Werkstattunglück Band 9751 Kapitel 793
Apr 11–12, 2025 in Mexico ⋅ 🌬 28 °C
Nachdem wir uns von unseren Freunden verabschiedet haben, machten wir uns auf den Weg zurück in die Stadt Tuxla. Wir möchten das noch neue Ersatzrad auf die Felge des einseitig abgefahrenen Reifen ziehen lassen und das Abgefahrene Rad als Ersatzrad verwenden. Da die Reifen jetzt noch neu sind macht dies sicher Sinn. Im gleichen Zug möchten wir die Spur neu einstellen lassen auf der Maschine und einen Ölwechsel machen lassen.
Erste Garage von Goodyear Tires die wir anfahren sieht extrem vielversprechend aus. Mega saubere gut ausgerüstete Werkstatt mit allen Maschinen die sie benötigen fürs Wechseln der Reifen und das Spur einstellen. Die lieben Werkstattarbeiten nennen uns einen fairen Preis für die Arbeiten und wir legen gleich los. Das Reifen wechseln gelingt schnell und unkompliziert und ich kann den Schlumpf nach kurzer Zeit auf die Maschine fürs Einstellen der Lenkgeometrie fahren.
Der Mitarbeiter löst erst jegliche Verbindungen der Lenkung und Aufhängung und ich denke mir, dass ich die Vorgehensweise so noch nie gesehen habe. Als er dann den Rollmeter und die Wasserwaage hervorholt um alles neu einzustellen frage ich ihn, ob die Maschine denn nicht funktioniere oder was das Problem ist. Tja Maschine kaputt aber von Hand wird schon 100% stimmen...
Mein Puls geht hoch und ich kann meinen Ärger nicht mehr zurückhalten. Ich bin mir bewusst, dass er mit dem Lösen aller Komponenten jetzt schon alles verstellt hat und er dies so wie er das machen möchte nie mehr gut hinbringen wird. Sichtlich geärgert verlassen wir die Werkstatt. Als ich gerade aus fahren möchte, möchte Schlumpf rechts abbiegen. So viel zu 100% Spur korrekt einstellen.
Wir fahren mit einer jetzt noch viel schlimmer verstellten Spur weiter durch die Stadt um eine neue Werkstatt mit funktionierender Maschine zu finden. Eine Werkstatt möchte uns Helfen und ich präzisiere noch mit Maschine. Als der Herr uns dann statt auf die Topmoderne Maschine zum Einstellen in den Hinterhof nimmt und anfängt Schrauben an der Aufhängung zu lösen, geht mein Puls wie die Rakete ins Nirvana. Es stellt sich heraus, dass sie uns nicht auf den Lift nehmen möchten, da wir zu schwer dafür sind und das ganze lieber von Hand machen möchten.
Wir fahren also weiter um schlussendlich bei Michelin zu landen. Sie haben ebenfalls die Befürchtung, dass wir zu schwer für den kleinen Lift sind und möchten uns lieber auf die Maschine für Lastwagen nehmen. Dagegen haben wir nichts, doch leider stellt sich heraus, dass Schlumpf zu klein für die Maschine ist.
Ich scheine mittlerweile genügend verzweifelt auszusehen, dass die Mitarbeitenden entscheiden uns trotz Lastgrenze am Lift auf die Kleine Maschine zu nehmen. Die beiden Mitarbeitenden benötigen 1h um die komplett verstellte Spur wieder perfekt einzustellen und sind dabei äusserst kompetent.
Da Werkstätte hier oft nur auf eine Arbeit spezialisiert sind z.B. nur Reifen und Räder müssen wir für den Ölwechsel in eine andere Garage. Ich setze Bigna bei einem Wäschesalon ab, damit wir heute noch alles erreichen können, was wir uns vorgenommen haben.
Der Ölwechsel verläuft bestens und unkompliziert.
Zum Ende des Tages entscheide ich mich, dass ich trotzdem nochmals in die erste Werkstatt fahren möchte um das Geld welches wir schon bezahlt haben zurückzuverlangen. Unsere Hoffnung, dass wir es zurückbekommen war klein aber ich wollte es trotzdem versuchen auch wenn es nicht um wirklich viel Geld ging. Ich ging also nochmals zum Arbeiter der mir die Spur "eingestellt" hatte und zeigte ihm das Vermessungsprotokoll, welches offensichtlich beweist, dass seine Arbeit nicht zu 100% stimmte.
Erging zu seinem Chef und besprach das Ganze. Erst sagten sie uns, dass sie uns nichts zurückerstatten können, da wir mit Kreditkarte bezahlt haben. Ich bliebt hart und sagte ihnen klar, dass dies nicht mein Problem ist und sie dafür eine Lösung finden müssen. Schlussendlich bekamen wir unser Geld tatsächlich zurück und der wirklich lange Tag hatte so doch noch ein Happyend.Read more



