Richtungswechsel
6 marzo, Cambogia ⋅ 🌙 28 °C
Von dem Regen war am nächsten Vormittag, als wir zum Angkor National Museum liefen, nicht mehr viel zu sehen. Wir kamen an der königlichen Residenz vorbei, die direkt hinter unserem Hotel lag. Viel war aber nicht sichtbar. Das Museum besuchten wir aus zwei Gründen, einmal gab es dort quasi das Interieur von Angkor Wat und den anderen Tempelanlagen zu sehen, also das, was nicht gestohlen oder zerstört worden war über all die Jahrhunderte. Und zum anderen war es dort kühl. Beides enttäuschte nicht.
An Nachmittag begaben wir uns auf einen Ausflug zum größten Binnensee Südost-Asiens, dem Tonlé Sap. Dort war das Ziel ein schwimmendes Dorf. Nun, von dem schwimmenden Dorf war nicht mehr viel übrig. Es war eher ein Dorf auf Stelzen. Das Leben auf einem Hausboot ist auf Dauer nicht so richtig cool und die kambodschanische Regierung versucht die Bewohner auch mit allen Mitteln an Land zu bekommen. Das Stelzendorf war mindestens genauso interessant. Der Tonlé Sap wird von einem Fluss durchquert, dem, na?, richtig, dem Tonlé Sap. Dies ist weltweit der einzige Fluss, der zweimal im Jahr seine Fließrichtung ändert. Wieder was für die Millionenfage bei Jauch. Mit Beginn der Regenzeit füllt sich der Mekong, in welchen der Tonlé Sap mündet, dermaßen mit Wasser, dass dieses so sehr gegen den kleineren Tonlé drückt, dass dieser aufgibt und seine Fließrichtung hin zum See ändert. Dadurch füllt sich dieser und wächst auf eine 5 bis 8 mal so große Fläche an. An den Rändern steigt das Wasser um mehr als 5 m. Ein guter Grund, um entweder ein flooting house zu haben oder eben eines auf Stelzen. Ein paar einzelne Häuser schwammen noch auf dem See, der selbst in der Trockenzeit wie ein Meer wirkt und die Häuser einsam darauf verschwinden. Wir machten bei einem schwimmenden Bar-Haus halt, um bei einem kühlen Bier den Sonnenuntergang zu genießen. So zumindest der Plan. Auch heute gab es phantastische Wolkenspiele am Himmel. Aber auch die hatten wieder ihren Preis. Plötzlich wurden der Käptˋn und der Guide unseres Schiffes sehr nervös, und alles musste schnell gehen. Kein Bier mehr, rauf auf ˋs Schiff und möglichst schnell runter vom See. Da die Boote hier alle keinen starken Motor hatten, wären wir bei dem Sturm, der sich gerade ankündigte, aufgeschmissen. In all der Eile landeten wir erstmal auf der nächsten Sandbank und hingen fest. Zum Glück nicht lange. Alles lief gut und vor dem nächtlichen Regen waren wir wieder in Siem Riep. Dort aßen wir wieder in einem Street Food Lokal, bei dem die Besonderheit war, dass man in die Kochtöpfe gucken musste. Das war die Speisekarte. Also keine falsche Scheu, auf die Deckel und auf das zeigen, was einem gefiel. Lecker.Leggi altro

























