• Tag 15: Tunnel von Củ Chi - Nachmittags

    March 15 in Vietnam ⋅ ☀️ 31 °C

    Für mich einer der spannendsten Orte bei der Vietnam-Reise: Die Tunnel von Củ Chi.

    Die ersten Tunnel entstanden 1948 im Krieg gegen die Kolonialmacht Frankreich, um Waffen, Vorräte und Menschen zu schützen.
    In den 1960er-Jahren erweiterten vietnamesische Partisanen, die Vietcong, das Tunnelsystem in Ausdehnung und Tiefe massiv, bis es schließlich sind auf eine Gesamtlänge von 200 km auf drei Ebenen angewachsen war. Unter der Erde waren ganze Städte entstanden mit Schulen, Lazaretten, Büros und Schlafgelegenheiten.
    Die unterirdischen Gebäude waren durch Tunnel von ca. 80 cm Höhe und 60 cm Breite verbunden. Als Eingänge dienten mit Grasbewuchs und Laub getarnte Klapptüren. Die Eingänge waren zudem durch einfache, aber wirkungsvolle Fallen wie Bambusspieße gesichert.
    Die Củ Chi Tunnel liegen ca. 70 km nordwestlich von Ho-Chi-Minh-Stadt im Củ-Chi-Land-Distrikt.
    Der Distrikt war die Basisstellung der Vietcong während der Tet-Offensive. Durch diese Tunnelanlage war der ebenso überraschende wie schnell geführte Angriff auf Saigon mit der kurzfristigen Besetzung der US-Botschaft durch die Vietnamesische Befreiungsbewegung möglich gewesen.
    Die Tet-Offensive gilt bei allen historischen Untersuchungen des Krieges als der Wendepunkt. Bis zum Jahr 1968 wurde der amerikanischen Öffentlichkeit vorgegaukelt, dass der Krieg bald gewonnen sei. Durch die kurzfristige Besetzung der amerikanischen Botschaft durch den Vietcong wurde die Öffentlichkeit und vor allen Dingen die Presse auf den amerikanischen Krieg aufmerksam. Ab diesem Zeitpunkt gruppierten sich die Antikriegsbewegungen in Amerika, die mit zum Ende des Vietnamkrieges beitrugen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Tunnel_von_Củ_Chi
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