Endlich holen wir unseren Camper ab
August 17 in Canada ⋅ ☁️ 17 °C
Punkt 08.00 Uhr rufe ich beim Camperverleih an. Meine Sorgen zuvor, ob ich den Typen am anderen Ende davon überzeugen kann, den Camper möglichst sofort abholen zu können, stellten sich als völlig unbegründet heraus. Das Telefonat dauerte nicht mal eine Minute und er meinte: "Come as soon as possible."
Gesagt, getan. Mit unserem Uber-Fahrer erreichten wir den Camperverleih innerhalb 30 Minuten.
Beim Reisen wird es relativ schnell völlig irrelevant, welcher Wochentag es ist. Dass es ein Montag sein muss, und nicht Freitag kurz nach Mittag, spürten wir spästestens, als wir in das total desinteressierte Gesicht der jungen Dame am Schalter schauen mussten. Total unmotoviert nuschelte sie uns vor, welche Extras wir dazu buchen können und wie das mit der Versicherung so wäre.
Aber nicht mit uns. Überall, wo ich nicht verstanden hab, was sie in ihrem Montag-Morgen-Genuschel vor sich hingestammelt hat, hab ich nochmal ganz genau nachgefragt.
Ein Inder hat uns im Anschluss unser Zuhause auf Rädern für die nächsten 4 Wochen gezeigt und alles ausführlich erklärt.
Während wir das komplette Fahrzeug von innen und aussen inklusive Funktionstüchtigkeit des Kühlschranks (was leider nicht gegeben war) und Vollständigkeit der dazu gebuchten Utensilien (eine Schüssel und eine Sieb haben gefehlt) überprüft und reklamiert haben, kam ein blonder tätowierter Reisender mit einem Sack voller toller Dinge auf uns zu. Er gab gerade seinen Camper ab und hätte eine Tüte voll Dinge übrig:
7 Rollen Toiletten-Papier
1 Bären-Spray
Alufolie
1 Pack Penne
1 Dose Tomatensauce
1 Dose Bohnen
ungefähr 20 Abfallsäcke
Speiseöl
Dankbar nahm ich seine Tüte entgegen. Alles (ausser das Öl, die Alufolie und die Abfallsäcke) waren original verpackt. Ausser die Bohnen hätten wir den kompletten Inhalt der Tüte einkaufen müssen. Ich liebe dieses unkomplizierte Miteinander beim Reisen!
Nachdem der Kühlschrank instand gestellt und sämtliche Infos über das Fahrzeug ausgetauscht waren, konnten wir endlich die 283 Kilometer zu unserem ersten Übernachtungsstopp in Angriff nehmen.Read more
















