plötzlich weitet sich die Landschaft: sanfte Hügel, weite Wiesen, grasende Wasserbüffel, einige sogar mit Jungtieren. Die Büffel wurden früher von Bauern zur Arbeit genutzt und leben hier heute halbwild.

    Wir steigen noch auf den Mount Zhugao und genießen erneut fantastische Ausblicke - diesmal über die Graslandschaft, die umliegenden Vulkankegel und Richtung Nordküste. Das Wetter spielt mit und wir sehen weit in die Täler und Wälder des Yangmingshan-Gebiets.

    Der Abstieg führt uns am Juansi-Wasserfall vorbei. Schließlich nehmen wir die öffentlichen Verkehrsmittel zurück in die Stadt und tauchen nach diesem intensiven Vulkan-Erlebnis wieder in die urbane Welt Taipeis ein.
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