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Canada: Endless North

En 34-dags äventyr från TS - travelling the world. Läs mer
  • Es wird flacher.

    10 september, Kanada ☁️ 13 °C

    Als wir aufwachen, regnet es.
    Schon zum Einschlafen hat es so gestürmt, dass Horny ordentlich geschaukelt und uns in den Schlaf gewiegt hat.
    Wir fahren aus Banff ab. Schon nach ca. 2 Kilometern Fahrt sehen wir Fahrzeuge mit Warnblinkanlage am Strassenrand und wissen genau, was das bedeutet. Kamera raus und auch anhalten. Eine Herde Wapitis grast in aller Seelenruhe am Strassenrand. Faszinierend. Wapiti heisst hier übrigens Elk. Ein Elch heisst Moose. Voll verwirrend.
    Die Fahrt geht düster und regnerisch weiter.
    Unser erster Zwischenstopp ist an den Big Rocks. In den Rocky Mountains wären die gar nicht aufgefallen, aber hier so allein auf der grossen Wiese..
    Wir laufen den Weg drum herum. Thomas weist mich noch auf einen Spalt im Fels hin, zwei Meter später ... STARRT SIE UNS AN! 👹💀🤡
    Eine kleine Frau mit seltsamen Klamotten, vollbehangen mit Ketten. Steht mitten im Stein in der Spalte. Hinter der Absperrung! Mit so einem irren Blick! 😶 Wir erschrecken voll und finden den Ort plötzlich völlig creepy. Ab zu Horny!
    Weiter geht die Fahrt in unserer wilden Maus. Wieder durch viel Regen und über kilometerlange, schnurgerade Strassen Vin Trans Canada Highway bis zu kleinen Roads.
    In der Karte oben seht ihr, wiiieee laaang und gerade die Strassen sind. 😆
    Und in der 3D-Ansicht sehr ihr, wie flach es hier ist. So ohne Rockies.
    Nächster Halt ist an der Saskatoon Farm, ein grosses Gelände mit grossem Parkplatz. Sind auf viel Besuch eingerichtet. Drinnen präsentiert sich ein kleines 'Dörfchen' aus Marktplatz mit vielen frischen Früchten und Gemüsen, einem Restaurant und einem Grocery Store, in dem man sich mit Lebensmitteln und Non-Food eindecken kann.
    Und weiter geht's, durch die, inzwischen wirklich langsam langweilige, Gegend. /S
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  • Jurassic Camppark

    10 september, Kanada ☁️ 13 °C

    Knapp über 1½ Stunden östlich von Calgary liegt das kleine Örtchen Rosedale. Kurz bevor man in das Dorf fährt, sieht man bereits, dass hier die Badlands beginnen. Badlands sagt man, weil der Boden hier sehr trocken und unfruchtbar ist und sich durch Wasser und Wind viele weiche Schluchten und Hänge gebildet haben.
    Das mit der Trockenheit können wir bestätigen; hat kurz vorher aufgehört zu regnen.
    In der Einfahrt zum '11 Bridges Campground' begrüssen uns zwei lauernde Velociraptoren als Metallskelett, weiter hinten ein Triceratops und was Spinosaurus-ähnliches. Highlight ist aber der Kopf eines Tyrannosaurus Rex in einem Steinkreis, in den man Feuerholz legt, also in den Kopf, und darin abbrennt.
    Nachdem wir unsere Kabel und Schläuche angeschlossen haben, macht sich Thomas direkt an sein Hobby Feuer machen. 🔥 Regen war vorhergesagt; stattdessen kommt die Sonne raus. /S
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  • Der weltgrösste Dinosaurier

    11 september, Kanada ☁️ 10 °C

    In Drumheller gibt es einen Google-Eintrag zu "World's Largest Dinosaur". Da wir uns heute vorallem mit den Ungetümen aus der Vergangenheit beschäftigen, starten wir unseren Dino-Day mit einem Besuch dieses Riesen. Und spontan auch einer Inneninspektion inkl. aus dem Maul schauen und Aussicht geniessen für umgerechnet 3 Franken pro Person. /TLäs mer

  • Sven, der Fossilien-Entdecker

    11 september, Kanada ☁️ 11 °C

    Für Hobby-Paläontologe Sven ist heute der Tag der Tage. Schon als kleiner Junge war sein Lieblingssaurier der Stegosaurus, und Jurassic Park (wie auch später Jurassic World) hat seine Faszination für die ausgestorbenen Riesen nur noch geschürt.
    Heute haben wir eine geführte Tour durch die Badlands beim Royal Tyrrell Museum gebucht: Fokus: Was hat es mit diesen Badlands auf sich und wieso werden hier so viele Dinosaurier-Überreste gefunden.
    Unsere Tour-Guidin zeigt uns anhand der verschiedenen Gesteinsschichten, wie die abermillionen Jahre vergangen sind. Der Sandstein ganz unten zeigt auf, dass die Gegend hier über Jahrtausende einen Strand gehabt haben muss, bzw. dass hier Meer gewesen sein muss. Anhand einer möglichen Karte von damals, als es hier noch Dinosaurier und Meer gab, erklärt sie uns, dass es aufgund der Wetterlage hier mit vielen Hurrikans und Tornados oftmals schwere Überschwemmungen gab. Ganze Dinosaurier seien durch die Fluten komplett unter Matsch und Schlamm begraben worden. So hätten die Dinosaurierknochen über die Jahrtausende versteinern können. Sie zeigt uns verschiedene Fossile (Holz, Dinosaurierknochen und -zähne und Schildkrötenpanzer. Da es hier gestern so viel geregnet hat, hätten wir gute Chancen, frisch ausgespülte Fossilienteile zu finden. Wir dürfen tatsächlich auf die Suche, aber alles wie bisher nach dem Motto: "Leave only footprints, take only pictures" lassen wir auch brav alles dort, was wir so finden. Oder eher: was Sven alles findet. Man müsste schon fast ein Skellett nach ihm benennen, so viele einzelne Knochenfossile findet er. Irgendwann beginnt es zu regnen. Die Tropfen werden schnell mehr, bis wir irgendwann alle klatschnass unters Museums-Vordach flüchten. Wir trocknen bei einem leckeren Kaffee bevor wir uns auch im Museum nach den Spuren der Dinos machen. /T
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  • Royal Tyrrell Museum

    11 september, Kanada ☁️ 13 °C

    So'n bissl angefressen vom Dino-Thema betreten wir nach der kleinen Doku-Wanderung mit nassen Klamotten das Royal Tyrrell Museum und wollen uns das noch anschauen. Wir kaufen Tickets, trinken noch n Kaffee und steigen in die Zeitmaschine. Von Dinos in Lebensgrösse bis ganze oder Teile von Skeletten, von Reptilien bis zu den ersten Lebensorganismen hat dieses Museum alles zu bieten. Alles ist toll und informativ dargestellt und auch recht gut besucht. Die Fotostrecke gibt einen guten Einblick. /SLäs mer

  • Die weltkleinste Fähre

    11 september, Kanada ☁️ 13 °C

    Wir erkunden die Badlands nun auf eigene Faust. Nach dem ersten Stopp möchte ich mit Sven auf die andere Seite. Da dies aber teilweise richtiggehende Canyons sind und mancherorts auch ein Fluss durchfliesst, sind wir auf eine Flussüberquerung angewiesen. Entweder wir fahren einen Umweg von ungefähr 70km oder wir nehmen die kurze Strasse. Ist ja wohl klar: kurz. Plötzlich zeigt mein Google Maps als nächster Abzweiger eine Fähre an. Ich trau meinen Augen nicht. Da unten am Fluss gibt es eine kleine "Autofähre" oder auch einfach eine leicht modernere Variante eines Holzflosses, das sich mit einem Seil von der einen zur anderen Seite ziehen lässt.
    Unsicher, ob wir da rüberdürfen, machen wir uns mutig auf den Weg.
    Ein sehr alter Fährmann winkt uns sogleich auf sein Floss, betätigt ein paar Hebel hier und da und spielt dann mit seinem Hund.
    Da ich mich völlig aufs Filmen mit der Videokamera fokussiert habe, gibt es kein einziges Foto dieser Fähre 🤣🤣
    Nach etwa 6 Minuten erreichen wir die andere Seite. Düsen schnurstracks Richtung Aussichtspunkt. Kurz nach dem Verlassen der Fähre stossen wir auf die Leuchtanzeige einer Strassensperrung.
    Also nehmen wir sowohl die Fähre, als auch den 70km langen Umweg in Kauf und geniessen eine völlig andere Landschaft als gestern Morgen in den Rocky Mountains. /T
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  • Wayne

    11 september, Kanada ⛅ 13 °C

    Was noch witzig und interessant aussah, war die Google Maps Beschreibung zum nahegelegenen winzigen 'Dorf' Wayne.
    Wie so viele Ortschaften war Wayne früher eine Kohlebergbausiedlung mit knapp 2.500 Einwohnern.
    Eindrücklich ist die kurvige Zufahrt, auf der man in wenigen Kilometern 11 kleine, meist einspurige, aber nicht weniger eindrückliche Brücken überquert.
    Das Ortseingangsschild zeigt den Rückgang der Population. Heute leben noch 35 Menschen dort.
    Vor dem Last Chance Saloon des historischen Rosedeer Hotels (der einzige Ort hier, den man besuchen sollte/kann) stapeln sich jedoch die Besucherautos.
    Wir sind uns sofort wortlos einig, dass wir direkt wieder zurück fahren.
    Am Lagerfeuer ist es viel gemütlicher. /S
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  • Adee Heizung, Adee Tagespläne

    12 september, Kanada ☁️ 4 °C

    Hornys Heizung läuft zwar noch, aber es kommt nur noch kalte Luft raus. Das ist bei 3 Grad Aussentemperatur etwas unangenehm. Ich versuche noch, die gröbste Kälte mit unseren Gas-Herdplatten aus Horny rauszukriegen, aber als der Rauchmelder abgeht lass ichs dann sein.
    Wir hampeln gar nicht lange rum, denn sobald wir mit Horny unterwegs und der Motor warm ist, tauen wir durch die Heizlüftung automatisch auf.
    Und zum Glück haben wir heute vorwiegend Indoor-Programm geplant: wir wollen zum Blackfoot Crossing Historical Park, einem Museum über Büffel und Prärie und First Nations. Ich tippe auf das Ziel bei Googlemaps und die Route wird berechnet. "Das Ziel sei bei Ankuft möglicherweise geschlossen.", raunt es aus Hornys Lautsprechern.
    Zum Glück sind meine Ohren durch die tolle Kanada-Mütze schon aufgetaut. Ich überprüfe das mit der Homepage und tatsächlich hat doch das Museum Samstag und Sonntag geschlossen. Wie kann man es als Museum sich denn bitte leisten, Samstag und Sonntag geschlossen zu sein?!
    Viel mehr ärgert mich allerdings, dass wir nun ohne Pläne dastehen. Und Horny nicht warmläuft, weil wir noch nicht unterwegs sind. Und es somit weiterhin kalt ist.
    Wir fahren einfach mal los, um wenigstens das Problem der Kälte rascher zu beheben. Und auch das zweite, planlose Problem bleibt natürlich nicht lange planlos. Wir entdecken einige coole Stein-Formationen in den Badlands, fahren zu einer Hängebrücke und einem Aussichtspunkt, trinken einen Kaffee in der Stadt, fahren ins "Mark's", einem "Bekleidungsgeschäft" (jaa, sie nennen sich explizit kein Modegeschäft!) und verlassen voller Erfolg mit null Ausgaben den Laden wieder.
    Auch für den frühen Nachmittag und den Rest des Abends haben wir relativ rasch einen Plan gefasst. /T
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  • Grumpy Emilia

    12 september, Kanada ☁️ 10 °C

    Die Region ist nicht nur für ihre Dinoschätze bekannt, früher gab es hier 139 Kohleminen. Drumheller war früher eine der wichtigsten Energiequellen für Westkanada.
    Und eine dieser ehemaligen Minen, die teilweise bis 1984 in Betrieb waren, schauen wir uns jetzt an.
    Das 'Atlas Cole Mine National Historic Site' ist eine der letzten verbliebenen Minen und dank des vollständig erhaltenen Holzhauses auch einzigartig in Kanada.
    Wir buchen eine geführte Tour bis in die Minen. Am Startpunkt wartet Emilia. Der Bock, den sie hat, uns gleich viel zu erzählen, ist ihr ins Gesicht geschrieben. Hat mich optisch etwas an Chantalle aus FjG erinnert, kennste?
    Auch das Augenrollen und genervte Seufzen hat sie voll drauf. Sie konnte uns viel über die Kohleminen erzählen. Nach jedem Abschnitt "Does that make sense? Any questions? Good."
    Wir bekamen Helme mit Stirnlampen und sind am Kohlebeförderungsband entlang nach oben gestiefelt. Oben konnten wir ein Stück in die Mine und Kohleluft schnuppern.
    War echt unterhaltsam. Danke, Emilia! /S
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  • Calgary

    13 september, Kanada ⛅ 9 °C

    So ohne Heizung ist das nix hier. Kaum aufgestanden machen wir uns also auf den Weg nach Calgary. Wir parken für 8 Franken beim Calgary Zoo und fahren mit dem Zug der Blue Line (Tagesticket für umgerechnet 6 Franken pro Person) zwei Stationen bis zum Zentrum.
    Wir starten hoch über der Stadt im Calgary-Tower um uns einen Überblick zu verschaffen, schlendern danach durch die City und essen einen Happen zu Mittag.
    Unsere letzte Übernachtung haben wir ausserhalb Calgary. Horny putzen, nochmal duschen, Koffer packen, letzte Lebensmittel zu einem Abendessen zusammenschustern, sämtliche Schubladen, Fächer, Türli und Stauräume nochmal kontrollieren.
    Und nochmal einige Zeit im Camper. Leider beginnts kurz nach unserer Ankuft zu regnen, und so geniessen wir die letzten Stunden in Hornys Wohnzimmer.
    Morgen früh um 11.00 Uhr geben wir ihn ab.
    Und für ihn wird es höchste Zeit für eine Werkstatt. Heizung, Kühlschrank, Motor: das muss alles mal gründlich durchgecheckt werden. Horny steht gaaaaaanz knapp vor dem hunderttausendsten Kilometer. Den word er jedoch sehr wahrscheinlich mit unseren Nachmietern feiern. /T
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  • Horny nochmal so richtig einseifen

    14 september, Kanada ⛅ 12 °C

    Wir schlafen aus, bleiben länger als nötig unter der warmen Bettdecke. Danach scheint zum Glück die Sonne und wir packen die letzten Sachen, entsorgen, putzen die letzten Dinge und wischen Horny nochmal aus.
    Von aussen sieht man Horny die vielen Schotterpisten deutlich an. Er steht vor Dreck, und dass obwohl es die letzten Tage immer mal wieder geregnet hat. Zudem haben wir mittlerweile drei Steinschläge in der Frontscheibe.
    Wir fahren zum nächsten Truck-Wash, haben hinter uns einen anderen Camper. Da wir nicht sicher sind, wo wir genau reinfahren müssen, überholt uns der Assi-Camper und fährt sein Motorhome vor uns in die Schlange. Dort drin wären eigentlich 3 Plätze zum Auto waschen, er blockiert den ersten. Genüsslich wäscht und schrubbt er, seift ein und spült wieder ab.
    Es ist ihm völlig egal, dass andere auch noch Pläne haben. Darauf angesprochen meint er pampig, dass es die Strasse rauf noch einen anderen Truck-Wash gäbe.
    Langsam läuft uns die Zeit davon, also düsen wir schnurstraks zum anderen Carwash.
    Sven ist in seinem Element und macht Horny wieder wie neu.
    Wir sind ready und fahren Horny auf den Parkplatz der Campervermietung.
    Wir entladen Horny und ich will grad rein um die Tüte mit übrigem Kram rauszuholen, da steht Sven inmitten einer RIESIGEN weissen Sauerei.
    Das Waschpulver ist ihm beim Runternehmen aus der Hand geflutscht und hat den schön sauberen Horny wieder komplett eingesaut. Überall ist weisses Waschpulver.
    Drei junge Girls kriegen grad die Übergabe für ihr Motorhome, und als sie völlig aufgeregt am Einräumen sind, schlurfe ich mit meiner Tüte mit übrigen Dingen zu ihnen rüber. Frage sie, ob sie Interesse an Bärenspray, Waschpulver, Zwiebeln und Nudeln und Konsorten haben.
    Sie sind ganz begeistert, und die eine meint zu ihren Freundinnen: "Do müessemer ihm aber scho öppis geh, da isch mega viu!"
    Die drei Bernerinnen starten heute ihren Trip von Calgary nach Vancouver und ich kann ihre Aufregung förmlich spüren. Sie erkundigen sich noch nach Tipps und Must-dos und dann wünsche ich ihnen eine tolle Reise.
    Wir düsen mit dem Taxi zum Flughafen und schwelgen noch ein bisschen in Erinnerungen.
    Danke fürs Miterleben unserer Kanada-Reise. In drei Monaten gehts dann weiter mit Africa 😃😃😃
    /T
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  • Endlich wieder zu Hause

    15 september, Schweiz ☁️ 21 °C

    Wo auch immer man in der Welt unterwegs ist, am schönsten ist es doch zu Hause. Mit allerlei Grüssen und vielem mehr bis zu einem tollen Sonnenuntergang Willkommen geheissen zu werden macht es umso schöner. Danke Veli. 😘🥰Läs mer

    Resans slut
    15 september 2026