Abschied
December 7, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 11 °C
Hallo ihr Lieben, was schreibt man so, in einem Blog, von dem ich nich weiß, wer ihn liest? Aber eigentlich ist das ja auch zweitranig, letztlich mach ich es für mich, zum Ausspeichern, zum Einspeichern für später. Ich versuche ma,l meinen Gedanken zu folgen und nicht ganz wirr dabei zu werden.
Wo fange ich an? Die Antwort darauf ist eigentlich immer die gleiche - beim Anfang! Aber was ist der Anfang hier? Sollte er in meiner frühen Kindheit liegen, als ich als kleiner Junge Wesfernsehen gesehen habe und mit leuchtenden Augen dem Traumschiff des ZDF hinterherträumte? Dann, als DAS Traumschiff an die DDR verkauft und zur "ARCONA" wurde, dem Traumschiff der DDR, schien alles ein wenig mehr in erreichbare Nähe zu rücken. Will sagen, der Wunsch in die Ferne zu gehen ist schon lange bei mir angelegt und nicht plötzlich aufgetaucht. So ist auch der Wunsch nach einer länger dauernden Reise nicht von heute auf morgen plötzlich erschienen. Und die Organisation dazu hat vor mehr als einem Jahr begonnen. Das meiste ist dann in den zwei verbleibenden Monaten nach Paris geschehen und hat mich viele Nerven gekostet - Unterkünfte, Flüge, Verbindungen, was brauche ich für die Reise, welche Impfungen, Untervermietung, Geld auftreiben, Kreditkarte beantragen etc.
Und dann war es plötzlich soweit. Die letzte Woche vor Abflug war emotional echt anstrengend. Klar, es ist kein Abschied für immer, aber auch nicht ein Trip von drei Wochen. Und es hat mich unheimlich gefreut, dass meine Freunde interessiert sind und mir beistehen. Danke dafür! Jedoch, ohne jemanden zu nahe zu treten, aber am Schlimmsten war es, Bruno, unserem Teilzeithusky Tschüss zu sagen. Es war soooo schön, mit ihm zusammen noch Zoomania (siehe Bild) zu sehen. Er spürte genau, dass da was nicht ganz stimmig ist. Am Sonntag morgen, dem tatsächlichen Abschiedstag tat er förmlich alles, um Beistand zu leisten. Ich könnte hier Stunden über ihn erzählen. Diejenigen, die ihn kennen, wissen sicherlich warum. Aber das wird vielleicht mal ein eigenes Buch.
So stieg ich denn in den 20 Minuten zu späten, also pünktlichen ICE nach Frankfurt Flughafen und konnte mein Heulen nicht mehr zurückhalten. Nicht so praktisch mitten an einem Viertisch mit drei anderen Frauen. Ich setzte mich um und ging weiter der Frage nach, was und vor allem, warum tue ich das nochmal??? Weihnachtsmärkte, Glühwein, heimelig, Freunde, Bruno....alles da? Warum gehst du?
Während ich vor mich hinheulte, mich hinterfragte und gleichzeitig eine eSim zu verifizieren versuchte, sprach mich ein junger Man an, der am Gang gegenüber saß. "Ich sehe gerade dass du einen Reisepass liegen hast und wohl zum Flughafen fährst. Darf ich fragen, wohin es geht? Ich möchte auch anfangen zu reisen und sammle Ideen und Erfahrungen" "Äh, ja, klar, äh, einen Moment, ich muss dass noch fertig machen hier." Dann wurde es ein angeregtes Gespräch über das Reisen, das Für und Wieder, meine Erfahrungen, seine ersten Ideen und schwupps, war ich am Flughafen Frankfurt. Verrückt. Danke für die Ablenkung! Und die Antworten, die ich quasi auch mir selbst gab.
Am Check-In Schalter war es etwas unübersichtlich, und ich stellte mich in Gedanken verloren an, als ein junger Mann mir auf die Schulter tippte und meinte: "Sorry, this is not the end of the snake. I am in the snake!" Sorry, what, ich war so perplex, stammelte ein "Yes, Sorry" und ließ ihn vor und begann zu verstehen. Mein Englisch ist wirklich nicht "The yellow of the egg", aber das war wirklich lustig. Zumahl der junge Man zu 100% Deutscher war.
Der Flug verlief angenehm und trotz 10h schnell und so landete ich am frühen Montagmorgen in Colombo. Auf gehtˋs!Read more












