• North Dome

    19–20 ott 2024, Stati Uniti ⋅ ☀️ 17 °C

    Wir wurden vom Wind und der Sonne geweckt. Nach einem Apfelzimtporrige und Tee , packten wir unsere Sachen und es ging weiter. Wir mussten nochmals durch 2 Waldvalleys und über einen Berg.
    Im Tal kamen wir an einem Bergbach vorbei wo wir Wasser filterten und so unser Wasservorräte auffüllten. Die Muskeln in unseren Beinen merkten wir deutlich und auch die Füsse taten immer mehr weh. Von unserem Schlafplatz bis zum North Dome waren es ca. 9 km und einige Höhenmeter. Ich bin ehrlich meine Motivation war weg. Wir haben diese Wanderung eindeutig unterschätzt. Vom letzten Berg den wir bestiegen haben konnten wir den North Dome sehen.
    Doch dazwischen war wieder ein Valley zu sehen. Es war doch schon Mittag und wir mussten nachher wieder den gleichen Weg zurück auf diesen Berg gehen um den Weg fortsetzten zu können. Trotzdem entschieden wir uns den North Dome zu besteigen. Wir haben unsere Rucksäcke auf dem Hügel deponiert so waren wir schneller. Endlich wir haben unser Ziel erreicht. Wir machten eine kurze Pause für Fotos und ein Sandwich. Nun kam der Abstieg. Natürlich dachen wir es wird einfacher. Jedoch wussten wir nicht, dass es zuerst hoch ging. Als es dann endlich runter ging, kamen bei mir immer mehr Schmerzen im Knie. Ich wusste jetzt muss ich durchbeissen. Am Anfang ging es stetig angenehm runter. Wir wussten aber dass wir noch lange nicht unten sind. Dann kam der steile Abstieg über die Granitsteine. Es war sehr hart und wir wollten nur noch im Tal ankommen, bevor die Sonne weg war. Wir haben es geschafft kurz bevor es dunkel wurde, erreichten wir das Tal. Das war leider noch nicht das Ende der Wanderung. Wir mussten noch ca. 8 km bis zum Wilderness Büro gehen, um den Bärencontainer zurückzubringen. So ging es mit der Stirnlampe durch den Wald und in der Nacht zurück. Dave war mein Held und hat mein Rucksack einige Meter getragen, bis es nicht mehr runter ging. Die Schmerzen in meinem Knie waren kaum aushaltbar. Als es wieder flach war übernahm ich den Rucksack wieder. Auf unserem Weg zurück sahen wir noch eine Bärenmutter mit ihrem Kind die zum Glück wenig Interesse für uns zeigte.
    Da ich nur noch das Ziel vor meinen Augen hatte, hatte ich einen schnellen Schritt darauf. Doch ich merkte das auch bei Dave die Kräfte nachliessen und sein Tempo sich reduzierte. Nach 10 h wandern kamen wir im Valley an wo wir den Bärencontainer zurückgaben. Mit aller letzter kraft schleppten wir uns noch zum Parkplatz, wo wir endlich Schlumpf wieder hatten.
    Eigentlich durften wir dort nicht übernachten, aber uns war es egal, denn in diesem Zustand noch 1 h rauszufahren machte absolut keinen Sinn mehr (Im Yosemite Nationalpark gibt es sehr viele Campingplätze aber diese waren alle schon Monate im voraus ausgebucht).
    Am nächsten morgen gönnten wir uns eine heisse Dusche beim Campground.
    Diese Wanderung wird immer in Erinnerung bleiben. Einerseits als Herausforderung die wir vor allem mit dem ganzen Gepäck unterschätzt haben, jedoch auch als unglaubliches Abenteuer mit atemberaubenden Aussichten!
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