• ...and flying down :-)

    April 3 in Nepal ⋅ ☀️ 6 °C

    Wie am Vorabend beschlossen, hält die Reise auch weiterhin spannende Wendungen - und Transportmittel für uns bereit.

    Früher Start in den Tag, da uns der Heli zwischen 6.15 Uhr und 6.30 Uhr abholen sollte.
    War sehr witzig, als wir nach dem Heli-Pad gesucht haben, auf dem er landen sollte - war direkt vor unserem Guesthouse und war eher ein Steinfeld als ein Pad.
    Von einem aufgezeichneten H im Kreis, wie es bei uns üblich ist, war tatsächlich nichts zu sehen :-)
    Aber wer braucht das schon, wenn man Lakhpar hat, der sein Talent als Heli Einweiser unter Beweis stellen konnte - wil gestikulierend zur Ansteuerung des Anflugs.
    Für mich aber durchaus beeindruckend, wie der Heli so das Tal hochgeflogen kam und vor uns aufgesetzt hat.
    Durfte das bisher ja auch noch nie erleben.

    Wir haben uns dann auch ziemlich schnell ins Cockpit gedrängelt - ich nach vorne auf dem Bei"Flieger"Sitz, die anderen drei nach hinten - Taschen und Rucksäcke irgendwie zwischen die Beine gezwängt und schon ging es los.
    Läuft gefühlt ein wenig wie am Fließband - der Pilot wusste, was er tat.

    Die Dauer war auch nicht lange - sind ca 12 Minuten geflogen, hatten wunderbare Aussicht kurz nach Sonnenaufgang auf die umliegenden Berge nochmals und sind dann ziemlich schnell nach Lukla eingeschwenkt.
    Aber 12 Minuten statt 2 Tagen Hiking - schon ein sehr angenehmes Verkehrsmittel :-)
    (Auch wenn es sich etwas wie "Cheating" anfühlt - nur das Gesamtpaket hat gestimmt - Schnee, Schlechtwetter-Vorhersage, Gesundheitszustand,....)

    Den Anflug auf Lukla fand ich beeindruckend - mit dem Heli kein Thema, aber mit dem Flieger wahrscheinlich wirklich eine Herausforderung.
    Der Flugplatz liegt mitten in den Bergen, die Landebahn hat gerade mal ca 520 m, ist beim Anflug tatsächlich stark ansteigend und mit Durchstarten ist nichts, da nach dem Ende der 520 m direkt der Ort und eine Gebirgskette gibt.
    Bin ja ganz froh, dass wir praktisch "nur" starten mussten, da geht es nach dem Ende der Landebahn auch steil ins Tal runter, aber man hat zumindest das Gefühl, dass das für eine der kleinen Gebirgsmaschinen einfacher ist.

    Wir waren auch ca 2 Stunden auf dem Flughafen von Lukla - alles etwas mit der Hand am Arm, aber irgendwie sind sowohl wir als auch unser Gepäck in die richtige Maschine eingestiegen (worden).
    Kurze Sicherheitsunterweisung, dass wir doch unsere Anschnallgurte geschlossen halten sollten und schon ging es auf zum Ende der Startbahn, wo der Pilot die Motoren auf volle Power aufgedreht hat, bis er dann endlich die Bremsen losgelassen hat.
    ....und sobald Du ein paar Meter gerollt bist, knickst Du nach unten vorne, da ja die Startbahn abfällt - also, schon spannend .-)

    Ging aber alles gut, am Ender der Startbahn haben wir in die Luft erhoben und sind Richtung Kathmandu aufgebrochen - Flugzeit ca 30 Minuten. Das schöne ist, man fliegt Richtung Westen und wenn man rechts sitzt, sieht man nochmals schön über die Himalaya Mountain Range - Merker für spätere Flüge nach Westen :-)

    Der Flug war aber insgesamt unspektakulär und wir sind kurz nach 10 Uhr in Kathmandu gelandet - wo uns einerseits Santosh abgeholt hat und uns andererseits eine angenehme Wärme empfangen hat - 27 Grad in Kathmandu. Nicht das schlechteste :-)

    Santosh hat uns wieder in unser Hotel eingecheckt - purer Luxus für uns - gemachte Betten, Dusche mit Duschkopf, Toilette - die kleinen Annehmlichkeiten, die uns sicherlich jetzt noch zwei Tage gut tun.

    Erstmal war für uns alle eine Dusche und Ruhe angesetzt. Am Nachmittag haben wir uns praktisch dann zum Wellness-Programm in Thamel getroffen ;-)
    Es ging zum Barber-Store. Und da hilft es wirklich, mit zwei Indern unterwegs zu sein, die über Hindi sich mit vielen Nepali unterhalten können.
    ....und sie handeln überall .-)
    Damit hat mein Haarschnitt, inkl. Rasur am Ende ca 3,50 Euro gekostet - und auch nur, weil wir dem Barber noch 1 Euro on Top gegeben haben, da er praktisch ein Kopfmassage noch drauf gelegt hatte :-)

    Die anderen zwei Jungs sind ja etwas eitler (und jünger .-)) als ich - und haben noch gefärbt. Darauf habe ich verzichtet, mit der Erklärung, dass graue Haare Männer über 50 ja sexy machen - da müssen sie erst noch hinkommen ;-)

    Der Abend war dann noch von einer kleinen Feier getragen - unsere Agents haben uns zum Abendessen und Bier eingeladen. Indisch, Nepali, Europäisch - alles etwas gemischt, aber wir hatten Spass.
    In dem Restaurant war ich auch schon und da ist am Abend auch immer Musik angeboten - und da eine Jugendgruppe oder Schülergruppe aus Schottland (???) da war, die komplett auf die Musik eingegangen sind und richtig getanzt haben, war es wirklich noch ein spaßiger Abend.

    Nach dem Abendessen sind wir Trekker noch losgezogen - Freitag Abend in Kathmandu.
    Das erinnert schon ein wenig an die Studienzeiten in China - internationales Publikum, bunt gemischt, alles sehr gut.
    Auf Empfehlung von Ash sind wir noch in der "Electric Pagoda" gelandet - einer Bar-Lounge-Restaurant-Kombination mit Live Musik.
    Es haben auch immer wieder unterschiedliche Sänger gesungen, aber konnte Ash nicht dazu bringen, dass er auch das Mikro aufnimmt - er meinte, seine Töchter hätten ihm das verboten :-)

    Damit ging praktisch unser letzter Trekking Tag auch zu Ende - und ich verabschiede mich hier jetzt auch.

    War ein ziemliches Erlebnis und kann es nur empfehlen - sicherlich nicht für jeden etwas und würde auch jedem empfehlen, erstmal eine einfachere Runde wie den Manaslu Circuit oder den EBC zu machen, nur um zu erleben, wie es jenseits der 5000 m ist.

    Wir hatten insgesamt wirklich tolle Agencies vor Ort - und würde auch immer empfehlen, lokal zu buchen und nicht über große Reiseveranstalter in Europa.
    Es ist wesentlich günstiger - und das Geld bleibt primär im Land.
    Santosh von AmazingNepalTrek und Rusha von NepalTrekPlanners haben einen tollen Job gemacht und waren auch immer sehr flexibel in den notwendigen Anpassungen.
    (Wir erleben es gerade bei anderen Trekkern, wie es auch anders laufen kann - also damit eine klare Empfehlung für die beiden)

    Ein dickes Dankeschön auch an Ash und Deepak - sie haben die Reise wirklich sehr kurzweilig gemacht :-) Hatten alle gemeinsam viel Spass - und habe sogar etwas Hindi gelernt - Chalu Chalu.

    Falls irgendjemand mal Lust haben sollte, so einen Wahnsinn auch zu machen - meldet Euch gerne bei mir.

    ...und dann bis ganz bald in Deutschland - FROHE OSTERN!!!!
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