• Columbia Icefield

    September 1 in Canada ⛅ 8 °C

    Um 10.15 Uhr startet unsere Tour auf den Columbia Gletscher. Wir fahren erst mit einem normalen Reisebus etwa 5 Minuten relativ nahe an den Gletscher heran. Dort steigen wir um auf eine Art Bus auf Traktor-Rädern, nur viel breiter :)
    Dieses Monsterteil könne Steigungen bis 36 Grad bewältigen. Und das braucht es auch, denn es geht steil abwärts.
    Irgendwann erreichen wie einen kleinen Fluss, der vom Schmelzwasser stammt und direkt danach fahren wir auf den Gletscher.
    Die Bedeutung der Gletscher im Bereich des Wasserspeichers für unsere Welt ist enorm. Letztes Jahr war das Jahr der Gletscher-Erhaltung. Ein Teil des letzten Jahres formulierten Ziels ist die Aufklärung über die Wichtigkeit der Gletscher für unser Klima und vor allem auch für unser Wasser. Auf den Gletscher gibt es hier jedes Jahr rund drei Meter Schnee, was ebenfalls als Schmelzwasser über die Flüsse ins Tal fliesst.
    Durch die vielen Waldbrände hier in Kanada schmelzen die Gletscher noch schneller als üblich. Russpartikel von den Bränden steigen in die Luft auf und sinken auf die Gletschermasse ab. Die dunklen Partikel fördern die Schmelze, das gleiche Prinzip wie ein schwarzes Shirt im Sommer.
    Zurück zu uns. Nach ungefähr 20 Minuten Fahrt halten wir an und dürfen aus unserem Gletscherfahrzeug aussteigen. Wir stehen auf dem Gletscher und dürfen uns ungefähr 20 Minuten umsehen. Teilweise ist der Boden eisig, teilweise rinnen kleine Bäche über das Eis, und teilweise ist es wie Crushed-Eis. Es herrscht grosser Andrang, ungefähr vier solcher Busse sind gleichzeitig da. An den beiden Kanada-Flaggen, die tief im Eis stecken, herrscht ebenso grosser Andrang. Wir stellen uns brav an und lassen uns fotografieren.
    Auf dem Weg weiter den Gletscher hinauf, macht Sven einen unglücklichen Schritt und tritt mit seinem rechten Fuss knöcheltief in die Eis-Wasser-Matsche-Pampe und sein ganzer Schuh saugt sich voll Wasser. Eiskaltem Wasser natürlich. Wie ungünstig.... Denn wir müssen noch etwa 15 weitere Minuten hier verbringen.
    Wir schiessen noch ein paar Fotos und machen uns dann auf den Rückweg.
    Insgesamt ein Erlebnis, dass wir uns im Nachhinein aus meiner Sicht hätten sparen können. Wir hatten bisher trotz Hauptreisezeit immer Glück und kaum andere Menschen. Wie sehr ich das schätze wird mir heute gleich mehrfach bewusst.
    Wir machen uns schleunigst auf den weiteren Weg Richtung Lake Louise, worauf ich schon sehr gespannt bin. /T
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