• Magischer Sonnenaufgang am Acatenango

    May 23, 2025 in Guatemala ⋅ ⛅ 9 °C

    Heute geht es früh los! Für mich ohne Schlaf und für Bigna mit kaum Schlaf. 3:00 Uhr der erste Wecker läutet. Kurz anziehen und Packen und um ca. 3:30 Uhr machen wir uns im Stirnlampenlicht bei viel Wind auf den Weg Richtung Kraterrand des Acatenango.
    Es windet stark, ist kalt und wir kommen nur langsam im losen Vulkanstaub voran. Die ersten Gruppen mit 40 Personen überholen uns vor dem Gipfel, jedoch schaffen wir es mit unseren müden Beinen doch noch rechtzeitig zum Sonnenaufgang auf den Kraterrand. Wir zelebrieren den magischen Sonnenaufgang mit mehreren hundert Menschen auf dem "Gipfel", können jedoch trotzdem viele tolle Fotos bei eisigem Wind machen. Direkt nach Sonnenaufgang verschwinden die vielen geführten Touren schneller als sie gekommen sind und wir stehen fast alleine auf dem Krater.
    Irgendwann nachdem wir das ganze erlebte ein wenig setzen liessen flüchteten auch wir aus dem Wind. Es stehen heute ja auch noch 1570 Höhenmeter Abstieg bis zum Schlumpf an also nichts wie los ins Basecamp.
    Nach dem ich ein Porridge und Kaffee gekocht hatte war das Zelt auch an der Sonne getrocknet und wir konnten alles in den Rucksäcken verstauen.
    Wir stiegen schön langsam ab um unsere Knie zu schonen und erreichten nach ca. 5h den Schlumpf wieder.
    Kurzes Mitaggessen am Schlumpf und ich fahre noch bis nach Antigua in die Stadt.

    Tips für Nachahmer:
    -Wenn du keine komplette Camping/Trekkingausrüstung mit dabei hast, dann mach eine Tour.
    -Wenn du nicht 5-7h einen steilen Berg hochlaufen kannst, dann würde ich mir nochmals überlegen, ob dieser Trip das richtige für dich ist. Wir haben viele Touristen gesehen (der weissen Nike Fraktion) die bereits im unteren Teil der Wanderung komplett am Anschlag waren. Tip für den Ultratouri: Sandalen, weisse Nikeschuhe und ein Seesack sind keine optimale Ausrüstung um einen Vulkan zu erwandern ;).
    -Es gibt auch Touranbieter mit kleineren Gruppen, jedoch sind die Mehrheit grosse Gruppen mit bis zu 40 Personen.
    -Es gibt bereits 1-2 Touranbieter die dir das Gepäck mit dem Pickup über eine Offroadstrecke bis vors Basecamp fahren, damit du damit nur noch ca. 30 min. ins Basecamp laufen musst. Kann gut sein, dass man sich in wenigen Jahren bis ins Basecamp fahren lassen kann...
    -Wir haben mit einigen geredet, welche eine Tour gemacht haben und viele haben sich beklagt, dass sie in den billigen Sommerschlafsäcken der Touranbieter gefroren haben. Also besser warme Kleidung mittragen!
    -Ohne Tour im Basecamp um ca. 3:30 Uhr im Basecamp ablaufen sonst kommst du zu spät zum Sonnenaufgang.
    -Unserer Meinung nach lohnt sich das Ganze auch, wenn es eine absolute Massentourismusattraktion ist. Einsamkeit kann man jedoch nicht erwarten ;).
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